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Funktionen

Aus ZUM-Unterrichten
Version vom 24. Februar 2026, 09:02 Uhr von Ukalina (Diskussion | Beiträge)
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Mathematische Funktionen
  • In der Mathematik spielt der Begriff der Funktion eine zentrale Rolle. Eine Funktion beschreibt, in welcher Weise eine Größe y von einer anderen Größe x abhängt.


Lernpfade zum Thema Funktionen


Funktionenmaschine

Funktionenmaschine f(x)=x2

Eine mathematische Funktion kann man sich wie eine Maschine vorstellen, die Zahlen verarbeitet. Auf der einen Seite steckt man x-Werte hinein und diese werden in der Maschine zu y-Werten verarbeitet, die dann auf der anderen Seite wieder herauskommen. Die Quadrierfunktion macht z.B. aus dem x-Wert 5 den y-Wert 25, indem sie einfach 5 quadriert:

52=55=25

.

Funktionsgleichung

Man kann die Arbeitsweise der Funktionenmaschine mithilfe einer Funktionsgleichung beschreiben, die angibt welche Rechenschritte man mit einem x-Wert durchführen muss, um den entsprechenden y-Wert zu erhalten. Bei der Quadrierfunktion lautet diese Gleichung z.B. einfach y=x2. Eine etwas andere Schreibweise sieht so: f(x)=x2. Dabei wird der Funktion auch gleich ein Name gegeben (hier "f") und man kann in die runden Klammern hinter dem Namen auch konkrete x-Werte schreiben, z.B.: f(5)=52. Innerhalb der Funktionsgleichung nennt man den Ausdruck vor dem Gleichheitszeichen - z.B. f(x) - auch Funktionswert, den Ausdruck hinter dem Gleichheitszeichen - im Beispiel x2 - Funktionsterm. Die x-Werte werden manchmal auch als "Argumente" der Funktion bezeichnet.

Beispiele für Funktionenklassen

Lineare Funktionen
Die Funktion g mit der Funktionsgleichung g(x)=2x+1 ist ein Beispiel für eine lineare Funktion. Bei ihr wird jeder x-Wert erst verdoppelt und anschließend das Ergebnis dann noch um 1 erhöht. Den x-Wert x=5 verarbeitet diese Funktion also zu dem y-Wert f(5)=25+1=11 und den x-Wert x=2,5 zu dem y-Wert f(2,5)=2(2,5)+1=4.
Quadratische Funktionen
Die Funktionf mit der Funktionsgleichung f(x)=x24x+3 ist ein Beispiel für eine quadratische Funktion. Bei ihr wird jeder x-Wert erst quadriert, dann das Vierfache von x subtrahiert und anschließend 3 addiert. Den x-Wert x=5 verarbeitet diese Funktion also z.B. zu dem y-Wert f(5)=5245+3=2520+3=8 und den x-Wert x=2,5 zu dem y-Wert f(2,5)=(2,5)24(2,5)+3=6,25+10+3=19,25.
Gebrochenrationale Funktionen
Die Funktionh mit der Funktionsgleichung h(x)=1x ist ein Beispiel für eine gebrochenrationale Funktion. Sie macht aus jedem x-Wert (außer dem Wert 0) den entsprechenden Funktionswert y, indem sie den Kehrwert von x bildet. Den x-Wert x=5 verarbeitet diese Funktion also z.B. zu dem y-Wert h(5)=15=0,2 und den x-Wert x=2,5=52 zu dem y-Wert f(2,5)=25=0,4. Den x-Wert 0 kann diese Funktion allerdings nicht verarbeiten, denn durch die Zahl 0 darf man bekanntlich nicht dividieren.

Funktion als "eindeutige Zuordnung"

Im mathematischen Sinne ist eine Funktion eine "eindeutige Zuordnung". Das bedeutet: Jedesmal, wenn man einen bestimmten x-Wert in eine Funktion hineinsteckt, z.B. den Wert x=3 in die Funktion f(x)=x2, dann kann man sicher sein, dass auch immer der gleiche y-Wert wieder heraus kommt - in diesem Beispiel der Wert y=9. Jedem x-Wert wird also eindeutig genau ein y-Wert zugeordnet.
Umgekehrt muss das aber nicht so sein! Der gleiche y-Wert kann durchaus der Funktionswert von verschiedenen x-Werten sein, d.h. es kann mehrere x-Werte geben, denen der gleiche y-Wert zugeordnet wird. So wird z.B. bei der Funktion f(x)=x2 der y-Wert y=9 als Funktionswert sowohl dem x-Wert x=3 als auch dem x-Wert x=3 zugeordnet, denn f(3)=(3)2=9 ("Minus mal minus ergibt plus.") und f(3)=32=9.


Funktionen als mathematisches "Modellierungswerkzeug"

Begriffe, die im Zusammenhang mit Funktionen häufig vorkommen
Argument oder Stelle x
x-Wert, input der Funktionsmaschine
Definitionsmenge oder Definitionsbereich Df
Menge aller x-Werte, die für die Funktion f zugelassen sind
Funktionswert an der Stelle x f(x)
y-Wert, derjenige y-Wert, der dem x-Wert x von der Funktion f zugeordnet wird, output der Funktionsmaschine
Zielmenge oder Wertebereich Wf
Menge aller y-Werte, die als Funktionswerte der Funktion f vorkommen
Funktionsterm, z.B. x2
Rechenausdruck für die Verarbeitung der x-Werte zu y-Werten
Funktionsgleichung, z.B. f(x)=x2
Gleichung, die beschreibt, wie man y aus x berechnet