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Weihnachtswissen/Bibel/zwei unterschiedliche Weihnachtsgeschichten

Aus ZUM-Unterrichten
Die Weisen vor Herodes - Matthäus erzählt, dass Jesus während der Regentschaft von Herodes geboren wurde (Herodes starb 4 vor Chr.). Lukas hingegen erzählt, dass Jesus geboren wurde, während Quirinius Verwalter von Syrien war (das war im Jahr 6 oder 7 nach Chr.). Offenbar nehmen es die Autoren mit der historischen Wahrheit nicht so genau. Warum sind die biblischen Weihnachtsgeschichten so unterschiedlich und sogar widersprüchlich?

Was erzählt die Bibel über Jesu Geburt?

Autorin: Sabine Häcker[1]/ Lerngruppe: für Jhg. 8-11 / Dauer: 45-90 min[2]

In dieser Sequenz geht es darum, die beiden biblischen Weihnachtsgeschichten kennenzulernen. In der Bibel gibt es zwei Geschichten, die von Jesu Geburt erzählen. Interessant ist, dass sie völlig unterschiedlich sind ...

Textgrundlage für die Erarbeitung ist dieses (Hör-)Büchlein.[3]

Die biblischen Weihnachtsgeschichten

Gespräch zur Aktivierung von Vorwissen und Textvorentlastung:

  • Was feiern die Christen an Weihnachten?
  • Wer war Jesus?
  • Wie und wo wurde Jesus geboren?
  • Woher wissen die Christen von der Geburt Jesu[4]?
  • ...
"Euch ist heute der Heiland geboren!", sagt der Engel. Offenbar wurde der Heiland bereits erwartet, denn sonst hätte der Engel nicht der Heiland sondern ein Heiland gesagt. Wer hat wen erwartet und weshalb? -> Das erklärt das Kapitel Die Entstehung der Bibel.[5]

Die Weihnachtsgeschichte im Evangelium von Lukas lesen oder hören

Die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium[6]

- LESEN: Du findest die Geschichte im Buch Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist! auf S. 12 und 13.

- HÖREN: Du findest die Geschichte im Hörbuch von 6:07 bis 8:02.

Gespräch:

  • Was bedeuten folgende Wörter oder Wortverbindungen? Es begab sich ... / er war der Statthalter in Syrien / sie sollte gebären / die Herberge / widerfahren / der Heiland / sie gingen eilends / ...
  • "Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, ..." - Ein Heer ist eine Streitkraft. Was symbolisiert der Auftritt des himmlischen Militärs in der Geschichte?
  • Die Engel zeigen sich den Hirten, das ist ein Wunder. Im Altertum wurden die Biografien von bedeutenden Menschen oft mit Wundergeschichten geschmückt, das gehörte zu einer angemessenen Heldenerzählung dazu. Warum wohl?[7]
  • Dass der Engel ausgerechnet einigen Hirten von der Geburt des Messias' erzählt, ist kein Zufall. Welche Bevölkerungsgruppe wird durch die Hirten symbolisiert?[8]
  • Nachdem der Engel zu den Hirten gesprochen hat, erscheinen viele Engel, die "himmlischen Heerscharen". Ein Heer ist eine militärische Streitkraft. Was symbolisiert der Auftritt der göttlichen Armee in der Geschichte?
  • Skizziert die Geschichte bildlich[9] und erzählt oder spielt sie nach!
Die Sternendeuter stehen für die Weisheit der damaligen Zeit. Ihre Ankunft an Jesu Krippe wird mit dem Feiertag Heilige Drei Könige am 6. Januar gefeiert. Im Mittelalter nannte man sie Caspar, Melchior und Balthasar. In der Bibel steht nicht, wieviel es waren - wie kam man wohl auf die Zahl 3?[10]

Die Weihnachtsgeschichte im Evangelium von Matthäus lesen oder hören

Die Weihnachtsgeschichte im Matthäusevangelium[11]

- LESEN: Du findest die Geschichte im Buch Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist! auf S. 14-16.

- HÖREN: Du findest die Geschichte im Hörbuch von 8:03 bis 12:11.

