Weihnachtswissen/Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?
Warum wurde Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?
- Das Unterrichtsmaterial zu diesem Thema gibt es in zwei Versionen: für Jahrgang 5-7 und für Jhg. 9-11
- Autorin: Sabine Häcker[1]
- Unterrichtzeit: jeweils 45 min.
Frage der Stunde
Ob man Weihnachten mag oder nicht, ob man es feiert oder nicht: Man entkommt ihm nicht. Weihnachten spielt eine große Rolle in unserer Kultur. In fast jedem Supermarkt gibt es ab September Weihnachtskekse und im Dezember non-stop Weihnachtsmusik und Weihnachtsdekoration. Für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft ist Weihnachten das größte Fest im Jahr. Dass Weihnachten so ein großes Fest geworden ist, liegt nicht nur an der Religion. Aus theologischer (= religiöser) Sicht sind Ostern und Pfingsten nämlich als kirchliche Feiertage viel wichtiger. Aber warum wurde Weihnachten so ein großes kulturelles Event?[2]
Vorweg: Hintergrundinformationen zur Entstehung von religiösen Festen im Christentum allgemein
- Bevor euer Lehrer euch den Text vorliest, sollte er euch folgendes erklären:
Es gibt mehrere Gründe, warum Weihnachten in unserer Kultur solch eine große Bedeutung bekommen hat. Bevor wir darauf zu sprechen kommen, ist folgendes wichtig zu wissen: Während der Christianisierung und auch später hat die Kirche ihre Feiertage oft mit bereits bestehenden Festen, Bräuchen und auch Aberglauben verbunden. Das war aus Sicht der Kirche praktisch, denn so konnte dem eigenen Feiertag zu mehr Bedeutung verholfen werden. Deshalb haben viele christliche Feiertage meist mehrere Ebenen: Neben der christlichen Ebene gibt es andere Ebenen, die mit der Jahreszeit, vor- und außerchristlichen Bräuchen, altem Aberglauben oder kulturellen Einflüssen zu tun haben. Im Laufe der Zeit wurden sie vermischt bzw. umgedeutet. Zu Ostern zum Beispiel gibt es neben dem christlichen Gedenken an die Auferstehung Jesu auch Frühlingsbräuche wie Eier (= Fruchtbarkeitssymbole) an Weidenkätzchenzweige zu hängen oder Kinderspiele wie den Osterhasen, obwohl sie inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.[4]
An bereits bestehende Traditionen anzuknüpfen, war aber nicht nur im Christentum üblich. Auch bei der Entstehung des Islam wurden alte Traditionen weitergeführt. Schon bevor der Prophet Mohammed geboren wurde, sind die arabischen Stämme zur Kaaba in Mekka gereist und habe dort gebetet.[5] An jahreszeitliche Bräuche wurde jedoch im Islam nicht angeknüpft, weil die Jahreszeiten in Arabien nicht so eine wichtige Rolle spielen wie in unseren Breitengraden. Außerdem berechnen sich die islamischen Feste nach dem Mondkalender und sind deshalb jedes Jahr an einem anderen Datum. (Das Mondjahr ist 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr.) Auch das ist ein Grund, warum sie nichts mit den Jahreszeiten zu tun haben. Die muslimische Feiertage haben deswegen nur eine religiöse Ebene, während die christlichen Feiertage meist mehrere Ebenen haben. Christliche Feiertage, die nicht mehrere Ebenen haben, spielen im öffentlichen Leben kaum eine Rolle, sondern nur im kirchlichen Leben; Pfingsten ist ein Beispiel dafür.[6]
Bildbesprechung
- Besprecht das Bild mit den vier Jahreszeiten von 1850. Warum wird der Winter als Nacht bezeichnet? Und wie wird er im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten dargestellt? Was kennzeichnete das Leben im Winter, bevor es elektrischen Strom gab?
für Jahrgang 5/6
Vorlesetext: Warum wurde Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?
Die Christenheit feiert seit vielen Jahrhunderten am 25. Dezember die Geburt Jesu und das ist einer der Gründe, warum Weihnachten in unserer so Kultur wichtig wurde. Es erklärt aber nicht, warum Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf wurde. Aus religiöser Sicht sind Ostern und Pfingsten nämlich viel wichtigere Feiertage als Weihnachten. Der Grund liegt also nicht nur in der Religion.
