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	<title>ZUM-Unterrichten - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-08T22:41:53Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=67421</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-10-06T12:37:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. In den laufenden Verhandlungen könnte dieser Passus jedoch ggf. aufgeweicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/Technik als Verführer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praxis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== So könnte man es machen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/Visionen entwickeln|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/Bestandaufnahme und Dokumentation|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/Infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/Orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/Informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/Arbeit in den Fachschaften|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/Endgeräte- Softwarebedarf ableiten|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/Evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67420</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Infrastruktur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67420"/>
		<updated>2018-10-06T12:32:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Infrastruktur braucht man immer ===&lt;br /&gt;
Egal mit was man bei der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes beginnt: Für den Einsatz digitaler Medien wird immer Infrastruktur benötigt. Es wird hier etwas technisch, jedoch dürfte eine zu beauftragende Fachfirma (Elektroplanungsbüros oder ein Elektroinstallateurbetrieb) mit den Angaben etwas anfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen in diesem Bereich sollten parallel zur Entwicklung des eigentlichen Medienbildungskonzeptes angestoßen und die Umsetzung so schnell wie möglich durch den Träger veranlasst werden. Die hier empfohlene Ausstattung ist grundlegend für jede Arbeit mit digitalen Medien. Die lokalen Handynetze sind i.d.R. mit schulischen Anforderungen schnell überfordert und können keine eigene Infrastruktur auf Dauer ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebäudeverkabelung ===&lt;br /&gt;
In Gebäudeteilen sind zentrale Verkabelungspunkte sinnvoll, die in brandhemmenden Netzwerkschränken nach dem gängigen Stand der Technik einzurichten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Anschlüsse für Telekommunikation (Telefon, DSL) oder Fernsehkabel sind in diese zentralen Verkabelungspunkte zu verlegen - hier als A-Verteilung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen zentralen Verkabelungspunkte sind durch Glasfaserkabel (OM3, Multimode) miteinander zu verbinden. Diese sollten mindestens vier Faserpaare aufweisen - hier rot gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verkabelung.png|zentriert|rahmenlos|800x800px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Was ist Glasfaser?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Glasfaserkabel führen keinen Strom. Die Informationen werden durch Licht übertragen. Das Glasfaserkabel stellt lediglich einen Transportweg für Licht zur Verfügung. Wenn Sie mit einer Taschenlampe in das eine Ende eines Glasfaserkabels hineinleuchten, können Sie deren Licht am anderen Ende sehen, obwohl vielleicht mehrere hundert Meter und Mauern dazwischenliegen. Die Geschwindigkeit eines Glasfaserkabels hängt nicht von dem Kabel ab, sondern von den Lichtsendern und -empfängern (Transceiver), die zur Übertragung des Lichtes eingesetzt werden. Benötige ich mehr Geschwindigkeit, muss ich lediglich die Transceiver an den Enden austauschen und durch höherwertigere ersetzen, das Kabel selbst bleibt unverändert. Mit heutiger Kupfertechnik sind Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s möglich – bei Glasfaser sind 40Gbit/s gerade noch bezahlbar, 10 Gbit/s eigentlich recht wirtschaftlich abbildbar und im Extremfall sogar 70 Tbit/s, also das 700-fache davon theoretisch „drin“.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Idealerweise werden die Netzwerkschränke der Unterverteilungen mit Strom aus zwei unterschiedlichen Sicherungskreisen versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Versammlungsbereichen (Mensa, Aula, Forum) sollten immer eine Präsentationsmöglichkeit und zusätzlich Anschlussmöglichkeiten für mehrere Accesspoints vorgesehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raumausstattung ===&lt;br /&gt;
Ein Unterrichtsraum sollte folgende Komponenten aufweisen&lt;br /&gt;
# einen Accesspoint zur WLAN-Versorgung&lt;br /&gt;
# ausreichend 230V-Steckdosen zum Laden von Endgeräten in einem Installationskanal&lt;br /&gt;
# freie Netzwerkdosen (Doppeldose in der Zwischendecke nicht vergessen)&lt;br /&gt;
# ein Präsentationssystem (IWB, Beamer + Projektionsfläche oder TFT-Display ab 85 Zoll)&lt;br /&gt;
# ein „Empfangsgerät“, um drahtlos zu präsentieren&lt;br /&gt;
# ein hochwertiges Audiosystem&lt;br /&gt;
[[Datei:Raumkomponenten.png|zentriert|rahmenlos|600x600px]]&lt;br /&gt;
Jeder Klassenraum benötigt eine fest installierte Präsentationsmöglichkeit. Wenn es sich dabei nicht um ein interaktives Tafelsystem handelt, muss man immer zur Lerngruppe hingewandt präsentieren können. Das schematische Ausstattungskonzept deckt eine Vielzahl möglicher Unterrichtsszenarien ab: Ich kann in einem derartig ausgestatteten Raum einerseits kabelgestützt, aber mit nur wenig Mehraufwand auch drahtlos vom Platz des Schülers aus präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pro Klassenraum werden mindestens zwei Doppeldosen mit Netzwerkanschlüssen benötigt. ====&lt;br /&gt;
Eine Dose kommt in die Zwischendecke und dient als Anschlussmöglichkeit für einen Accesspoint (WLAN) und einen Beamer (Fernwartung, drahtlose Bildübertragung). Eine Dose wird entweder in Tafelnähe montiert zum Anschluss eines interaktiven Tafelsystems oder Eine Dose wird in der Nähe des Lehrerpults installiert (Anschluss eines Lehrergerätes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In Tafelnähe bzw. am Lehrerpult ist eine ausreichende Anzahl an Steckdosen vorzusehen. ====&lt;br /&gt;
Generell gilt, dass man nie genug davon haben kann (und dass sie trotzdem nie an dem Platz sein werden, an dem man sie benötigt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Steckdosen und Netzwerkdosen sind in Kabelkanälen (Brüstungs- oder Wandkanal) zu verbauen ====&lt;br /&gt;
So kann die Position der Dosen leicht verändert werden. Zudem lassen sich in Brüstungskanälen Elektrokleingeräte bei nicht allzu großer Hitzeentwicklung verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jeder Klassenraum benötigt ein leistungsstarkes, qualitativ hochwertiges Audiosystem ====&lt;br /&gt;
Das wird bei Planungen gerne vergessen. Sowohl für Hörverstehensübungen in den Fremdsprachen als auch bei der Präsentation von Onlinemedien wird die Audioqualiät zunehmend wichtiger. Die oft zum Einsatz kommenden „Brüllwürfel“ (gemeint sind einfache PC-Lautsprecher) sind ungeeignet, da sie nicht zur Beschallung ganzer Räume ausgelegt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Optional kann im hinteren Bereich des Klassenraums eine weitere Netzwerkdoppeldose z.B. für ein festes Schülergerät sinnvoll sein. Weitere Steckdosen sorgen dafür, dass auch Schülergeräte mit schwachem Akku wieder auf die Beine kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mobile Medienwagen für mehrere Klassenräume sind nicht sinnvoll, da hier die Auf- und Abbauzeiten nicht schulpraxistauglich sind. Zudem ist die Pflege und Wartung mobiler Geräte sehr aufwändig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin geht die technische Entwicklung eher weg von Beamerlösungen hin zu großformatigen Touchpanels, die auch in angemessenen Größen immer günstiger werden und bald mit einem fest installierten Beamer inkl. Verkabelung preislich konkurrieren können werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die klassische Kreidetafel zusätzlich erhalten bleiben, geht jedoch kaum ein Weg an einem Beamer vorbei. Dabei lassen sich Schäden durch Kreidestaub an den Beamer durch den Einsatz von Whiteboards mit entsprechenden Stiften vermeiden. Leider steigt damit auch der Preis ebendieses Verbrauchsmaterials stark an.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Datei:Raumkomponenten.png&amp;diff=67419</id>
		<title>Datei:Raumkomponenten.png</title>
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		<updated>2018-10-06T12:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;IT-Ausstattung eines Klassenraumes&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Datei:Verkabelung.png&amp;diff=67418</id>
		<title>Datei:Verkabelung.png</title>
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		<updated>2018-10-06T12:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Verkabelungsskizze Schulgebäude&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67417</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Infrastruktur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67417"/>
		<updated>2018-10-06T12:22:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Infrastruktur braucht man immer ===&lt;br /&gt;
Egal mit was man bei der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes beginnt: Für den Einsatz digitaler Medien wird immer Infrastruktur benötigt. Es wird hier etwas technisch, jedoch dürfte eine zu beauftragende Fachfirma (Elektroplanungsbüros oder ein Elektroinstallateurbetrieb) mit den Angaben etwas anfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen in diesem Bereich sollten parallel zur Entwicklung des eigentlichen Medienbildungskonzeptes angestoßen und die Umsetzung so schnell wie möglich durch den Träger veranlasst werden. Die hier empfohlene Ausstattung ist grundlegend für jede Arbeit mit digitalen Medien. Die lokalen Handynetze sind i.d.R. mit schulischen Anforderungen schnell überfordert und können keine eigene Infrastruktur auf Dauer ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebäudeverkabelung ===&lt;br /&gt;
In Gebäudeteilen sind zentrale Verkabelungspunkte sinnvoll, die in brandhemmenden Netzwerkschränken nach dem gängigen Stand der Technik einzurichten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Anschlüsse für Telekommunikation (Telefon, DSL) oder Fernsehkabel sind in diese zentralen Verkabelungspunkte zu verlegen - hier als A-Verteilung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen zentralen Verkabelungspunkte sind durch Glasfaserkabel (OM3, Multimode) miteinander zu verbinden. Diese sollten mindestens vier Faserpaare aufweisen - hier rot gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Was ist Glasfaser?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Glasfaserkabel führen keinen Strom. Die Informationen werden durch Licht übertragen. Das Glasfaserkabel stellt lediglich einen Transportweg für Licht zur Verfügung. Wenn Sie mit einer Taschenlampe in das eine Ende eines Glasfaserkabels hineinleuchten, können Sie deren Licht am anderen Ende sehen, obwohl vielleicht mehrere hundert Meter und Mauern dazwischenliegen. Die Geschwindigkeit eines Glasfaserkabels hängt nicht von dem Kabel ab, sondern von den Lichtsendern und -empfängern (Transceiver), die zur Übertragung des Lichtes eingesetzt werden. Benötige ich mehr Geschwindigkeit, muss ich lediglich die Transceiver an den Enden austauschen und durch höherwertigere ersetzen, das Kabel selbst bleibt unverändert. Mit heutiger Kupfertechnik sind Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s möglich – bei Glasfaser sind 40Gbit/s gerade noch bezahlbar, 10 Gbit/s eigentlich recht wirtschaftlich abbildbar und im Extremfall sogar 70 Tbit/s, also das 700-fache davon theoretisch „drin“.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
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		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67416</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Infrastruktur</title>
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		<updated>2018-10-06T12:22:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Infrastruktur braucht man immer ===&lt;br /&gt;
Egal mit was man bei der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes beginnt: Für den Einsatz digitaler Medien wird immer Infrastruktur benötigt. Es wird hier etwas technisch, jedoch dürfte eine zu beauftragende Fachfirma (Elektroplanungsbüros oder ein Elektroinstallateurbetrieb) mit den Angaben etwas anfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planungen in diesem Bereich sollten parallel zur Entwicklung des eigentlichen Medienbildungskonzeptes angestoßen und die Umsetzung so schnell wie möglich durch den Träger veranlasst werden. Die hier empfohlene Ausstattung ist grundlegend für jede Arbeit mit digitalen Medien. Die lokalen Handynetze sind i.d.R. mit schulischen Anforderungen schnell überfordert und können keine eigene Infrastruktur auf Dauer ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebäudeverkabelung ===&lt;br /&gt;
In Gebäudeteilen sind zentrale Verkabelungspunkte sinnvoll, die in brandhemmenden Netzwerkschränken nach dem gängigen Stand der Technik einzurichten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Anschlüsse für Telekommunikation (Telefon, DSL) oder Fernsehkabel sind in diese zentralen Verkabelungspunkte zu verlegen - hier als A-Verteilung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen zentralen Verkabelungspunkte sind durch Glasfaserkabel (OM3, Multimode) miteinander zu verbinden. Diese sollten mindestens vier Faserpaare aufweisen - hier rot gekennzeichnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67415</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Infrastruktur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Infrastruktur&amp;diff=67415"/>
		<updated>2018-10-06T12:19:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „Test“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Test&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Bestandaufnahme_und_Dokumentation&amp;diff=50924</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Bestandaufnahme und Dokumentation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Bestandaufnahme_und_Dokumentation&amp;diff=50924"/>
		<updated>2018-04-28T13:26:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „=== Bestandsaufnahme ===  Die Bestandaufnahme hat zwei völlig unterschiedliche Dimensionen - eine technische und eine im Bezug auf das unterrichtliche Handeln…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Bestandsaufnahme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestandaufnahme hat zwei völlig unterschiedliche Dimensionen - eine technische und eine im Bezug auf das unterrichtliche Handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Technik ====&lt;br /&gt;
Irgendetwas an Hardware ist an jeder Schule vorhanden. Meist gibt es auch zumindest eine rudimentäre Netzstruktur, obwohl ich da auch schon viel Grauenhaftes gesehen habe, was durchaus auch einmal brandschutzrelevant werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Schule herrscht oft große Unsicherheit darüber, wer wann was wie gemacht hat. Gar nicht so selten ist man froh, überhaupt jemanden gefunden zu haben, der sich um das ganze Thema kümmert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne auch genommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Kollege ist kürzlich in Ruhestand gegangen, aber die Homepage macht der immer noch, oder hat er nur die Zugangsdaten ...&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Phase wurden Arbeitspakete verteilt. Vielleicht sind die bei der Umfeldanalyse &amp;quot;ermittelten&amp;quot; Menschen auch eingeladen worden und selbst dabei. Für viele Schulleitungen ist Bildung im Zeitalter der Digitalisierung immer noch eher ein Beiwerk im prosaischen Alltag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Arbeitspakete und Menschen bekommen nun ihren Raum. Ergebnisse werden in einer weiteren Phase vorgestellt, Rückfragen gestellt und diskutiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von der Qualität der Arbeit der Beteiligten muss diese wertgeschätzt sein. Oft stellt sich durch das Miteinandersprechen erst heraus, warum mein Gegenüber so handelt, wie es handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich kenne nur sehr wenige Schulen mit ritualisierte Verfahren, mit deren Hilfe sich z.B. die Schulleitung aktiv über die Arbeit von Menschen informiert, die an der Schule zusätzliche Aufgaben übernehmen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Arbeitergebnis empfehle ich eine Mindmap, die die Struktur des Schulnetzwerks darstellt. Mit Diensten wie [[https://mind42.com/|Mind42]] kommt man schnell und kollaborativ zu einem Ergebnis, das sich exportieren und direkt ins Medienkonzept übernehmen lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei dieser Mindmap kann eine Veröffentlichung überlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende der Sitzung muss der Blick weg von der Technik hin zum unterrichtlichen Handeln gehen. Das wird auch schon in den vorbereitenden Arbeitspaketen sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterrichtliches Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die technische Bestandsaufnahme wird transparent, wie es um die Vernetzung und die vorhandenen Endgeräte bestellt ist. Es ist hingegen nichts darüber bekannt, wie die vorhandenen Möglichkeiten tatsächlich im Unterricht genutzt bzw. eingesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hierfür werden Daten benötigt. Zudem muss man gut planen:&lt;br /&gt;
* Welche Daten sollen erhoben werden?&lt;br /&gt;
* Wer muss vor der Erhebung beteiligt sein? &lt;br /&gt;
* Gibt es Sensibilitäten an der Schule, die es zu berücksichtigen gilt?&lt;br /&gt;
* Können ggf. Teile der bereits vorhandenen Infrastruktur für die Durchführung einer Umfrage gelöst werden?&lt;br /&gt;
* Welche Daten sind uns als Mediengruppe besonders wichtig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eine kleine Warnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich der Sensibilitäten ist extrem wichtig.&lt;br /&gt;
# einigen Lehrkräften ist es oft sehr peinlich, etwas nicht zu können (sie können im digitalen Bereich oft sehr wenig)&lt;br /&gt;
# einigen Lehrkräften ist dieses Defizit sehr wohl auch bewusst, sie sehen oft aber im Unterrichtsalltag keine Möglichkeit, das Problem anzugehen&lt;br /&gt;
# einige Lehrkräfte fühlen sich oft sehr hilflos, überrumpelt und letztlich auch bedroht von technologischen Entwicklungen&lt;br /&gt;
Diese Angst verleiht Kritikern gerne einmal den Mut zu Destruktivität und öffentlicher Verweigerung. Dabei ist das eigentliche Ziel dieser Angst oft nicht die Technologie, sondern vielmehr das System Schule an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Resultat kann eine klassische [[https://de.wikipedia.org/wiki/Konfliktumleitung|Konfliktumleitung]] auf die Mediengruppe sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschläge für Fragen bei der Evaluation verschiedener Aspekte des Technologieeinsatzes im Unterricht:&lt;br /&gt;
* [medienbildungskonzept/material/Fragenbogen zum Gebrauch einer interaktiven Tafel|Gebrauch einer interaktiven Tafel] (Selbstbild der Lehrkräfte)&lt;br /&gt;
* [medienbildungskonzept/material/Fragenbogen zur Medienkompetenz der Lehrkräfte|Fragenbogen zur Medienkompetenz der Lehrkräfte] (Selbstbild der Lehrkräfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwortmöglichkeiten auf die jeweiligen Fragesätze empfehle ich, die Mitte auszusparen, damit man klare Tendenzen erhält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# trifft voll zu&lt;br /&gt;
# trifft zu&lt;br /&gt;
# trifft weniger zu&lt;br /&gt;
# trifft nicht zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt natürlich nur, wenn man tatsächlich Tendenzen abfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn man mutig ist und die jeweilige Schulkultur es zulässt, kann man auch eine Umfrage aus Sicht der Schülerinnen und Schüler auf das Lehrerhandeln durchführen. Viele Kollegien werden sich u.U. damit aber nicht wohlfühlen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn möglich sollte jede Umfrage auf zehn Fragen begrenzt sein, da ansonsten die Beteiligung zu niedrig sein wird und auch die Auswertung erschwert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Beteiligung im Kollegium erreicht man seltsamerweise immer noch auf Papier. Meist sind viele Menschen recht dankbar, wenn sie auf Sitzungen und Konferenzen etwas nebenbei erledigen können und auch eher bereit dazu als sich zu Hause noch einmal extra vor den Rechner oder das Tablet zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schülerinnen und Schüler sowie Eltern lassen sich am ehesten online befragen. Dafür kommen infrage:&lt;br /&gt;
* Umfragetools von Lernplattformen (z.B. Feedbackmodul von Moodle)&lt;br /&gt;
* Umfrageplugins für die Schulhomepage (für Wordpress oder Joomla! möglich)&lt;br /&gt;
* Auch [[https://www.google.de/intl/de/forms/about/|Google Forms]] sind möglich&lt;br /&gt;
* Oder man nimmt Testversionen von freien Umfragetools im Netz, z.B. [[https://www.surveymonkey.de/|surveymonkey]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Visionen_entwickeln&amp;diff=50923</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Visionen entwickeln</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Visionen_entwickeln&amp;diff=50923"/>
		<updated>2018-04-28T13:19:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „=== Die Praxisphase === Wenn man mit einer Gruppe in den Prozess der Medienbildungskonzeptentwicklung einsteigt, darf man auf gar keinen Fall den Fehler machen…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Die Praxisphase ===&lt;br /&gt;
Wenn man mit einer Gruppe in den Prozess der Medienbildungskonzeptentwicklung einsteigt, darf man auf gar keinen Fall den Fehler machen, dort mit Methoden zu arbeiten, die eher &amp;quot;klassisch&amp;quot; sind. Dazu zählen für mich z.B. Powerpointpräsentationen mit anschließender Diskussion, dazu zählen für mich Strukturen wie &amp;quot;Wir bilden einen Ausschuss&amp;quot; oder auch Absprachen ohne Vereinbarung konkreter Zeitpunkte: Jeder sollte sich aktiv in den Prozess einbringen können, kein Treffen darf ohne konkretes Ergebnis bleiben. Austausch an sich ist für mich schon lange kein Wert mehr. Er muss auch zu etwas führen, damit beteiligte Personen auch Fortschritte wahrnehmen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang ist das Schwierigste. Oft steht die Aufgabe wie ein Berg vor einem System und Erfahrungen mit Konzeptentwicklung aus der Vergangenheit sind nicht die besten. Meist verschwindet ein solches schnell &amp;quot;geleitzt&amp;quot; wieder im Schrank ohne je in der Breite im Unterricht anzukommen. Medienbildungskonzepte sind zudem wie die digitale Welt vielen Veränderungen unterworfen, weil die Entwicklung eben so schnell voranschreitet. Das kann schnel zu Resignation und Abwehr führen. Genau deswegen stehen so oft Geräte im Mittelpunkt: Tabletklasse oder Notebookklasse? Smartboard oder Beamerlösung? PC-Raum oder nicht? Über diese Dinge lässt sich trefflich diskutieren, denn genau wie ein Overheadprojektor schenen sie das bisherige Unterrichts- und Lebensmodell nicht weiter zu berühren (sie tun es natürlich dann doch über das, was sie in die Schule hineintransportieren). Mir ist der Blick auf genau dieses &amp;quot;Das&amp;quot;, also auf die Inhalte wichtig. Zwei Ansätze bzw. Vorgehensweisen haben sich dafür zumindest am Anfang als hilfreich  erwiesen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Vision ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Unterricht mit digitalen Medien aussehen könnte oder sollte. Während Eltern und Lehrkräfte oft einigermaßen hilflos oder ambivalent den Eigendynamiken der Handywelt gegenüberstehen, sind diese Geräte Schülerinnen und Schülern zu einem selbstverständlichen Begleiter geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ist zumindest unterschwellig allen beteiligten Gruppen klar, dass sich die rasante digitale Entwicklung nicht aufhalten lässt und Gesellschaft ihr in irgendeiner Form begegnen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visionen dürfen utopisch und dystopisch sein. Es gibt keine Denkverbote. Visionen geben aber ein gutes Bild darüber ab, wo die Gruppe insgesamt steht und wie groß eine eventuell unterstellte Heterogenität wirklich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste Aufgabe an die Gruppe könnte folgendermaßen lauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickele in fünf Sätzen eine Vision davon, wie für dich Unterricht und Schule in 20 Jahren aussehen werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfehle, diese Arbeit anonymisiert in einem Etherpad durchzuführen, z.B. in einem [https://zumpad.zum.de/|ZumPad]. Aus den Ergebnissen lässt sich nämlich auch ein öffentlichkeitswirksamer Artikel für die Schulhomepage gestalten und sie können auch schon Teil des Medienkonzeptes sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Impulse zur Weiterarbeit / Diskussion:&lt;br /&gt;
* Was muss geschehen, damit diese Vision Wirklichkeit wird?&lt;br /&gt;
* Was davon lässt sich nicht durch Technik allein lösen und warum?&lt;br /&gt;
* Was muss unser System Schule lernen?&lt;br /&gt;
* Welche technischen Voraussetzungen braucht unser System Schule dafür&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionsergebnisse sollten kurz protokolliert werden, am besten auch digital.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Phasen_der_Medienbildungskonzeptentwicklung&amp;diff=50922</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung</title>
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		<updated>2018-04-27T10:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==== Die Mediengruppe als Prozessbegleiter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einigen Schulen, an denen ich bisher aktiv war, gibt es sogenannte Mediengruppen. Das sind sehr oft - aber leider nicht immer - Gruppen mit Mitglieder aus allen relevanten Teilen einer Schulgemeinschaft, z.B.&lt;br /&gt;
* mindestens erweiterte Schulleitung&lt;br /&gt;
* Lehrkräfte&lt;br /&gt;
* Eltern&lt;br /&gt;
* Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
* ggf. Mitarbeiter (aus z.B. Verwaltung &amp;amp; Pädagogik)&lt;br /&gt;
Meist sind es zunächst einfach Menschen, die etwas an der eigenen Schule im Hinblick auf die Mediennutzung verändern wollen. Es ist hilfreich, wenn die Schulleitung selbst diese Mediengruppe &amp;quot;inthronisiert&amp;quot;, z.B. auf einer größeren Konferenz. Weiterhin schadet es nicht, diese Gruppe etwas [[https://riecken.de/index.php/2010/06/vordemokratisierung-von-entscheidungen/|vorzudemokratisieren]], indem man im Vorfeld &amp;quot;passende&amp;quot; Menschen anspricht, damit auf der Konferenz selbst bei der &amp;quot;Abfrage&amp;quot; nicht die üblichen peinlichen Lücken entstehen, die diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch dann füllen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein großer Freund davon, diesen Mediengruppen eine Arbeitsstruktur vorzuschlagen bzw. aufzuerlegen, die das Spannungsfeld zwischen Verlässlichkeit des Prozesses und Motivation der Beteiligten  gut austariert. Dazu müssen ggf. die oft üblichen Strukturbildungsmechanismen von Ausschüssen an Schule unterlaufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gerüchtehalber gehört, dass an Schulen oft Ausschüsse und Arbeitgruppen zu den unterschiedlichsten Themen gebildet werden, deren Aktivität erst zur Deadline hin ein Maximum erreicht. Das Thema Medienbildung ist mir persönlich zu wichtig, als es aus curricularen Vorgaben zusammenzukopieren, wobei dann Kompetenzwüsten herauskommen, bei denen dann nicht klar ist, was eigentlich damit gemeint ist und dann halt jeder macht, was er oder sie will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir sind bei jeder Sitzung einer solchen Gruppe folgende Dinge sehr wichtig:&lt;br /&gt;
# Die Sitzung ist &#039;&#039;&#039;geplant&#039;&#039;&#039;. Die Planung ist auf einer Agenda festgehalten, die allen Beteiligten vor der Sitzung zugeht.&lt;br /&gt;
# Die Sitzung bietet &#039;&#039;&#039;Möglichkeit zum Austausch&#039;&#039;&#039;. Dieser Austausch bleibt kein Selbstzweck, sondern führt jedesmal zu einem Ergebnis.&lt;br /&gt;
# Das wichtigste Ergebnis sind &#039;&#039;&#039;verbindliche Absprachen&#039;&#039;&#039; zu Arbeitspaketen. Diese Pakete sind so klein, dass sie zur nächsten Sitzung bewältigt werden können.&lt;br /&gt;
# Die Sitzungen werden mit den &#039;&#039;&#039;Tools und Medien gestaltet, die man sich auch selbst später im Unterricht der Schülerinnen und Schüler wünsch&#039;&#039;&#039;t. Dazu gehört für mich der konsequente Verzicht auf Papier.&lt;br /&gt;
# Jede Sitzung ist Teil eines Prozesses mit einem &#039;&#039;&#039;klaren Ziel&#039;&#039;&#039;, welches die Mediengruppe sich selbst gibt.&lt;br /&gt;
# In der Sitzung geht es nicht darum, was alles nicht geht, sondern allein darum, &#039;&#039;&#039;was eben geht&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# In der Sitzung müssen die &#039;&#039;&#039;Interessen jeder Gruppe&#039;&#039;&#039; wertgeschätzt werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich - aber oft nicht vorhanden - ist ein externer Berater, am besten jemand der sich mit der Denkweise im systemischen Projektmanagement etwas auskennt. Das heißt nicht, dass man den Prozess akribisch nach Kriterien des Projektmanagements ausrichten muss. Aber das Wissen um die grundsätzlichen Abläufe hilft ungemein bei der Strukturierung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Phasen_der_Medienbildungskonzeptentwicklung&amp;diff=50921</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung</title>
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		<updated>2018-04-27T10:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „=== Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung ===   ==== Die Mediengruppe als Prozessbegleiter ====  An einigen Schulen, an denen ich bisher aktiv war, gibt…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Mediengruppe als Prozessbegleiter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einigen Schulen, an denen ich bisher aktiv war, gibt es sogenannte Mediengruppen. Das sind sehr oft - aber leider nicht immer - Gruppen mit Mitglieder aus allen relevanten Teilen einer Schulgemeinschaft, z.B.&lt;br /&gt;
* mindestens erweiterte Schulleitung&lt;br /&gt;
* Lehrkräfte&lt;br /&gt;
* Eltern&lt;br /&gt;
* Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
* ggf. Mitarbeiter (aus z.B. Verwaltung &amp;amp; Pädagogik)&lt;br /&gt;