Erklärung: Myrrhe[12] ist ein gut duftendes Harz vom sog. Balsambaum. Es wurde als Räuchermittel und auch zur Behandlung von Wunden verwendet.

Gespräch:

  • Was bedeutet "eine Weisung empfangen"? Was bedeutet "Wir wollen ihm huldigen."?
  • Die Sternendeuter kamen "aus dem Osten". Früher sagte man auch "aus dem Morgenland"[13] Welche Länder liegen östlich von Bethlehem und Jerusalem? Nenne einige!
  • Dass Herodes alle männlichen Babies umbringen ließ, ist wahrscheinlich erfunden. Er soll aber tatsächlich einige seiner eigenen Söhne umbringen lassen haben, weil er deren Konkurrenz fürchtete. Die Verfolgung durch Herodes ist ein literarisches Mittel, um eine Parallele zu einer sehr bedeutenden Gestalt im Alten Testament zu ziehen, die ebenfalls als Baby einem flächendeckenden Knabenmord entkam und später, als Erwachsener, das Volk rettete. Auf wen wird hier angespielt?[14]
  • "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." Hier wird erneut eine Parallele zum Alten Testament gezogen. Zu welcher Figur?[15]
  • Drei Mal bezieht der Autor dieser Geschichte sich auf etwas, was frühere Propheten gesagt haben. Wie hießen diese Propheten?
  • Die Worte dieser Propheten stehen im Alten Testament - Matthäus bezieht sich also auf die alten Schriften, das Alte Testament. Was ist das Alte Testament? Offenbar will der Autor unbedingt (immerhin drei Mal in dieser kurzen Geschichte!) an das Alte Testament anknüpfen - warum wohl?
  • Skizziert die Geschichte bildlich, dann erzählt oder spielt sie nach!
Wo liegen die genannten Orte?[16]


Vergleich der beiden Geschichten
  • Arbeitet Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Legt dazu eine Tabelle mit drei Spalten an: Was steht nur bei Lukas, was steht bei beiden und was steht nur bei Matthäus?
  • Vergleicht diese Aspekte:
    • Worum geht es?
    • Welche Personen, Tiere und Gestalten kommen vor?
    • Wie handeln die Personen bzw. Gestalten?
    • Warum handeln die Personen bzw. Gestalten so?
    • Wo findet das Geschehen statt?
    • Wann findet das Geschehen statt?
Was steht in welchem Evangelium?


Warum sind die beiden Erzählungen so widersprüchlich?

Erläuterung lesen oder hören

Wenn man sich die Widersprüchlichkeiten in den biblischen Geschichten bewusst macht, fragt man sich, wieso keine Faktentreue gefordert wurde. Warum schrieben Lukas und Matthäus rein fiktive (ausgedachte) Geschichten und orientierten sich nicht an dem, was historisch geschehen war? Den Grund erfährst du hier:

- LESEN: im Buch S. 30-32

- HÖREN: im Hörbuch von 33:25 bis 38:11.

Nun könnt ihr die Fragen beantworten:

  • Wieso wurde keine Faktentreue gefordert?
  • Worauf kam es den Autoren an, was war ihre Intention? (Und inwiefern unterschied sich die Leserschaft in der Antike von uns heutigen, rational denkenden Menschen?)
  • Welche Symbole, die Jesus nach damaligem Verständnis als Messias ausweisen sollten, finden sich in den Geschichten?
Krippendarstellungen: Wer ist abgebildet? Wie gehen die Kirchen mit den beiden unterschiedlichen Weihnachtsgeschichten um? (Abb. von 1848)

Zusammenfassung

Entscheide dich für eine dieser Aufgaben:

  • Erstelle auf https://learningapps.org/ einen Quiz, mit dem du das Wissen deiner Lehrer, Mitschüler, Freunde oder Familie über die biblischen Weihnachtsgeschichten testen kannst!
  • Erstelle ein Audio von etwa 3-4 min Länge, in dem du die biblischen Weihnachtsgeschichten und die Erklärung für ihre Widersprüchlichkeit zusammenfasst.
  • Erstelle eine Mindmap, auf der du die Informationen über die Weihnachtsgeschichten und ihre Hintergründe darstellst.