Um zu verstehen, warum Weihnachten solch eine große Rolle in unserer Kultur einnimmt, müssen wir weit zurückgehen. Ich erzähle euch, wie es früher (viele hundert Jahre lang, bis ins 18. Jahrhundert) zu Weihnachten war. Das Geschenkefest im Wohnzimmer, welches für uns heute die hauptsächliche Weihnachtsfeier ist, gab es damals noch nicht – das entstand nämlich erst um 1800!
Schon immer haben die Menschen im Winter gefeiert. Denn das Bauernjahr war nun beendet: Im Frühjahr hatte man gesät, im Sommer geerntet und im Herbst die Ernte verarbeitet. Nun war Winter und man konnte sich ausruhen.
Der Winter brachte aber auch viele Ängste mit sich. Denn selbst wenn die Ernte gut gewesen war, hieß das noch lange nicht, dass man damit gut über den Winter kam: Die Nüsse auf dem Dachboden konnten von Ratten gefressen werden. Die getrockneten Bohnen konnten schimmelig werden. Und die Möhren, die in der Erde vergraben waren, konnten von Wühlmäusen aufgefuttert werden. Man hatte keine Behälter aus Plastik oder Metall, in denn man sie lagern konnte, sondern nur Holzkisten und Säcke.
Alle Tiere, die man nicht zur Zucht brauchte, wurden Anfang Dezember geschlachtet, weil es draußen kein Futter mehr für sie gab. Das Fleisch wurde gepökelt und geräuchert und konnte bis zum nächsten Frühjahr haltbar gemacht werden. Es wurde in den Rauchfang über der Ofenstelle gehängt, dort war es sicher vor Mäusen, Ratten und Schimmel.
Die Menschen hatten nicht nur Angst, dass die Vorräte vielleicht nicht reichen würden. Sie hatten auch Angst vor der Kälte und dass sie vielleicht krank werden würden. Und sie hatten Angst vor der Dunkelheit, weil in der Dunkelheit vielleicht Gespenster lauern könnten. Denn damals war es wirklich dunkel! Wenn man nach draußen auf die Toilette gehen wollte (ein Plumpsklo war immer einige Meter vom Haus entfernt), musste man durch die Dunkelheit gehen und dabei konnte einem plötzlich die Katze um die Beine streichen, Ratten über den Weg laufen oder eine Eule aufflattern.
Im Dezember wurde es jeden Tag etwas dunkler. Irgendwann kam die längste Nacht, danach wurde es nach und nach wieder etwas heller. Die Menschen wussten, dass es jedes Jahr so war, aber sie wussten nicht, warum. Und sie hatten Angst, dass es vielleicht einmal nicht so sein würde, dass der Frühling nicht wiederkehren würde. Überhaupt hatten die Menschen früher viel Angst vor bösen Geistern, Hexen und Gespenstern.
Die längste Nacht nennt man übrigens Wintersonnenwende. Wenn die vorüber war und die Menschen merkten, dass die Tage wieder etwas länger wurden, waren sie sehr froh und erleichtert.
Die Menschen haben in dieser Zeit früher viele gemeinschaftliche Bräuche gehabt, um böse Geister zu verscheuchen. Zum Beispiel hatten die Menschen Angst, dass die Hexen die Kühe melken könnten und dann keine Milch mehr da wäre, deswegen wurden drei Kreuze an die Stalltür gemalt. Und es wurden die Ställe ausgeräuchert. Dabei wurden ein Rauchfass geschwenkt und Gebete aufgesagt. Es war wichtig, dass jeder diese Gebete auswendig konnte. Deshalb gab es Traditionen, zum Beispiel zu Nikolaus, wo diese Gebete abgefragt wurden. Wer sein Gebet konnte, bekam Äpfel und Nüsse als Belohnung. Aberglaube und christlicher Glaube vermischten sich.
Bei Bräuchen wie dem Ausräuchern traf man sich, trank auch gern Alkohol - und es war auch eine Gelegenheit zum Feiern. Man zog auch mit Masken durch die Straßen und machte mit Töpfen oder Schellen Krach, um böse Geister abzuwehren. Das machte Spaß. Man klopfte bei den Nachbarn an und bekam etwas zu essen oder einen Schnaps. Arbeiten konnte man in dieser Zeit sowieso nicht viel, weil es so viele Stunden lang dunkel war. Man konnte nur auf hellere Tage warten, sich ausruhen oder zusammen feiern.