Meist sind es zunächst einfach Menschen, die etwas an der eigenen Schule im Hinblick auf die Mediennutzung verändern wollen. Es ist hilfreich, wenn die Schulleitung selbst diese Mediengruppe &amp;quot;inthronisiert&amp;quot;, z.B. auf einer größeren Konferenz. Weiterhin schadet es nicht, diese Gruppe etwas [[https://riecken.de/index.php/2010/06/vordemokratisierung-von-entscheidungen/|vorzudemokratisieren]], indem man im Vorfeld &amp;quot;passende&amp;quot; Menschen anspricht, damit auf der Konferenz selbst bei der &amp;quot;Abfrage&amp;quot; nicht die üblichen peinlichen Lücken entstehen, die diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch dann füllen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein großer Freund davon, diesen Mediengruppen eine Arbeitsstruktur vorzuschlagen bzw. aufzuerlegen, die das Spannungsfeld zwischen Verlässlichkeit des Prozesses und Motivation der Beteiligten  gut austariert. Dazu müssen ggf. die oft üblichen Strukturbildungsmechanismen von Ausschüssen an Schule unterlaufen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gerüchtehalber gehört, dass an Schulen oft Ausschüsse und Arbeitgruppen zu den unterschiedlichsten Themen gebildet werden, deren Aktivität erst zur Deadline hin ein Maximum erreicht. Das Thema Medienbildung ist mir persönlich zu wichtig, als es aus curricularen Vorgaben zusammenzukopieren, wobei dann Kompetenzwüsten herauskommen, bei denen dann nicht klar ist, was eigentlich damit gemeint ist und dann halt jeder macht, was er oder sie will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir sind bei jeder Sitzung einer solchen Gruppe folgende Dinge sehr wichtig:&lt;br /&gt;
# Die Sitzung ist &#039;&#039;&#039;geplant&#039;&#039;&#039;. Die Planung ist auf einer Agenda festgehalten, die allen Beteiligten vor der Sitzung zugeht.&lt;br /&gt;
# Die Sitzung bietet &#039;&#039;&#039;Möglichkeit zum Austausch&#039;&#039;&#039;. Dieser Austausch bleibt kein Selbstzweck, sondern führt jedesmal zu einem Ergebnis.&lt;br /&gt;
# Das wichtigste Ergebnis sind &#039;&#039;&#039;verbindliche Absprachen&#039;&#039;&#039; zu Arbeitspaketen. Diese Pakete sind so klein, dass sie zur nächsten Sitzung bewältigt werden können.&lt;br /&gt;
# Die Sitzungen werden mit den &#039;&#039;&#039;Tools und Medien gestaltet, die man sich auch selbst später im Unterricht der Schülerinnen und Schüler wünsch&#039;&#039;&#039;t. Dazu gehört für mich der konsequente Verzicht auf Papier.&lt;br /&gt;
# Jede Sitzung ist Teil eines Prozesses mit einem &#039;&#039;&#039;klaren Ziel&#039;&#039;&#039;, welches die Mediengruppe sich selbst gibt.&lt;br /&gt;
# In der Sitzung geht es nicht darum, was alles nicht geht, sondern allein darum, &#039;&#039;&#039;was eben geht&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
# In der Sitzung müssen die &#039;&#039;&#039;Interessen jeder Gruppe&#039;&#039;&#039; wertgeschätzt werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich - aber oft nicht vorhanden - ist ein externer Berater, am besten jemand der sich mit der Denkweise im systemischen Projektmanagement etwas auskennt. Das heißt nicht, dass man den Prozess akribisch nach Kriterien des Projektmanagements ausrichten muss. Aber das Wissen um die grundsätzlichen Abläufe hilft ungemein bei der Strukturierung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50920</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-04-27T10:45:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Praxis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/Technik als Verführer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praxis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== So könnte man es machen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/Visionen entwickeln|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/Bestandaufnahme und Dokumentation|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/Infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/Orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/Informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/Arbeit in den Fachschaften|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/Endgeräte- Softwarebedarf ableiten|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/Evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Technik_als_Verf%C3%BChrer&amp;diff=50919</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Technik als Verführer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Technik_als_Verf%C3%BChrer&amp;diff=50919"/>
		<updated>2018-04-27T10:40:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Warum ich von Android abrate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung === &lt;br /&gt;
Ich bin ein Linuxer fast der ersten Stunde. Damals wurden noch CDROM-Sammlungen der ersten Distributionen im Kellergeschoss quasi unter dem Ladentisch einer Buchhandlung verschoben. Es gab Stammtische, an denen ich das Wissen von Menschen aufgesogen habe, die heute in Firmen wir booking.com (Buchungsportal für Hotelzimmer) oder SUN (vorwiegende große Datenbanksysteme) tätig sind. Bei diesen Menschen habe ich ich Einblicke in die Welt der Serversysteme bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist es heute nicht wichtig, auf welchem Gerät ich gerade arbeite oder welches Textverarbeitungsprogramm ich gerade bediene. Ich bin recht immun gegen den unbestreitbaren Reiz der Applewelt und gebranntes Kind genug, um nicht ausschließlich auf Windows setzen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schönes Endgerät ist immer verführerisch, aber es macht Ihren Unterricht nicht zwangsläufig besser. Man kann durchaus auch mit gebrauchter Businesshardware sehr weit kommen – gerade am Anfang, wenn die Geldmittel noch nicht in größerem Umfang zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist mir aber, dass Sie grundsätzliche didaktische Settings kennen, um eine Idee zu bekommen, was Ihnen didaktisch-methodisch jeweils möglich erscheint. Alle diese Settings werden Sie an Schulen in Deutschland finden. Einige sind momentan sehr prominent: Wäre ich im Tabletbereich unterwegs, hätte ich wahrscheinlich momentan nicht die Zeit, dieses Buch zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Notebookklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eines Vorweg - sowohl für Notebook- als auch Tabletklassen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ich empfehle einen [[http://herrlarbig.de/2015/05/25/ueber-tabletklassen/|schönen Grundlagenartikel]] von Torsten Larbig dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht man auf Youtube Videos zu Notebookklassen, haftet diesen immer etwas Antiquiertes an. Selbst die Bildqualität jenseits von HD genügen nicht mehr aktuellen Ansprüchen. Die Notebooks scheinen zunehmend von Tablets verdrängt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kenne ich auch Schulen, die sich bewusst für Notebooks entscheiden. Dafür gibt es gute Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Notebooks besitzen ein vollwertige Tastatur&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen unterschiedliche Betriebssysteme&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen vollwertige Programme&lt;br /&gt;
# Die meiste Lernsoftware von Verlagen läuft bisher ausschließlich auf Notebooks.&lt;br /&gt;
# Die Programmoberfläche von Notebooks kennen viele Lehrkräfte auch von zu Hause&lt;br /&gt;
# Auch sehr komplexe Anforderungen wie z.B. Virtualisierung sind mit entsprechenden Notebooks abbildbar.&lt;br /&gt;
# Notebooks lassen sich bei richtiger Auswahl der Geräte relativ problemlos von Fachfirmen reparieren, da sie in Teilen immer noch modular aufgebaut sind.&lt;br /&gt;
# Notebooks kontrolliert im Prinzip der Nutzer selbst. Es ist transparent, was auf dem Gerät geschieht bzw. ließe sich prinzipiell belegen, wo die Daten tatsächlich landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notebooks haben aber auch entscheidende Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es dauert immer noch vergleichsweise lang, bis die Geräte betriebsbereit sind.&lt;br /&gt;
# Es kommt immer noch zu sehr komplexen Fehlersituationen, weil z.B. bestimmte Software veraltet ist oder das System stark beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere Windows-Notebooks sind sehr anfällig für Schadprogramme, deren Abwehr gut durchdacht sein will.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen zusätzlich zu Punkt 3 eine gute Updatestrategie für Systemsoftware, um sicheres Surfen im Internet zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
# Wenn ich Notebooks mit ähnlich gutem Handling wie gängige Tablets haben möchte, sind diese erheblich teurer.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit ist gegenüber Tablets meist sehr eingeschränkt und zusätzlich stark vom Grad der Nutzung anhängig.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen viel Platz auf dem Schülertisch.&lt;br /&gt;
# Durch ihre Größe sind Notebooks anfällig für Beschädigung im rauen Schulalltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich als Schule komplexe Anforderungen an die eingesetzte Software habe, z.B. bei Schulen mit ausgeprägtem technischen oder informatischen Profil, gibt es zu Notebooks kaum Alternativen. Aber auch die vorhandene Hard- und Software kann von Bedeutung sein: Ich kenne viele Grund- und Förderschulen, die spezielle Lernsoftware seit Jahren einsetzen z.B. für differenzierten Unterricht. Diese Software läuft meist nur auf Windowsbetriebssystemen. Bis entsprechende Apps verfügbar sind, bleibt auch dann ein Notebook bisher die einzig möglich Wahl - dann aber bitte mit schneller SSD-Festplatte, viel RAM und langer Akkulaufzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzierung und Organisation ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geräte haben einige Anbieter komplette Finanzierungsangebote im Portfolio, die folgende Leistungen umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Finanzierung nach dem Leasingprinzip mit einer monatlichen Rate (abhängig vom Wert des Geräts)&lt;br /&gt;
* Versicherungsleistungen (Verlust, Diebstahl, Defekt, Beschädigung)&lt;br /&gt;
* Sozialfonds für Kinder aus finanzschwachen Haushalten&lt;br /&gt;
* Stellung von Ersatzgeräten, wenn das eigene z.B. in der Reparatur ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Komplettpakete machen die Geräte über die Laufzeit recht teuer, sodass einige Eltern dann gerne auf die Idee kommen, ein eigenes Gerät aus dem Elektronikfachhandel zu beschaffen. Gerade im Hinblick auf die mit angebotenen Serviceleistungen sollte dem frühzeitig entgegengewirkt werden: Ein Sozialfonds z.B. kann nur funktionieren, wenn er solidarisch getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Angebot gibt es natürlich immer auch für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tabletklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabletklassen sind gerade hoch im Kurs. Meist sind mit Tablets iPads gemeint. Viele der Vorteile gelten nämlich strenggenommen auch nur für iPads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tablets nehmen nicht sehr viel Platz auf dem Schülertisch weg und sind sehr leicht.&lt;br /&gt;
# iPads haben eine hervorragende Kamera, ein brauchbares Mikrofon und gute Sensoren, die vielfältige didaktische Einsatzszenarien sowohl im geistes- als auch naturwissenschaftlichen Bereich ermöglichen.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit von Tablets ist sehr gut und meist für einen vollen Schultag ausreichend.&lt;br /&gt;
# Tablets sind schnell betriebsbereit und können so auch kurz zwischendurch in der Stunde zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere für iPads und Androidgeräte gibt es eine sehr breite Auswahl an Apps, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen.&lt;br /&gt;
# Eine drahtlose Projektionsmöglichkeit ist bei Tablets i.d.R. schon integriert und technisch kostengünstig im Klassenraum umzusetzen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere bei iPads gibt es viele Grundfunktionen, die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung die Arbeit mit dem Gerät erleichtern.&lt;br /&gt;
# Die Bedienung von Tablets ist recht intuitiv, sodass auch ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schnell Erfolgserlebnisse haben und didaktisch-methodische Szenarien einfach umgesetzt werden können. &lt;br /&gt;
# Insbesondere mit iPads gibt es bereits viele sehr positive Erfahrungen von Schulen innerhalb Deutschlands. &lt;br /&gt;
# Viele Kollegen nutzen bereits ein Tablet in ihrer Freizeit oder zur Verwaltung von Schülernoten.&lt;br /&gt;
# Tablets bieten meist eine gerätebasierte Verschlüsselung an, die Datensicherheit bei Verlust oder Diebstahl garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es natürlich Schattenseiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads entfalten ihr gesamtes Potential erst im Appleuniversum selbst: iTunes U als Lernplattform, iCloud zum Datenaustausch und Backup. Mit diesen Geräten legt man sich über Jahre auf einen Hersteller fest. Das gilt übrigens für Windowstablets oder Chromebooks ganz genauso. Auf einem Notebook könnte ich aber im Prinzip auch Linux installieren.&lt;br /&gt;
# Bei einem geräte- oder betriebsystemübergreifenden Dateiaustausch gibt es das ein oder andere Problem, jedoch natürlich auch Lösungen.&lt;br /&gt;
# Hinter vielen kostenlosen Apps steht kein Geschäftsmodell. Meist ist es eine Frage der Zeit, bis diese entweder kostenpflichtig werden, Werbung erscheint oder auf einmal Daten zu Drittanbietern fließen.&lt;br /&gt;
# Zahlreiche Fachanwendungen sind nicht für Tablets verfügbar, ebenso wird spezielle Lernsoftware meist nur für Windowsgeräte angeboten.&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads sind nicht sehr transparent hinsichtlich des Verbleibs von Daten. Das ist u.U. je nach konkretem Anwendungsfall ein Datenschutzproblem.&lt;br /&gt;
# iPads erfordern eine geeignete Infrastruktur, wenn alle Funktionen genutzt werden sollen. Wenn die Lehrkraft zu Beispiel auf dem Bildschirm eines Schülers schauen möchte, müssen wesentliche Sicherheiteinstellungen in WLAN-Netzen deaktiviert werden (z.B. Client Isolation). &lt;br /&gt;
# Tablets sind im Prinzip Geräte, die für die Nutzung durch eine Person konzipiert wurden. Man kann diese Geräte auch zentral managen, z.B. durch MDM-Lösungen, braucht aber dafür ein Konzept und zumindest in der Anfangsphase eine gute Beratung und entsprechende Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich von Android abrate ====&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick scheinen Androidgeräte eine gute Wahl zu sein. Sie sind bei vergleichbarer Qualität oft günstiger und ihnen haftet an, durch das freie Android nicht so klar auf einen Hersteller ausgerichtet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lizenzmodell von Android ermöglicht erst die Herstellung extrem günstiger Geräte. Die Quelltexte liegen offen, das System lässt sich recht unaufwändig an fast jede beliebige Hardwareumgebung anpassen, d.h. als Hersteller bin ich in der Wahl meiner CPU, meines Grafikprozessors usw. recht frei. Daraus entsteht eine Vielzahl an Produktlinien. Um das System performant und schlank zu halten, bricht man mit einem Grundprinzip von Linux, auf dem Android basiert: Dem generischen System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System läuft unverändert auf sehr vielen unterschiedlichen Umgebungen: Ubuntu kann ich auf fast jeden Rechner installieren – Linux bringt die dafür erforderlichen Treiber gleich mit und erkennt z.B. Hardware beim Start vollautomatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System kann darüberhinaus zentral geupdatet werden – im Prinzip läuft ja überall das Gleiche. Leider schleppt natürlich ein generisches System alles nur Denkbare an Treibern mit sich und ist daher recht groß – das passt vor allem nicht zu günstiger Hardware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Bei Androiden muss der Hersteller jedes Sicherheits- und Funktionsupdates für alle seine Produktlinien manuell einpflegen und seinen Kunden z.B. als Betriebssystemimage bereitstellen. Das lohnt sich bei Geräten wie Tablets und Handys mit ohnehin meist kurzer Verwendungszeit in der Regel nicht, sprich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Androidgeräte sind nach recht kurzer Zeit sicherheitstechnisch ein Debakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige echte Ausnahme, die ich diesbezüglich kenne, ist die Nexusserie von Google selbst. Meine Nexustablets der ersten Generation haben fünf Jahre lang zeitnah Updates erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ausweichen auf Communities rund um LineageOS – wenn man technisch sehr versiert ist und viel Zeit hat – aber für Schulen im Allgemeinen ist das keine Option.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule brauche ich nach meinem Empfinden Geräte, die mindestens drei, besser fünf Jahre zuverlässig laufen. Realistisch finde ich eher einen Gerätewechsel nach drei Jahren, d.h. mindestens(!) drei Geräte pro Schullaufbahn, denn schon heute werden die meisten Menschen (auch und gerade SuS!)  Geräte, die noch älter sind, aufgrund des technologischen Wandels als unzumutbar empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BYOD ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in den bisherigen Szenarien die Schule die Beschaffung, Finanzierung und ggf. auch Wartung der Geräte organisiert, läuft das beim BYOD-Konzept völlig anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BYOD meint „Bring Your Own Device“ = „Bring dein eigenes Gerät mit“. BYOD geht von der Annahme aus, dass im privaten Bereich ohnehin schon Geräte vorhanden sind, die sich auch in der Schule nutzen lassen. Das hat einige Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die gesamte Organisation rund um Finanzierung und Wartung der Geräte ist nicht Aufgabe der Schule.&lt;br /&gt;
# Die Geräte sind den Schülerinnen und Schülern vertraut und sie beherrschen zumindest Grundfunktionen.&lt;br /&gt;
# Ein eigenes Gerät wird oftmals besser und pfleglicher behandelt.&lt;br /&gt;
# Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Softwareausstattung weitgehend selbst&lt;br /&gt;
# Auch bei BYOD sind Teile des jeweiligen Gerätes grundsätzlich [[https://www.filewave.com/|fernadministrierbar]], d.h. ich kann als Schule Softwarelizenzen gesammelt einkaufen und an Schülerinnen und Schüler verteilen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum heutigen Stand der Technik sehe ich persönlich wesentlich mehr Schatten als Licht im Kontext von BYOD:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die große Heterogenität an Geräten ist eine Überforderung, vor allem für die Lehrkräfte, sodass die Implementierung eine große Herausforderung wird.&lt;br /&gt;
# Die Grundannahme, dass Schülerinnen und Schüler ihre Geräte beherrschen, erlebe ich als falsch. Es gibt in der Breite allenfalls sehr rudimentäre Kenntnisse auf Anwenderebene.&lt;br /&gt;
# Der finanzielle Background des Elternhauses entscheidet über die Qualität des eingesetzten Geräts.&lt;br /&gt;
# Das eigene Gerät ist meist mit wesentlich mehr &amp;quot;Ablenkungspotential&amp;quot; bestückt.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen für die Zusammenarbeit innerhalb des Klassenverbandes. Selbst so simple Dinge wie ein Dateiaustausch kann zu einer zeitfressenden Aufgabe werden.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen bei der Ausstattung des Schulnetzes mit sich. Es ist ja nicht mit WLAN alleine getan, sondern ggf. möchte man Arbeitsergebnisse auch präsentieren können. Was nimmt man da? AppleTV? Display Adapter? WiDi? MiraCast?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schule behelfen sich mit folgenden Strategien aus dem &amp;quot;Heterogenitätsdilemma&amp;quot;:&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern wird konkret eine Geräteauswahl vorgebenen (&amp;quot;Aus diesen x Geräten können Sie wählen ...&amp;quot;)&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern werden technische Spezifikationen vorgegeben (Betriebssystem, Displaygröße, ggf. bestimmtes Zubehör etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprung in die absolute Heterogenität ist in meinen Augen nichts für Schulen, die sich gerade auf den Weg machen, um vermehrt digital zu arbeiten. Die Hürden für die Lehrkräfte sind hier immens hoch, da Grundprinzipien verschiedener Betriebssysteme beherrscht sein wollen. Auf die &amp;quot;Kompetenz der SuS&amp;quot; oder der &amp;quot;umgekehrten Lernsituation&amp;quot; (Kolleginnen und Kollegen lernen von SuS) kann nach meiner Erfahrung nur mit Einschränkungen gebaut werden. Daher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mit BYOD gestartet werden soll, dann bitte mit einschränkenden Vorgaben, was die Geräteauswahl angeht. Wenn sich die Kompetenzen einer Schulgemeinschaft erweitert haben, kann Zug um Zug eine Öffnung erfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsentationslösungen ===&lt;br /&gt;
=== Schulserverlösungen ===&lt;br /&gt;
=== Lernplattformen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorbemerkung: ====&lt;br /&gt;
Ich äußere hier meine Sicht und meine Meinung zum Thema Lernplattformen, die sich allein auf meinem persönlichen Erfahrungswissen gründet. Auch ich kenne Schulen, an denen es mit einer Lernplattform gut läuft und auch ich denke, dass in bestimmten Konstellationen eine Lernplattform ggf. hilfreich für Schulentwicklung sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich Lernplattformen sehr kritisch sehe ====&lt;br /&gt;
Lernplattformen wie Moodle, Commsy oder auch kommerzielle Varianten wie itslearning, Webweaver, Google Classroom und iTunes U stellen eine virtuelle Lernumgebung bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist fast immer gleich: Ein zentrales Login ermöglicht Zugriff auf bestimmte Funktionen, die sich gruppieren und strukturieren lassen, z.B. kann ich innerhalb von Moodle sogenannte Kurse anbieten, die diverse Funktionen bereitstellen, etwa ein Forum, Arbeitsmaterialien, eingebettete Medien, Onlinetests u.v.m.. Diese Kurse kann ich teilen, exportieren, wiederverwerten, gemeinsam mit anderen Lehrkräften entwickeln. Darüberhinaus werden zunehmend Kurationstools eingesetzt, etwa bei iTunes U: Ich kann ähnlich wie bei paper.li Webinhalte auf einer speziellen Seite zusammenstellen – quasi ein Webquest auf multimedial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hört sich erstmal prima an. Ich war in Deutschland lange Zeit sehr aktiv in der Moodleszene und hatte als Berater Zugriff auf zahlreiche Testinstallationen kommerzieller Produkte. Ich bin kein Maßstab, weil ich zentralisierte Dinge für die Arbeit mit digitalen Medien nicht mehr benötige, aber keine der Teststellungen und keine meiner Testinstallationen in den letzten Jahren hat mich in irgendeiner Weise dazu gebracht, Spaß oder Freude bei der Arbeit mit dem jeweiligen System zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja auch nicht zwingend notwendig, aber dazu kam, dass auch der für mich sehr typische pragmatische Zugang auf keiner der Lernplattformen möglich war: Sie kosteten mich einfach nur Zeit durch die komplizierte Bedienung, die vorgegebenen Strukturen, das oft haarsträubende Dateimanagement, die proprietären Schnittstellen – und ich halte mich selbst für einen mittelmäßig begabten Anwender (das ist etwas völlig anderes als ein Techniker oder Administrator). Es gibt eine Reihe von Werbeaussagen zu Lernplattformen, die ich im Folgenden einmal aufs Korn nehmen möchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Eine Lernplattform bietet schulweit einen geschützten Raum mit klar definierter Benutzerführung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. „Schulweit“ bedeutet für mich, dass alle Lehrkräfte in diese Plattform eingewiesen sind und regelmäßig im Unterricht mit ihr arbeiten. Nur so entwickeln sich Routinen im Alltag. Tatsächlich höre ich von Schulen, in denen Lernplattformen „eingeführt“ sind, ganz oft ganz andere Dinge. „Schulweit“ bedeutet in der Realität oft genug „drei oder vier besonders aktive Lehrkräfte mit ihren Lerngruppen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Schulweit“ ist eine Haltung, die schon vorhanden sein muss, bevor eine Lernplattform ihr unterstützendes Potential überhaupt entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einfach mal machen“ führt oft genug lediglich dazu, dass eine Lernplattform 1:1 die Strukturen an einer Schule abbildet – somit ist sie für mich dann zwar ein tolles Beratungsinstrument, aber oft genug sehr bald für die Schule selbst eine zusätzliche Belastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht das recht hübsch an den Diskussionen im deutschen Forum auf moodle.org. Immer noch drehen sich gefühlt 90% der Fragen um Sperren, Einschränken, Bewertungsraster feintunen und ähnliche Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich versuche, in Richtung  „schulweit“ zu beraten, kommt seltsamerweise am Schluss oft eben nicht die Entscheidung für eine Lernplattform dabei heraus, sondern erstmal sowas in die Richtung wie Dateiaustausch, Termine, E-Mail – also typische Cloudfunktionen. Danach entwickelt es sich oft eher von dem Grundkonstrukt „Lernplattform“ weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Eine Lernplattform bietet erweiterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften durch z.B. Austausch von Materialien, Aufgabenstellungen und Medien ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. Ich kann z.B. bestimmte Strukturen exportieren und im nächsten Jahr wiederverwenden. Wenn ich einen Kurs zum Thema „Programmieren mit Arduino“ erstellt habe, kann ich diesen darüberhinaus mit anderen Lehrkräften teilen. Bei Moodle kann ich sogar im gleichen Kurs mit verschieden Gruppen gleichzeitig arbeiten, ohne dass diese Gruppen sich gegenseitig sehen. Ich kann das. Was ist mit meinem Kollegen, der nicht einmal weiß, wie er das Bild des Notebooks auf den Beamer bekommt? Der wird schon an der Anmeldung und der Einrichtung eines Kurses in Moodle scheitern – andere Systeme sind da aber tatsächlich entschieden intuitiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüberhinaus schon einmal einen Kurs in einer Lernplattform gebaut hat, weiß, dass das oft Stunden dauert – für mich völlig ineffizient. Zudem will ich ja gerade nicht nur Inhalte bereitstellen, sondern ich möchte mich z.B. im Fach Deutsch mit meinem Fachwissen mit den von SuS erstellten Inhalten auseinandersetzen und sie selbst darüber ins Gespräch bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen Inhalte bereitstellen muss (z.B. im Fach Chemie), dann tue ich das doch nicht auf einer proprietären Lernplattform mit ihren für mich extremst eingeschränkten Im- und Exportfunktionen. Meine Inhalte sind für mich als Lehrer eine essentielle Ressource, mit der ich mich nicht an ein Format binden möchte, was ich nicht selbst kontrollieren kann. Wenn eine Schule z.B. jahrelang bei Anbieter x auf Lernplattform y gearbeitet und der Anbieter dann z.B. die Preisstruktur massiv ändert (das ist kein hypothetisches Setting, sondern das kommt vor!) – sage ich dann als Schule: „Och, jetzt ist zwar die Arbeit von Jahren im System, aber den Preis, nö, den zahle ich nicht und wechsle jetzt zu Anbieter z!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach unterschätzen viele Anbieter genau diesen Aspekt, weil er selten so klar formuliert wird, aber intuitiv bei vielen Lehrkräften eine sehr große Rolle spielt. Dazu kommt die Angst, dass Materialien durch die digitale Präsenz auf einmal auch beurteil- und evaluierbar werden. Das kann man kritisieren und doof finden. Die Angst bleibt trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Eine Lernplattform ist ein zentrales Instrument zur Organisation von Kommunikationsprozessen an Schulen und schafft so Transparenz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem völlig veralteten technologischen Standpunkt aus. Meist funktionieren Lernplattformen so, dass man sich über eine Weboberfläche einloggen muss, um dann auf eine Art Dashboard zu kommen, was alle relevanten Informationen für mich anzeigt. Oder es gibt eine gesonderte App für ein Mobilgerät (Handy, Tablet), die das für mich erledigt. In meiner Welt (und in der Welt der Mobilgeräte überhaupt) findet Datenaustausch aber recht anders statt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* E-Mail über imaps&lt;br /&gt;
* Termine über CalDAVs&lt;br /&gt;
* Dateien über WebDAVs&lt;br /&gt;
* Nachrichten über XMPP (mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)&lt;br /&gt;
* Kontaktdaten über CardDAVs&lt;br /&gt;
* Inhalte über XML&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles offene Protokolle/Formate, wie sie jeder von uns täglich nutzt ohne es zu wissen, weil irgendeine App das erledigt, die wir entweder vom Hersteller des Betriebssystem übernehmen oder aber selbst bestimmen. Hersteller von Lernplattformen neigen zum überwiegenden Teil dazu, diese offenen, freien und verschlüsselten Standards durch irgendetwas zu ersetzen, das nur zu ihrer jeweiligen Lernplattform passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soll man also keine Lernplattform einsetzen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Natürlich soll man ernsthaft prüfen, ob eine Lernplattform für die eigene Schule eine Möglichkeit darstellt. Erfolgreich wird man dabei aber nur sein, wenn man die [[buch:orientierungsphase|Orientierungphase]] gut gestaltet und auch [[/buch/kapitel04#der_nervende_datenschutz|Datenschutzbelange]] in den Blick nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Raum als zweiter Pädagoge ===&lt;br /&gt;
Als medienpädagogischer Berater spüre ich zunehmend die Tendenz, das alte PC-Raumkonzept aufzugeben. Praktisch drückt sich darin aus, dass so manche Verantwortliche hier im Lande davon ausgehen, ihre PC-Räume zu letzten Mal mit neuer Hardware auszustatten. Gleichzeitig gibt es zwar viele Ideen und Experimente, wenn es um Konzepte geht, die den PC-Raum ablösen sollen – für viele ist das auch schon heute gar keine Frage mehr: Pads und mobile Geräte sind die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Definition von Zukunft ist, dass ich sie heute nicht kenne. Nur weil etwas für mich als Erwachsener funktioniert und ich es auch mit Lerngruppen gerne tue, muss es noch lange nicht für ein System funktionieren. Ich möchte gerne herausfinden, was funktioniert – und zwar nicht allgemein, sondern für mein konkretes System. Dazu haben wir bei uns in Cloppenburg einen Pilotraum gebaut, in dem interessierte Kolleginnen und Kollegen auch mit ihren Lerngruppen einfach einmal Dinge ausprobieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange sind Präsentationbereiche: Das können Mimio- oder digitale- Tafellösungen sein. Es gibt oben einen festen Bereich mit zwei Beamern nebeneinander – dort stelle ich mir auch sowas wie Konferenzen vor und es gibt an den Seiten flexible Bereiche auf einem Schienen- oder Rollensystem. Als Sitzmöbel im oberen Bereich denke ich mir sowas wie Kirchentagskartons in edel vor: flexibel und im Stapelsystem auch als Raumteiler nutzbar (Vielleicht muss man bei manchen Klassen dann noch Fangnetze vor dem hinteren Bereich installieren…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot sind Tischsysteme: Die hätte ich gerne mit Ethernetdosen ausgestattet – insbesondere für Arbeiten, die Bandbreite oder niedrige Latenzen erfordern. Dort könnten Laptops stehen. Die stehen dort deshalb, weil zumindest bei uns auch jenseits von touchibunti-socialmedia-kommunizieri auch Messsysteme, Robotik- und Codeprojekte gibt, bei denen Tablets lieb gemeint, aber aufgrund ihrer miserablen Multitaskingfähigkeit und Schnittstellenausstattung ein Vollausfall sind (serielle Schnittstelle oder USB wäre da schon gut). Auch Dinge wie Bild-, Ton- und Videobearbeitung sind bei uns nach wie vor ein Thema.  Ich würde gerne am Rand auch Einzelarbeitsplätze mit leistungsfähiger Hardware oder Anbindung einen einen leistungsstarken Server anbieten – z.B. für Rendering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blau sind Schranksysteme mit einem Angebot an Endgeräten: Das können z.B. Tablets, aber auch Notebooks sein, die man sich als Lehrkraft dann auch für Gruppenarbeiten im normalen Klassenraum ausleihen kann, die aber natürlich auch im Lab auf Kuschel- und Snoozelecken genutzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lab gibt es ein starkes WLAN, dass allen Schülerinnen und Schüler auch für ihre eigenen Endgeräte zur Verfügung steht. Mittels RDP oder VNC kann auch von diesen Endgeräten aus dann z.B. Software genutzt werden, die auf dem Server läuft und ein spezielles OS erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit so einem Raum lassen sich m.E. vielfältige Erfahrungen sammeln, was an Konzepten sich wirklich für einen breiteren Einsatz eignet – die technische Umsetzung bedarf natürlich auch einer Erprobung. Zudem kann ich in einem solchen Raum nach wie vor lehrerzentriert arbeiten – das ist wichtig, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der sterbende(?) Computerraum ===&lt;br /&gt;
