Benutzerin:Sabine Häcker/Sprachbildung/sprachsensiblerUnterricht/Scaffolding: Unterschied zwischen den Versionen
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Wie kann das gelingen und was ist das empfohlene “scaffolding-Prinzip”? Darum geht es in diesem Arbeitsangebot. Um dir den Input und die Beispiele zu erarbeiten sowie es auf ein Beispiel für deinen Unterricht zu übertragen musst du ungefähr 2 Stunden rechnen (Einzelarbeit). | Wie kann das gelingen und was ist das empfohlene “scaffolding-Prinzip”? Darum geht es in diesem Arbeitsangebot. Um dir den Input und die Beispiele zu erarbeiten sowie es auf ein Beispiel für deinen Unterricht zu übertragen musst du ungefähr 2 Stunden rechnen (Einzelarbeit). | ||
[[Datei:Scaffolding (Abb.- Gabriele Kniffka).png|mini| | [[Datei:Scaffolding (Abb.- Gabriele Kniffka).png|mini|171x171px|Abb. aus: G. Kniffka: Scaffolding (2019)]] | ||
=== Was ist Scaffolding? === | === Was ist Scaffolding? === | ||
Hier findest du zwei Texte von Prof. Dr. Gabriele Kniffka über Scaffolding. Der 1. ist etwas kürzer, der 2. ist vertiefend. | Hier findest du zwei Texte von Prof. Dr. Gabriele Kniffka über Scaffolding. Der 1. ist etwas kürzer, der 2. ist vertiefend. | ||
Mache dir Notizen zu der Frage: Was ist Scaffolding und was kann es leisten? | * Mache dir Notizen zu der Frage: Was ist Scaffolding und was kann es leisten? | ||
# ) G. Kniffka: Scaffolding (2019). https://epub.ub.uni-muenchen.de/61965/1/Kniffka_Scaffolding.pdf | # ) G. Kniffka: Scaffolding (2019). https://epub.ub.uni-muenchen.de/61965/1/Kniffka_Scaffolding.pdf | ||
# ) G. Kniffka: Scaffolding (2010) https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/scaffolding.pdf | # ) G. Kniffka: Scaffolding (2010) https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/scaffolding.pdf | ||
=== Unterrichtsplanung (Makroscaffolding) === | |||
[[Datei:Wort-, Satz- und Textebene.png|mini|Eine Strukturierung ]] | |||
Bei der Antwort auf die Frage “Wie gehe ich als Lehrerin vor, um solch ein Unterstützungssystem zu planen?” macht G. Kniffka in dem Interview folgende Aussage zu wichtigen Planungsüberlegungen: | |||
“''Um den Unterricht zu planen, analysiert die Lehrkraft zuerst das einzusetzende Material: Was ist das Thema? Welche Sprachhandlungen, Strukturen oder Wörter werden von den Schülern gefordert? Diese Anforderungen werden mit deren Sprach- und Wissenstand abgeglichen. Auf dieser Basis legt die Lehrkraft die fachlichen und sprachlichen Lernziele der Unterrichtsstunde oder einer Unterrichtsreihe fest und verknüpft so sprachliche und fachliche Ziele miteinander. Man überlegt dann, welche Hilfen die Schüler aktuell benötigen, um diese Ziele zu ereichen.”'' | |||
* Lege eine kleine Tabelle / Übersicht an, in der dieser Planungsschritt, nämlich der Abgleich der sprachlichen Anforderungen eines Fachthemas mit den Sprachständen der Schülerinnen und Schüler, übersichtlich erstellt werden kann! Anders ausgedrückt: Welche Sprache braucht das Thema und wieviel dieser benötigten Sprache bringen meine Schüler bereits mit? Und wie kann ich mir das bei der Unterrichtsplanung übersichtlich bewusst machen? | |||
Tipp: Aus meiner Sicht bietet es sich an, die Sprachlichen Anforderungen zu strukturieren in die 3 Bereiche Wortebene, Satzebene und Textebene (als Minimum). | |||
Du findest außerdem rechts einen Vorschlag von mir – entwickle aber zuerst selbst eine eigene Übersicht für diesen Planungsschritt! Schau dir meinen Vorschlag erst danach an; evtl. kann er dir eine Anregung sein, evtl. aber auch nicht. Es gibt hier kein richtig oder falsch: Wichtig ist nur, dir eine Übersicht anzulegen, auf der zwischen den sprachlichen Anforderungen des Themas und den sprachlichen Kompetenzen der Schüler abgeglichen wird, die für dich brauchbar und praxistauglich ist! | |||
=== Literatur === | === Literatur === | ||
Kniffka, Gabriele: Scaffolding. 2010. https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/scaffolding.pdf | |||