Am Vorabend des 25. Dezember wurde außerdem die Geburt Jesu gefeiert. Dazu ging man in die Kirche und verband das mit einem Besuch im Wirtshaus. Außerdem begann an diesem Tag das neue Jahr, auch das war ein Anlass zum Feiern. Im Mittelalter begann das neue Jahr nämlich nicht am 1. Januar, sondern am 25. Dezember. Es wurde im Mittelalter also am Heiligabend sowohl die Geburt Jesu als auch Silvester gefeiert, und zwar in der Zeit von 813 bis 1690. Natürlich gab es auch ein gutes Essen an diesem Tag. (Seit 1691 ist der 1. Januar der Jahresanfang.)
Wir kommen nun zu der Zeit um 1800: Es war eine neue Gesellschaftsschicht entstanden, das Bürgertum. Das Bürgertum lebte in schönen Häusern in der Stadt. Und auch dort war die dunkle Mittwinterzeit eine sehr ruhige Zeit. Das Bürgertum war sehr gebildet. Die Menschen dachten wissenschaftlich und glaubten nicht mehr an böse Geister und Gespenster. Deshalb wollten sie nicht durch die Straßen ziehen und Krach machen. Und so entstand die Idee, zu Weihnachten ein ganz eigenes Fest zu feiern - ganz privat, von der Außenwelt abgeschlossen.
In den Wohnzimmern des Bürgertums entstand auch die Idee, Kerzen auf einen Tannenbaum zu stecken. Das sah sehr schön aus und mit so vielen Kerzen war das Zimmer fast taghell. Auch hatte man im 18. Jahrhundert verstanden, dass die Kindheit eine besondere Phase im Leben ist und dass Kinder Spielzeug brauchten – deshalb sollten bei diesem Fest Kinder im Mittelpunkt stehen und Spielzeug geschenkt bekommen. Und so entstand das Familienfest mit dem Weihnachtsbaum und den Geschenken. Und dieses Fest wurde nach und nach im ganzen Land beliebt - und ist bis heute beliebt.
Dass mit diesem Fest so viel Vorbereitung verbunden war, lag daran, dass es schon seit Hunderten von Jahren Ende Dezember so gewesen war: Erst wurde wochenlang vorbereitet, dann ausgiebig gefeiert.[7]Gründe für das Fest zur Mittwinterzeit
Sammelt im gemeinsamen Gespräch an der Tafel: Welche unterschiedlichen Aspekte führten dazu, dass Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf wurde?
Lückentext
Gemeinsame Quizerstellung
- Erstellt zu der Frage "Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?" gemeinsam einen Quiz "Millionenspiel" auf https://learningapps.org/. Ihr müsst dazu sechs Fragen und Antworten finden. Mit dem Quiz könnt ihr das Weihnachtswissen von anderen Lehrer/innen oder euren Eltern testen!
Zusatz: Maskenläufe heute
Alte Traditionen werden wiederbelebt: Maskenläufe
- Im bayerischen Ort Kirchseeon wurden der Maskenlauf, mit dem man früher böse Geister vertreiben wollte, wiederbelebt. Hier findest du Informationen und Bilder: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchseeoner_Perchtenlauf und https://www.perchten-kirchseeon.de/.[8]
- Hättest du gern solch eine Tradition in deinem Wohnort? Würde es dir Spaß machen, daran teilzunehmen? Begründe!
- Erkläre, was der Unterschied zwischen diesen Maskenläufen heute und den Maskenläufen früher im Mittelalter ist. Mit welcher Absicht fanden sie früher statt und mit welcher Absicht ziehen die Menschen deute maskiert durch den Ort?
für Jahrgang 9/10
Text lesen
- Besprich das Gelesene erst mit deiner Gruppe und dann im Plenum: Was hast du nicht verstanden? Was war neu für dich? Was möchtest du dazu sagen? ...
Das Kapitel Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf geworden? kann man als Leseprobe im Internet lesen.[10]
Mindmap
- Stelle die Informationen aus der Leseprobe als Mindmap dar. Schreibe die Frage Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf? in die Mitte deines Blattes und die stelle die verschiedenen Aspekte so dar, dass die Zusammenhänge erkennbar werden.
- Vergleicht und besprecht eure Ergebnisse. (Habt ihr unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt? Warum? Was hat dich am meisten interessiert? ...)
Quizerstellung
- Erstellt zu der Frage "Warum wurde Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?" in Kleingruppen oder allein einen Quiz auf https://learningapps.org/. (Mit dem Quiz könnt ihr das Weihnachtswissen von euren Mitschüler/innen, Lehrer/innen oder eurer Familie testen!)