PC-Kabinette, Rechnerpools - die Beschreibungen für einen PC-Raum klingen meist nicht sehr freundlich und im Vergleich mit dem oben beschriebenen Lernlab fällt ein solcher von seiner Begeisterungsfähigkeit natürlich deutlich ab. Das hat folgende Gründe:&lt;br /&gt;
* in einem PC-Raum lässt sich meist nur am PC arbeiten - mehodische Vielfalt oder unterschiedliche Sozialformen sind i.d.R. nicht möglich&lt;br /&gt;
* klassische Büro-PCs, wie sie in Schulen oft zum Einsatz kommen, bieten für wirklich aufwändige kreative Arbeit (z.B. Videoschnitt oder Bildbearbeitung) meist zu wenig Leistung&lt;br /&gt;
* die &amp;quot;Rüstzeit&amp;quot; ist immens: Ich muss einen solchen Raum buchen, mit Schülerinnen und Schülern dort hingehen, die Rechner hochfahren und am Ende darauf achten, dass der Raum ordentlich verlassen wird. &lt;br /&gt;
Allerdings verfügen heutzutage immer weniger Schülerinnen und Schüler über Grundkompetenzen in der PC-Bedienung und diese Geräte spielen nach wie vor im Berufsleben eine gewichtige Rolle - gerade bei Dingen wie&lt;br /&gt;
Officeanwendungen&lt;br /&gt;
# Fachanwendungen für bestimmte Berufszweige&lt;br /&gt;
# Verlagssoftware zu Lehrwerken (meist windowsbasiert)&lt;br /&gt;
# Organisation von Informationen in Dateisystemstrukturen&lt;br /&gt;
# Informatikunterricht&lt;br /&gt;
# Durchführung von Onlinediagnosen&lt;br /&gt;
# Durchführung von Evaluationen&lt;br /&gt;
# ggf. Durchführung von Anmelde- und Wahlverfahren&lt;br /&gt;
Richtig aufgesetzt sind PC-Räume sehr unaufwändig zu warten und &amp;quot;fressen hier nicht viel Brot&amp;quot;. Es kann sich je nach Konzept und Ausrichtung der Schule durchaus lohnen, sie zu erhalten und weiterzuentwickeln.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Technik_als_Verf%C3%BChrer&amp;diff=50918</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Technik als Verführer</title>
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		<updated>2018-04-27T10:38:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Tabletklassen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung === &lt;br /&gt;
Ich bin ein Linuxer fast der ersten Stunde. Damals wurden noch CDROM-Sammlungen der ersten Distributionen im Kellergeschoss quasi unter dem Ladentisch einer Buchhandlung verschoben. Es gab Stammtische, an denen ich das Wissen von Menschen aufgesogen habe, die heute in Firmen wir booking.com (Buchungsportal für Hotelzimmer) oder SUN (vorwiegende große Datenbanksysteme) tätig sind. Bei diesen Menschen habe ich ich Einblicke in die Welt der Serversysteme bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist es heute nicht wichtig, auf welchem Gerät ich gerade arbeite oder welches Textverarbeitungsprogramm ich gerade bediene. Ich bin recht immun gegen den unbestreitbaren Reiz der Applewelt und gebranntes Kind genug, um nicht ausschließlich auf Windows setzen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schönes Endgerät ist immer verführerisch, aber es macht Ihren Unterricht nicht zwangsläufig besser. Man kann durchaus auch mit gebrauchter Businesshardware sehr weit kommen – gerade am Anfang, wenn die Geldmittel noch nicht in größerem Umfang zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist mir aber, dass Sie grundsätzliche didaktische Settings kennen, um eine Idee zu bekommen, was Ihnen didaktisch-methodisch jeweils möglich erscheint. Alle diese Settings werden Sie an Schulen in Deutschland finden. Einige sind momentan sehr prominent: Wäre ich im Tabletbereich unterwegs, hätte ich wahrscheinlich momentan nicht die Zeit, dieses Buch zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Notebookklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eines Vorweg - sowohl für Notebook- als auch Tabletklassen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ich empfehle einen [[http://herrlarbig.de/2015/05/25/ueber-tabletklassen/|schönen Grundlagenartikel]] von Torsten Larbig dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht man auf Youtube Videos zu Notebookklassen, haftet diesen immer etwas Antiquiertes an. Selbst die Bildqualität jenseits von HD genügen nicht mehr aktuellen Ansprüchen. Die Notebooks scheinen zunehmend von Tablets verdrängt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kenne ich auch Schulen, die sich bewusst für Notebooks entscheiden. Dafür gibt es gute Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Notebooks besitzen ein vollwertige Tastatur&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen unterschiedliche Betriebssysteme&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen vollwertige Programme&lt;br /&gt;
# Die meiste Lernsoftware von Verlagen läuft bisher ausschließlich auf Notebooks.&lt;br /&gt;
# Die Programmoberfläche von Notebooks kennen viele Lehrkräfte auch von zu Hause&lt;br /&gt;
# Auch sehr komplexe Anforderungen wie z.B. Virtualisierung sind mit entsprechenden Notebooks abbildbar.&lt;br /&gt;
# Notebooks lassen sich bei richtiger Auswahl der Geräte relativ problemlos von Fachfirmen reparieren, da sie in Teilen immer noch modular aufgebaut sind.&lt;br /&gt;
# Notebooks kontrolliert im Prinzip der Nutzer selbst. Es ist transparent, was auf dem Gerät geschieht bzw. ließe sich prinzipiell belegen, wo die Daten tatsächlich landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notebooks haben aber auch entscheidende Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es dauert immer noch vergleichsweise lang, bis die Geräte betriebsbereit sind.&lt;br /&gt;
# Es kommt immer noch zu sehr komplexen Fehlersituationen, weil z.B. bestimmte Software veraltet ist oder das System stark beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere Windows-Notebooks sind sehr anfällig für Schadprogramme, deren Abwehr gut durchdacht sein will.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen zusätzlich zu Punkt 3 eine gute Updatestrategie für Systemsoftware, um sicheres Surfen im Internet zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
# Wenn ich Notebooks mit ähnlich gutem Handling wie gängige Tablets haben möchte, sind diese erheblich teurer.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit ist gegenüber Tablets meist sehr eingeschränkt und zusätzlich stark vom Grad der Nutzung anhängig.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen viel Platz auf dem Schülertisch.&lt;br /&gt;
# Durch ihre Größe sind Notebooks anfällig für Beschädigung im rauen Schulalltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich als Schule komplexe Anforderungen an die eingesetzte Software habe, z.B. bei Schulen mit ausgeprägtem technischen oder informatischen Profil, gibt es zu Notebooks kaum Alternativen. Aber auch die vorhandene Hard- und Software kann von Bedeutung sein: Ich kenne viele Grund- und Förderschulen, die spezielle Lernsoftware seit Jahren einsetzen z.B. für differenzierten Unterricht. Diese Software läuft meist nur auf Windowsbetriebssystemen. Bis entsprechende Apps verfügbar sind, bleibt auch dann ein Notebook bisher die einzig möglich Wahl - dann aber bitte mit schneller SSD-Festplatte, viel RAM und langer Akkulaufzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzierung und Organisation ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geräte haben einige Anbieter komplette Finanzierungsangebote im Portfolio, die folgende Leistungen umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Finanzierung nach dem Leasingprinzip mit einer monatlichen Rate (abhängig vom Wert des Geräts)&lt;br /&gt;
* Versicherungsleistungen (Verlust, Diebstahl, Defekt, Beschädigung)&lt;br /&gt;
* Sozialfonds für Kinder aus finanzschwachen Haushalten&lt;br /&gt;
* Stellung von Ersatzgeräten, wenn das eigene z.B. in der Reparatur ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Komplettpakete machen die Geräte über die Laufzeit recht teuer, sodass einige Eltern dann gerne auf die Idee kommen, ein eigenes Gerät aus dem Elektronikfachhandel zu beschaffen. Gerade im Hinblick auf die mit angebotenen Serviceleistungen sollte dem frühzeitig entgegengewirkt werden: Ein Sozialfonds z.B. kann nur funktionieren, wenn er solidarisch getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Angebot gibt es natürlich immer auch für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tabletklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabletklassen sind gerade hoch im Kurs. Meist sind mit Tablets iPads gemeint. Viele der Vorteile gelten nämlich strenggenommen auch nur für iPads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tablets nehmen nicht sehr viel Platz auf dem Schülertisch weg und sind sehr leicht.&lt;br /&gt;
# iPads haben eine hervorragende Kamera, ein brauchbares Mikrofon und gute Sensoren, die vielfältige didaktische Einsatzszenarien sowohl im geistes- als auch naturwissenschaftlichen Bereich ermöglichen.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit von Tablets ist sehr gut und meist für einen vollen Schultag ausreichend.&lt;br /&gt;
# Tablets sind schnell betriebsbereit und können so auch kurz zwischendurch in der Stunde zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere für iPads und Androidgeräte gibt es eine sehr breite Auswahl an Apps, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen.&lt;br /&gt;
# Eine drahtlose Projektionsmöglichkeit ist bei Tablets i.d.R. schon integriert und technisch kostengünstig im Klassenraum umzusetzen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere bei iPads gibt es viele Grundfunktionen, die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung die Arbeit mit dem Gerät erleichtern.&lt;br /&gt;
# Die Bedienung von Tablets ist recht intuitiv, sodass auch ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schnell Erfolgserlebnisse haben und didaktisch-methodische Szenarien einfach umgesetzt werden können. &lt;br /&gt;
# Insbesondere mit iPads gibt es bereits viele sehr positive Erfahrungen von Schulen innerhalb Deutschlands. &lt;br /&gt;
# Viele Kollegen nutzen bereits ein Tablet in ihrer Freizeit oder zur Verwaltung von Schülernoten.&lt;br /&gt;
# Tablets bieten meist eine gerätebasierte Verschlüsselung an, die Datensicherheit bei Verlust oder Diebstahl garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es natürlich Schattenseiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads entfalten ihr gesamtes Potential erst im Appleuniversum selbst: iTunes U als Lernplattform, iCloud zum Datenaustausch und Backup. Mit diesen Geräten legt man sich über Jahre auf einen Hersteller fest. Das gilt übrigens für Windowstablets oder Chromebooks ganz genauso. Auf einem Notebook könnte ich aber im Prinzip auch Linux installieren.&lt;br /&gt;
# Bei einem geräte- oder betriebsystemübergreifenden Dateiaustausch gibt es das ein oder andere Problem, jedoch natürlich auch Lösungen.&lt;br /&gt;
# Hinter vielen kostenlosen Apps steht kein Geschäftsmodell. Meist ist es eine Frage der Zeit, bis diese entweder kostenpflichtig werden, Werbung erscheint oder auf einmal Daten zu Drittanbietern fließen.&lt;br /&gt;
# Zahlreiche Fachanwendungen sind nicht für Tablets verfügbar, ebenso wird spezielle Lernsoftware meist nur für Windowsgeräte angeboten.&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads sind nicht sehr transparent hinsichtlich des Verbleibs von Daten. Das ist u.U. je nach konkretem Anwendungsfall ein Datenschutzproblem.&lt;br /&gt;
# iPads erfordern eine geeignete Infrastruktur, wenn alle Funktionen genutzt werden sollen. Wenn die Lehrkraft zu Beispiel auf dem Bildschirm eines Schülers schauen möchte, müssen wesentliche Sicherheiteinstellungen in WLAN-Netzen deaktiviert werden (z.B. Client Isolation). &lt;br /&gt;
# Tablets sind im Prinzip Geräte, die für die Nutzung durch eine Person konzipiert wurden. Man kann diese Geräte auch zentral managen, z.B. durch MDM-Lösungen, braucht aber dafür ein Konzept und zumindest in der Anfangsphase eine gute Beratung und entsprechende Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich von Android abrate ====&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick scheinen Androidgeräte eine gute Wahl zu sein. Sie sind bei vergleichbarer Qualität oft günstiger und ihnen haftet an, durch das freie Android nicht so klar auf einen Hersteller ausgerichtet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lizenzmodell von Android ermöglicht erst die Herstellung extrem günstiger Geräte. Die Quelltexte liegen offen, das System lässt sich recht unaufwändig an fast jede beliebige Hardwareumgebung anpassen, d.h. als Hersteller bin ich in der Wahl meiner CPU, meines Grafikprozessors usw. recht frei. Daraus entsteht eine Vielzahl an Produktlinien. Um das System performant und schlank zu halten, bricht man mit einem Grundprinzip von Linux, auf dem Android basiert: Dem generischen System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System läuft unverändert auf sehr vielen unterschiedlichen Umgebungen: Ubuntu kann ich auf fast jeden Rechner installieren – Linux bringt die dafür erforderlichen Treiber gleich mit und erkennt z.B. Hardware beim Start vollautomatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System kann darüberhinaus zentral geupdatet werden – im Prinzip läuft ja überall das Gleiche. Leider schleppt natürlich ein generisches System alles nur Denkbare an Treibern mit sich und ist daher recht groß – das passt vor allem nicht zu günstiger Hardware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Bei Androiden muss der Hersteller jedes Sicherheits- und Funktionsupdates für alle seine Produktlinien manuell einpflegen und seinen Kunden z.B. als Betriebssystemimage bereitstellen. Das lohnt sich bei Geräten wie Tablets und Handys mit ohnehin meist kurzer Verwendungszeit in der Regel nicht, sprich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Androidgeräte sind nach recht kurzer Zeit sicherheitstechnisch ein Debakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige echte Ausnahme, die ich diesbezüglich kenne, ist die Nexusserie von Google selbst. Meine Nexustablets der ersten Generation erhalten bis heute zeitnah Updates – schon fast vier Jahre mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ausweichen auf Communities rund um Cyanogenmod – wenn man technisch sehr versiert ist und viel Zeit hat – aber für Schulen im Allgemeinen ist das keine Option.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule brauche ich nach meinem Empfinden Geräte, die mindestens drei, besser fünf Jahre zuverlässig laufen. Realistisch finde ich eher einen Gerätewechsel nach drei Jahren, d.h. mindestens(!) drei Geräte pro Schullaufbahn, denn schon heute werden die meisten Menschen (auch und gerade SuS!)  Geräte, die noch älter sind, aufgrund des technologischen Wandels als unzumutbar empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BYOD ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in den bisherigen Szenarien die Schule die Beschaffung, Finanzierung und ggf. auch Wartung der Geräte organisiert, läuft das beim BYOD-Konzept völlig anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BYOD meint „Bring Your Own Device“ = „Bring dein eigenes Gerät mit“. BYOD geht von der Annahme aus, dass im privaten Bereich ohnehin schon Geräte vorhanden sind, die sich auch in der Schule nutzen lassen. Das hat einige Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die gesamte Organisation rund um Finanzierung und Wartung der Geräte ist nicht Aufgabe der Schule.&lt;br /&gt;
# Die Geräte sind den Schülerinnen und Schülern vertraut und sie beherrschen zumindest Grundfunktionen.&lt;br /&gt;
# Ein eigenes Gerät wird oftmals besser und pfleglicher behandelt.&lt;br /&gt;
# Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Softwareausstattung weitgehend selbst&lt;br /&gt;
# Auch bei BYOD sind Teile des jeweiligen Gerätes grundsätzlich [[https://www.filewave.com/|fernadministrierbar]], d.h. ich kann als Schule Softwarelizenzen gesammelt einkaufen und an Schülerinnen und Schüler verteilen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum heutigen Stand der Technik sehe ich persönlich wesentlich mehr Schatten als Licht im Kontext von BYOD:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die große Heterogenität an Geräten ist eine Überforderung, vor allem für die Lehrkräfte, sodass die Implementierung eine große Herausforderung wird.&lt;br /&gt;
# Die Grundannahme, dass Schülerinnen und Schüler ihre Geräte beherrschen, erlebe ich als falsch. Es gibt in der Breite allenfalls sehr rudimentäre Kenntnisse auf Anwenderebene.&lt;br /&gt;
# Der finanzielle Background des Elternhauses entscheidet über die Qualität des eingesetzten Geräts.&lt;br /&gt;
# Das eigene Gerät ist meist mit wesentlich mehr &amp;quot;Ablenkungspotential&amp;quot; bestückt.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen für die Zusammenarbeit innerhalb des Klassenverbandes. Selbst so simple Dinge wie ein Dateiaustausch kann zu einer zeitfressenden Aufgabe werden.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen bei der Ausstattung des Schulnetzes mit sich. Es ist ja nicht mit WLAN alleine getan, sondern ggf. möchte man Arbeitsergebnisse auch präsentieren können. Was nimmt man da? AppleTV? Display Adapter? WiDi? MiraCast?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schule behelfen sich mit folgenden Strategien aus dem &amp;quot;Heterogenitätsdilemma&amp;quot;:&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern wird konkret eine Geräteauswahl vorgebenen (&amp;quot;Aus diesen x Geräten können Sie wählen ...&amp;quot;)&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern werden technische Spezifikationen vorgegeben (Betriebssystem, Displaygröße, ggf. bestimmtes Zubehör etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprung in die absolute Heterogenität ist in meinen Augen nichts für Schulen, die sich gerade auf den Weg machen, um vermehrt digital zu arbeiten. Die Hürden für die Lehrkräfte sind hier immens hoch, da Grundprinzipien verschiedener Betriebssysteme beherrscht sein wollen. Auf die &amp;quot;Kompetenz der SuS&amp;quot; oder der &amp;quot;umgekehrten Lernsituation&amp;quot; (Kolleginnen und Kollegen lernen von SuS) kann nach meiner Erfahrung nur mit Einschränkungen gebaut werden. Daher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mit BYOD gestartet werden soll, dann bitte mit einschränkenden Vorgaben, was die Geräteauswahl angeht. Wenn sich die Kompetenzen einer Schulgemeinschaft erweitert haben, kann Zug um Zug eine Öffnung erfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsentationslösungen ===&lt;br /&gt;
=== Schulserverlösungen ===&lt;br /&gt;
=== Lernplattformen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorbemerkung: ====&lt;br /&gt;
Ich äußere hier meine Sicht und meine Meinung zum Thema Lernplattformen, die sich allein auf meinem persönlichen Erfahrungswissen gründet. Auch ich kenne Schulen, an denen es mit einer Lernplattform gut läuft und auch ich denke, dass in bestimmten Konstellationen eine Lernplattform ggf. hilfreich für Schulentwicklung sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich Lernplattformen sehr kritisch sehe ====&lt;br /&gt;
Lernplattformen wie Moodle, Commsy oder auch kommerzielle Varianten wie itslearning, Webweaver, Google Classroom und iTunes U stellen eine virtuelle Lernumgebung bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist fast immer gleich: Ein zentrales Login ermöglicht Zugriff auf bestimmte Funktionen, die sich gruppieren und strukturieren lassen, z.B. kann ich innerhalb von Moodle sogenannte Kurse anbieten, die diverse Funktionen bereitstellen, etwa ein Forum, Arbeitsmaterialien, eingebettete Medien, Onlinetests u.v.m.. Diese Kurse kann ich teilen, exportieren, wiederverwerten, gemeinsam mit anderen Lehrkräften entwickeln. Darüberhinaus werden zunehmend Kurationstools eingesetzt, etwa bei iTunes U: Ich kann ähnlich wie bei paper.li Webinhalte auf einer speziellen Seite zusammenstellen – quasi ein Webquest auf multimedial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hört sich erstmal prima an. Ich war in Deutschland lange Zeit sehr aktiv in der Moodleszene und hatte als Berater Zugriff auf zahlreiche Testinstallationen kommerzieller Produkte. Ich bin kein Maßstab, weil ich zentralisierte Dinge für die Arbeit mit digitalen Medien nicht mehr benötige, aber keine der Teststellungen und keine meiner Testinstallationen in den letzten Jahren hat mich in irgendeiner Weise dazu gebracht, Spaß oder Freude bei der Arbeit mit dem jeweiligen System zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja auch nicht zwingend notwendig, aber dazu kam, dass auch der für mich sehr typische pragmatische Zugang auf keiner der Lernplattformen möglich war: Sie kosteten mich einfach nur Zeit durch die komplizierte Bedienung, die vorgegebenen Strukturen, das oft haarsträubende Dateimanagement, die proprietären Schnittstellen – und ich halte mich selbst für einen mittelmäßig begabten Anwender (das ist etwas völlig anderes als ein Techniker oder Administrator). Es gibt eine Reihe von Werbeaussagen zu Lernplattformen, die ich im Folgenden einmal aufs Korn nehmen möchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Eine Lernplattform bietet schulweit einen geschützten Raum mit klar definierter Benutzerführung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. „Schulweit“ bedeutet für mich, dass alle Lehrkräfte in diese Plattform eingewiesen sind und regelmäßig im Unterricht mit ihr arbeiten. Nur so entwickeln sich Routinen im Alltag. Tatsächlich höre ich von Schulen, in denen Lernplattformen „eingeführt“ sind, ganz oft ganz andere Dinge. „Schulweit“ bedeutet in der Realität oft genug „drei oder vier besonders aktive Lehrkräfte mit ihren Lerngruppen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Schulweit“ ist eine Haltung, die schon vorhanden sein muss, bevor eine Lernplattform ihr unterstützendes Potential überhaupt entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einfach mal machen“ führt oft genug lediglich dazu, dass eine Lernplattform 1:1 die Strukturen an einer Schule abbildet – somit ist sie für mich dann zwar ein tolles Beratungsinstrument, aber oft genug sehr bald für die Schule selbst eine zusätzliche Belastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht das recht hübsch an den Diskussionen im deutschen Forum auf moodle.org. Immer noch drehen sich gefühlt 90% der Fragen um Sperren, Einschränken, Bewertungsraster feintunen und ähnliche Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich versuche, in Richtung  „schulweit“ zu beraten, kommt seltsamerweise am Schluss oft eben nicht die Entscheidung für eine Lernplattform dabei heraus, sondern erstmal sowas in die Richtung wie Dateiaustausch, Termine, E-Mail – also typische Cloudfunktionen. Danach entwickelt es sich oft eher von dem Grundkonstrukt „Lernplattform“ weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Eine Lernplattform bietet erweiterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften durch z.B. Austausch von Materialien, Aufgabenstellungen und Medien ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. Ich kann z.B. bestimmte Strukturen exportieren und im nächsten Jahr wiederverwenden. Wenn ich einen Kurs zum Thema „Programmieren mit Arduino“ erstellt habe, kann ich diesen darüberhinaus mit anderen Lehrkräften teilen. Bei Moodle kann ich sogar im gleichen Kurs mit verschieden Gruppen gleichzeitig arbeiten, ohne dass diese Gruppen sich gegenseitig sehen. Ich kann das. Was ist mit meinem Kollegen, der nicht einmal weiß, wie er das Bild des Notebooks auf den Beamer bekommt? Der wird schon an der Anmeldung und der Einrichtung eines Kurses in Moodle scheitern – andere Systeme sind da aber tatsächlich entschieden intuitiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüberhinaus schon einmal einen Kurs in einer Lernplattform gebaut hat, weiß, dass das oft Stunden dauert – für mich völlig ineffizient. Zudem will ich ja gerade nicht nur Inhalte bereitstellen, sondern ich möchte mich z.B. im Fach Deutsch mit meinem Fachwissen mit den von SuS erstellten Inhalten auseinandersetzen und sie selbst darüber ins Gespräch bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen Inhalte bereitstellen muss (z.B. im Fach Chemie), dann tue ich das doch nicht auf einer proprietären Lernplattform mit ihren für mich extremst eingeschränkten Im- und Exportfunktionen. Meine Inhalte sind für mich als Lehrer eine essentielle Ressource, mit der ich mich nicht an ein Format binden möchte, was ich nicht selbst kontrollieren kann. Wenn eine Schule z.B. jahrelang bei Anbieter x auf Lernplattform y gearbeitet und der Anbieter dann z.B. die Preisstruktur massiv ändert (das ist kein hypothetisches Setting, sondern das kommt vor!) – sage ich dann als Schule: „Och, jetzt ist zwar die Arbeit von Jahren im System, aber den Preis, nö, den zahle ich nicht und wechsle jetzt zu Anbieter z!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach unterschätzen viele Anbieter genau diesen Aspekt, weil er selten so klar formuliert wird, aber intuitiv bei vielen Lehrkräften eine sehr große Rolle spielt. Dazu kommt die Angst, dass Materialien durch die digitale Präsenz auf einmal auch beurteil- und evaluierbar werden. Das kann man kritisieren und doof finden. Die Angst bleibt trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Eine Lernplattform ist ein zentrales Instrument zur Organisation von Kommunikationsprozessen an Schulen und schafft so Transparenz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem völlig veralteten technologischen Standpunkt aus. Meist funktionieren Lernplattformen so, dass man sich über eine Weboberfläche einloggen muss, um dann auf eine Art Dashboard zu kommen, was alle relevanten Informationen für mich anzeigt. Oder es gibt eine gesonderte App für ein Mobilgerät (Handy, Tablet), die das für mich erledigt. In meiner Welt (und in der Welt der Mobilgeräte überhaupt) findet Datenaustausch aber recht anders statt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* E-Mail über imaps&lt;br /&gt;
* Termine über CalDAVs&lt;br /&gt;
* Dateien über WebDAVs&lt;br /&gt;
* Nachrichten über XMPP (mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)&lt;br /&gt;
* Kontaktdaten über CardDAVs&lt;br /&gt;
* Inhalte über XML&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles offene Protokolle/Formate, wie sie jeder von uns täglich nutzt ohne es zu wissen, weil irgendeine App das erledigt, die wir entweder vom Hersteller des Betriebssystem übernehmen oder aber selbst bestimmen. Hersteller von Lernplattformen neigen zum überwiegenden Teil dazu, diese offenen, freien und verschlüsselten Standards durch irgendetwas zu ersetzen, das nur zu ihrer jeweiligen Lernplattform passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soll man also keine Lernplattform einsetzen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Natürlich soll man ernsthaft prüfen, ob eine Lernplattform für die eigene Schule eine Möglichkeit darstellt. Erfolgreich wird man dabei aber nur sein, wenn man die [[buch:orientierungsphase|Orientierungphase]] gut gestaltet und auch [[/buch/kapitel04#der_nervende_datenschutz|Datenschutzbelange]] in den Blick nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Raum als zweiter Pädagoge ===&lt;br /&gt;
Als medienpädagogischer Berater spüre ich zunehmend die Tendenz, das alte PC-Raumkonzept aufzugeben. Praktisch drückt sich darin aus, dass so manche Verantwortliche hier im Lande davon ausgehen, ihre PC-Räume zu letzten Mal mit neuer Hardware auszustatten. Gleichzeitig gibt es zwar viele Ideen und Experimente, wenn es um Konzepte geht, die den PC-Raum ablösen sollen – für viele ist das auch schon heute gar keine Frage mehr: Pads und mobile Geräte sind die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Definition von Zukunft ist, dass ich sie heute nicht kenne. Nur weil etwas für mich als Erwachsener funktioniert und ich es auch mit Lerngruppen gerne tue, muss es noch lange nicht für ein System funktionieren. Ich möchte gerne herausfinden, was funktioniert – und zwar nicht allgemein, sondern für mein konkretes System. Dazu haben wir bei uns in Cloppenburg einen Pilotraum gebaut, in dem interessierte Kolleginnen und Kollegen auch mit ihren Lerngruppen einfach einmal Dinge ausprobieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange sind Präsentationbereiche: Das können Mimio- oder digitale- Tafellösungen sein. Es gibt oben einen festen Bereich mit zwei Beamern nebeneinander – dort stelle ich mir auch sowas wie Konferenzen vor und es gibt an den Seiten flexible Bereiche auf einem Schienen- oder Rollensystem. Als Sitzmöbel im oberen Bereich denke ich mir sowas wie Kirchentagskartons in edel vor: flexibel und im Stapelsystem auch als Raumteiler nutzbar (Vielleicht muss man bei manchen Klassen dann noch Fangnetze vor dem hinteren Bereich installieren…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot sind Tischsysteme: Die hätte ich gerne mit Ethernetdosen ausgestattet – insbesondere für Arbeiten, die Bandbreite oder niedrige Latenzen erfordern. Dort könnten Laptops stehen. Die stehen dort deshalb, weil zumindest bei uns auch jenseits von touchibunti-socialmedia-kommunizieri auch Messsysteme, Robotik- und Codeprojekte gibt, bei denen Tablets lieb gemeint, aber aufgrund ihrer miserablen Multitaskingfähigkeit und Schnittstellenausstattung ein Vollausfall sind (serielle Schnittstelle oder USB wäre da schon gut). Auch Dinge wie Bild-, Ton- und Videobearbeitung sind bei uns nach wie vor ein Thema.  Ich würde gerne am Rand auch Einzelarbeitsplätze mit leistungsfähiger Hardware oder Anbindung einen einen leistungsstarken Server anbieten – z.B. für Rendering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blau sind Schranksysteme mit einem Angebot an Endgeräten: Das können z.B. Tablets, aber auch Notebooks sein, die man sich als Lehrkraft dann auch für Gruppenarbeiten im normalen Klassenraum ausleihen kann, die aber natürlich auch im Lab auf Kuschel- und Snoozelecken genutzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lab gibt es ein starkes WLAN, dass allen Schülerinnen und Schüler auch für ihre eigenen Endgeräte zur Verfügung steht. Mittels RDP oder VNC kann auch von diesen Endgeräten aus dann z.B. Software genutzt werden, die auf dem Server läuft und ein spezielles OS erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit so einem Raum lassen sich m.E. vielfältige Erfahrungen sammeln, was an Konzepten sich wirklich für einen breiteren Einsatz eignet – die technische Umsetzung bedarf natürlich auch einer Erprobung. Zudem kann ich in einem solchen Raum nach wie vor lehrerzentriert arbeiten – das ist wichtig, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der sterbende(?) Computerraum ===&lt;br /&gt;