Kniffka, Gabriele: Scaffolding. 2019. https://epub.ub.uni-muenchen.de/61965/1/Kniffka_Scaffolding.pdf | |||
Oleschko, Sven (Hrsg.): Sprachsensibles Unterrichten fördern. Angebote für den Vorbereitungsdienst. 2017. | Oleschko, Sven (Hrsg.): Sprachsensibles Unterrichten fördern. Angebote für den Vorbereitungsdienst. 2017. | ||
Version vom 20. Juni 2025, 05:25 Uhr
Ein Gerüst zum langfristigen Sprachaufbau - das Scaffoldingprinzip
“Das Rezipieren und Produzieren von mündlichen und schriftlichen Texten setzt das Verstehen und Verwenden bestimmter (...) grammatischer Strukturen und ein breites Repertoire an passivem und aktivem (Fach-)Wortschatz voraus. In einem sprachsensiblen Fachunterricht sollten daher unter Berücksichtigung der fachlichen und sprachlichen Lernvoraussetzungen der SuS entsprechend dem Scaffolding-Prinzip gestufte Aufgaben zum langfristigen Aufbau des (Fach-)Wortschatzes und typischer grammatischer Strukturen der Fachsprache angeboten werden.” (Oleschko, 2017, S. 124)
Wie kann das gelingen und was ist das empfohlene “scaffolding-Prinzip”? Darum geht es in diesem Arbeitsangebot. Um dir den Input und die Beispiele zu erarbeiten sowie es auf ein Beispiel für deinen Unterricht zu übertragen musst du ungefähr 2 Stunden rechnen (Einzelarbeit).

Was ist Scaffolding?
Hier findest du zwei Texte von Prof. Dr. Gabriele Kniffka über Scaffolding. Der 1. ist etwas kürzer, der 2. ist vertiefend.
- Mache dir Notizen zu der Frage: Was ist Scaffolding und was kann es leisten?
- ) G. Kniffka: Scaffolding (2019). https://epub.ub.uni-muenchen.de/61965/1/Kniffka_Scaffolding.pdf
- ) G. Kniffka: Scaffolding (2010) https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/scaffolding.pdf
Unterrichtsplanung (Makroscaffolding)
Bei der Antwort auf die Frage “Wie gehe ich als Lehrerin vor, um solch ein Unterstützungssystem zu planen?” macht G. Kniffka in dem Interview folgende Aussage zu wichtigen Planungsüberlegungen:
“Um den Unterricht zu planen, analysiert die Lehrkraft zuerst das einzusetzende Material: Was ist das Thema? Welche Sprachhandlungen, Strukturen oder Wörter werden von den Schülern gefordert? Diese Anforderungen werden mit deren Sprach- und Wissenstand abgeglichen. Auf dieser Basis legt die Lehrkraft die fachlichen und sprachlichen Lernziele der Unterrichtsstunde oder einer Unterrichtsreihe fest und verknüpft so sprachliche und fachliche Ziele miteinander. Man überlegt dann, welche Hilfen die Schüler aktuell benötigen, um diese Ziele zu ereichen.”
- Lege eine kleine Tabelle / Übersicht an, in der dieser Planungsschritt, nämlich der Abgleich der sprachlichen Anforderungen eines Fachthemas mit den Sprachständen der Schülerinnen und Schüler, übersichtlich erstellt werden kann! Anders ausgedrückt: Welche Sprache braucht das Thema und wieviel dieser benötigten Sprache bringen meine Schüler bereits mit? Und wie kann ich mir das bei der Unterrichtsplanung übersichtlich bewusst machen?
Tipp: Aus meiner Sicht bietet es sich an, die Sprachlichen Anforderungen zu strukturieren in die 3 Bereiche Wortebene, Satzebene und Textebene (als Minimum).
Du findest außerdem rechts einen Vorschlag von mir – entwickle aber zuerst selbst eine eigene Übersicht für diesen Planungsschritt! Schau dir meinen Vorschlag erst danach an; evtl. kann er dir eine Anregung sein, evtl. aber auch nicht. Es gibt hier kein richtig oder falsch: Wichtig ist nur, dir eine Übersicht anzulegen, auf der zwischen den sprachlichen Anforderungen des Themas und den sprachlichen Kompetenzen der Schüler abgeglichen wird, die für dich brauchbar und praxistauglich ist!
Literatur
Kniffka, Gabriele: Scaffolding. 2010. https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/scaffolding.pdf
Kniffka, Gabriele: Scaffolding. 2019. https://epub.ub.uni-muenchen.de/61965/1/Kniffka_Scaffolding.pdf
Oleschko, Sven (Hrsg.): Sprachsensibles Unterrichten fördern. Angebote für den Vorbereitungsdienst. 2017.