Hintergrundwissen für Lehrer/innen

Ziel und Bildungswert dieser kleinen Sequenz

In dieser Sequenz geht es darum, die beiden biblischen Weihnachtsgeschichten kennenzulernen. In der Bibel gibt es zwei Geschichten, die von Jesu Geburt erzählen. Der Grund für ihre Widersprüchlichkeit ist, dass es den Verfassern nicht darum ging, eine historisch korrekte Biografie zu schreiben, sondern eine literarische Erzählung, um nach damals geltenden den Codes Jesus als Messias zu autorisieren.[17]

Die beiden unterschiedlichen Weihnachtsgeschichten sind ein gutes Beispiel dafür, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist, sondern im Kontext ihrer Entstehung verstanden werden muss. Und diese Erkenntnis ist ein Beitrag zu einem Weltbild, das Religion und Wissenschaft vereinen kann, sowie zur Prävention von religiösem Extremismus.

zu den biblischen Weihnachtsgeschichten

Die Bibel hat zwei große Teile: Das Alte Testament, das (teilweise weit) über 2000 Jahre alt ist, und das Neue Testament, das knapp 2000 Jahre alt ist. Das sind ungefähre Zeitangaben, denn die Bibel ist nicht in einem Stück geschrieben worden, sondern stellt eine Schriftensammlung aus verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Schreibern und aus verschiedenen Regionen dar. In den alten Schriften wurde ein Messias angekündigt. Und einige Menschen haben damals vor 2000 Jahren in Jesus den Messias gesehen. Diese Menschen nannten sich später Christen und es entstand mit ihnen eine neue Religion: Das Christentum. Das Neue Testament handelt hauptsächlich von Jesus und von seiner Bedeutung, nämlich dass er als Gottes Sohn zu den Menschen kam. Nach Jesu Tod hatten die Menschen weitererzählt, was sie mit Jesus erlebt oder was sie über ihn gehört hatten. Schließlich – beginnend etwa 50 Jahre nach seinem Tod – wurden die Geschichten gesammelt und aufgeschrieben;  die vier Evangelien entstanden. In zwei Evangelien wird von seiner Geburt erzählt, bei Lukas und bei Matthäus. Die beiden Geschichten sind sehr unterschiedlich und offensichtlich Fiktion sind. Man ist geneigt zu fragen, welche denn nun “richtig” ist, denn sie können nicht beide ein historischer Bericht der Geburt Jesu sein - und das ist ein guter Anlass zu besprechen, dass die Bibel nicht wörtlich zu nehmen ist. Die Autoren des Neuen Testaments wollten ihren Lesern von Jesus als Gottes Sohn erzählen, und das nicht in Form einer historisch korrekten Biografie, sondern in Form von gut erzählten Geschichten. Was uns heute als unhistorisch ins Auge springt, war in der Antike ein gewöhnliches Erzählmittel, um die Außergewöhnlichkeit eines Helden zu verdeutlichen. Die Evangelisten wollten ihre Leser von Jesus als Messias überzeugen.

Die jüdische Glaube, dass eines Tages ein mächtiger König (wie einst David) kommen würde, der die Juden wieder (wie einst Mose) in ihr Land und damit die Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Freiheit zurückbringen würde, entstand im babylonischen Exil, etwa 550 v. Chr. Es handelte sich zunächst um eine politische Vorstellung, die dann immer stärker spiritualisiert wurde: Die alten Schriften kündigten einen Messias an. An diesen Ankündigungen wird in ihren Geschichten von Jesu Geburt mehrfach angeknüpft, insbesondere von Matthäus. Er macht auch extra darauf aufmerksam - wohl für den Fall, dass seine Leser die alten Schriften nicht gut genug kennen, um die Bezüge selbst zu bemerken.

Die Prophezeiungen, auf die Matthäus sich bezieht, sind: Micha 5, 1, Hosea 11, 1 und Jeremia 31, 15.