Zusatz: Elektrisches Licht beendete die Winterdunkelheit
Als elektrisches Licht die Winterdunkelheit beendete ...
- Kannst du rausfinden, wann es in Berlin elektrisches Licht gab? Oder in deiner Heimatstadt? Recherchiere!
- Du kannst zum Beispiel diese Seiten nutzen:
- Hier gibt es ein paar Jahreszahlen: https://energie-museum.de/elektropolis-berlin
- Hier gibt es ein Bild von der ersten elektrischen Straßenbeleuchtung in Berlin: https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wirtschaft/berlins-elektrisches-licht-ab-1879-die-best-beleuchtete-stadt-der-welt-schrieb-die-new-york-times-9357443.html
- Dieser Artikel beschreibt, wie Berlin elektrifiziert wurde, ist aber nicht ganz leicht zu lesen: https://www.dhm.de/blog/2016/08/25/die-elektrifizierung-deutschlands/
- Wie ist das Leben ohne elektrisches Licht? Kannst du verstehen, dass die Menschen Angst hatten? Erläutere.
- Was ist Aberglauben und wie entsteht er? Erkläre!
Hinweise für Lehrer/innen
Die Zeit zwischen den beiden Feiertagen Weihnachten und Heilige Drei Könige beträgt zwölf Nächte. Die heidnischen Raunächte aus vorchristlicher Zeit in der dunklen Zeit um die Wintersonnenwende wurden im Laufe der Jahrhunderte identisch mit der Weihnachtszeit, wie die Zeit zwischen den Feiertagen genannt wurde. So konnten altüberlieferte mittwinterliche Raunachtbräuche mit dem Christfest verbunden werden. Außerdem lag noch der Jahreswechsel mit seinem Aberglauben und Brauchtum auf dem Christfest. Bei der Mainzer Synode im Jahr 813 hatte die Kirche den Jahresanfang auf den 25. Dezember gelegt. Über 800 Jahre lang wurde in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes der 25. Dezember sowohl die Geburt Jesu als auch gleichzeitig der Jahresanfang gefeiert. Böse Zungen behaupten, dass die Kirche damit dem Christfest, das bis dahin in der Bevölkerung wenig Beachtung gefunden hatte, zu mehr Bedeutung verhelfen wollte. (Auf den 1. Januar als einheitlichen Jahresanfang einigte man sich im Jahr 1691.) Die Zeit der dunklen Nächte war eine sehr spezielle Zeit. Heute noch nennen wir diese Zeit zwischen den Jahren. Ursprünglich war damit die Lücke zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr gemeint, in der das Tor zum Geisterreich in besonderer Weise offen stehen sollte. Es hieß, dass es Unglück bringe, wenn in dieser Zeit gearbeitet werde. Auf dieses Arbeitsverbot gehen übrigens auch die Schulferien in dieser Zeit zurück, sie waren keine kirchliche Regelung. Es hieß, dass es Unglück bringe, wenn in dieser Zeit gearbeitet werde. Manch einer kennt noch das Verbot, Wäsche zwischen den Jahren zu waschen, das ebenfalls auf diesen Aberglauben zurückgeht.[12]
Die Aufklärung hat Weihnachten völlig verändert, weil Aberglauben überwunden wurde und das häusliche Geschenkefest entstand, dass den Zeitgeist der Aufklärung spiegelte: Die neuen Konzepte von Kindheit, Liebesehe und bürgerlicher Familie wurden umgesetzt, außerdem wollte man die Macht der Kirchen reduzieren und war für religiöse Toleranz - auch das spiegelt sich in der privaten Weihnachtsfeier, die unabhängig von der Institution Kirche stattfand und privat gefeiert wurde.[13]
Der letzte Tag im Jahr hieß im Mittelalter noch nicht Silvester. Ich verwende den Begriff trotzdem, weil die Kinder sich so besser vorstellen können, was gemeint ist.
Wir benutzten die Begriff Weihnachten und Christfest häufig bedeutungsgleich, aber um Weihnachten als kulturelles Phänomen zu verstehen, muss man wissen, dass Weihnachten ein Oberbegriff ist und Christfest ein Unterbegriff davon. Denn Weihnachten umfasst auch viele außerchristliche Anteile, während es beim Christfest allein um das Gedenken der Geburt Jesu geht.[14]
Der Nikolaus, der am Vorabend des 6.12. kam und die Kinder abfragte (bis ins 19. Jahrhundert fragte er Gebete ab, dann wurden es Gedichte) belohnte natürlich nicht nur mit Äpfeln und Nüssen, sondern hatte auch eine Rute dabei. Das ist aber ein anderes Thema und wurde deswegen hier ausgespart.[15]
Elektrisches Licht gibt es in Berlin seit den 1880er Jahren, auf dem deutschen Land in abgelegenen Regionen teilweise erst in den 1940er Jahren.