PC-Kabinette, Rechnerpools - die Beschreibungen für einen PC-Raum klingen meist nicht sehr freundlich und im Vergleich mit dem oben beschriebenen Lernlab fällt ein solcher von seiner Begeisterungsfähigkeit natürlich deutlich ab. Das hat folgende Gründe:&lt;br /&gt;
* in einem PC-Raum lässt sich meist nur am PC arbeiten - mehodische Vielfalt oder unterschiedliche Sozialformen sind i.d.R. nicht möglich&lt;br /&gt;
* klassische Büro-PCs, wie sie in Schulen oft zum Einsatz kommen, bieten für wirklich aufwändige kreative Arbeit (z.B. Videoschnitt oder Bildbearbeitung) meist zu wenig Leistung&lt;br /&gt;
* die &amp;quot;Rüstzeit&amp;quot; ist immens: Ich muss einen solchen Raum buchen, mit Schülerinnen und Schülern dort hingehen, die Rechner hochfahren und am Ende darauf achten, dass der Raum ordentlich verlassen wird. &lt;br /&gt;
Allerdings verfügen heutzutage immer weniger Schülerinnen und Schüler über Grundkompetenzen in der PC-Bedienung und diese Geräte spielen nach wie vor im Berufsleben eine gewichtige Rolle - gerade bei Dingen wie&lt;br /&gt;
Officeanwendungen&lt;br /&gt;
# Fachanwendungen für bestimmte Berufszweige&lt;br /&gt;
# Verlagssoftware zu Lehrwerken (meist windowsbasiert)&lt;br /&gt;
# Organisation von Informationen in Dateisystemstrukturen&lt;br /&gt;
# Informatikunterricht&lt;br /&gt;
# Durchführung von Onlinediagnosen&lt;br /&gt;
# Durchführung von Evaluationen&lt;br /&gt;
# ggf. Durchführung von Anmelde- und Wahlverfahren&lt;br /&gt;
Richtig aufgesetzt sind PC-Räume sehr unaufwändig zu warten und &amp;quot;fressen hier nicht viel Brot&amp;quot;. Es kann sich je nach Konzept und Ausrichtung der Schule durchaus lohnen, sie zu erhalten und weiterzuentwickeln.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Technik_als_Verf%C3%BChrer&amp;diff=50917</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Technik als Verführer</title>
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		<updated>2018-04-27T10:35:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Notebookklassen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung === &lt;br /&gt;
Ich bin ein Linuxer fast der ersten Stunde. Damals wurden noch CDROM-Sammlungen der ersten Distributionen im Kellergeschoss quasi unter dem Ladentisch einer Buchhandlung verschoben. Es gab Stammtische, an denen ich das Wissen von Menschen aufgesogen habe, die heute in Firmen wir booking.com (Buchungsportal für Hotelzimmer) oder SUN (vorwiegende große Datenbanksysteme) tätig sind. Bei diesen Menschen habe ich ich Einblicke in die Welt der Serversysteme bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist es heute nicht wichtig, auf welchem Gerät ich gerade arbeite oder welches Textverarbeitungsprogramm ich gerade bediene. Ich bin recht immun gegen den unbestreitbaren Reiz der Applewelt und gebranntes Kind genug, um nicht ausschließlich auf Windows setzen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schönes Endgerät ist immer verführerisch, aber es macht Ihren Unterricht nicht zwangsläufig besser. Man kann durchaus auch mit gebrauchter Businesshardware sehr weit kommen – gerade am Anfang, wenn die Geldmittel noch nicht in größerem Umfang zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist mir aber, dass Sie grundsätzliche didaktische Settings kennen, um eine Idee zu bekommen, was Ihnen didaktisch-methodisch jeweils möglich erscheint. Alle diese Settings werden Sie an Schulen in Deutschland finden. Einige sind momentan sehr prominent: Wäre ich im Tabletbereich unterwegs, hätte ich wahrscheinlich momentan nicht die Zeit, dieses Buch zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Notebookklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eines Vorweg - sowohl für Notebook- als auch Tabletklassen:&lt;br /&gt;
Ich empfehle einen [[http://herrlarbig.de/2015/05/25/ueber-tabletklassen/|schönen Grundlagenartikel]] von Torsten Larbig dazu.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht man auf Youtube Videos zu Notebookklassen, haftet diesen immer etwas Antiquiertes an. Selbst die Bildqualität jenseits von HD genügen nicht mehr aktuellen Ansprüchen. Die Notebooks scheinen zunehmend von Tablets verdrängt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kenne ich auch Schulen, die sich bewusst für Notebooks entscheiden. Dafür gibt es gute Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Notebooks besitzen ein vollwertige Tastatur&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen unterschiedliche Betriebssysteme&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen vollwertige Programme&lt;br /&gt;
# Die meiste Lernsoftware von Verlagen läuft bisher ausschließlich auf Notebooks.&lt;br /&gt;
# Die Programmoberfläche von Notebooks kennen viele Lehrkräfte auch von zu Hause&lt;br /&gt;
# Auch sehr komplexe Anforderungen wie z.B. Virtualisierung sind mit entsprechenden Notebooks abbildbar.&lt;br /&gt;
# Notebooks lassen sich bei richtiger Auswahl der Geräte relativ problemlos von Fachfirmen reparieren, da sie in Teilen immer noch modular aufgebaut sind.&lt;br /&gt;
# Notebooks kontrolliert im Prinzip der Nutzer selbst. Es ist transparent, was auf dem Gerät geschieht bzw. ließe sich prinzipiell belegen, wo die Daten tatsächlich landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notebooks haben aber auch entscheidende Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es dauert immer noch vergleichsweise lang, bis die Geräte betriebsbereit sind.&lt;br /&gt;
# Es kommt immer noch zu sehr komplexen Fehlersituationen, weil z.B. bestimmte Software veraltet ist oder das System stark beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere Windows-Notebooks sind sehr anfällig für Schadprogramme, deren Abwehr gut durchdacht sein will.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen zusätzlich zu Punkt 3 eine gute Updatestrategie für Systemsoftware, um sicheres Surfen im Internet zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
# Wenn ich Notebooks mit ähnlich gutem Handling wie gängige Tablets haben möchte, sind diese erheblich teurer.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit ist gegenüber Tablets meist sehr eingeschränkt und zusätzlich stark vom Grad der Nutzung anhängig.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen viel Platz auf dem Schülertisch.&lt;br /&gt;
# Durch ihre Größe sind Notebooks anfällig für Beschädigung im rauen Schulalltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich als Schule komplexe Anforderungen an die eingesetzte Software habe, z.B. bei Schulen mit ausgeprägtem technischen oder informatischen Profil, gibt es zu Notebooks kaum Alternativen. Aber auch die vorhandene Hard- und Software kann von Bedeutung sein: Ich kenne viele Grund- und Förderschulen, die spezielle Lernsoftware seit Jahren einsetzen z.B. für differenzierten Unterricht. Diese Software läuft meist nur auf Windowsbetriebssystemen. Bis entsprechende Apps verfügbar sind, bleibt auch dann ein Notebook bisher die einzig möglich Wahl - dann aber bitte mit schneller SSD-Festplatte, viel RAM und langer Akkulaufzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzierung und Organisation ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geräte haben einige Anbieter komplette Finanzierungsangebote im Portfolio, die folgende Leistungen umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Finanzierung nach dem Leasingprinzip mit einer monatlichen Rate (abhängig vom Wert des Geräts)&lt;br /&gt;
* Versicherungsleistungen (Verlust, Diebstahl, Defekt, Beschädigung)&lt;br /&gt;
* Sozialfonds für Kinder aus finanzschwachen Haushalten&lt;br /&gt;
* Stellung von Ersatzgeräten, wenn das eigene z.B. in der Reparatur ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Komplettpakete machen die Geräte über die Laufzeit recht teuer, sodass einige Eltern dann gerne auf die Idee kommen, ein eigenes Gerät aus dem Elektronikfachhandel zu beschaffen. Gerade im Hinblick auf die mit angebotenen Serviceleistungen sollte dem frühzeitig entgegengewirkt werden: Ein Sozialfonds z.B. kann nur funktionieren, wenn er solidarisch getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Angebot gibt es natürlich immer auch für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tabletklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabletklassen sind gerade hoch im Kurs. Meist sind mit Tablets iPads gemeint. Viele der Vorteile gelten nämlich strenggenommen auch nur für iPads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tablets nehmen nicht sehr viel Platz auf dem Schülertisch weg und sind sehr leicht.&lt;br /&gt;
# iPads haben eine hervorragende Kamera, ein brauchbares Mikrofon und gute Sensoren, die vielfältige didaktische Einsatzszenarien sowohl im geistes- als auch naturwissenschaftlichen Bereich ermöglichen.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit von Tablets ist sehr gut und meist für einen vollen Schultag ausreichend.&lt;br /&gt;
# Tablets sind schnell betriebsbereit und können so auch kurz zwischendurch in der Stunde zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere für iPads und Androidgeräte gibt es eine sehr breite Auswahl an Apps, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen.&lt;br /&gt;
# Eine drahtlose Projektionsmöglichkeit ist bei Tablets i.d.R. schon integriert und technisch kostengünstig im Klassenraum umzusetzen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere bei iPads gibt es viele Grundfunktionen, die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung die Arbeit mit dem Gerät erleichtern.&lt;br /&gt;
# Die Bedienung von Tablets ist recht intuitiv, sodass auch ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schnell Erfolgserlebnisse haben und didaktisch-methodische Szenarien einfach umgesetzt werden können. &lt;br /&gt;
# Insbesondere mit iPads gibt es bereits viele sehr positive Erfahrungen von Schulen innerhalb Deutschlands. &lt;br /&gt;
# Viele Kollegen nutzen bereits ein Tablet in ihrer Freizeit oder zur Verwaltung von Schülernoten.&lt;br /&gt;
# Tablets bieten meist eine gerätebasierte Verschlüsselung an, die Datensicherheit bei Verlust oder Diebstahl garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es natürlich Schattenseiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads entfalten ihr gesamtes Potential erst im Appleuniversum selbst: iTunes U als Lernplattform, iCloud zum Datenaustausch und Backup. Mit diesen Geräten legt man sich über Jahre auf einen Hersteller fest. Das gilt übrigens für Windowstablets oder Chromebooks ganz genauso. Auf einem Notebook könnte ich aber im Prinzip auch Linux installieren.&lt;br /&gt;
# Bei einem geräte- oder betriebsystemübergreifenden Dateiaustausch gibt es das ein oder andere Problem, jedoch natürlich auch Lösungen.&lt;br /&gt;
# Zahlreiche Fachanwendungen sind nicht für Tablets verfügbar, ebenso wird spezielle Lernsoftware meist nur für Windowsgeräte angeboten.&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads sind nicht sehr transparent hinsichtlich des Verbleibs von Daten. Das ist u.U. je nach konkretem Anwendungsfall ein Datenschutzproblem.&lt;br /&gt;
# iPads erfordern eine geeignete Infrastruktur, wenn alle Funktionen genutzt werden sollen. Wenn die Lehrkraft zu Beispiel auf dem Bildschirm eines Schülers schauen möchte, müssen wesentliche Sicherheiteinstellungen in WLAN-Netzen deaktiviert werden (z.B. Client Isolation). &lt;br /&gt;
# Tablets sind im Prinzip Geräte, die für die Nutzung durch eine Person konzipiert wurden. Man kann diese Geräte auch zentral managen, z.B. durch MDM-Lösungen, braucht aber dafür ein Konzept und zumindest in der Anfangsphase eine gute Beratung und entsprechende Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich von Android abrate ====&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick scheinen Androidgeräte eine gute Wahl zu sein. Sie sind bei vergleichbarer Qualität oft günstiger und ihnen haftet an, durch das freie Android nicht so klar auf einen Hersteller ausgerichtet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lizenzmodell von Android ermöglicht erst die Herstellung extrem günstiger Geräte. Die Quelltexte liegen offen, das System lässt sich recht unaufwändig an fast jede beliebige Hardwareumgebung anpassen, d.h. als Hersteller bin ich in der Wahl meiner CPU, meines Grafikprozessors usw. recht frei. Daraus entsteht eine Vielzahl an Produktlinien. Um das System performant und schlank zu halten, bricht man mit einem Grundprinzip von Linux, auf dem Android basiert: Dem generischen System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System läuft unverändert auf sehr vielen unterschiedlichen Umgebungen: Ubuntu kann ich auf fast jeden Rechner installieren – Linux bringt die dafür erforderlichen Treiber gleich mit und erkennt z.B. Hardware beim Start vollautomatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System kann darüberhinaus zentral geupdatet werden – im Prinzip läuft ja überall das Gleiche. Leider schleppt natürlich ein generisches System alles nur Denkbare an Treibern mit sich und ist daher recht groß – das passt vor allem nicht zu günstiger Hardware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Bei Androiden muss der Hersteller jedes Sicherheits- und Funktionsupdates für alle seine Produktlinien manuell einpflegen und seinen Kunden z.B. als Betriebssystemimage bereitstellen. Das lohnt sich bei Geräten wie Tablets und Handys mit ohnehin meist kurzer Verwendungszeit in der Regel nicht, sprich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Androidgeräte sind nach recht kurzer Zeit sicherheitstechnisch ein Debakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige echte Ausnahme, die ich diesbezüglich kenne, ist die Nexusserie von Google selbst. Meine Nexustablets der ersten Generation erhalten bis heute zeitnah Updates – schon fast vier Jahre mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ausweichen auf Communities rund um Cyanogenmod – wenn man technisch sehr versiert ist und viel Zeit hat – aber für Schulen im Allgemeinen ist das keine Option.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule brauche ich nach meinem Empfinden Geräte, die mindestens drei, besser fünf Jahre zuverlässig laufen. Realistisch finde ich eher einen Gerätewechsel nach drei Jahren, d.h. mindestens(!) drei Geräte pro Schullaufbahn, denn schon heute werden die meisten Menschen (auch und gerade SuS!)  Geräte, die noch älter sind, aufgrund des technologischen Wandels als unzumutbar empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BYOD ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in den bisherigen Szenarien die Schule die Beschaffung, Finanzierung und ggf. auch Wartung der Geräte organisiert, läuft das beim BYOD-Konzept völlig anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BYOD meint „Bring Your Own Device“ = „Bring dein eigenes Gerät mit“. BYOD geht von der Annahme aus, dass im privaten Bereich ohnehin schon Geräte vorhanden sind, die sich auch in der Schule nutzen lassen. Das hat einige Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die gesamte Organisation rund um Finanzierung und Wartung der Geräte ist nicht Aufgabe der Schule.&lt;br /&gt;
# Die Geräte sind den Schülerinnen und Schülern vertraut und sie beherrschen zumindest Grundfunktionen.&lt;br /&gt;
# Ein eigenes Gerät wird oftmals besser und pfleglicher behandelt.&lt;br /&gt;
# Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Softwareausstattung weitgehend selbst&lt;br /&gt;
# Auch bei BYOD sind Teile des jeweiligen Gerätes grundsätzlich [[https://www.filewave.com/|fernadministrierbar]], d.h. ich kann als Schule Softwarelizenzen gesammelt einkaufen und an Schülerinnen und Schüler verteilen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum heutigen Stand der Technik sehe ich persönlich wesentlich mehr Schatten als Licht im Kontext von BYOD:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die große Heterogenität an Geräten ist eine Überforderung, vor allem für die Lehrkräfte, sodass die Implementierung eine große Herausforderung wird.&lt;br /&gt;
# Die Grundannahme, dass Schülerinnen und Schüler ihre Geräte beherrschen, erlebe ich als falsch. Es gibt in der Breite allenfalls sehr rudimentäre Kenntnisse auf Anwenderebene.&lt;br /&gt;
# Der finanzielle Background des Elternhauses entscheidet über die Qualität des eingesetzten Geräts.&lt;br /&gt;
# Das eigene Gerät ist meist mit wesentlich mehr &amp;quot;Ablenkungspotential&amp;quot; bestückt.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen für die Zusammenarbeit innerhalb des Klassenverbandes. Selbst so simple Dinge wie ein Dateiaustausch kann zu einer zeitfressenden Aufgabe werden.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen bei der Ausstattung des Schulnetzes mit sich. Es ist ja nicht mit WLAN alleine getan, sondern ggf. möchte man Arbeitsergebnisse auch präsentieren können. Was nimmt man da? AppleTV? Display Adapter? WiDi? MiraCast?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schule behelfen sich mit folgenden Strategien aus dem &amp;quot;Heterogenitätsdilemma&amp;quot;:&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern wird konkret eine Geräteauswahl vorgebenen (&amp;quot;Aus diesen x Geräten können Sie wählen ...&amp;quot;)&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern werden technische Spezifikationen vorgegeben (Betriebssystem, Displaygröße, ggf. bestimmtes Zubehör etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprung in die absolute Heterogenität ist in meinen Augen nichts für Schulen, die sich gerade auf den Weg machen, um vermehrt digital zu arbeiten. Die Hürden für die Lehrkräfte sind hier immens hoch, da Grundprinzipien verschiedener Betriebssysteme beherrscht sein wollen. Auf die &amp;quot;Kompetenz der SuS&amp;quot; oder der &amp;quot;umgekehrten Lernsituation&amp;quot; (Kolleginnen und Kollegen lernen von SuS) kann nach meiner Erfahrung nur mit Einschränkungen gebaut werden. Daher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mit BYOD gestartet werden soll, dann bitte mit einschränkenden Vorgaben, was die Geräteauswahl angeht. Wenn sich die Kompetenzen einer Schulgemeinschaft erweitert haben, kann Zug um Zug eine Öffnung erfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsentationslösungen ===&lt;br /&gt;
=== Schulserverlösungen ===&lt;br /&gt;
=== Lernplattformen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorbemerkung: ====&lt;br /&gt;
Ich äußere hier meine Sicht und meine Meinung zum Thema Lernplattformen, die sich allein auf meinem persönlichen Erfahrungswissen gründet. Auch ich kenne Schulen, an denen es mit einer Lernplattform gut läuft und auch ich denke, dass in bestimmten Konstellationen eine Lernplattform ggf. hilfreich für Schulentwicklung sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich Lernplattformen sehr kritisch sehe ====&lt;br /&gt;
Lernplattformen wie Moodle, Commsy oder auch kommerzielle Varianten wie itslearning, Webweaver, Google Classroom und iTunes U stellen eine virtuelle Lernumgebung bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist fast immer gleich: Ein zentrales Login ermöglicht Zugriff auf bestimmte Funktionen, die sich gruppieren und strukturieren lassen, z.B. kann ich innerhalb von Moodle sogenannte Kurse anbieten, die diverse Funktionen bereitstellen, etwa ein Forum, Arbeitsmaterialien, eingebettete Medien, Onlinetests u.v.m.. Diese Kurse kann ich teilen, exportieren, wiederverwerten, gemeinsam mit anderen Lehrkräften entwickeln. Darüberhinaus werden zunehmend Kurationstools eingesetzt, etwa bei iTunes U: Ich kann ähnlich wie bei paper.li Webinhalte auf einer speziellen Seite zusammenstellen – quasi ein Webquest auf multimedial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hört sich erstmal prima an. Ich war in Deutschland lange Zeit sehr aktiv in der Moodleszene und hatte als Berater Zugriff auf zahlreiche Testinstallationen kommerzieller Produkte. Ich bin kein Maßstab, weil ich zentralisierte Dinge für die Arbeit mit digitalen Medien nicht mehr benötige, aber keine der Teststellungen und keine meiner Testinstallationen in den letzten Jahren hat mich in irgendeiner Weise dazu gebracht, Spaß oder Freude bei der Arbeit mit dem jeweiligen System zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja auch nicht zwingend notwendig, aber dazu kam, dass auch der für mich sehr typische pragmatische Zugang auf keiner der Lernplattformen möglich war: Sie kosteten mich einfach nur Zeit durch die komplizierte Bedienung, die vorgegebenen Strukturen, das oft haarsträubende Dateimanagement, die proprietären Schnittstellen – und ich halte mich selbst für einen mittelmäßig begabten Anwender (das ist etwas völlig anderes als ein Techniker oder Administrator). Es gibt eine Reihe von Werbeaussagen zu Lernplattformen, die ich im Folgenden einmal aufs Korn nehmen möchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Eine Lernplattform bietet schulweit einen geschützten Raum mit klar definierter Benutzerführung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. „Schulweit“ bedeutet für mich, dass alle Lehrkräfte in diese Plattform eingewiesen sind und regelmäßig im Unterricht mit ihr arbeiten. Nur so entwickeln sich Routinen im Alltag. Tatsächlich höre ich von Schulen, in denen Lernplattformen „eingeführt“ sind, ganz oft ganz andere Dinge. „Schulweit“ bedeutet in der Realität oft genug „drei oder vier besonders aktive Lehrkräfte mit ihren Lerngruppen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Schulweit“ ist eine Haltung, die schon vorhanden sein muss, bevor eine Lernplattform ihr unterstützendes Potential überhaupt entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einfach mal machen“ führt oft genug lediglich dazu, dass eine Lernplattform 1:1 die Strukturen an einer Schule abbildet – somit ist sie für mich dann zwar ein tolles Beratungsinstrument, aber oft genug sehr bald für die Schule selbst eine zusätzliche Belastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht das recht hübsch an den Diskussionen im deutschen Forum auf moodle.org. Immer noch drehen sich gefühlt 90% der Fragen um Sperren, Einschränken, Bewertungsraster feintunen und ähnliche Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich versuche, in Richtung  „schulweit“ zu beraten, kommt seltsamerweise am Schluss oft eben nicht die Entscheidung für eine Lernplattform dabei heraus, sondern erstmal sowas in die Richtung wie Dateiaustausch, Termine, E-Mail – also typische Cloudfunktionen. Danach entwickelt es sich oft eher von dem Grundkonstrukt „Lernplattform“ weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Eine Lernplattform bietet erweiterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften durch z.B. Austausch von Materialien, Aufgabenstellungen und Medien ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. Ich kann z.B. bestimmte Strukturen exportieren und im nächsten Jahr wiederverwenden. Wenn ich einen Kurs zum Thema „Programmieren mit Arduino“ erstellt habe, kann ich diesen darüberhinaus mit anderen Lehrkräften teilen. Bei Moodle kann ich sogar im gleichen Kurs mit verschieden Gruppen gleichzeitig arbeiten, ohne dass diese Gruppen sich gegenseitig sehen. Ich kann das. Was ist mit meinem Kollegen, der nicht einmal weiß, wie er das Bild des Notebooks auf den Beamer bekommt? Der wird schon an der Anmeldung und der Einrichtung eines Kurses in Moodle scheitern – andere Systeme sind da aber tatsächlich entschieden intuitiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüberhinaus schon einmal einen Kurs in einer Lernplattform gebaut hat, weiß, dass das oft Stunden dauert – für mich völlig ineffizient. Zudem will ich ja gerade nicht nur Inhalte bereitstellen, sondern ich möchte mich z.B. im Fach Deutsch mit meinem Fachwissen mit den von SuS erstellten Inhalten auseinandersetzen und sie selbst darüber ins Gespräch bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen Inhalte bereitstellen muss (z.B. im Fach Chemie), dann tue ich das doch nicht auf einer proprietären Lernplattform mit ihren für mich extremst eingeschränkten Im- und Exportfunktionen. Meine Inhalte sind für mich als Lehrer eine essentielle Ressource, mit der ich mich nicht an ein Format binden möchte, was ich nicht selbst kontrollieren kann. Wenn eine Schule z.B. jahrelang bei Anbieter x auf Lernplattform y gearbeitet und der Anbieter dann z.B. die Preisstruktur massiv ändert (das ist kein hypothetisches Setting, sondern das kommt vor!) – sage ich dann als Schule: „Och, jetzt ist zwar die Arbeit von Jahren im System, aber den Preis, nö, den zahle ich nicht und wechsle jetzt zu Anbieter z!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach unterschätzen viele Anbieter genau diesen Aspekt, weil er selten so klar formuliert wird, aber intuitiv bei vielen Lehrkräften eine sehr große Rolle spielt. Dazu kommt die Angst, dass Materialien durch die digitale Präsenz auf einmal auch beurteil- und evaluierbar werden. Das kann man kritisieren und doof finden. Die Angst bleibt trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Eine Lernplattform ist ein zentrales Instrument zur Organisation von Kommunikationsprozessen an Schulen und schafft so Transparenz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem völlig veralteten technologischen Standpunkt aus. Meist funktionieren Lernplattformen so, dass man sich über eine Weboberfläche einloggen muss, um dann auf eine Art Dashboard zu kommen, was alle relevanten Informationen für mich anzeigt. Oder es gibt eine gesonderte App für ein Mobilgerät (Handy, Tablet), die das für mich erledigt. In meiner Welt (und in der Welt der Mobilgeräte überhaupt) findet Datenaustausch aber recht anders statt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* E-Mail über imaps&lt;br /&gt;
* Termine über CalDAVs&lt;br /&gt;
* Dateien über WebDAVs&lt;br /&gt;
* Nachrichten über XMPP (mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)&lt;br /&gt;
* Kontaktdaten über CardDAVs&lt;br /&gt;
* Inhalte über XML&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles offene Protokolle/Formate, wie sie jeder von uns täglich nutzt ohne es zu wissen, weil irgendeine App das erledigt, die wir entweder vom Hersteller des Betriebssystem übernehmen oder aber selbst bestimmen. Hersteller von Lernplattformen neigen zum überwiegenden Teil dazu, diese offenen, freien und verschlüsselten Standards durch irgendetwas zu ersetzen, das nur zu ihrer jeweiligen Lernplattform passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soll man also keine Lernplattform einsetzen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Natürlich soll man ernsthaft prüfen, ob eine Lernplattform für die eigene Schule eine Möglichkeit darstellt. Erfolgreich wird man dabei aber nur sein, wenn man die [[buch:orientierungsphase|Orientierungphase]] gut gestaltet und auch [[/buch/kapitel04#der_nervende_datenschutz|Datenschutzbelange]] in den Blick nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Raum als zweiter Pädagoge ===&lt;br /&gt;
Als medienpädagogischer Berater spüre ich zunehmend die Tendenz, das alte PC-Raumkonzept aufzugeben. Praktisch drückt sich darin aus, dass so manche Verantwortliche hier im Lande davon ausgehen, ihre PC-Räume zu letzten Mal mit neuer Hardware auszustatten. Gleichzeitig gibt es zwar viele Ideen und Experimente, wenn es um Konzepte geht, die den PC-Raum ablösen sollen – für viele ist das auch schon heute gar keine Frage mehr: Pads und mobile Geräte sind die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Definition von Zukunft ist, dass ich sie heute nicht kenne. Nur weil etwas für mich als Erwachsener funktioniert und ich es auch mit Lerngruppen gerne tue, muss es noch lange nicht für ein System funktionieren. Ich möchte gerne herausfinden, was funktioniert – und zwar nicht allgemein, sondern für mein konkretes System. Dazu haben wir bei uns in Cloppenburg einen Pilotraum gebaut, in dem interessierte Kolleginnen und Kollegen auch mit ihren Lerngruppen einfach einmal Dinge ausprobieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange sind Präsentationbereiche: Das können Mimio- oder digitale- Tafellösungen sein. Es gibt oben einen festen Bereich mit zwei Beamern nebeneinander – dort stelle ich mir auch sowas wie Konferenzen vor und es gibt an den Seiten flexible Bereiche auf einem Schienen- oder Rollensystem. Als Sitzmöbel im oberen Bereich denke ich mir sowas wie Kirchentagskartons in edel vor: flexibel und im Stapelsystem auch als Raumteiler nutzbar (Vielleicht muss man bei manchen Klassen dann noch Fangnetze vor dem hinteren Bereich installieren…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot sind Tischsysteme: Die hätte ich gerne mit Ethernetdosen ausgestattet – insbesondere für Arbeiten, die Bandbreite oder niedrige Latenzen erfordern. Dort könnten Laptops stehen. Die stehen dort deshalb, weil zumindest bei uns auch jenseits von touchibunti-socialmedia-kommunizieri auch Messsysteme, Robotik- und Codeprojekte gibt, bei denen Tablets lieb gemeint, aber aufgrund ihrer miserablen Multitaskingfähigkeit und Schnittstellenausstattung ein Vollausfall sind (serielle Schnittstelle oder USB wäre da schon gut). Auch Dinge wie Bild-, Ton- und Videobearbeitung sind bei uns nach wie vor ein Thema.  Ich würde gerne am Rand auch Einzelarbeitsplätze mit leistungsfähiger Hardware oder Anbindung einen einen leistungsstarken Server anbieten – z.B. für Rendering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blau sind Schranksysteme mit einem Angebot an Endgeräten: Das können z.B. Tablets, aber auch Notebooks sein, die man sich als Lehrkraft dann auch für Gruppenarbeiten im normalen Klassenraum ausleihen kann, die aber natürlich auch im Lab auf Kuschel- und Snoozelecken genutzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lab gibt es ein starkes WLAN, dass allen Schülerinnen und Schüler auch für ihre eigenen Endgeräte zur Verfügung steht. Mittels RDP oder VNC kann auch von diesen Endgeräten aus dann z.B. Software genutzt werden, die auf dem Server läuft und ein spezielles OS erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit so einem Raum lassen sich m.E. vielfältige Erfahrungen sammeln, was an Konzepten sich wirklich für einen breiteren Einsatz eignet – die technische Umsetzung bedarf natürlich auch einer Erprobung. Zudem kann ich in einem solchen Raum nach wie vor lehrerzentriert arbeiten – das ist wichtig, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der sterbende(?) Computerraum ===&lt;br /&gt;
PC-Kabinette, Rechnerpools - die Beschreibungen für einen PC-Raum klingen meist nicht sehr freundlich und im Vergleich mit dem oben beschriebenen Lernlab fällt ein solcher von seiner Begeisterungsfähigkeit natürlich deutlich ab. Das hat folgende Gründe:&lt;br /&gt;