Die weisen Menschen, die aus dem "Morgenland", d. h. aus dem Osten, zu dem neugeborenen Jesus kamen und ihm Gold, Weihrauch und Myrre brachten, werden je nach Übersetzung und Interpretation anders genannt: Sternendeuter (= Astronomen), Könige oder Weise. Sie verkörpern die Weisheit, d. h. die Wissenschaft, der damaligen Zeit. Dass es drei waren, steht nicht in der Bibel, es wurde aus der Anzahl der Geschenke geschlossen. Auch die Namen Caspar, Melchior und Balthasar wurden ihnen erst im Mittelalter gegeben. Der Brauch, dass einer der drei Sternendeuter als Mensch mit schwarzer Hautfarbe dargestellt wurde, kam im Mittelalter auf und sollte sie als Vertreter der damals bekannten Erdteile Europa, Asien und Afrika vorstellen; es sollte vermitteln, das Jesus für alle geboren wurde.[18]

Bei den Krippendarstellungen werden in der Regel die beiden Weihnachtsgeschichten miteinander verbunden, es stehen sowohl die Hirten als auch die Sternendeuter an der Krippe im Stall. Viele Menschen denken, dass beide Erzählungen zusammen gehören und die Geburt Jesu nur zeitlich versetzt erzählen. Außerdem stehen dort immer ein Ochse und ein Esel - obwohl sie in den Weihnachtsgeschichten gar nicht erwähnt werden.[19]

zur Entstehung der Bibel

Unheilschutz im Alten Testament und ein neuer Heilsweg im Neuen Testament - die Entstehung der Bibel:

- LESEN: im Buch S. 18-29.

- HÖREN: im Hörbuch von 13:39 bis 33:22.

Hinweis zum Anliegen der geschlechtergerechten Sprache: Es wird die generische Variante in ihrer genderneutralen Definition verwendet. Das grammatikalische Geschlecht von Sprache ist dabei keinesfalls mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht von Menschen gleichzusetzen!


Diese beiden Bücher sind die Grundlage für die religionsgeschichtlichen Materialien in der Sammlung Weihnachtswissen. Das hellblaue Büchlein ist eine für den Einsatz im Unterricht gekürzte und vereinfachte Version des roten Buches.

Literatur

  • Häcker, Sabine: Wer hat Weihnachten erfunden? - Die Bibel, die Kirche und der Geburtstag. 2025.[20]
  • Häcker, Sabine: Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist! 2026.[21]
  • Dahlheim, Werner: Die Welt zur Zeit Jesu. 2017.
  • Förster, Hans: Weihnachten. Eine Spurensuche. 2003
  • Koschorke, Martin: Jesus war nie in Bethlehem. 2008.
  • Rückert, Sabine und Haberer, Johanna: Unter Pfarrerstöchtern. Podcast der ZEIT; Folge vom 29.12.2023: Ein Schweifkomet erscheint.
  • Rückert, Sabine und Haberer, Johanna: Unter Pfarrerstöchtern. Podcast der ZEIT; Folge vom 12.01.2024: Im Tempel: Ein neunmalkluger Teenager.
  • Schaik, Carel van und Michel, Kai: Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät. 2016.
  • Schmid, Konrad und Schröter, Jens: Die Entstehung der Bibel. 2020.