Literatur
- Sabine Häcker: Wem gehört Weihnachten? - Brauchtum, Glaube und Politik. 2025.[16]
- Sabine Häcker: Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist! 2026. (Dieses Büchlein - ab August 2026 auch als Hörbuch verfügbar - ist eine für die Arbeit im Unterricht (Jhg. 8-12) vereinfachte und gekürzte Version des Buches "Wie wurde Weihnachten erfunden?" und stellt das Christfest aus religionsgeschichtlicher Perspektive vor.)[17]
- Sabine Häcker: Wie wurde Weihnachten erfunden? - Die Bibel, die Kirche und der Geburtstag. 2025.[18]
- Ulrike Kammerhofer-Aggermann (Hrsg.: Land Salzburg): Krippenverbote in der Aufklärungszeit.[19]
- Stadtmuseum Berlin (Hrsg.): Weihnachten im Biedermeier.[20]
- Florian Freistetter: Podcast "Sternengeschichten" Folge 680: Die Astronomie der Raunächte (Dauer: 10 min).[21]
Weitere UNTERRICHTSMATERIALIEN zum Thema Weihnachten von Sabine Häcker (kulturgeschichtlich, religionsgeschichtlich und zeitgeschichtlich): Weihnachtswissen
Hinweis zum Anliegen der geschlechtergerechten Sprache: Es wird die generische Variante in ihrer genderneutralen Definition verwendet. Das grammatikalische Geschlecht von Sprache ist dabei keinesfalls mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht von Menschen gleichzusetzen!
Anmerkungen
- ↑ Sabine Häcker ist Fachleiterin in Bremen und hat zwei Bücher zu den religiösen und kulturellen Hintergründen von Weihnachten geschrieben: https://shop.tredition.com/search/U2FiaW5lIEjDpGNrZXI= Zu ihren Intentionen: https://shop.tredition.com/author/sabine-h%C3%A4cker
- ↑ Vgl. Sabine Häcker: Wem gehört Weihnachten? Brauchtum, Glaube und Politik. 2025, S. 16 ff.
- ↑ Unterrichtsmaterial zur Frage Wie haben sich die Wichtel in die Weihnachtstraditionen geschlichen? (für Jhg. 5/6): https://unterrichten.zum.de/wiki/Weihnachtswissen/Traditionen/Wichtel
- ↑ Mehr Informationen zu den Ostertraditionen und der Frage Was hat der Osterhase mit der Auferstehung Christi zu tun? gibt es in diesem Unterrichtsmaterial: Osterwissen – ZUM-Unterrichten
- ↑ Mehr Informationen zur Entstehung des Islam finden sich in diesem Unterrichtsmaterial (für Jhg. 5/6) Islam: Entstehung – ZUM-Unterrichten und in diesem Heft: Häcker, Sabine: Die Entstehung des Islam und gemeinsame Erzählungen der Buchreligionen. Religionskundliches Unterrichtsmaterial für Klasse 5/6. München 2025. (Im open access zu lesen: https://www.grin.com/document/1563601)
- ↑ Zwar gibt es auch zu Pfingsten einige Traditionen, z. B. das Schmücken von Rindvieh, wenn es zu Pfingsten zum ersten Mal auf die Weide oder Alm getrieben wird. Diesen Brauch gibt es heute noch in Bayern und gab es früher in ganz Deutschland. Bei diesen Traditionen hat die Kirche sich jahreszeitlich bedingte, landwirtschaftliche Ereignisse angeeignet und die dörfliche Kultur mit einer religiösen Praxis verbunden. Und das sind zwar durchaus volkstümliche Bräuche mit einem weltlichen Kern, trotzdem sehe ich einen Unterschied zu den säkularen Bräuchen wie dem Weihnachtsmann oder dem Osterhasen, die sich völlig unabhängig von der Kirche entwickelten. Dass es diese Pfingsttraditionen früher in ganz Deutschland gab und heute nur noch in Bayern, hat mehrere Gründe: Das hat zum einen mit dem Unterschied zwischen Stadt- und Landleben zu tun, und Bayern ist in weiten Teilen sehr ländlich geprägt. Das auch damit zu tun, dass der erste Weidegang mit dem Vieh im flachen Land weniger aufwändig (es braucht weniger beteiligte Personen) und deshalb ein weniger großes Ereignis ist als in den Bergen Bayerns. Und das hat vor allem mit der katholischen Kirche zu tun: Denn seit die Aufklärung damit überzeugt hat, dass Religion eine Privatangelegenheit sein sollte, ist in Deutschland religiöse Praxis immer mehr aus der Öffentlichkeit verschwunden. Die evangelischen Kirchen haben diesen Säkularisierungspozess von Anfang an stärker mitgetragen als die Katholische Kirche, und die katholische Kirche hat in Bayern einen besonders großen Einfluss.