* in einem PC-Raum lässt sich meist nur am PC arbeiten - mehodische Vielfalt oder unterschiedliche Sozialformen sind i.d.R. nicht möglich&lt;br /&gt;
* klassische Büro-PCs, wie sie in Schulen oft zum Einsatz kommen, bieten für wirklich aufwändige kreative Arbeit (z.B. Videoschnitt oder Bildbearbeitung) meist zu wenig Leistung&lt;br /&gt;
* die &amp;quot;Rüstzeit&amp;quot; ist immens: Ich muss einen solchen Raum buchen, mit Schülerinnen und Schülern dort hingehen, die Rechner hochfahren und am Ende darauf achten, dass der Raum ordentlich verlassen wird. &lt;br /&gt;
Allerdings verfügen heutzutage immer weniger Schülerinnen und Schüler über Grundkompetenzen in der PC-Bedienung und diese Geräte spielen nach wie vor im Berufsleben eine gewichtige Rolle - gerade bei Dingen wie&lt;br /&gt;
Officeanwendungen&lt;br /&gt;
# Fachanwendungen für bestimmte Berufszweige&lt;br /&gt;
# Verlagssoftware zu Lehrwerken (meist windowsbasiert)&lt;br /&gt;
# Organisation von Informationen in Dateisystemstrukturen&lt;br /&gt;
# Informatikunterricht&lt;br /&gt;
# Durchführung von Onlinediagnosen&lt;br /&gt;
# Durchführung von Evaluationen&lt;br /&gt;
# ggf. Durchführung von Anmelde- und Wahlverfahren&lt;br /&gt;
Richtig aufgesetzt sind PC-Räume sehr unaufwändig zu warten und &amp;quot;fressen hier nicht viel Brot&amp;quot;. Es kann sich je nach Konzept und Ausrichtung der Schule durchaus lohnen, sie zu erhalten und weiterzuentwickeln.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/Technik_als_Verf%C3%BChrer&amp;diff=50916</id>
		<title>Medienbildungskonzept/Technik als Verführer</title>
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		<updated>2018-04-27T10:34:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „=== Einleitung ===  Ich bin ein Linuxer fast der ersten Stunde. Damals wurden noch CDROM-Sammlungen der ersten Distributionen im Kellergeschoss quasi unter dem…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung === &lt;br /&gt;
Ich bin ein Linuxer fast der ersten Stunde. Damals wurden noch CDROM-Sammlungen der ersten Distributionen im Kellergeschoss quasi unter dem Ladentisch einer Buchhandlung verschoben. Es gab Stammtische, an denen ich das Wissen von Menschen aufgesogen habe, die heute in Firmen wir booking.com (Buchungsportal für Hotelzimmer) oder SUN (vorwiegende große Datenbanksysteme) tätig sind. Bei diesen Menschen habe ich ich Einblicke in die Welt der Serversysteme bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist es heute nicht wichtig, auf welchem Gerät ich gerade arbeite oder welches Textverarbeitungsprogramm ich gerade bediene. Ich bin recht immun gegen den unbestreitbaren Reiz der Applewelt und gebranntes Kind genug, um nicht ausschließlich auf Windows setzen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schönes Endgerät ist immer verführerisch, aber es macht Ihren Unterricht nicht zwangsläufig besser. Man kann durchaus auch mit gebrauchter Businesshardware sehr weit kommen – gerade am Anfang, wenn die Geldmittel noch nicht in größerem Umfang zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist mir aber, dass Sie grundsätzliche didaktische Settings kennen, um eine Idee zu bekommen, was Ihnen didaktisch-methodisch jeweils möglich erscheint. Alle diese Settings werden Sie an Schulen in Deutschland finden. Einige sind momentan sehr prominent: Wäre ich im Tabletbereich unterwegs, hätte ich wahrscheinlich momentan nicht die Zeit, dieses Buch zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Notebookklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**Eines Vorweg - sowohl für Notebook- als auch Tabletklassen:**&lt;br /&gt;
Ich empfehle einen [[http://herrlarbig.de/2015/05/25/ueber-tabletklassen/|schönen Grundlagenartikel]] von Torsten Larbig dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht man auf Youtube Videos zu Notebookklassen, haftet diesen immer etwas Antiquiertes an. Selbst die Bildqualität jenseits von HD genügen nicht mehr aktuellen Ansprüchen. Die Notebooks scheinen zunehmend von Tablets verdrängt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kenne ich auch Schulen, die sich bewusst für Notebooks entscheiden. Dafür gibt es gute Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Notebooks besitzen ein vollwertige Tastatur&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen unterschiedliche Betriebssysteme&lt;br /&gt;
# Auf Notebooks laufen vollwertige Programme&lt;br /&gt;
# Die meiste Lernsoftware von Verlagen läuft bisher ausschließlich auf Notebooks.&lt;br /&gt;
# Die Programmoberfläche von Notebooks kennen viele Lehrkräfte auch von zu Hause&lt;br /&gt;
# Auch sehr komplexe Anforderungen wie z.B. Virtualisierung sind mit entsprechenden Notebooks abbildbar.&lt;br /&gt;
# Notebooks lassen sich bei richtiger Auswahl der Geräte relativ problemlos von Fachfirmen reparieren, da sie in Teilen immer noch modular aufgebaut sind.&lt;br /&gt;
# Notebooks kontrolliert im Prinzip der Nutzer selbst. Es ist transparent, was auf dem Gerät geschieht bzw. ließe sich prinzipiell belegen, wo die Daten tatsächlich landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notebooks haben aber auch entscheidende Nachteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es dauert immer noch vergleichsweise lang, bis die Geräte betriebsbereit sind.&lt;br /&gt;
# Es kommt immer noch zu sehr komplexen Fehlersituationen, weil z.B. bestimmte Software veraltet ist oder das System stark beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere Windows-Notebooks sind sehr anfällig für Schadprogramme, deren Abwehr gut durchdacht sein will.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen zusätzlich zu Punkt 3 eine gute Updatestrategie für Systemsoftware, um sicheres Surfen im Internet zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
# Wenn ich Notebooks mit ähnlich gutem Handling wie gängige Tablets haben möchte, sind diese erheblich teurer.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit ist gegenüber Tablets meist sehr eingeschränkt und zusätzlich stark vom Grad der Nutzung anhängig.&lt;br /&gt;
# Notebooks benötigen viel Platz auf dem Schülertisch.&lt;br /&gt;
# Durch ihre Größe sind Notebooks anfällig für Beschädigung im rauen Schulalltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich als Schule komplexe Anforderungen an die eingesetzte Software habe, z.B. bei Schulen mit ausgeprägtem technischen oder informatischen Profil, gibt es zu Notebooks kaum Alternativen. Aber auch die vorhandene Hard- und Software kann von Bedeutung sein: Ich kenne viele Grund- und Förderschulen, die spezielle Lernsoftware seit Jahren einsetzen z.B. für differenzierten Unterricht. Diese Software läuft meist nur auf Windowsbetriebssystemen. Bis entsprechende Apps verfügbar sind, bleibt auch dann ein Notebook bisher die einzig möglich Wahl - dann aber bitte mit schneller SSD-Festplatte, viel RAM und langer Akkulaufzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzierung und Organisation ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geräte haben einige Anbieter komplette Finanzierungsangebote im Portfolio, die folgende Leistungen umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Finanzierung nach dem Leasingprinzip mit einer monatlichen Rate (abhängig vom Wert des Geräts)&lt;br /&gt;
* Versicherungsleistungen (Verlust, Diebstahl, Defekt, Beschädigung)&lt;br /&gt;
* Sozialfonds für Kinder aus finanzschwachen Haushalten&lt;br /&gt;
* Stellung von Ersatzgeräten, wenn das eigene z.B. in der Reparatur ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Komplettpakete machen die Geräte über die Laufzeit recht teuer, sodass einige Eltern dann gerne auf die Idee kommen, ein eigenes Gerät aus dem Elektronikfachhandel zu beschaffen. Gerade im Hinblick auf die mit angebotenen Serviceleistungen sollte dem frühzeitig entgegengewirkt werden: Ein Sozialfonds z.B. kann nur funktionieren, wenn er solidarisch getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Angebot gibt es natürlich immer auch für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tabletklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tabletklassen sind gerade hoch im Kurs. Meist sind mit Tablets iPads gemeint. Viele der Vorteile gelten nämlich strenggenommen auch nur für iPads.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tablets nehmen nicht sehr viel Platz auf dem Schülertisch weg und sind sehr leicht.&lt;br /&gt;
# iPads haben eine hervorragende Kamera, ein brauchbares Mikrofon und gute Sensoren, die vielfältige didaktische Einsatzszenarien sowohl im geistes- als auch naturwissenschaftlichen Bereich ermöglichen.&lt;br /&gt;
# Die Akkulaufzeit von Tablets ist sehr gut und meist für einen vollen Schultag ausreichend.&lt;br /&gt;
# Tablets sind schnell betriebsbereit und können so auch kurz zwischendurch in der Stunde zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere für iPads und Androidgeräte gibt es eine sehr breite Auswahl an Apps, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen.&lt;br /&gt;
# Eine drahtlose Projektionsmöglichkeit ist bei Tablets i.d.R. schon integriert und technisch kostengünstig im Klassenraum umzusetzen.&lt;br /&gt;
# Insbesondere bei iPads gibt es viele Grundfunktionen, die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung die Arbeit mit dem Gerät erleichtern.&lt;br /&gt;
# Die Bedienung von Tablets ist recht intuitiv, sodass auch ungeübte Nutzerinnen und Nutzer schnell Erfolgserlebnisse haben und didaktisch-methodische Szenarien einfach umgesetzt werden können. &lt;br /&gt;
# Insbesondere mit iPads gibt es bereits viele sehr positive Erfahrungen von Schulen innerhalb Deutschlands. &lt;br /&gt;
# Viele Kollegen nutzen bereits ein Tablet in ihrer Freizeit oder zur Verwaltung von Schülernoten.&lt;br /&gt;
# Tablets bieten meist eine gerätebasierte Verschlüsselung an, die Datensicherheit bei Verlust oder Diebstahl garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es natürlich Schattenseiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads entfalten ihr gesamtes Potential erst im Appleuniversum selbst: iTunes U als Lernplattform, iCloud zum Datenaustausch und Backup. Mit diesen Geräten legt man sich über Jahre auf einen Hersteller fest. Das gilt übrigens für Windowstablets oder Chromebooks ganz genauso. Auf einem Notebook könnte ich aber im Prinzip auch Linux installieren.&lt;br /&gt;
# Bei einem geräte- oder betriebsystemübergreifenden Dateiaustausch gibt es das ein oder andere Problem, jedoch natürlich auch Lösungen.&lt;br /&gt;
# Zahlreiche Fachanwendungen sind nicht für Tablets verfügbar, ebenso wird spezielle Lernsoftware meist nur für Windowsgeräte angeboten.&lt;br /&gt;
# Insbesondere iPads sind nicht sehr transparent hinsichtlich des Verbleibs von Daten. Das ist u.U. je nach konkretem Anwendungsfall ein Datenschutzproblem.&lt;br /&gt;
# iPads erfordern eine geeignete Infrastruktur, wenn alle Funktionen genutzt werden sollen. Wenn die Lehrkraft zu Beispiel auf dem Bildschirm eines Schülers schauen möchte, müssen wesentliche Sicherheiteinstellungen in WLAN-Netzen deaktiviert werden (z.B. Client Isolation). &lt;br /&gt;
# Tablets sind im Prinzip Geräte, die für die Nutzung durch eine Person konzipiert wurden. Man kann diese Geräte auch zentral managen, z.B. durch MDM-Lösungen, braucht aber dafür ein Konzept und zumindest in der Anfangsphase eine gute Beratung und entsprechende Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich von Android abrate ====&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick scheinen Androidgeräte eine gute Wahl zu sein. Sie sind bei vergleichbarer Qualität oft günstiger und ihnen haftet an, durch das freie Android nicht so klar auf einen Hersteller ausgerichtet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lizenzmodell von Android ermöglicht erst die Herstellung extrem günstiger Geräte. Die Quelltexte liegen offen, das System lässt sich recht unaufwändig an fast jede beliebige Hardwareumgebung anpassen, d.h. als Hersteller bin ich in der Wahl meiner CPU, meines Grafikprozessors usw. recht frei. Daraus entsteht eine Vielzahl an Produktlinien. Um das System performant und schlank zu halten, bricht man mit einem Grundprinzip von Linux, auf dem Android basiert: Dem generischen System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System läuft unverändert auf sehr vielen unterschiedlichen Umgebungen: Ubuntu kann ich auf fast jeden Rechner installieren – Linux bringt die dafür erforderlichen Treiber gleich mit und erkennt z.B. Hardware beim Start vollautomatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein generisches System kann darüberhinaus zentral geupdatet werden – im Prinzip läuft ja überall das Gleiche. Leider schleppt natürlich ein generisches System alles nur Denkbare an Treibern mit sich und ist daher recht groß – das passt vor allem nicht zu günstiger Hardware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt: Bei Androiden muss der Hersteller jedes Sicherheits- und Funktionsupdates für alle seine Produktlinien manuell einpflegen und seinen Kunden z.B. als Betriebssystemimage bereitstellen. Das lohnt sich bei Geräten wie Tablets und Handys mit ohnehin meist kurzer Verwendungszeit in der Regel nicht, sprich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Androidgeräte sind nach recht kurzer Zeit sicherheitstechnisch ein Debakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige echte Ausnahme, die ich diesbezüglich kenne, ist die Nexusserie von Google selbst. Meine Nexustablets der ersten Generation erhalten bis heute zeitnah Updates – schon fast vier Jahre mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ausweichen auf Communities rund um Cyanogenmod – wenn man technisch sehr versiert ist und viel Zeit hat – aber für Schulen im Allgemeinen ist das keine Option.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule brauche ich nach meinem Empfinden Geräte, die mindestens drei, besser fünf Jahre zuverlässig laufen. Realistisch finde ich eher einen Gerätewechsel nach drei Jahren, d.h. mindestens(!) drei Geräte pro Schullaufbahn, denn schon heute werden die meisten Menschen (auch und gerade SuS!)  Geräte, die noch älter sind, aufgrund des technologischen Wandels als unzumutbar empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BYOD ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in den bisherigen Szenarien die Schule die Beschaffung, Finanzierung und ggf. auch Wartung der Geräte organisiert, läuft das beim BYOD-Konzept völlig anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BYOD meint „Bring Your Own Device“ = „Bring dein eigenes Gerät mit“. BYOD geht von der Annahme aus, dass im privaten Bereich ohnehin schon Geräte vorhanden sind, die sich auch in der Schule nutzen lassen. Das hat einige Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die gesamte Organisation rund um Finanzierung und Wartung der Geräte ist nicht Aufgabe der Schule.&lt;br /&gt;
# Die Geräte sind den Schülerinnen und Schülern vertraut und sie beherrschen zumindest Grundfunktionen.&lt;br /&gt;
# Ein eigenes Gerät wird oftmals besser und pfleglicher behandelt.&lt;br /&gt;
# Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Softwareausstattung weitgehend selbst&lt;br /&gt;
# Auch bei BYOD sind Teile des jeweiligen Gerätes grundsätzlich [[https://www.filewave.com/|fernadministrierbar]], d.h. ich kann als Schule Softwarelizenzen gesammelt einkaufen und an Schülerinnen und Schüler verteilen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum heutigen Stand der Technik sehe ich persönlich wesentlich mehr Schatten als Licht im Kontext von BYOD:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die große Heterogenität an Geräten ist eine Überforderung, vor allem für die Lehrkräfte, sodass die Implementierung eine große Herausforderung wird.&lt;br /&gt;
# Die Grundannahme, dass Schülerinnen und Schüler ihre Geräte beherrschen, erlebe ich als falsch. Es gibt in der Breite allenfalls sehr rudimentäre Kenntnisse auf Anwenderebene.&lt;br /&gt;
# Der finanzielle Background des Elternhauses entscheidet über die Qualität des eingesetzten Geräts.&lt;br /&gt;
# Das eigene Gerät ist meist mit wesentlich mehr &amp;quot;Ablenkungspotential&amp;quot; bestückt.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen für die Zusammenarbeit innerhalb des Klassenverbandes. Selbst so simple Dinge wie ein Dateiaustausch kann zu einer zeitfressenden Aufgabe werden.&lt;br /&gt;
# Die Heterogenität bringt enorme Herausforderungen bei der Ausstattung des Schulnetzes mit sich. Es ist ja nicht mit WLAN alleine getan, sondern ggf. möchte man Arbeitsergebnisse auch präsentieren können. Was nimmt man da? AppleTV? Display Adapter? WiDi? MiraCast?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schule behelfen sich mit folgenden Strategien aus dem &amp;quot;Heterogenitätsdilemma&amp;quot;:&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern wird konkret eine Geräteauswahl vorgebenen (&amp;quot;Aus diesen x Geräten können Sie wählen ...&amp;quot;)&lt;br /&gt;
# Den SuS und Eltern werden technische Spezifikationen vorgegeben (Betriebssystem, Displaygröße, ggf. bestimmtes Zubehör etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprung in die absolute Heterogenität ist in meinen Augen nichts für Schulen, die sich gerade auf den Weg machen, um vermehrt digital zu arbeiten. Die Hürden für die Lehrkräfte sind hier immens hoch, da Grundprinzipien verschiedener Betriebssysteme beherrscht sein wollen. Auf die &amp;quot;Kompetenz der SuS&amp;quot; oder der &amp;quot;umgekehrten Lernsituation&amp;quot; (Kolleginnen und Kollegen lernen von SuS) kann nach meiner Erfahrung nur mit Einschränkungen gebaut werden. Daher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mit BYOD gestartet werden soll, dann bitte mit einschränkenden Vorgaben, was die Geräteauswahl angeht. Wenn sich die Kompetenzen einer Schulgemeinschaft erweitert haben, kann Zug um Zug eine Öffnung erfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsentationslösungen ===&lt;br /&gt;
=== Schulserverlösungen ===&lt;br /&gt;
=== Lernplattformen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorbemerkung: ====&lt;br /&gt;
Ich äußere hier meine Sicht und meine Meinung zum Thema Lernplattformen, die sich allein auf meinem persönlichen Erfahrungswissen gründet. Auch ich kenne Schulen, an denen es mit einer Lernplattform gut läuft und auch ich denke, dass in bestimmten Konstellationen eine Lernplattform ggf. hilfreich für Schulentwicklung sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Warum ich Lernplattformen sehr kritisch sehe ====&lt;br /&gt;
Lernplattformen wie Moodle, Commsy oder auch kommerzielle Varianten wie itslearning, Webweaver, Google Classroom und iTunes U stellen eine virtuelle Lernumgebung bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist fast immer gleich: Ein zentrales Login ermöglicht Zugriff auf bestimmte Funktionen, die sich gruppieren und strukturieren lassen, z.B. kann ich innerhalb von Moodle sogenannte Kurse anbieten, die diverse Funktionen bereitstellen, etwa ein Forum, Arbeitsmaterialien, eingebettete Medien, Onlinetests u.v.m.. Diese Kurse kann ich teilen, exportieren, wiederverwerten, gemeinsam mit anderen Lehrkräften entwickeln. Darüberhinaus werden zunehmend Kurationstools eingesetzt, etwa bei iTunes U: Ich kann ähnlich wie bei paper.li Webinhalte auf einer speziellen Seite zusammenstellen – quasi ein Webquest auf multimedial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hört sich erstmal prima an. Ich war in Deutschland lange Zeit sehr aktiv in der Moodleszene und hatte als Berater Zugriff auf zahlreiche Testinstallationen kommerzieller Produkte. Ich bin kein Maßstab, weil ich zentralisierte Dinge für die Arbeit mit digitalen Medien nicht mehr benötige, aber keine der Teststellungen und keine meiner Testinstallationen in den letzten Jahren hat mich in irgendeiner Weise dazu gebracht, Spaß oder Freude bei der Arbeit mit dem jeweiligen System zu empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja auch nicht zwingend notwendig, aber dazu kam, dass auch der für mich sehr typische pragmatische Zugang auf keiner der Lernplattformen möglich war: Sie kosteten mich einfach nur Zeit durch die komplizierte Bedienung, die vorgegebenen Strukturen, das oft haarsträubende Dateimanagement, die proprietären Schnittstellen – und ich halte mich selbst für einen mittelmäßig begabten Anwender (das ist etwas völlig anderes als ein Techniker oder Administrator). Es gibt eine Reihe von Werbeaussagen zu Lernplattformen, die ich im Folgenden einmal aufs Korn nehmen möchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Eine Lernplattform bietet schulweit einen geschützten Raum mit klar definierter Benutzerführung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. „Schulweit“ bedeutet für mich, dass alle Lehrkräfte in diese Plattform eingewiesen sind und regelmäßig im Unterricht mit ihr arbeiten. Nur so entwickeln sich Routinen im Alltag. Tatsächlich höre ich von Schulen, in denen Lernplattformen „eingeführt“ sind, ganz oft ganz andere Dinge. „Schulweit“ bedeutet in der Realität oft genug „drei oder vier besonders aktive Lehrkräfte mit ihren Lerngruppen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Schulweit“ ist eine Haltung, die schon vorhanden sein muss, bevor eine Lernplattform ihr unterstützendes Potential überhaupt entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Einfach mal machen“ führt oft genug lediglich dazu, dass eine Lernplattform 1:1 die Strukturen an einer Schule abbildet – somit ist sie für mich dann zwar ein tolles Beratungsinstrument, aber oft genug sehr bald für die Schule selbst eine zusätzliche Belastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht das recht hübsch an den Diskussionen im deutschen Forum auf moodle.org. Immer noch drehen sich gefühlt 90% der Fragen um Sperren, Einschränken, Bewertungsraster feintunen und ähnliche Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich versuche, in Richtung  „schulweit“ zu beraten, kommt seltsamerweise am Schluss oft eben nicht die Entscheidung für eine Lernplattform dabei heraus, sondern erstmal sowas in die Richtung wie Dateiaustausch, Termine, E-Mail – also typische Cloudfunktionen. Danach entwickelt es sich oft eher von dem Grundkonstrukt „Lernplattform“ weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Eine Lernplattform bietet erweiterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften durch z.B. Austausch von Materialien, Aufgabenstellungen und Medien ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem technologischen Standpunkt aus. Hypothetisch bietet sie das. Ich kann z.B. bestimmte Strukturen exportieren und im nächsten Jahr wiederverwenden. Wenn ich einen Kurs zum Thema „Programmieren mit Arduino“ erstellt habe, kann ich diesen darüberhinaus mit anderen Lehrkräften teilen. Bei Moodle kann ich sogar im gleichen Kurs mit verschieden Gruppen gleichzeitig arbeiten, ohne dass diese Gruppen sich gegenseitig sehen. Ich kann das. Was ist mit meinem Kollegen, der nicht einmal weiß, wie er das Bild des Notebooks auf den Beamer bekommt? Der wird schon an der Anmeldung und der Einrichtung eines Kurses in Moodle scheitern – andere Systeme sind da aber tatsächlich entschieden intuitiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüberhinaus schon einmal einen Kurs in einer Lernplattform gebaut hat, weiß, dass das oft Stunden dauert – für mich völlig ineffizient. Zudem will ich ja gerade nicht nur Inhalte bereitstellen, sondern ich möchte mich z.B. im Fach Deutsch mit meinem Fachwissen mit den von SuS erstellten Inhalten auseinandersetzen und sie selbst darüber ins Gespräch bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen Inhalte bereitstellen muss (z.B. im Fach Chemie), dann tue ich das doch nicht auf einer proprietären Lernplattform mit ihren für mich extremst eingeschränkten Im- und Exportfunktionen. Meine Inhalte sind für mich als Lehrer eine essentielle Ressource, mit der ich mich nicht an ein Format binden möchte, was ich nicht selbst kontrollieren kann. Wenn eine Schule z.B. jahrelang bei Anbieter x auf Lernplattform y gearbeitet und der Anbieter dann z.B. die Preisstruktur massiv ändert (das ist kein hypothetisches Setting, sondern das kommt vor!) – sage ich dann als Schule: „Och, jetzt ist zwar die Arbeit von Jahren im System, aber den Preis, nö, den zahle ich nicht und wechsle jetzt zu Anbieter z!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach unterschätzen viele Anbieter genau diesen Aspekt, weil er selten so klar formuliert wird, aber intuitiv bei vielen Lehrkräften eine sehr große Rolle spielt. Dazu kommt die Angst, dass Materialien durch die digitale Präsenz auf einmal auch beurteil- und evaluierbar werden. Das kann man kritisieren und doof finden. Die Angst bleibt trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Eine Lernplattform ist ein zentrales Instrument zur Organisation von Kommunikationsprozessen an Schulen und schafft so Transparenz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt von einem völlig veralteten technologischen Standpunkt aus. Meist funktionieren Lernplattformen so, dass man sich über eine Weboberfläche einloggen muss, um dann auf eine Art Dashboard zu kommen, was alle relevanten Informationen für mich anzeigt. Oder es gibt eine gesonderte App für ein Mobilgerät (Handy, Tablet), die das für mich erledigt. In meiner Welt (und in der Welt der Mobilgeräte überhaupt) findet Datenaustausch aber recht anders statt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* E-Mail über imaps&lt;br /&gt;
* Termine über CalDAVs&lt;br /&gt;
* Dateien über WebDAVs&lt;br /&gt;
* Nachrichten über XMPP (mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)&lt;br /&gt;
* Kontaktdaten über CardDAVs&lt;br /&gt;
* Inhalte über XML&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles offene Protokolle/Formate, wie sie jeder von uns täglich nutzt ohne es zu wissen, weil irgendeine App das erledigt, die wir entweder vom Hersteller des Betriebssystem übernehmen oder aber selbst bestimmen. Hersteller von Lernplattformen neigen zum überwiegenden Teil dazu, diese offenen, freien und verschlüsselten Standards durch irgendetwas zu ersetzen, das nur zu ihrer jeweiligen Lernplattform passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Soll man also keine Lernplattform einsetzen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Natürlich soll man ernsthaft prüfen, ob eine Lernplattform für die eigene Schule eine Möglichkeit darstellt. Erfolgreich wird man dabei aber nur sein, wenn man die [[buch:orientierungsphase|Orientierungphase]] gut gestaltet und auch [[/buch/kapitel04#der_nervende_datenschutz|Datenschutzbelange]] in den Blick nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Raum als zweiter Pädagoge ===&lt;br /&gt;
Als medienpädagogischer Berater spüre ich zunehmend die Tendenz, das alte PC-Raumkonzept aufzugeben. Praktisch drückt sich darin aus, dass so manche Verantwortliche hier im Lande davon ausgehen, ihre PC-Räume zu letzten Mal mit neuer Hardware auszustatten. Gleichzeitig gibt es zwar viele Ideen und Experimente, wenn es um Konzepte geht, die den PC-Raum ablösen sollen – für viele ist das auch schon heute gar keine Frage mehr: Pads und mobile Geräte sind die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Definition von Zukunft ist, dass ich sie heute nicht kenne. Nur weil etwas für mich als Erwachsener funktioniert und ich es auch mit Lerngruppen gerne tue, muss es noch lange nicht für ein System funktionieren. Ich möchte gerne herausfinden, was funktioniert – und zwar nicht allgemein, sondern für mein konkretes System. Dazu haben wir bei uns in Cloppenburg einen Pilotraum gebaut, in dem interessierte Kolleginnen und Kollegen auch mit ihren Lerngruppen einfach einmal Dinge ausprobieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orange sind Präsentationbereiche: Das können Mimio- oder digitale- Tafellösungen sein. Es gibt oben einen festen Bereich mit zwei Beamern nebeneinander – dort stelle ich mir auch sowas wie Konferenzen vor und es gibt an den Seiten flexible Bereiche auf einem Schienen- oder Rollensystem. Als Sitzmöbel im oberen Bereich denke ich mir sowas wie Kirchentagskartons in edel vor: flexibel und im Stapelsystem auch als Raumteiler nutzbar (Vielleicht muss man bei manchen Klassen dann noch Fangnetze vor dem hinteren Bereich installieren…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot sind Tischsysteme: Die hätte ich gerne mit Ethernetdosen ausgestattet – insbesondere für Arbeiten, die Bandbreite oder niedrige Latenzen erfordern. Dort könnten Laptops stehen. Die stehen dort deshalb, weil zumindest bei uns auch jenseits von touchibunti-socialmedia-kommunizieri auch Messsysteme, Robotik- und Codeprojekte gibt, bei denen Tablets lieb gemeint, aber aufgrund ihrer miserablen Multitaskingfähigkeit und Schnittstellenausstattung ein Vollausfall sind (serielle Schnittstelle oder USB wäre da schon gut). Auch Dinge wie Bild-, Ton- und Videobearbeitung sind bei uns nach wie vor ein Thema.  Ich würde gerne am Rand auch Einzelarbeitsplätze mit leistungsfähiger Hardware oder Anbindung einen einen leistungsstarken Server anbieten – z.B. für Rendering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blau sind Schranksysteme mit einem Angebot an Endgeräten: Das können z.B. Tablets, aber auch Notebooks sein, die man sich als Lehrkraft dann auch für Gruppenarbeiten im normalen Klassenraum ausleihen kann, die aber natürlich auch im Lab auf Kuschel- und Snoozelecken genutzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lab gibt es ein starkes WLAN, dass allen Schülerinnen und Schüler auch für ihre eigenen Endgeräte zur Verfügung steht. Mittels RDP oder VNC kann auch von diesen Endgeräten aus dann z.B. Software genutzt werden, die auf dem Server läuft und ein spezielles OS erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit so einem Raum lassen sich m.E. vielfältige Erfahrungen sammeln, was an Konzepten sich wirklich für einen breiteren Einsatz eignet – die technische Umsetzung bedarf natürlich auch einer Erprobung. Zudem kann ich in einem solchen Raum nach wie vor lehrerzentriert arbeiten – das ist wichtig, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der sterbende(?) Computerraum ===&lt;br /&gt;
PC-Kabinette, Rechnerpools - die Beschreibungen für einen PC-Raum klingen meist nicht sehr freundlich und im Vergleich mit dem oben beschriebenen Lernlab fällt ein solcher von seiner Begeisterungsfähigkeit natürlich deutlich ab. Das hat folgende Gründe:&lt;br /&gt;
* in einem PC-Raum lässt sich meist nur am PC arbeiten - mehodische Vielfalt oder unterschiedliche Sozialformen sind i.d.R. nicht möglich&lt;br /&gt;
* klassische Büro-PCs, wie sie in Schulen oft zum Einsatz kommen, bieten für wirklich aufwändige kreative Arbeit (z.B. Videoschnitt oder Bildbearbeitung) meist zu wenig Leistung&lt;br /&gt;
* die &amp;quot;Rüstzeit&amp;quot; ist immens: Ich muss einen solchen Raum buchen, mit Schülerinnen und Schülern dort hingehen, die Rechner hochfahren und am Ende darauf achten, dass der Raum ordentlich verlassen wird. &lt;br /&gt;
Allerdings verfügen heutzutage immer weniger Schülerinnen und Schüler über Grundkompetenzen in der PC-Bedienung und diese Geräte spielen nach wie vor im Berufsleben eine gewichtige Rolle - gerade bei Dingen wie&lt;br /&gt;