Anmerkungen

  1. Sabine Häcker ist Fachleiterin in Bremen und hat zwei Bücher zu den religiösen und kulturellen Hintergründen von Weihnachten geschrieben: https://shop.tredition.com/search/U2FiaW5lIEjDpGNrZXI= Zu ihren Intentionen: https://shop.tredition.com/author/sabine-h%C3%A4cker
  2. Die Unterrichtsmaterialien von Sabine Häcker sind stets inhaltliche Angebote. Sie enthalten keine oder kaum methodische Hinweise, damit die methodische Anlage des Lernprozess' entsprechend der Lerngruppe ausgerichtet werden kann.
  3. Das Büchlein (78 Seiten mit 17 Abb.) ist für den Einsatz im Unterricht konzipiert und kostet als Papiervariante 7,99 und als E-Book 3,49 Euro. (https://buchshop.bod.de/warum-die-weihnachtsgeschichten-uns-lehren-dass-die-bibel-nicht-wortwoertlich-zu-nehmen-ist-sabine-haecker-9783695745876) Es ist auch als Hörbuch (Gesamtlänge: 102 min) verfügbar und wird ab August 2026 bei allen bekannten Streamingdiensten zu finden sein. (Den link werde ich einstellen!)
  4. Warum wird im Genitiv Jesu verwendet und nicht Jesus'? Das geht auf die lateinischen Formen zurück, die sich beim Namen Jesu gehalten haben. NOMINATIV: Jesus Christus / GENITIV: Jesu Christi.
  5. Wie die Messiaserwartung im Judentum entstand, wird im Kapitel Die Entstehung der Bibel erläutert (S. 18-29) bzw. im Hörbuch von 13:39 bis 33:22; Unterrichtsmaterial: https://unterrichten.zum.de/wiki/Benutzerin:Sabine_H%C3%A4cker/Weihnachtswissen/Bibel/Entstehung_der_Bibel1
  6. Lukas 2, Vers 1–20, gekürzt erzählt nach: Rat der Evangelische Kirche in Deutschland (Hrsg.): Die Bibel nach einer Übersetzung Martin Luthers. 1978. (Zur besseren Lesbarkeit wurden Anführungsstriche eingefügt und die Rechtschreibung der gegenwärtigen Norm angepasst; S. H.)
  7. Vgl. Häcker, 2026, S. 30 f. sowie 43 f.
  8. Vgl. dazu Kapitel 6, Vers 20-23 bei Lukas: "Selig seid ihr Armen, denn das Reich Gottes gehört euch. (...)"
  9. Das kann in Einzelarbeit, Partnerarbeit oder gemeinsam an der Tafel geschehen.
  10. Erläuterung: im Buch S. 33, im Hörbuch von 38:12 bis 42:20.
  11. Matthäus 2, Vers 1–23; gekürzt nach: Das Neue Testament. Übertragen von Jörg Zink, 1982.
  12. Man kann sowohl Myrrhe als auch Myrre schreiben. (Vgl. Wahrig: Universalwörterbuch Rechtschreibung, 2002; S. 733.)
  13. Von Europa aus betrachtet, geht die Sonne morgens im Osten auf, deshalb sprach man von den Ländern im Osten als dem Morgenland. Abends geht die Sonne im Westen unter, deshalb nannte man die Länder im Westen von Europa das Abendland.
  14. Vgl. Häcker, 2026, S. 32.
  15. Vgl. Häcker, 2026, S. 32.
  16. Eine Zusatzaufgabe könnte sein, die Entfernungen im Atlas mit Hilfe des Maßstabs nachzumessen. Wie weit ist Bethlehem von Jerusalem entfernt? Angenommen, jemand legt zu Fuß 20 km am Tag zurück: Wie lange braucht man von Bethlehem zur ägyptischen Grenze? Wie lange läuft man von Nazareth bis Jerusalem?
  17. Das kann in den weiteren Unterrichtsmaterialien, die unter https://unterrichten.zum.de/wiki/Weihnachtswissen#Zum_religionsgeschichtlichen_Hintergrund_der_christlichen_Anteile_von_Weihnachten zu finden sind, noch genauer erarbeitet werden!
  18. Ungeachtet seiner Intention wird dieser Brauch heute unter dem Stichwort blackfacing diskutiert, z. B. im Hinblick auf die Sternsinger, die am 6. Januar Geld sammeln und sich als die drei Sterndeuter verkleiden. (Vgl. S. Häcker: Wem gehört Weihnachten? 2025, S. 136.)
  19. Warum Ochse und Esel zur Krippenszene gehören, wird im Buch S. 46 f. und im Hörbuch ab 59:14 erläutert. (Ein Ochse ist übrigens ein kastrierter Stier. Stieren wurden die Hoden entfernt, weil sie ohne Sexualhormone ruhiger waren. Einen unkastrierten Stier hätte man nicht als Arbeitstier nutzen können.)
  20. https://shop.tredition.com/booktitle/Wie_wurde_Weihnachten_erfunden/W-695-484-617
  21. https://buchshop.bod.de/warum-die-weihnachtsgeschichten-uns-lehren-dass-die-bibel-nicht-wortwoertlich-zu-nehmen-ist-sabine-haecker-9783695745876