- ↑ Vgl.Sabine Häcker: Wem gehört Weihnachten? Brauchtum, Glaube und Politik. 2025, S. 16 ff.
- ↑ Auch in anderen Orten wurde die Tradition folkloristisch wiederbelebt, z. B. in München mit dem Krampuslauf. https://www.muenchen.de/veranstaltungen/weihnachten/krampuslauf-2025
- ↑ In gekürzter Version findest du das Kapitel ebenfalls in dem Buch "Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist!", und zwar auf S. 65-71 (und im Hörbuch ab 1:25:04 (Dauer: knapp 11 min)). https://buchshop.bod.de/warum-die-weihnachtsgeschichten-uns-lehren-dass-die-bibel-nicht-wortwoertlich-zu-nehmen-ist-sabine-haecker-9783695745876
- ↑ https://shop.tredition.com/booktitle/Wem_geh%3frt_Weihnachten/W-926-650-183 Klicke "reinlesen" an!
- ↑ Deshalb war es etwas ganz Besonderes, wenn man sich zu Weihnachten Kerzen leistete: Der Raum war fast taghell und die Kerzen stanken nicht. Wie die Kerzen am Weihnachtsbaum zur beliebten Tradition wurden, kann du im Hörbuch ab 1:33:45 hören (und im Buch Warum die Weihnachtsgeschichten uns lehren, dass die Bibel nicht wortwörtlich zu nehmen ist! ab Seite 71 nachlesen .)
- ↑ Wer gern genauer wissen möchte, wie Weihnachten vor der Epoche der Aufklärung gefeiert wurde, kann das in meinem Buch (-> Wem gehört Weihnachten?) oder auch in diesem Material für die Oberstufe nachlesen: EpocheAufklärung/Weihnachten um 1700 Aberglauben Einkehrbräuche Umzugsbräuche
- ↑ Auch diese Entwicklung kann in einem Material für die Oberstufe nachgelesen werden: EpocheAufklärung/FriedrichSchleiermacher1806/Geschenke und Besinnlichkeit: Weihnachten feiert die Ideale der Aufklärung.
- ↑ Vgl. Sabine Häcker: Wem gehört Weihnachten? 2925, S. 20 ff. / Unterrichtsmaterial zu der Frage, ob der Begriff Weihnachten christlichen Ursprungs ist: https://unterrichten.zum.de/wiki/Weihnachtswissen/Namensherkunft
- ↑ Unterichtsmaterial zur Nikolaustradition: siehe https://unterrichten.zum.de/wiki/Weihnachtswissen
- ↑ https://shop.tredition.com/search/U2FiaW5lIEjDpGNrZXI=
- ↑ Das Büchlein ist als Hörbuch (Gesamtlänge: 102 min) ab August 2026 auf allen bekannten Streamingplatformen zu finden. Als gedrucktes Buch (78 Seiten) kostet es 7,99 und als E-Book 3,49 Euro. https://buchshop.bod.de/warum-die-weihnachtsgeschichten-uns-lehren-dass-die-bibel-nicht-wortwoertlich-zu-nehmen-ist-sabine-haecker-9783695745876
- ↑ https://shop.tredition.com/search/U2FiaW5lIEjDpGNrZXI=
- ↑ https://brauch.at/folge01/ch04s19.html (zuletzt 25.11.2025)
- ↑ https://www.stadtmuseum.de/artikel/weihnachten-im-biedermeier (zuletzt 25.11.2025)
- ↑ Am 05.12.2025 veröffentlicht: https://sternengeschichten.podigee.io/680-sternengeschichten-folge-680-die-astronomie-der-rauhnachte