Officeanwendungen&lt;br /&gt;
# Fachanwendungen für bestimmte Berufszweige&lt;br /&gt;
# Verlagssoftware zu Lehrwerken (meist windowsbasiert)&lt;br /&gt;
# Organisation von Informationen in Dateisystemstrukturen&lt;br /&gt;
# Informatikunterricht&lt;br /&gt;
# Durchführung von Onlinediagnosen&lt;br /&gt;
# Durchführung von Evaluationen&lt;br /&gt;
# ggf. Durchführung von Anmelde- und Wahlverfahren&lt;br /&gt;
Richtig aufgesetzt sind PC-Räume sehr unaufwändig zu warten und &amp;quot;fressen hier nicht viel Brot&amp;quot;. Es kann sich je nach Konzept und Ausrichtung der Schule durchaus lohnen, sie zu erhalten und weiterzuentwickeln.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50915</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50915"/>
		<updated>2018-04-27T10:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/Technik als Verführer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praxis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== So könnte man es machen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50914</id>
		<title>Medienbildungskonzept/fallstricke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50914"/>
		<updated>2018-04-27T10:21:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Die Schulleitung als zentrale Größe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Fallstricke und Umgang mit Verweigerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der eigene Anspruch als Entwicklungshemmnis ===&lt;br /&gt;
Wer ein Medienbildungskonzept an einer Schule auf den Weg bringen möchte, hat bereits ein Bewusstsein für die Bedeutung digitaler Bildung entwickelt. Vielleicht hat man Fortbildungen besucht oder sich bereits über soziale Medien mit anderen Menschen vernetzt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Eventuell nutzt man schon selbst digitale Methoden und Medien ganz selbstverständlich im eigenen Unterricht. &lt;br /&gt;
Andere Menschen tun das nicht. Sie stehen erst ganz am Anfang. Vielleicht zeigen sie gerade einmal keine VHS-Kassetten oder DVDs im Unterricht, sondern nutzen zögerlich YouTubevideos. Ich sehe an Schulen sehr oft noch, dass Kolleginnen und Kollegen in Klassenräumen mit interaktiven Tafel schlicht einen Zettel unter die Dokumentenkamera legen und darauf dann ihr Tafelbild schreiben. Gleichzeitig findet man dann gerade bei solchen Kolleginnen und Kollegen schon einmal umfangreiche Film- und Audiosammlungen auf dem Schulserver, deren Herkunft zweifelhaft in Hinblick auf das Vorhandensein der notwendigen Rechte ist. Diese Lehrkräfte haben kein Bewusstsein für die Herausforderungen, die ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien an sie stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe bei „digitalen Wilden“ oft eine recht arrogante Reaktion auf derartige Verhaltensmuster. Da wird schnell belächelt, belehrt und auf die eigentlichen Möglichkeiten verwiesen. Gerne vergessen wir dabei, dass jeder, der sich heute für digital kompetent hält, derartige Gehversuche im Bereich des digitalen Lernens hinter sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es manchmal als Berater frustrierend zu sehen, dass der Einsatz von einem Lernprogramm – am besten nur einsetzbar im PC-Raum der Schule – als Bestandteil eines innovativen Medienbildungskonzeptes gefeiert wird. Bis heute wissen die wenigsten Lehrkräfte, wie eine fundierte Recherche im Internet überhaupt funktioniert und dass man einen Wikipediaartikel eben nicht nur anhand der Zahl der angegebenen Quellen qualitativ bewerten kann, sondern meist viel besser anhand der Versionsgeschichte und der zugehörigen Diskussionsseite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der Einsatz eines Lernprogrammes als auch die Nutzung von Onlinemedien wie z.B. Youtube sind aber immerhin Anfänge von digitaler Bildung, da sie andere Formate (z.B. das Ausfüllen von Übungszetteln oder das Verwenden eines Karteikastens) zumindest substituieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich einen Maßstab an das schulinterne Medienbildungskonzept anlege, der von den Lehrkräften gar nicht verstanden werden kann, erzeuge ich nichts außer Widerstand und Überforderungsgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulleitung als zentrale Größe ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„So. Sie als Mitglied der Mediengruppe stellen jetzt einmal die bisherige Arbeit und Ihre Ziele auf der Dienstbesprechung vor!“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe es im Kontext meiner Beratungen immer wieder, dass Medienbildungskonzepte von Kolleginnen und Kollegen in Gremien vorgestellt werden (sollen), die für eine Schule entscheidungsberechtigt sind. Ich warne diese Kolleginnen und Kollegen immer ausdrücklich davor, sich darauf einzulassen. &lt;br /&gt;
Selbst ich als Berater bin schon von Schulleitungen dazu „engagiert worden“, unbequeme Wahrheiten zu vermitteln und Arbeit zu verteilen. Das bekommt man i.d.R. gar nicht im Vorwege mit. &lt;br /&gt;
Oft werden Medienbildungskonzepte von Schulleitungen ähnlich eingeordnet wie übrige, vollständig leitzbare Konzepte, z.B. ein Hygieneplan oder Verfahrensbeschreibungen im Bereich Datenschutz. Schulleitungen stehen zwischen den Anforderungen der Administration und den Kollegien. Die Arbeitsbelastung ist oftmals sehr hoch und jeder „Haken“, der gemacht werden kann,  ein kleines Geschenk, als sichtbares Papier in einer Schublade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen argumentieren auch gerne in die Richtung, sich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken zu wollen. Sie hätten schließlich keinen Anteil an dem zugrundeliegenden Prozess. Manchmal stecken dahinter aber auch Ängste, möglicherweise öffentlich angegriffen zu werden. Schulleitungen werden tatsächlich auch oft angegriffen, was wiederum Teil ihrer administrativen Rolle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Schulleitung tatsächlich an diesem Prozess keinen Anteil hat, ist im Vorwege etwas grundsätzlich schiefgelaufen. Ein Medienbildungskonzept ist ohne Schulleitung nicht sinnvoll zu machen, gerade weil es in vielfältiger Weise in bestehende Unterrichtsstruktur und die Arbeit von Fachschaften eingreift. &lt;br /&gt;
Bildung im Kontext von Medien kann natürlich auf Ebene weniger Kolleginnen und Kollegen stattfinden (das ist im Übrigen der Regelfall), bleibt dann bezogen auf eine Schule aber auch an Personen gebunden. Mit den Personen geht dann die Medienbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen sind nicht Gegner – auch wenn es so scheint, sondern extrem wichtige Partner, die es zu gewinnen gilt und die natürlich auch durch den Prozess eine Entwicklung durchlaufen.&lt;br /&gt;
Die Schulleitung muss auch von Anfang an mit dabei sein, weil dadurch zusätzlich dem Kollegium auch auf administrativer Ebene vermittelt wird, dass digitale Bildung ein wichtiger Baustein für die künftige Schulentwicklung ist. Überzeugen muss ich nicht die digital ohnehin schon aufgeschlossenen Menschen, sondern vor allem die Kritiker und Verweigerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritiker und Verweigerer als wertvoll erkennen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Das Wasser fließt dorthin, wo es keinen Widerstand gibt. Deshalb geht ohne Widerstand alles den Bach runter.&amp;quot; (I. Brantsch)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich befinde mich mitten auf dem Land auf einer Einführungsschulung zu einer Schulserverlösung. Da höre ich aus dem Off ein leises, aber prägnant gezischtes „Dieser digitale Mist kann mir gestohlen bleiben!“. Mein erster Impuls ist eine aggressive Intervention. Ich entscheide mich aber zu einer Nachfrage: „Was finden Sie an den digitalen Methoden schwierig?“. Die Antwort ist eine fundierte Gesellschaftskritik, die später dann Einfluss bei der Gestaltung des Medienbildungskonzepts für die Fächer Geschichte und Politik diente.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kleine Anekdote zeigt, dass es sehr gute Gründe gibt, reserviert gegenüber digitalen Arbeitstechniken zu sein. Selten liegen diese auf Ebene einer Sozialkritik, häufiger spielen Ängste dabei eine große Rolle, die sich in Sätzen verbalisieren wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Gegen dieses Handyzeug komme ich eh nicht gegenan!“ (Resignation)&lt;br /&gt;
# „Die SuS sind viel besser als ich!“ (Unsicherheit)&lt;br /&gt;
# „Ich finde diese neue Entwicklung nicht gut. Die sollen mal schreiben lernen!“ (Dualismus)&lt;br /&gt;
# „Ständig kommt hier im Beruf etwas Neues!“ (Veränderungsangst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste haben ein wichtige Schutzfunktion. Sie können vor Arbeitsüberlastung genau so gut schützen wie vor als unangenehm empfundenen Zuständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste finde ich bei der Arbeit an Medienbildungskonzepten nur schlimm, wenn sie nicht geäußert werden. Die Aussage (3) setzt z.B. implizit, dass derjenige es so empfindet, als solle sofort alles nur noch digital vonstatten gehen. Diese Angst ist am leichtesten zu entkräften: In allen mir bekannten Laptop- und Tabletklassen wird nach wie vor geschrieben und mit dem Kopf gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den anderen Ängsten lässt sich pragmatisch nur mit „Speck“ begegnen: An jeder Schule gibt es irgendetwas, was in der Kommunikation schiefläuft oder sehr umständliche Verwaltungsprozesse, die von vielen als belastend wahrgenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Schulen in der Region bei uns über ein Passwort sowohl auf Medienquellen des Landes als auch auf die Medien des Kreismedienzentrums an ihrer Schule über das Internet zugreifen können, wächst die Akzeptanz einer Schulserverlösung auch bei anfänglichen Kritikern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schulen stellen auch den Lehrkräften den Vertretungsplan online bereits am Abend vorher zur Verfügung. Alternativ konnte man den Plan auf den Infotafeln der Schule vor der ersten Stunde einsehen, man musste also in der Schule erscheinen, auch wenn man vielleicht Freistunden hatte. Gab es anfänglich noch erboste Reaktionen, dass nicht erwartet werden könne, privat einen Internetzugang für dienstliche Zwecke vorzuhalten, schaut nun fast jede Lehrkraft abends auf die schulinterne Kommunikationsplattform – und ist nebenbei über die E-Mailfunktion dort auch erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Beispiele mögen keine großen Würfe im Hinblick auf die Digitalisierung des Unterrichts sein, schaffen aber erst die notwendige Akzeptanz für weitere, tiefgehendere Veränderungen von Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle großen Entdeckungen gehen durch drei Stadien:&lt;br /&gt;
Erst werden sie belächelt,&lt;br /&gt;
dann werden sie heftig bekämpft und&lt;br /&gt;
schließlich werden sie als selbstverständlich angenommen!&lt;br /&gt;
(Arthur Schopenhauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der nervende Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der sich mit Einsatz von digitalen Medien in der Schule beschäftigt, trifft irgendwann auf den Themenbereich des Datenschutzes. Er wird oft als komplexes, die digitale Entwicklung in Deutschland hemmendes Thema verstanden: Er ist im Weg und dient Kritikern des Wandels gelegentlich auch als Vorwand für Verhinderungsdiskurse. Wenn man als z.B. Lehrkraft oder Schulleitung etwas nicht will, kann man ja schließlich immer auf Datenschutzproblematiken verweisen – oder wahlweise auf die Gefahren der WLAN-Strahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist der Datenschutz an sich ein recht einfach zu bewältigendes Feld, da im Wesentlichen nur Formales abgearbeitet werden muss. Zugespitzt lässt sich das Thema auf nur wenige Aussagen reduzieren:&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist ein Rechtsbereich mit Erlaubnisvorbehalt ====&lt;br /&gt;
Das bedeutet schlicht: Alles ist verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Erlaubnis kann durch eine Rechtsnorm (Gesetz, Erlass) oder eine Einwilligung der Betroffenen realisiert sein. Hier gibt es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede, was z.B. die Form von Einwilligungserklärungen angeht oder in Bezug auf Rechtsvorschriften. Es gibt z.B. Bundesländer, die die Nutzung von Facebook zum Kontakt mit SuS ausdrücklich untersagen. Hier helfen die Landesdatenschutzbeauftragten gerne weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Form sticht Sinn ====&lt;br /&gt;
Egal, was ich in Schule einführe und versuche: Wenn es nicht in Einklang mit Datenschutznormen steht, reicht eine juristisch bewanderte Person aus, um ggf. mühsam aufgebaute Strukturen effizient zu zerstören und für Jahre negativ zu besetzen – damit ist dann ein Produkt oder gar eine Produktlinie auf Jahre in der Region „verbrannt“. Konkret habe ich in einem Projekt [[http://medienbildungskonzept.de/doku.php?id=buch:kapitel04#fall_1das_digitale_klassenbuch|das digitale Klassenbuch aus Kapitel 4.5]] auch an dieser Problemstellung scheitern sehen. Diese „klagende Person“ muss nicht einmal etwas mit der betreffenden Schule zu tun haben. Es scheint widersinnig: Prinzipiell kann jeder Verfahren an Schulen prüfen und Fehler bei der übergeordneten Behörde anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist Bildungsauftrag ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Google, Apple oder Microsoft sind die Daten viel sicherer aufgehoben, als es eine Schule je leisten könnte! Daher sollten Schulen Clouddienste dieser Anbieter nutzen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese in sozialen Medien oft zu hörenden Aussagen zeugen von einem sehr einseitigen Datenschutzbegriff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datensicherheit, der sogenannte technische Datenschutz, ist nur ein Teilaspekt des Themas. Geschichtlich leitet sich der deutsche Datenschutz von Artikel 1 des Grundgesetzes ab: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel 1 des Grundgesetzes&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatliche Gewalt ist im Bereich Schule die jeweilige Schule selbst. Es macht pädagogisch begrenzt Sinn, die angebliche Mitteilungsfreundlichkeit der heutigen Jugendlichen in sozialen Netzwerken zu kritisieren, als System Schule oder als Lehrkraft dann aber vorzuleben, dass man sich nicht an Vorgaben und Erlasse zu halten braucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte in Clouds von großen Internetkonzernen sind ebenso ein potentieller Datenpool wie z.B. die Daten von Fitnessarmbändern oder Bewegungsprofile von Autos. Vor einigen Jahren sind Menschen als paranoid verlacht worden, die Versicherungstarife auf Basis von diesen Daten prognostiziert haben. Heute sind diese Tarife Realität – mit allen gesellschaftlichen Folgen wie z.B. der schrittweisen Aushöhlung des Solidaritätsprinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte als zumeist unvollkommene Texte oder sonstige Dateien gehören daher nach meiner Meinung zunächst in geschützte, rechtlich klar umrissene Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es in den meisten Bundesländern keine verbindlichen anwendbaren Rechtsnormen, sodass einer Einwilligungserklärung momentan die zentrale Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Clouddiensten ist i.d.R. genau deswegen in Absprache mit dem jeweiligen Landesdatenschutzinstitut möglich. Einige große Internetkonzerne haben die Problematik mittlerweile erkannt und arbeiten mit in Deutschland ansässigen, deutschen Datenschutznormen genügenden Anbietern zusammen. Teilweise ist auch ein komplettes Datenschutzpaket inklusive vorformulierter Einwilligungserklärungen Teil des Vertrages. Derartige Anbieter sollte man bevorzugt in die engere Auswahl nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenfassung ====&lt;br /&gt;
Wer sich bei der Entwicklung von Medienbildungskonzepten mit dem Thema Datenschutz beschäftigt, tut seiner Idee einen großen Gefallen, da sich formale Einwände sowohl in der Implementierungsphase als auch in der Phase der Umsetzung entkräften lassen. So kann man Verhinderungsdiskursen und Kritikern kompetent begegnen und erhält eher die Chance, auf inhaltlicher Ebene produktiv zu diskutieren.&lt;br /&gt;
==== Bei kommerziellen Anbietern geht immer alles leicht ====&lt;br /&gt;
Ich habe als Berater oft mit Anbietern zu tun, die Schulen gegenüber ihre Dienstleistungen und Produkte bewerben. Schon oft war ich dabei, wenn Vertriebsmitarbeitern Gremien die Vorteile und Vorzüge der jeweiligen Lösung dargestellt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auffällig, dass nur sehr selten eine Art „Umfeldanalyse“ gemacht wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie ist die Infrastruktur der Schule aufgestellt (WLAN, Verkabelung, Switche)?&lt;br /&gt;
# Auf welche Supportstrukturen kann eine Schule zurückgreifen?&lt;br /&gt;
# Wie passt die neue Lösung zur bisherigen Netzstruktur der Schule und des Trägers?&lt;br /&gt;
# Welche datenschutzrechtlichen Aspekte sind im jeweiligen Bundesland u.U. zu beachten? &lt;br /&gt;
# Welche pädagogischen Ziele verfolgt die Schule?&lt;br /&gt;
# [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Fälle aus dem Beratungsalltag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 1: Das digitale Klassenbuch ====&lt;br /&gt;
Ein Anbieter hat einer Schule eine Lösung für ein digitales Klassenbuch verkauft, bzw. wollte dies durch die Eltern für einen Monatsbeitrag finanzieren lassen. &lt;br /&gt;
Die Lösung war intern datenschutztechnisch hervorragend aufgestellt: Standardmäßig konnte jede Person nur das sehen, wozu sie unmittelbar berechtigt war. Die Eltern hatten von zu Hause aus Einblick in:&lt;br /&gt;
* aktuelle Fehlzeiten&lt;br /&gt;
* aktuelle Verspätungen&lt;br /&gt;
* aktuelle Hausaufgaben und Unterrichtsthemen in den Fächern&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
Zusätzlich konnten Entschuldigungen auch digital eingereicht werden.  Das System wurde zunächst parallel zu den Klassenbüchern in Papierform eingeführt. Einträge mussten von den Lehrpersonen zeitnah vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verfügte die Schule nicht über ein flächendeckendes WLAN, sodass nicht immer der unmittelbare Zugriff auf die Weboberfläche des digitalen Klassenbuchs gegeben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für die Lehrkräfte extra für den Zweck der Eingabe beschafften Tablets waren von so schlechter Qualität, dass an eine zeitnahe und ressourcenschonende Eintragung nicht zu denken war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern wurde auf dem Weg der Einführung des Systems zwar formal korrekt mitgenommen, nicht jedoch hinreichend vorbereitet. Daher wurden sehr bald Datenschutzbedenken laut und auch der Unmut in der Lehrerschaft stieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis wurde das mit viel Aufwand und Arbeit aufgebaute System wieder abgeschafft.&lt;br /&gt;
Das Produkt des Anbieters ist darauf wahrscheinlich für lange Zeit im gesamten Landkreis kein Thema mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 2: Die Notebookklasse ====&lt;br /&gt;
Eine Schule wollte eine Notebooklasse als Pilotprojekt einführen und die Verwaltung der Notebooks über eine spezielle Schulserverlösung mit Softwareverteilung gewährleisten. Ein lokaler Anbieter erhielt den Zuschlag für die Beschaffung eines Klassensatzes Notebooks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Diese wurden erfolgreich eingerichtet und in das Schulnetzwerk eingebunden. Blieben die Notebooks fest am Netzwerk angeschlossen, war alles in Ordnung – sobald jedoch mobil gearbeitet werden sollte, dauerte schon die Anmeldung am Netzwerk über eine halbe Stunde. # War ein Notebook defekt, musste es eingeschickt werden und stand dem betroffenen Schüler wochenlang nicht zur Verfügung. Im Ergebnis wurde die Geräte im Unterricht kaum eingesetzt. Die Schuld wurde dem lokalen Anbieter zugeschoben, dessen Expertise jedoch allein in der Beschaffung geeigneter Hardware lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Fälle zeigen eindrucksvoll, dass es nicht reicht, sich auf einer Messe oder einer Verkaufsveranstaltung eines Anbieters begeistern zu lassen, um dann sofort aktionistisch zuzuschlagen. Im Alltag stellen sich bestimmte Probleme immer anders dar als in einer optimierten Messe- oder Vorführumgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrerinnen und Lehrer quälen sich schon eine lange Zeit mit Hard- und Softwarelösungen herum, die genau auf diesem Wege ohne externe Beratung oder eine zweite Meinung beschafft worden sind. Was auf einer Messe im Demoaufbau wunderbar gelingt, erweist sich im schnöden Alltag gelegentlich als problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Systeme nicht vernetzen und Daten zwischen austauschen lassen, ist ein Rückfall in die technologische Steinzeit vorprogrammiert. Ich kenne noch immer Schulen, in denen z.B. der Datenex- und -import über ausgedruckte Listen erfolgt, die dann wieder abgetippt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein seriöser Anbieter – und ich durfte in den letzten Jahre einige kennenlernen – weiß sehr genau, wann sein Produkt aufgrund der äußeren Umstände nicht sinnvoll betrieben werden kann und wird seine Kunden darauf hinweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird deutlich aussprechen, dass bestimmte Aufgaben – z.B. die Verwaltung von Benutzern und deren Rechte – immer von der Schule geleistet werden müssen. Auch mit den Mobilgeräten ändert sich da prinzipiell erstmal wenig, nur dass die Oberflächen selbst webbasiert und grafisch ansprechender geworden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die stillen Könige mit ideeller Machtposition ===&lt;br /&gt;
Hier muss man etwas ausholen, um verstehen zu können, was mit ideeller Macht überhaupt gemeint ist und wie sie sich von der weitaus geläufigeren, institutionellen Macht abgrenzen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die institutionelle Macht ====&lt;br /&gt;
Schule ist im Prinzip hierarchisch organisiert. Es gibt z.B. Aushilfslehrer, Kolleginnen und Kollegen mit Lebenszeitverbeamtung, Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen ohne Lebenszeitverbeamtung, angestellte Lehrerinnen und Lehrer, Dezernenten, einen Schulleiter usw. – ach ja: Schülerinnen und Schüler gibt es ja auch noch. Sie alle sind eingebunden in ein Gefüge institutioneller Machtstrukturen, die im Prinzip nicht flüchtig sind – es sei denn bei grobem  und öffentlichen Fehlverhalten eines Protagonisten. Diese hierachische Ausrichtung ist zum einen der Garant für die bloße Funktion von Schule. Andererseits führt sie bei allen Beteiligten auch oft genug zu Ohnmachtsgefühlen.Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eltern mit Lehrkräften aus Angst vor schlechten Noten für ihre Kinder nicht in der Deutlichkeit reden, die rein logisch notwendig wäre&lt;br /&gt;
* Ich mich ohne Lebenszeitverbeamtung anders an der Schule bewege als mit&lt;br /&gt;
* SuS, die sich ungerecht behandelt fühlen, das aus Sorge um ihr Ansehen bei der Lehrkraft nicht äußern&lt;br /&gt;
* Weisungen durch die Schuleitung erfolgen&lt;br /&gt;
* Noten erteilt werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ideelle Macht ====&lt;br /&gt;
Es gibt immer wieder Menschen, die sich durch besondere Fähigkeiten an einer Schule hervortun. Das kann besonderes soziales Engagement, eine besondere pädagogische Fähigkeit, gewissenhafte Pflichterfüllung die Übernahme einer unangenehmen, aber notwendigen  Aufgabe u.v.m.  sein. Das System „Schule“ wäre ohne solche Menschen um ein ganzes Stück weniger bunt, attraktiv und  nicht zuletzt ärmer an Menschlichkeit. Schüler, Lehrer und Eltern können sich in diesem ideellen Machtrahmen bewegen. Diese ideelle Macht ist u.U. sehr flüchtig, da sie im Bezugsrahmen des sie umgebenden instutionellen Rahmens agieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
* KuK sich in Fachschaften durchsetzen können, weil ihre fachliche Kompetenz unumstritten ist und ihre Meinung daher Gewicht erhält&lt;br /&gt;
* KuK die Schulleitung in kniffligen Fällen beraten&lt;br /&gt;
* KuK gemeinsam mit der Schulleitung Schule gestalten&lt;br /&gt;
* KuK im Kollegium als moralische Instanz auftreten&lt;br /&gt;
* SuS oder Eltern Impulse geben, die von der Schule aufgenommen werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die stillen Könige ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der EDV gibt es an sehr vielen Schulen Menschen in ideellen Machtpositionen, weil sich die wenigsten Kollegien im Kompetenzbereich des Bedienens und Anwendens selbst strukturiert fortbilden (lassen):&lt;br /&gt;
* keine Schulstatistik ohne Statistikprogramm&lt;br /&gt;
* keine Homepage ohne engagierte Homepagebetreuung&lt;br /&gt;
* kein Schulnetzwerk ohne jemanden, der es im Auge behält und weiterentwickelt&lt;br /&gt;
* [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schulgemeinschaft wird durch die zunehmende Digitalisierung immer abhängiger von Menschen in diesen ideellen Machtpositionen (in Neudeutsch: „Stakeholder“), da sie oft nur sehr schwer zu ersetzen sind. Gegen diese Menschen werden keinerlei Veränderungsprozesse laufen, solange nicht Alternativen geschaffen sind – etwa durch eine Medienentwicklungsplanung beim Träger. &lt;br /&gt;
Sie gehören immer – in jeder Phase der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes – mit dazu und müssen eingebunden sein – auch wenn es der Schulassistent mit nur äußerst geringer institutioneller Macht ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50913</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50913"/>
		<updated>2018-04-27T10:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praxis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== So könnte man es machen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50912</id>
		<title>Medienbildungskonzept/fallstricke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50912"/>
		<updated>2018-04-27T08:18:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Fallstricke und Umgang mit Verweigerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der eigene Anspruch als Entwicklungshemmnis ===&lt;br /&gt;
Wer ein Medienbildungskonzept an einer Schule auf den Weg bringen möchte, hat bereits ein Bewusstsein für die Bedeutung digitaler Bildung entwickelt. Vielleicht hat man Fortbildungen besucht oder sich bereits über soziale Medien mit anderen Menschen vernetzt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Eventuell nutzt man schon selbst digitale Methoden und Medien ganz selbstverständlich im eigenen Unterricht. &lt;br /&gt;
Andere Menschen tun das nicht. Sie stehen erst ganz am Anfang. Vielleicht zeigen sie gerade einmal keine VHS-Kassetten oder DVDs im Unterricht, sondern nutzen zögerlich YouTubevideos. Ich sehe an Schulen sehr oft noch, dass Kolleginnen und Kollegen in Klassenräumen mit interaktiven Tafel schlicht einen Zettel unter die Dokumentenkamera legen und darauf dann ihr Tafelbild schreiben. Gleichzeitig findet man dann gerade bei solchen Kolleginnen und Kollegen schon einmal umfangreiche Film- und Audiosammlungen auf dem Schulserver, deren Herkunft zweifelhaft in Hinblick auf das Vorhandensein der notwendigen Rechte ist. Diese Lehrkräfte haben kein Bewusstsein für die Herausforderungen, die ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien an sie stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe bei „digitalen Wilden“ oft eine recht arrogante Reaktion auf derartige Verhaltensmuster. Da wird schnell belächelt, belehrt und auf die eigentlichen Möglichkeiten verwiesen. Gerne vergessen wir dabei, dass jeder, der sich heute für digital kompetent hält, derartige Gehversuche im Bereich des digitalen Lernens hinter sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es manchmal als Berater frustrierend zu sehen, dass der Einsatz von einem Lernprogramm – am besten nur einsetzbar im PC-Raum der Schule – als Bestandteil eines innovativen Medienbildungskonzeptes gefeiert wird. Bis heute wissen die wenigsten Lehrkräfte, wie eine fundierte Recherche im Internet überhaupt funktioniert und dass man einen Wikipediaartikel eben nicht nur anhand der Zahl der angegebenen Quellen qualitativ bewerten kann, sondern meist viel besser anhand der Versionsgeschichte und der zugehörigen Diskussionsseite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der Einsatz eines Lernprogrammes als auch die Nutzung von Onlinemedien wie z.B. Youtube sind aber immerhin Anfänge von digitaler Bildung, da sie andere Formate (z.B. das Ausfüllen von Übungszetteln oder das Verwenden eines Karteikastens) zumindest substituieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich einen Maßstab an das schulinterne Medienbildungskonzept anlege, der von den Lehrkräften gar nicht verstanden werden kann, erzeuge ich nichts außer Widerstand und Überforderungsgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulleitung als zentrale Größe ===&lt;br /&gt;
//„So. Sie als Mitglied der Mediengruppe stellen jetzt einmal die bisherige Arbeit und Ihre Ziele auf der Dienstbesprechung vor!“//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe es im Kontext meiner Beratungen immer wieder, dass Medienbildungskonzepte von Kolleginnen und Kollegen in Gremien vorgestellt werden (sollen), die für eine Schule entscheidungsberechtigt sind. Ich warne diese Kolleginnen und Kollegen immer ausdrücklich davor, sich darauf einzulassen. &lt;br /&gt;
Selbst ich als Berater bin schon von Schulleitungen dazu „engagiert worden“, unbequeme Wahrheiten zu vermitteln und Arbeit zu verteilen. Das bekommt man i.d.R. gar nicht im Vorwege mit. &lt;br /&gt;
Oft werden Medienbildungskonzepte von Schulleitungen ähnlich eingeordnet wie übrige, vollständig leitzbare Konzepte, z.B. ein Hygieneplan oder Verfahrensbeschreibungen im Bereich Datenschutz. Schulleitungen stehen zwischen den Anforderungen der Administration und den Kollegien. Die Arbeitsbelastung ist oftmals sehr hoch und jeder „Haken“, der gemacht werden kann,  ein kleines Geschenk, als sichtbares Papier in einer Schublade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen argumentieren auch gerne in die Richtung, sich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken zu wollen. Sie hätten schließlich keinen Anteil an dem zugrundeliegenden Prozess. Manchmal stecken dahinter aber auch Ängste, möglicherweise öffentlich angegriffen zu werden. Schulleitungen werden tatsächlich auch oft angegriffen, was wiederum Teil ihrer administrativen Rolle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Schulleitung tatsächlich an diesem Prozess keinen Anteil hat, ist im Vorwege etwas grundsätzlich schiefgelaufen. Ein Medienbildungskonzept ist ohne Schulleitung nicht sinnvoll zu machen, gerade weil es in vielfältiger Weise in bestehende Unterrichtsstruktur und die Arbeit von Fachschaften eingreift. &lt;br /&gt;
Bildung im Kontext von Medien kann natürlich auf Ebene weniger Kolleginnen und Kollegen stattfinden (das ist im Übrigen der Regelfall), bleibt dann bezogen auf eine Schule aber auch an Personen gebunden. Mit den Personen geht dann die Medienbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen sind nicht Gegner – auch wenn es so scheint, sondern extrem wichtige Partner, die es zu gewinnen gilt und die natürlich auch durch den Prozess eine Entwicklung durchlaufen.&lt;br /&gt;
Die Schulleitung muss auch von Anfang an mit dabei sein, weil dadurch zusätzlich dem Kollegium auch auf administrativer Ebene vermittelt wird, dass digitale Bildung ein wichtiger Baustein für die künftige Schulentwicklung ist. Überzeugen muss ich nicht die digital ohnehin schon aufgeschlossenen Menschen, sondern vor allem die Kritiker und Verweigerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritiker und Verweigerer als wertvoll erkennen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Wasser fließt dorthin, wo es keinen Widerstand gibt. Deshalb geht ohne Widerstand alles den Bach runter.&amp;quot; (I. Brantsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich befinde mich mitten auf dem Land auf einer Einführungsschulung zu einer Schulserverlösung. Da höre ich aus dem Off ein leises, aber prägnant gezischtes „Dieser digitale Mist kann mir gestohlen bleiben!“. Mein erster Impuls ist eine aggressive Intervention. Ich entscheide mich aber zu einer Nachfrage: „Was finden Sie an den digitalen Methoden schwierig?“. Die Antwort ist eine fundierte Gesellschaftskritik, die später dann Einfluss bei der Gestaltung des Medienbildungskonzepts für die Fächer Geschichte und Politik diente.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kleine Anekdote zeigt, dass es sehr gute Gründe gibt, reserviert gegenüber digitalen Arbeitstechniken zu sein. Selten liegen diese auf Ebene einer Sozialkritik, häufiger spielen Ängste dabei eine große Rolle, die sich in Sätzen verbalisieren wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Gegen dieses Handyzeug komme ich eh nicht gegenan!“ (Resignation)&lt;br /&gt;
# „Die SuS sind viel besser als ich!“ (Unsicherheit)&lt;br /&gt;
# „Ich finde diese neue Entwicklung nicht gut. Die sollen mal schreiben lernen!“ (Dualismus)&lt;br /&gt;
# „Ständig kommt hier im Beruf etwas Neues!“ (Veränderungsangst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste haben ein wichtige Schutzfunktion. Sie können vor Arbeitsüberlastung genau so gut schützen wie vor als unangenehm empfundenen Zuständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste finde ich bei der Arbeit an Medienbildungskonzepten nur schlimm, wenn sie nicht geäußert werden. Die Aussage (3) setzt z.B. implizit, dass derjenige es so empfindet, als solle sofort alles nur noch digital vonstatten gehen. Diese Angst ist am leichtesten zu entkräften: In allen mir bekannten Laptop- und Tabletklassen wird nach wie vor geschrieben und mit dem Kopf gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den anderen Ängsten lässt sich pragmatisch nur mit „Speck“ begegnen: An jeder Schule gibt es irgendetwas, was in der Kommunikation schiefläuft oder sehr umständliche Verwaltungsprozesse, die von vielen als belastend wahrgenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Schulen in der Region bei uns über ein Passwort sowohl auf Medienquellen des Landes als auch auf die Medien des Kreismedienzentrums an ihrer Schule über das Internet zugreifen können, wächst die Akzeptanz einer Schulserverlösung auch bei anfänglichen Kritikern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schulen stellen auch den Lehrkräften den Vertretungsplan online bereits am Abend vorher zur Verfügung. Alternativ konnte man den Plan auf den Infotafeln der Schule vor der ersten Stunde einsehen, man musste also in der Schule erscheinen, auch wenn man vielleicht Freistunden hatte. Gab es anfänglich noch erboste Reaktionen, dass nicht erwartet werden könne, privat einen Internetzugang für dienstliche Zwecke vorzuhalten, schaut nun fast jede Lehrkraft abends auf die schulinterne Kommunikationsplattform – und ist nebenbei über die E-Mailfunktion dort auch erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Beispiele mögen keine großen Würfe im Hinblick auf die Digitalisierung des Unterrichts sein, schaffen aber erst die notwendige Akzeptanz für weitere, tiefgehendere Veränderungen von Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle großen Entdeckungen gehen durch drei Stadien:&lt;br /&gt;
Erst werden sie belächelt,&lt;br /&gt;
dann werden sie heftig bekämpft und&lt;br /&gt;
schließlich werden sie als selbstverständlich angenommen!&lt;br /&gt;
(Arthur Schopenhauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der nervende Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:buch:barbie_down_film.jpg?direct&amp;amp;420 |}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der sich mit Einsatz von digitalen Medien in der Schule beschäftigt, trifft irgendwann auf den Themenbereich des Datenschutzes. Er wird oft als komplexes, die digitale Entwicklung in Deutschland hemmendes Thema verstanden: Er ist im Weg und dient Kritikern des Wandels gelegentlich auch als Vorwand für Verhinderungsdiskurse. Wenn man als z.B. Lehrkraft oder Schulleitung etwas nicht will, kann man ja schließlich immer auf Datenschutzproblematiken verweisen – oder wahlweise auf die Gefahren der WLAN-Strahlung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist der Datenschutz an sich ein recht einfach zu bewältigendes Feld, da im Wesentlichen nur Formales abgearbeitet werden muss. Zugespitzt lässt sich das Thema auf nur wenige Aussagen reduzieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist ein Rechtsbereich mit Erlaubnisvorbehalt ====&lt;br /&gt;
Das bedeutet schlicht: Alles ist verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Erlaubnis kann durch eine Rechtsnorm (Gesetz, Erlass) oder eine Einwilligung der Betroffenen realisiert sein. Hier gibt es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede, was z.B. die Form von Einwilligungserklärungen angeht oder in Bezug auf Rechtsvorschriften. Es gibt z.B. Bundesländer, die die Nutzung von Facebook zum Kontakt mit SuS ausdrücklich untersagen. Hier helfen die Landesdatenschutzbeauftragten gerne weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Form sticht Sinn ====&lt;br /&gt;
Egal, was ich in Schule einführe und versuche: Wenn es nicht in Einklang mit Datenschutznormen steht, reicht eine juristisch bewanderte Person aus, um ggf. mühsam aufgebaute Strukturen effizient zu zerstören und für Jahre negativ zu besetzen – damit ist dann ein Produkt oder gar eine Produktlinie auf Jahre in der Region „verbrannt“. Konkret habe ich in einem Projekt [[http://medienbildungskonzept.de/doku.php?id=buch:kapitel04#fall_1das_digitale_klassenbuch|das digitale Klassenbuch aus Kapitel 4.5]] auch an dieser Problemstellung scheitern sehen. Diese „klagende Person“ muss nicht einmal etwas mit der betreffenden Schule zu tun haben. Es scheint widersinnig: Prinzipiell kann jeder Verfahren an Schulen prüfen und Fehler bei der übergeordneten Behörde anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist Bildungsauftrag ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Google, Apple oder Microsoft sind die Daten viel sicherer aufgehoben, als es eine Schule je leisten könnte! Daher sollten Schulen Clouddienste dieser Anbieter nutzen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese in sozialen Medien oft zu hörenden Aussagen zeugen von einem sehr einseitigen Datenschutzbegriff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datensicherheit, der sogenannte technische Datenschutz, ist nur ein Teilaspekt des Themas. Geschichtlich leitet sich der deutsche Datenschutz von Artikel 1 des Grundgesetzes ab: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel 1 des Grundgesetzes&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatliche Gewalt ist im Bereich Schule die jeweilige Schule selbst. Es macht pädagogisch begrenzt Sinn, die angebliche Mitteilungsfreundlichkeit der heutigen Jugendlichen in sozialen Netzwerken zu kritisieren, als System Schule oder als Lehrkraft dann aber vorzuleben, dass man sich nicht an Vorgaben und Erlasse zu halten braucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte in Clouds von großen Internetkonzernen sind ebenso ein potentieller Datenpool wie z.B. die Daten von Fitnessarmbändern oder Bewegungsprofile von Autos. Vor einigen Jahren sind Menschen als paranoid verlacht worden, die Versicherungstarife auf Basis von diesen Daten prognostiziert haben. Heute sind diese Tarife Realität – mit allen gesellschaftlichen Folgen wie z.B. der schrittweisen Aushöhlung des Solidaritätsprinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte als zumeist unvollkommene Texte oder sonstige Dateien gehören daher nach meiner Meinung zunächst in geschützte, rechtlich klar umrissene Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es in den meisten Bundesländern keine verbindlichen anwendbaren Rechtsnormen, sodass einer Einwilligungserklärung momentan die zentrale Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Clouddiensten ist i.d.R. genau deswegen in Absprache mit dem jeweiligen Landesdatenschutzinstitut möglich. Einige große Internetkonzerne haben die Problematik mittlerweile erkannt und arbeiten mit in Deutschland ansässigen, deutschen Datenschutznormen genügenden Anbietern zusammen. Teilweise ist auch ein komplettes Datenschutzpaket inklusive vorformulierter Einwilligungserklärungen Teil des Vertrages. Derartige Anbieter sollte man bevorzugt in die engere Auswahl nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenfassung ====&lt;br /&gt;
Wer sich bei der Entwicklung von Medienbildungskonzepten mit dem Thema Datenschutz beschäftigt, tut seiner Idee einen großen Gefallen, da sich formale Einwände sowohl in der Implementierungsphase als auch in der Phase der Umsetzung entkräften lassen. So kann man Verhinderungsdiskursen und Kritikern kompetent begegnen und erhält eher die Chance, auf inhaltlicher Ebene produktiv zu diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bei kommerziellen Anbietern geht immer alles leicht ====&lt;br /&gt;
Ich habe als Berater oft mit Anbietern zu tun, die Schulen gegenüber ihre Dienstleistungen und Produkte bewerben. Schon oft war ich dabei, wenn Vertriebsmitarbeitern Gremien die Vorteile und Vorzüge der jeweiligen Lösung dargestellt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auffällig, dass nur sehr selten eine Art „Umfeldanalyse“ gemacht wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie ist die Infrastruktur der Schule aufgestellt (WLAN, Verkabelung, Switche)?&lt;br /&gt;
# Auf welche Supportstrukturen kann eine Schule zurückgreifen?&lt;br /&gt;
# Wie passt die neue Lösung zur bisherigen Netzstruktur der Schule und des Trägers?&lt;br /&gt;
# Welche datenschutzrechtlichen Aspekte sind im jeweiligen Bundesland u.U. zu beachten? &lt;br /&gt;
# Welche pädagogischen Ziele verfolgt die Schule?&lt;br /&gt;
# [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Fälle aus dem Beratungsalltag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 1: Das digitale Klassenbuch ====&lt;br /&gt;
Ein Anbieter hat einer Schule eine Lösung für ein digitales Klassenbuch verkauft, bzw. wollte dies durch die Eltern für einen Monatsbeitrag finanzieren lassen. &lt;br /&gt;
Die Lösung war intern datenschutztechnisch hervorragend aufgestellt: Standardmäßig konnte jede Person nur das sehen, wozu sie unmittelbar berechtigt war. Die Eltern hatten von zu Hause aus Einblick in:&lt;br /&gt;
* aktuelle Fehlzeiten&lt;br /&gt;
* aktuelle Verspätungen&lt;br /&gt;
* aktuelle Hausaufgaben und Unterrichtsthemen in den Fächern&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
Zusätzlich konnten Entschuldigungen auch digital eingereicht werden.  Das System wurde zunächst parallel zu den Klassenbüchern in Papierform eingeführt. Einträge mussten von den Lehrpersonen zeitnah vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verfügte die Schule nicht über ein flächendeckendes WLAN, sodass nicht immer der unmittelbare Zugriff auf die Weboberfläche des digitalen Klassenbuchs gegeben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für die Lehrkräfte extra für den Zweck der Eingabe beschafften Tablets waren von so schlechter Qualität, dass an eine zeitnahe und ressourcenschonende Eintragung nicht zu denken war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern wurde auf dem Weg der Einführung des Systems zwar formal korrekt mitgenommen, nicht jedoch hinreichend vorbereitet. Daher wurden sehr bald Datenschutzbedenken laut und auch der Unmut in der Lehrerschaft stieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis wurde das mit viel Aufwand und Arbeit aufgebaute System wieder abgeschafft.&lt;br /&gt;
Das Produkt des Anbieters ist darauf wahrscheinlich für lange Zeit im gesamten Landkreis kein Thema mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 2: Die Notebookklasse ====&lt;br /&gt;
Eine Schule wollte eine Notebooklasse als Pilotprojekt einführen und die Verwaltung der Notebooks über eine spezielle Schulserverlösung mit Softwareverteilung gewährleisten. Ein lokaler Anbieter erhielt den Zuschlag für die Beschaffung eines Klassensatzes Notebooks. &lt;br /&gt;
Diese wurden erfolgreich eingerichtet und in das Schulnetzwerk eingebunden. &lt;br /&gt;
Blieben die Notebooks fest am Netzwerk angeschlossen, war alles in Ordnung – sobald jedoch mobil gearbeitet werden sollte, dauerte schon die Anmeldung am Netzwerk über eine halbe Stunde. &lt;br /&gt;
War ein Notebook defekt, musste es eingeschickt werden und stand dem betroffenen Schüler wochenlang nicht zur Verfügung. Im Ergebnis wurde die Geräte im Unterricht kaum eingesetzt. Die Schuld wurde dem lokalen Anbieter zugeschoben, dessen Expertise jedoch allein in der Beschaffung geeigneter Hardware lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Fälle zeigen eindrucksvoll, dass es nicht reicht, sich auf einer Messe oder einer Verkaufsveranstaltung eines Anbieters begeistern zu lassen, um dann sofort aktionistisch zuzuschlagen. Im Alltag stellen sich bestimmte Probleme immer anders dar als in einer optimierten Messe- oder Vorführumgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrerinnen und Lehrer quälen sich schon eine lange Zeit mit Hard- und Softwarelösungen herum, die genau auf diesem Wege ohne externe Beratung oder eine zweite Meinung beschafft worden sind. Was auf einer Messe im Demoaufbau wunderbar gelingt, erweist sich im schnöden Alltag gelegentlich als problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Systeme nicht vernetzen und Daten zwischen austauschen lassen, ist ein Rückfall in die technologische Steinzeit vorprogrammiert. Ich kenne noch immer Schulen, in denen z.B. der Datenex- und -import über ausgedruckte Listen erfolgt, die dann wieder abgetippt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein seriöser Anbieter – und ich durfte in den letzten Jahre einige kennenlernen – weiß sehr genau, wann sein Produkt aufgrund der äußeren Umstände nicht sinnvoll betrieben werden kann und wird seine Kunden darauf hinweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird deutlich aussprechen, dass bestimmte Aufgaben – z.B. die Verwaltung von Benutzern und deren Rechte – immer von der Schule geleistet werden müssen. Auch mit den Mobilgeräten ändert sich da prinzipiell erstmal wenig, nur dass die Oberflächen selbst webbasiert und grafisch ansprechender geworden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die stillen Könige mit ideeller Machtposition ===&lt;br /&gt;
Hier muss man etwas ausholen, um verstehen zu können, was mit ideeller Macht überhaupt gemeint ist und wie sie sich von der weitaus geläufigeren, institutionellen Macht abgrenzen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die institutionelle Macht ====&lt;br /&gt;
Schule ist im Prinzip hierarchisch organisiert. Es gibt z.B. Aushilfslehrer, Kolleginnen und Kollegen mit Lebenszeitverbeamtung, Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen ohne Lebenszeitverbeamtung, angestellte Lehrerinnen und Lehrer, Dezernenten, einen Schulleiter usw. – ach ja: Schülerinnen und Schüler gibt es ja auch noch. Sie alle sind eingebunden in ein Gefüge institutioneller Machtstrukturen, die im Prinzip nicht flüchtig sind – es sei denn bei grobem  und öffentlichen Fehlverhalten eines Protagonisten. Diese hierachische Ausrichtung ist zum einen der Garant für die bloße Funktion von Schule. Andererseits führt sie bei allen Beteiligten auch oft genug zu Ohnmachtsgefühlen.Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eltern mit Lehrkräften aus Angst vor schlechten Noten für ihre Kinder nicht in der Deutlichkeit reden, die rein logisch notwendig wäre&lt;br /&gt;
* Ich mich ohne Lebenszeitverbeamtung anders an der Schule bewege als mit&lt;br /&gt;
* SuS, die sich ungerecht behandelt fühlen, das aus Sorge um ihr Ansehen bei der Lehrkraft nicht äußern&lt;br /&gt;
* Weisungen durch die Schuleitung erfolgen&lt;br /&gt;
* Noten erteilt werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ideelle Macht ====&lt;br /&gt;
Es gibt immer wieder Menschen, die sich durch besondere Fähigkeiten an einer Schule hervortun. Das kann besonderes soziales Engagement, eine besondere pädagogische Fähigkeit, gewissenhafte Pflichterfüllung die Übernahme einer unangenehmen, aber notwendigen  Aufgabe u.v.m.  sein. Das System „Schule“ wäre ohne solche Menschen um ein ganzes Stück weniger bunt, attraktiv und  nicht zuletzt ärmer an Menschlichkeit. Schüler, Lehrer und Eltern können sich in diesem ideellen Machtrahmen bewegen. Diese ideelle Macht ist u.U. sehr flüchtig, da sie im Bezugsrahmen des sie umgebenden instutionellen Rahmens agieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
* KuK sich in Fachschaften durchsetzen können, weil ihre fachliche Kompetenz unumstritten ist und ihre Meinung daher Gewicht erhält&lt;br /&gt;
* KuK die Schulleitung in kniffligen Fällen beraten&lt;br /&gt;
* KuK gemeinsam mit der Schulleitung Schule gestalten&lt;br /&gt;
* KuK im Kollegium als moralische Instanz auftreten&lt;br /&gt;
* SuS oder Eltern Impulse geben, die von der Schule aufgenommen werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die stillen Könige ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der EDV gibt es an sehr vielen Schulen Menschen in ideellen Machtpositionen, weil sich die wenigsten Kollegien im Kompetenzbereich des Bedienens und Anwendens selbst strukturiert fortbilden (lassen):&lt;br /&gt;
* keine Schulstatistik ohne Statistikprogramm&lt;br /&gt;
* keine Homepage ohne engagierte Homepagebetreuung&lt;br /&gt;
* kein Schulnetzwerk ohne jemanden, der es im Auge behält und weiterentwickelt&lt;br /&gt;
* [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schulgemeinschaft wird durch die zunehmende Digitalisierung immer abhängiger von Menschen in diesen ideellen Machtpositionen (in Neudeutsch: „Stakeholder“), da sie oft nur sehr schwer zu ersetzen sind. Gegen diese Menschen werden keinerlei Veränderungsprozesse laufen, solange nicht Alternativen geschaffen sind – etwa durch eine Medienentwicklungsplanung beim Träger. &lt;br /&gt;
Sie gehören immer – in jeder Phase der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes – mit dazu und müssen eingebunden sein – auch wenn es der Schulassistent mit nur äußerst geringer institutioneller Macht ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50911</id>
		<title>Medienbildungskonzept/fallstricke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/fallstricke&amp;diff=50911"/>
		<updated>2018-04-27T08:08:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „== Fallstricke und Umgang mit Verweigerung ==  === Der eigene Anspruch als Entwicklungshemmnis === Wer ein Medienbildungskonzept an einer Schule auf den Weg br…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Fallstricke und Umgang mit Verweigerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der eigene Anspruch als Entwicklungshemmnis ===&lt;br /&gt;
Wer ein Medienbildungskonzept an einer Schule auf den Weg bringen möchte, hat bereits ein Bewusstsein für die Bedeutung digitaler Bildung entwickelt. Vielleicht hat man Fortbildungen besucht oder sich bereits über soziale Medien mit anderen Menschen vernetzt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Eventuell nutzt man schon selbst digitale Methoden und Medien ganz selbstverständlich im eigenen Unterricht. &lt;br /&gt;
Andere Menschen tun das nicht. Sie stehen erst ganz am Anfang. Vielleicht zeigen sie gerade einmal keine VHS-Kassetten oder DVDs im Unterricht, sondern nutzen zögerlich YouTubevideos. Ich sehe an Schulen sehr oft noch, dass Kolleginnen und Kollegen in Klassenräumen mit interaktiven Tafel schlicht einen Zettel unter die Dokumentenkamera legen und darauf dann ihr Tafelbild schreiben. Gleichzeitig findet man dann gerade bei solchen Kolleginnen und Kollegen schon einmal umfangreiche Film- und Audiosammlungen auf dem Schulserver, deren Herkunft zweifelhaft in Hinblick auf das Vorhandensein der notwendigen Rechte ist. Diese Lehrkräfte haben kein Bewusstsein für die Herausforderungen, die ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien an sie stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe bei „digitalen Wilden“ oft eine recht arrogante Reaktion auf derartige Verhaltensmuster. Da wird schnell belächelt, belehrt und auf die eigentlichen Möglichkeiten verwiesen. Gerne vergessen wir dabei, dass jeder, der sich heute für digital kompetent hält, derartige Gehversuche im Bereich des digitalen Lernens hinter sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es manchmal als Berater frustrierend zu sehen, dass der Einsatz von einem Lernprogramm – am besten nur einsetzbar im PC-Raum der Schule – als Bestandteil eines innovativen Medienbildungskonzeptes gefeiert wird. Bis heute wissen die wenigsten Lehrkräfte, wie eine fundierte Recherche im Internet überhaupt funktioniert und dass man einen Wikipediaartikel eben nicht nur anhand der Zahl der angegebenen Quellen qualitativ bewerten kann, sondern meist viel besser anhand der Versionsgeschichte und der zugehörigen Diskussionsseite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der Einsatz eines Lernprogrammes als auch die Nutzung von Onlinemedien wie z.B. Youtube sind aber immerhin Anfänge von digitaler Bildung, da sie andere Formate (z.B. das Ausfüllen von Übungszetteln oder das Verwenden eines Karteikastens) zumindest substituieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich einen Maßstab an das schulinterne Medienbildungskonzept anlege, der von den Lehrkräften gar nicht verstanden werden kann, erzeuge ich nichts außer Widerstand und Überforderungsgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulleitung als zentrale Größe ===&lt;br /&gt;
//„So. Sie als Mitglied der Mediengruppe stellen jetzt einmal die bisherige Arbeit und Ihre Ziele auf der Dienstbesprechung vor!“//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe es im Kontext meiner Beratungen immer wieder, dass Medienbildungskonzepte von Kolleginnen und Kollegen in Gremien vorgestellt werden (sollen), die für eine Schule entscheidungsberechtigt sind. Ich warne diese Kolleginnen und Kollegen immer ausdrücklich davor, sich darauf einzulassen. &lt;br /&gt;
Selbst ich als Berater bin schon von Schulleitungen dazu „engagiert worden“, unbequeme Wahrheiten zu vermitteln und Arbeit zu verteilen. Das bekommt man i.d.R. gar nicht im Vorwege mit. &lt;br /&gt;
Oft werden Medienbildungskonzepte von Schulleitungen ähnlich eingeordnet wie übrige, vollständig leitzbare Konzepte, z.B. ein Hygieneplan oder Verfahrensbeschreibungen im Bereich Datenschutz. Schulleitungen stehen zwischen den Anforderungen der Administration und den Kollegien. Die Arbeitsbelastung ist oftmals sehr hoch und jeder „Haken“, der gemacht werden kann,  ein kleines Geschenk, als sichtbares Papier in einer Schublade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen argumentieren auch gerne in die Richtung, sich nicht mit fremden Lorbeeren schmücken zu wollen. Sie hätten schließlich keinen Anteil an dem zugrundeliegenden Prozess. Manchmal stecken dahinter aber auch Ängste, möglicherweise öffentlich angegriffen zu werden. Schulleitungen werden tatsächlich auch oft angegriffen, was wiederum Teil ihrer administrativen Rolle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Schulleitung tatsächlich an diesem Prozess keinen Anteil hat, ist im Vorwege etwas grundsätzlich schiefgelaufen. Ein Medienbildungskonzept ist ohne Schulleitung nicht sinnvoll zu machen, gerade weil es in vielfältiger Weise in bestehende Unterrichtsstruktur und die Arbeit von Fachschaften eingreift. &lt;br /&gt;
Bildung im Kontext von Medien kann natürlich auf Ebene weniger Kolleginnen und Kollegen stattfinden (das ist im Übrigen der Regelfall), bleibt dann bezogen auf eine Schule aber auch an Personen gebunden. Mit den Personen geht dann die Medienbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulleitungen sind nicht Gegner – auch wenn es so scheint, sondern extrem wichtige Partner, die es zu gewinnen gilt und die natürlich auch durch den Prozess eine Entwicklung durchlaufen.&lt;br /&gt;
Die Schulleitung muss auch von Anfang an mit dabei sein, weil dadurch zusätzlich dem Kollegium auch auf administrativer Ebene vermittelt wird, dass digitale Bildung ein wichtiger Baustein für die künftige Schulentwicklung ist. Überzeugen muss ich nicht die digital ohnehin schon aufgeschlossenen Menschen, sondern vor allem die Kritiker und Verweigerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritiker und Verweigerer als wertvoll erkennen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Wasser fließt dorthin, wo es keinen Widerstand gibt. Deshalb geht ohne Widerstand alles den Bach runter.&amp;quot; (I. Brantsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich befinde mich mitten auf dem Land auf einer Einführungsschulung zu einer Schulserverlösung. Da höre ich aus dem Off ein leises, aber prägnant gezischtes „Dieser digitale Mist kann mir gestohlen bleiben!“. Mein erster Impuls ist eine aggressive Intervention. Ich entscheide mich aber zu einer Nachfrage: „Was finden Sie an den digitalen Methoden schwierig?“. Die Antwort ist eine fundierte Gesellschaftskritik, die später dann Einfluss bei der Gestaltung des Medienbildungskonzepts für die Fächer Geschichte und Politik diente.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kleine Anekdote zeigt, dass es sehr gute Gründe gibt, reserviert gegenüber digitalen Arbeitstechniken zu sein. Selten liegen diese auf Ebene einer Sozialkritik, häufiger spielen Ängste dabei eine große Rolle, die sich in Sätzen verbalisieren wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Gegen dieses Handyzeug komme ich eh nicht gegenan!“ (Resignation)&lt;br /&gt;
# „Die SuS sind viel besser als ich!“ (Unsicherheit)&lt;br /&gt;
# „Ich finde diese neue Entwicklung nicht gut. Die sollen mal schreiben lernen!“ (Dualismus)&lt;br /&gt;
# „Ständig kommt hier im Beruf etwas Neues!“ (Veränderungsangst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste haben ein wichtige Schutzfunktion. Sie können vor Arbeitsüberlastung genau so gut schützen wie vor als unangenehm empfundenen Zuständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ängste finde ich bei der Arbeit an Medienbildungskonzepten nur schlimm, wenn sie nicht geäußert werden. Die Aussage (3) setzt z.B. implizit, dass derjenige es so empfindet, als solle sofort alles nur noch digital vonstatten gehen. Diese Angst ist am leichtesten zu entkräften: In allen mir bekannten Laptop- und Tabletklassen wird nach wie vor geschrieben und mit dem Kopf gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den anderen Ängsten lässt sich pragmatisch nur mit „Speck“ begegnen: An jeder Schule gibt es irgendetwas, was in der Kommunikation schiefläuft oder sehr umständliche Verwaltungsprozesse, die von vielen als belastend wahrgenommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Schulen in der Region bei uns über ein Passwort sowohl auf Medienquellen des Landes als auch auf die Medien des Kreismedienzentrums an ihrer Schule über das Internet zugreifen können, wächst die Akzeptanz einer Schulserverlösung auch bei anfänglichen Kritikern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Schulen stellen auch den Lehrkräften den Vertretungsplan online bereits am Abend vorher zur Verfügung. Alternativ konnte man den Plan auf den Infotafeln der Schule vor der ersten Stunde einsehen, man musste also in der Schule erscheinen, auch wenn man vielleicht Freistunden hatte. Gab es anfänglich noch erboste Reaktionen, dass nicht erwartet werden könne, privat einen Internetzugang für dienstliche Zwecke vorzuhalten, schaut nun fast jede Lehrkraft abends auf die schulinterne Kommunikationsplattform – und ist nebenbei über die E-Mailfunktion dort auch erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Beispiele mögen keine großen Würfe im Hinblick auf die Digitalisierung des Unterrichts sein, schaffen aber erst die notwendige Akzeptanz für weitere, tiefgehendere Veränderungen von Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle großen Entdeckungen gehen durch drei Stadien:&lt;br /&gt;
Erst werden sie belächelt,&lt;br /&gt;
dann werden sie heftig bekämpft und&lt;br /&gt;
schließlich werden sie als selbstverständlich angenommen!&lt;br /&gt;
(Arthur Schopenhauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der nervende Datenschutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ :buch:barbie_down_film.jpg?direct&amp;amp;420 |}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder, der sich mit Einsatz von digitalen Medien in der Schule beschäftigt, trifft irgendwann auf den Themenbereich des Datenschutzes. Er wird oft als komplexes, die digitale Entwicklung in Deutschland hemmendes Thema verstanden: Er ist im Weg und dient Kritikern des Wandels gelegentlich auch als Vorwand für Verhinderungsdiskurse. Wenn man als z.B. Lehrkraft oder Schulleitung etwas nicht will, kann man ja schließlich immer auf Datenschutzproblematiken verweisen – oder wahlweise auf die Gefahren der WLAN-Strahlung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist der Datenschutz an sich ein recht einfach zu bewältigendes Feld, da im Wesentlichen nur Formales abgearbeitet werden muss. Zugespitzt lässt sich das Thema auf nur wenige Aussagen reduzieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist ein Rechtsbereich mit Erlaubnisvorbehalt ====&lt;br /&gt;
Das bedeutet schlicht: Alles ist verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Erlaubnis kann durch eine Rechtsnorm (Gesetz, Erlass) oder eine Einwilligung der Betroffenen realisiert sein. Hier gibt es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede, was z.B. die Form von Einwilligungserklärungen angeht oder in Bezug auf Rechtsvorschriften. Es gibt z.B. Bundesländer, die die Nutzung von Facebook zum Kontakt mit SuS ausdrücklich untersagen. Hier helfen die Landesdatenschutzbeauftragten gerne weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Form sticht Sinn ====&lt;br /&gt;
Egal, was ich in Schule einführe und versuche: Wenn es nicht in Einklang mit Datenschutznormen steht, reicht eine juristisch bewanderte Person aus, um ggf. mühsam aufgebaute Strukturen effizient zu zerstören und für Jahre negativ zu besetzen – damit ist dann ein Produkt oder gar eine Produktlinie auf Jahre in der Region „verbrannt“. Konkret habe ich in einem Projekt [[http://medienbildungskonzept.de/doku.php?id=buch:kapitel04#fall_1das_digitale_klassenbuch|das digitale Klassenbuch aus Kapitel 4.5]] auch an dieser Problemstellung scheitern sehen. Diese „klagende Person“ muss nicht einmal etwas mit der betreffenden Schule zu tun haben. Es scheint widersinnig: Prinzipiell kann jeder Verfahren an Schulen prüfen und Fehler bei der übergeordneten Behörde anzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Datenschutz ist Bildungsauftrag ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bei Google, Apple oder Microsoft sind die Daten viel sicherer aufgehoben, als es eine Schule je leisten könnte! Daher sollten Schulen Clouddienste dieser Anbieter nutzen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese in sozialen Medien oft zu hörenden Aussagen zeugen von einem sehr einseitigen Datenschutzbegriff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datensicherheit, der sogenannte technische Datenschutz, ist nur ein Teilaspekt des Themas. Geschichtlich leitet sich der deutsche Datenschutz von Artikel 1 des Grundgesetzes ab: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatliche Gewalt ist im Bereich Schule die jeweilige Schule selbst. Es macht pädagogisch begrenzt Sinn, die angebliche Mitteilungsfreundlichkeit der heutigen Jugendlichen in sozialen Netzwerken zu kritisieren, als System Schule oder als Lehrkraft dann aber vorzuleben, dass man sich nicht an Vorgaben und Erlasse zu halten braucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte in Clouds von großen Internetkonzernen sind ebenso ein potentieller Datenpool wie z.B. die Daten von Fitnessarmbändern oder Bewegungsprofile von Autos. Vor einigen Jahren sind Menschen als paranoid verlacht worden, die Versicherungstarife auf Basis von diesen Daten prognostiziert haben. Heute sind diese Tarife Realität – mit allen gesellschaftlichen Folgen wie z.B. der schrittweisen Aushöhlung des Solidaritätsprinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernprodukte als zumeist unvollkommene Texte oder sonstige Dateien gehören daher nach meiner Meinung zunächst in geschützte, rechtlich klar umrissene Räume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider gibt es in den meisten Bundesländern keine verbindlichen anwendbaren Rechtsnormen, sodass einer Einwilligungserklärung momentan die zentrale Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Clouddiensten ist i.d.R. genau deswegen in Absprache mit dem jeweiligen Landesdatenschutzinstitut möglich. Einige große Internetkonzerne haben die Problematik mittlerweile erkannt und arbeiten mit in Deutschland ansässigen, deutschen Datenschutznormen genügenden Anbietern zusammen. Teilweise ist auch ein komplettes Datenschutzpaket inklusive vorformulierter Einwilligungserklärungen Teil des Vertrages. Derartige Anbieter sollte man bevorzugt in die engere Auswahl nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenfassung ====&lt;br /&gt;
Wer sich bei der Entwicklung von Medienbildungskonzepten mit dem Thema Datenschutz beschäftigt, tut seiner Idee einen großen Gefallen, da sich formale Einwände sowohl in der Implementierungsphase als auch in der Phase der Umsetzung entkräften lassen. So kann man Verhinderungsdiskursen und Kritikern kompetent begegnen und erhält eher die Chance, auf inhaltlicher Ebene produktiv zu diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bei kommerziellen Anbietern geht immer alles leicht ====&lt;br /&gt;
Ich habe als Berater oft mit Anbietern zu tun, die Schulen gegenüber ihre Dienstleistungen und Produkte bewerben. Schon oft war ich dabei, wenn Vertriebsmitarbeitern Gremien die Vorteile und Vorzüge der jeweiligen Lösung dargestellt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auffällig, dass nur sehr selten eine Art „Umfeldanalyse“ gemacht wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie ist die Infrastruktur der Schule aufgestellt (WLAN, Verkabelung, Switche)?&lt;br /&gt;
# Auf welche Supportstrukturen kann eine Schule zurückgreifen?&lt;br /&gt;
# Wie passt die neue Lösung zur bisherigen Netzstruktur der Schule und des Trägers?&lt;br /&gt;
# Welche datenschutzrechtlichen Aspekte sind im jeweiligen Bundesland u.U. zu beachten? &lt;br /&gt;
# Welche pädagogischen Ziele verfolgt die Schule?&lt;br /&gt;
# [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zwei Fälle aus dem Beratungsalltag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 1: Das digitale Klassenbuch ====&lt;br /&gt;
Ein Anbieter hat einer Schule eine Lösung für ein digitales Klassenbuch verkauft, bzw. wollte dies durch die Eltern für einen Monatsbeitrag finanzieren lassen. &lt;br /&gt;
Die Lösung war intern datenschutztechnisch hervorragend aufgestellt: Standardmäßig konnte jede Person nur das sehen, wozu sie unmittelbar berechtigt war. Die Eltern hatten von zu Hause aus Einblick in:&lt;br /&gt;
* aktuelle Fehlzeiten&lt;br /&gt;
* aktuelle Verspätungen&lt;br /&gt;
* aktuelle Hausaufgaben und Unterrichtsthemen in den Fächern&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
Zusätzlich konnten Entschuldigungen auch digital eingereicht werden.  Das System wurde zunächst parallel zu den Klassenbüchern in Papierform eingeführt. Einträge mussten von den Lehrpersonen zeitnah vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verfügte die Schule nicht über ein flächendeckendes WLAN, sodass nicht immer der unmittelbare Zugriff auf die Weboberfläche des digitalen Klassenbuchs gegeben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für die Lehrkräfte extra für den Zweck der Eingabe beschafften Tablets waren von so schlechter Qualität, dass an eine zeitnahe und ressourcenschonende Eintragung nicht zu denken war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern wurde auf dem Weg der Einführung des Systems zwar formal korrekt mitgenommen, nicht jedoch hinreichend vorbereitet. Daher wurden sehr bald Datenschutzbedenken laut und auch der Unmut in der Lehrerschaft stieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis wurde das mit viel Aufwand und Arbeit aufgebaute System wieder abgeschafft.&lt;br /&gt;
Das Produkt des Anbieters ist darauf wahrscheinlich für lange Zeit im gesamten Landkreis kein Thema mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fall 2: Die Notebookklasse ====&lt;br /&gt;
Eine Schule wollte eine Notebooklasse als Pilotprojekt einführen und die Verwaltung der Notebooks über eine spezielle Schulserverlösung mit Softwareverteilung gewährleisten. Ein lokaler Anbieter erhielt den Zuschlag für die Beschaffung eines Klassensatzes Notebooks. &lt;br /&gt;
Diese wurden erfolgreich eingerichtet und in das Schulnetzwerk eingebunden. &lt;br /&gt;
Blieben die Notebooks fest am Netzwerk angeschlossen, war alles in Ordnung – sobald jedoch mobil gearbeitet werden sollte, dauerte schon die Anmeldung am Netzwerk über eine halbe Stunde. &lt;br /&gt;
War ein Notebook defekt, musste es eingeschickt werden und stand dem betroffenen Schüler wochenlang nicht zur Verfügung. Im Ergebnis wurde die Geräte im Unterricht kaum eingesetzt. Die Schuld wurde dem lokalen Anbieter zugeschoben, dessen Expertise jedoch allein in der Beschaffung geeigneter Hardware lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Fälle zeigen eindrucksvoll, dass es nicht reicht, sich auf einer Messe oder einer Verkaufsveranstaltung eines Anbieters begeistern zu lassen, um dann sofort aktionistisch zuzuschlagen. Im Alltag stellen sich bestimmte Probleme immer anders dar als in einer optimierten Messe- oder Vorführumgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrerinnen und Lehrer quälen sich schon eine lange Zeit mit Hard- und Softwarelösungen herum, die genau auf diesem Wege ohne externe Beratung oder eine zweite Meinung beschafft worden sind. Was auf einer Messe im Demoaufbau wunderbar gelingt, erweist sich im schnöden Alltag gelegentlich als problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Systeme nicht vernetzen und Daten zwischen austauschen lassen, ist ein Rückfall in die technologische Steinzeit vorprogrammiert. Ich kenne noch immer Schulen, in denen z.B. der Datenex- und -import über ausgedruckte Listen erfolgt, die dann wieder abgetippt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein seriöser Anbieter – und ich durfte in den letzten Jahre einige kennenlernen – weiß sehr genau, wann sein Produkt aufgrund der äußeren Umstände nicht sinnvoll betrieben werden kann und wird seine Kunden darauf hinweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird deutlich aussprechen, dass bestimmte Aufgaben – z.B. die Verwaltung von Benutzern und deren Rechte – immer von der Schule geleistet werden müssen. Auch mit den Mobilgeräten ändert sich da prinzipiell erstmal wenig, nur dass die Oberflächen selbst webbasiert und grafisch ansprechender geworden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die stillen Könige mit ideeller Machtposition ===&lt;br /&gt;
Hier muss man etwas ausholen, um verstehen zu können, was mit ideeller Macht überhaupt gemeint ist und wie sie sich von der weitaus geläufigeren, institutionellen Macht abgrenzen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die institutionelle Macht ====&lt;br /&gt;
Schule ist im Prinzip hierarchisch organisiert. Es gibt z.B. Aushilfslehrer, Kolleginnen und Kollegen mit Lebenszeitverbeamtung, Kolleginnen und Kollegen in der Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen ohne Lebenszeitverbeamtung, angestellte Lehrerinnen und Lehrer, Dezernenten, einen Schulleiter usw. – ach ja: Schülerinnen und Schüler gibt es ja auch noch. Sie alle sind eingebunden in ein Gefüge institutioneller Machtstrukturen, die im Prinzip nicht flüchtig sind – es sei denn bei grobem  und öffentlichen Fehlverhalten eines Protagonisten. Diese hierachische Ausrichtung ist zum einen der Garant für die bloße Funktion von Schule. Andererseits führt sie bei allen Beteiligten auch oft genug zu Ohnmachtsgefühlen.Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eltern mit Lehrkräften aus Angst vor schlechten Noten für ihre Kinder nicht in der Deutlichkeit reden, die rein logisch notwendig wäre&lt;br /&gt;
* Ich mich ohne Lebenszeitverbeamtung anders an der Schule bewege als mit&lt;br /&gt;
* SuS, die sich ungerecht behandelt fühlen, das aus Sorge um ihr Ansehen bei der Lehrkraft nicht äußern&lt;br /&gt;
* Weisungen durch die Schuleitung erfolgen&lt;br /&gt;
* Noten erteilt werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ideelle Macht ====&lt;br /&gt;
Es gibt immer wieder Menschen, die sich durch besondere Fähigkeiten an einer Schule hervortun. Das kann besonderes soziales Engagement, eine besondere pädagogische Fähigkeit, gewissenhafte Pflichterfüllung die Übernahme einer unangenehmen, aber notwendigen  Aufgabe u.v.m.  sein. Das System „Schule“ wäre ohne solche Menschen um ein ganzes Stück weniger bunt, attraktiv und  nicht zuletzt ärmer an Menschlichkeit. Schüler, Lehrer und Eltern können sich in diesem ideellen Machtrahmen bewegen. Diese ideelle Macht ist u.U. sehr flüchtig, da sie im Bezugsrahmen des sie umgebenden instutionellen Rahmens agieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Form der Macht wird für mich z.B. spürbar, wenn&lt;br /&gt;
* KuK sich in Fachschaften durchsetzen können, weil ihre fachliche Kompetenz unumstritten ist und ihre Meinung daher Gewicht erhält&lt;br /&gt;
* KuK die Schulleitung in kniffligen Fällen beraten&lt;br /&gt;
* KuK gemeinsam mit der Schulleitung Schule gestalten&lt;br /&gt;
* KuK im Kollegium als moralische Instanz auftreten&lt;br /&gt;
* SuS oder Eltern Impulse geben, die von der Schule aufgenommen werden&lt;br /&gt;
* usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die stillen Könige ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der EDV gibt es an sehr vielen Schulen Menschen in ideellen Machtpositionen, weil sich die wenigsten Kollegien im Kompetenzbereich des Bedienens und Anwendens selbst strukturiert fortbilden (lassen):&lt;br /&gt;
* keine Schulstatistik ohne Statistikprogramm&lt;br /&gt;
* keine Homepage ohne engagierte Homepagebetreuung&lt;br /&gt;
* kein Schulnetzwerk ohne jemanden, der es im Auge behält und weiterentwickelt&lt;br /&gt;
* [ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schulgemeinschaft wird durch die zunehmende Digitalisierung immer abhängiger von Menschen in diesen ideellen Machtpositionen (in Neudeutsch: „Stakeholder“), da sie oft nur sehr schwer zu ersetzen sind. Gegen diese Menschen werden keinerlei Veränderungsprozesse laufen, solange nicht Alternativen geschaffen sind – etwa durch eine Medienentwicklungsplanung beim Träger. &lt;br /&gt;
Sie gehören immer – in jeder Phase der Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes – mit dazu und müssen eingebunden sein – auch wenn es der Schulassistent mit nur äußerst geringer institutioneller Macht ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/anfangen&amp;diff=50910</id>
		<title>Medienbildungskonzept/anfangen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/anfangen&amp;diff=50910"/>
		<updated>2018-04-27T08:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== So viel? Wie fange ich bloß an? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt am Anfang eines Medienbildungskonzeptes meist zwei Aufgabenbereiche, die einander bedingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Ohne Technik keine Medienbildung.&lt;br /&gt;
# Ohne Medienbildungskonzept kein sinnvoller Einsatz von Technik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik ist für viele Menschen ein kleiner Verführer, weil es mit ihr im privaten Bereich oft so gut und einfach klappt. Dementsprechend lesen sich viele schnell verfasste Medienbildungskonzepte eher wie technische Beschreibungen des gewünschten Schulnetzwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend sind aber auch didaktisch-methodische Fragen. Beides sollte in einer gemeinsamen Mediengruppe in den Blick genommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergibt sich der Anspruch, zwei Prozesse gleichzeitig in den Blick zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 1: Inhalte und Haltungen diskutieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik kann ein schöner Auslöser sein, um über Didaktik und Methodik im Bereich des nicht nur digitalen Lernens zu diskutieren, gerade weil sie inhaltlich so streitbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Platzhalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „falschen Antworten“ sind genau das, was ich als Berater regelmäßig von Schulen erhalte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte präsentieren und dafür brauche ich ...“ „Ich möchte mit der Schulgemeinschaft geschützt kommunizieren und daher muss es diese Lernplattform sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den didaktisch-methodischen Prozess ist es eben aber auch wichtig, sich zu überlegen, warum ich nicht mehr ausschließlich mit z.B. Tafel und Kreide arbeiten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafik lässt zudem ja völlig außer Acht, dass die „richtigen Antworten“ Lösungen für die „falschen Antworten“ voraussetzen: Wenn ich nicht über ein Grundwissen im Kompetenzbereich „Bedienen und Anwenden“ verfüge, kann ich wahrscheinlich in keinem der anderen Kompetenzbereich Größeres vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 2: Technik ja und hier und jetzt – aber mit Konzept ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Strukturen begegnen mir bei der Beratung von Schulen immer wieder. Jeder hat das Recht auf eigene Fehler, aber es geht schneller, wenn man bereit ist, aus den Fehlern anderer zu lernen. Das macht einfach weniger Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine Fixierung auf Endgeräte vor der Schaffung von Infrastruktur =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechner, Notebooks, interaktive Tafelsysteme und Tablets sehen schick aus, sind im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und zudem repräsentativ nach außen. Keines dieser Geräte lässt sich mittlerweile sinnvoll nutzen ohne ein stabiles Netzwerk und eine vernünftige Anbindung desselben an das Internet. &lt;br /&gt;
Ohnehin stattfindende bauliche Maßnahmen an Schulen werden oft nicht hinreichend  dazu genutzt, Infrastruktur gezielt aufzubauen (Verlegung von Netzwerkkabeln in neu erstellten Decken, Umbau der Elektrik oder Heizungs- sowie Sanitärinstallationen etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine mobilen Lösungen für Präsentationen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienwagen mit Beamer, Notebook und Lautsprechern sind flexibel einsetzbar. Prüft man als Berater die Betriebszeiten von Beamerlampen auf diesen Wagen, stellt sich oft Ernüchterung ein: Aus verschiedenen Gründen werden diese recht teuren Geräte wesentlich weniger genutzt als fest installierte Systeme z.B. Deckenbeamer mit fest installierten Rechner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine räumlich unsinnige Installationen von Präsentationssystemen im Klassenraum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endgerät, welches den Beamer oder die interaktive Tafel steuert, muss entweder so ausgerichtet sein, das die Lehrkraft bei der Bedienung zur Lehrgruppe hinschaut oder es muss eine mobile Präsentation vom Platz des Schülers aus möglich sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine technische Überdimensionierung von PC-Arbeitsplätzen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im klassischen PC-Raum werden i.d.R. Office- oder Internetanwendungen genutzt. Dafür sind PC-Systeme wie sie in Firmen zum Einsatz kommen schlicht überdimensoniert und verbrauchen darüberhinaus unnötig viel Energie.&lt;br /&gt;
Für die Medienproduktion – z.B. Filmschnitt – sind diese Geräte dann wieder viel zu leistungsschwach. &lt;br /&gt;
Ein PC-Arbeitsplatz muss in sich der Ausstattung an der tatsächlich zu erwartenden Nutzung orientieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte kein Verzicht auf Softwareverteilungslösungen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes System, welches bei der Installation einer Anwendung voraussetzt, dass sich ein Servicetechniker vor jeden einzelnen PC für die notwendigen Arbeiten setzt, ist nicht mehr zeitgemäß. Software lässt sich heutzutage servergesteuert verteilen. Selbst die Betriebssysteminstallation läuft bei passenden Schulserverlösungen vollautomatisch ab. Der Schutz des jeweiligen Arbeitsplatzes vor Manipulationen durch SuS kann z.B. verlässlich durch entsprechende Profileinstellungen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des mobilen Lernens mit Tablets hat man diesen Schritt von vornherein übersprungen. Tablets aber auch Cromebooks werden heute grundsätzlich über webbasierte Softwareverteilungslösungen verwaltet (MDM, Mobile Device Management).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bitte kein fehlendes Fortbildungskonzept für die Lehrkräfte =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Idealfall werden die vom Schulträger beschafften Geräte oft und gern benutzt. Nur ein kompetenter, lernbereiter Anwender ist dazu in der Lage und nutzt die Möglichkeiten dieser teuren und meist wartungsaufwändigen Investition.&lt;br /&gt;
Schulen mit einem durchdachten IT-Fortbildungs- und Medienkonzept sind bei der Ausstattung vorrangig zu behandeln.  &lt;br /&gt;
Ein schulübergreifendes Fortbildungskonzept wird durch eine einheitliche Ausstattung erheblich vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte kein „Schmoren im eigenen Saft“ =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der eigenen Region meist Schulen, die mit neuen Medien und Schulserverlösungen ausgestattet sind. Diese verfügen über konkrete Erfahrungswerte aus methodisch-didaktischen Kontexten. &lt;br /&gt;
Die Besichtigung anderer Schulen und das Gespräch mit den dort unterrichtenden Lehrkräften sind wichtig, um als Schule oder Schulträger eine differenzierte Meinung zu erhalten und diese gegenüber Firmen vertreten bzw. überhaupt verbalisieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Netzwerk: Wer hilft mir und berät mich? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Netzwerk vor Ort ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/anfangen&amp;diff=50909</id>
		<title>Medienbildungskonzept/anfangen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/anfangen&amp;diff=50909"/>
		<updated>2018-04-27T07:59:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== So viel? Wie fange ich bloß an? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt am Anfang eines Medienbildungskonzeptes meist zwei Aufgabenbereiche, die einander bedingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Ohne Technik keine Medienbildung.&lt;br /&gt;
# Ohne Medienbildungskonzept kein sinnvoller Einsatz von Technik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik ist für viele Menschen ein kleiner Verführer, weil es mit ihr im privaten Bereich oft so gut und einfach klappt. Dementsprechend lesen sich viele schnell verfasste Medienbildungskonzepte eher wie technische Beschreibungen des gewünschten Schulnetzwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend sind aber auch didaktisch-methodische Fragen. Beides sollte in einer gemeinsamen Mediengruppe in den Blick genommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergibt sich der Anspruch, zwei Prozesse gleichzeitig in den Blick zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 1: Inhalte und Haltungen diskutieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik kann ein schöner Auslöser sein, um über Didaktik und Methodik im Bereich des nicht nur digitalen Lernens zu diskutieren, gerade weil sie inhaltlich so streitbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Platzhalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „falschen Antworten“ sind genau das, was ich als Berater regelmäßig von Schulen erhalte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte präsentieren und dafür brauche ich ...“ „Ich möchte mit der Schulgemeinschaft geschützt kommunizieren und daher muss es diese Lernplattform sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den didaktisch-methodischen Prozess ist es eben aber auch wichtig, sich zu überlegen, warum ich nicht mehr ausschließlich mit z.B. Tafel und Kreide arbeiten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafik lässt zudem ja völlig außer Acht, dass die „richtigen Antworten“ Lösungen für die „falschen Antworten“ voraussetzen: Wenn ich nicht über ein Grundwissen im Kompetenzbereich „Bedienen und Anwenden“ verfüge, kann ich wahrscheinlich in keinem der anderen Kompetenzbereich Größeres vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 2: Technik ja und hier und jetzt – aber mit Konzept ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Strukturen begegnen mir bei der Beratung von Schulen immer wieder. Jeder hat das Recht auf eigene Fehler, aber es geht schneller, wenn man bereit ist, aus den Fehlern anderer zu lernen. Das macht einfach weniger Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine Fixierung auf Endgeräte vor der Schaffung von Infrastruktur =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechner, Notebooks, interaktive Tafelsysteme und Tablets sehen schick aus, sind im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und zudem repräsentativ nach außen. Keines dieser Geräte lässt sich mittlerweile sinnvoll nutzen ohne ein stabiles Netzwerk und eine vernünftige Anbindung desselben an das Internet. &lt;br /&gt;
Ohnehin stattfindende bauliche Maßnahmen an Schulen werden oft nicht hinreichend  dazu genutzt, Infrastruktur gezielt aufzubauen (Verlegung von Netzwerkkabeln in neu erstellten Decken, Umbau der Elektrik oder Heizungs- sowie Sanitärinstallationen etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine mobilen Lösungen für Präsentationen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienwagen mit Beamer, Notebook und Lautsprechern sind flexibel einsetzbar. Prüft man als Berater die Betriebszeiten von Beamerlampen auf diesen Wagen, stellt sich oft Ernüchterung ein: Aus verschiedenen Gründen werden diese recht teuren Geräte wesentlich weniger genutzt als fest installierte Systeme z.B. Deckenbeamer mit fest installierten Rechner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine räumlich unsinnige Installationen von Präsentationssystemen im Klassenraum =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endgerät, welches den Beamer oder die interaktive Tafel steuert, muss entweder so ausgerichtet sein, das die Lehrkraft bei der Bedienung zur Lehrgruppe hinschaut oder es muss eine mobile Präsentation vom Platz des Schülers aus möglich sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte keine technische Überdimensionierung von PC-Arbeitsplätzen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im klassischen PC-Raum werden i.d.R. Office- oder Internetanwendungen genutzt. Dafür sind PC-Systeme wie sie in Firmen zum Einsatz kommen schlicht überdimensoniert und verbrauchen darüberhinaus unnötig viel Energie.&lt;br /&gt;
Für die Medienproduktion – z.B. Filmschnitt – sind diese Geräte dann wieder viel zu leistungsschwach. &lt;br /&gt;
Ein PC-Arbeitsplatz muss in sich der Ausstattung an der tatsächlich zu erwartenden Nutzung orientieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte kein Verzicht auf Softwareverteilungslösungen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes System, welches bei der Installation einer Anwendung voraussetzt, dass sich ein Servicetechniker vor jeden einzelnen PC für die notwendigen Arbeiten setzt, ist nicht mehr zeitgemäß. Software lässt sich heutzutage servergesteuert verteilen. Selbst die Betriebssysteminstallation läuft bei passenden Schulserverlösungen vollautomatisch ab. Der Schutz des jeweiligen Arbeitsplatzes vor Manipulationen durch SuS kann z.B. verlässlich durch entsprechende Profileinstellungen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des mobilen Lernens mit Tablets hat man diesen Schritt von vornherein übersprungen. Tablets aber auch Cromebooks werden heute grundsätzlich über webbasierte Softwareverteilungslösungen verwaltet (MDM, Mobile Device Management).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte kein fehlendes Fortbildungskonzept für die Lehrkräfte =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Idealfall werden die vom Schulträger beschafften Geräte oft und gern benutzt. Nur ein kompetenter, lernbereiter Anwender ist dazu in der Lage und nutzt die Möglichkeiten dieser teuren und meist wartungsaufwändigen Investition.&lt;br /&gt;
Schulen mit einem durchdachten IT-Fortbildungs- und Medienkonzept sind bei der Ausstattung vorrangig zu behandeln.  &lt;br /&gt;
Ein schulübergreifendes Fortbildungskonzept wird durch eine einheitliche Ausstattung erheblich vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Bitte kein „Schmoren im eigenen Saft“ =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der eigenen Region meist Schulen, die mit neuen Medien und Schulserverlösungen ausgestattet sind. Diese verfügen über konkrete Erfahrungswerte aus methodisch-didaktischen Kontexten. &lt;br /&gt;
Die Besichtigung anderer Schulen und das Gespräch mit den dort unterrichtenden Lehrkräften sind wichtig, um als Schule oder Schulträger eine differenzierte Meinung zu erhalten und diese gegenüber Firmen vertreten bzw. überhaupt verbalisieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Netzwerk: Wer hilft mir und berät mich? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mein Netzwerk vor Ort ====&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/anfangen&amp;diff=50908</id>
		<title>Medienbildungskonzept/anfangen</title>
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		<updated>2018-04-27T07:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „===== So viel? Wie fange ich bloß an? =====  Es gibt am Anfang eines Medienbildungskonzeptes meist zwei Aufgabenbereiche, die einander bedingen.   # Ohne Tech…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== So viel? Wie fange ich bloß an? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt am Anfang eines Medienbildungskonzeptes meist zwei Aufgabenbereiche, die einander bedingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Ohne Technik keine Medienbildung.&lt;br /&gt;
# Ohne Medienbildungskonzept kein sinnvoller Einsatz von Technik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik ist für viele Menschen ein kleiner Verführer, weil es mit ihr im privaten Bereich oft so gut und einfach klappt. Dementsprechend lesen sich viele schnell verfasste Medienbildungskonzepte eher wie technische Beschreibungen des gewünschten Schulnetzwerks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend sind aber auch didaktisch-methodische Fragen. Beides sollte in einer gemeinsamen Mediengruppe in den Blick genommen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergibt sich der Anspruch, zwei Prozesse gleichzeitig in den Blick zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 1: Inhalte und Haltungen diskutieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik kann ein schöner Auslöser sein, um über Didaktik und Methodik im Bereich des nicht nur digitalen Lernens zu diskutieren, gerade weil sie inhaltlich so streitbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Platzhalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „falschen Antworten“ sind genau das, was ich als Berater regelmäßig von Schulen erhalte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich möchte präsentieren und dafür brauche ich ...“ „Ich möchte mit der Schulgemeinschaft geschützt kommunizieren und daher muss es diese Lernplattform sein!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den didaktisch-methodischen Prozess ist es eben aber auch wichtig, sich zu überlegen, warum ich nicht mehr ausschließlich mit z.B. Tafel und Kreide arbeiten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafik lässt zudem ja völlig außer Acht, dass die „richtigen Antworten“ Lösungen für die „falschen Antworten“ voraussetzen: Wenn ich nicht über ein Grundwissen im Kompetenzbereich „Bedienen und Anwenden“ verfüge, kann ich wahrscheinlich in keinem der anderen Kompetenzbereich Größeres vollbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess 2: Technik ja und hier und jetzt – aber mit Konzept ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Strukturen begegnen mir bei der Beratung von Schulen immer wieder. Jeder hat das Recht auf eigene Fehler, aber es geht schneller, wenn man bereit ist, aus den Fehlern anderer zu lernen. Das macht einfach weniger Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte keine Fixierung auf Endgeräte vor der Schaffung von Infrastruktur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechner, Notebooks, interaktive Tafelsysteme und Tablets sehen schick aus, sind im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und zudem repräsentativ nach außen. Keines dieser Geräte lässt sich mittlerweile sinnvoll nutzen ohne ein stabiles Netzwerk und eine vernünftige Anbindung desselben an das Internet. &lt;br /&gt;
Ohnehin stattfindende bauliche Maßnahmen an Schulen werden oft nicht hinreichend  dazu genutzt, Infrastruktur gezielt aufzubauen (Verlegung von Netzwerkkabeln in neu erstellten Decken, Umbau der Elektrik oder Heizungs- sowie Sanitärinstallationen etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte keine mobilen Lösungen für Präsentationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienwagen mit Beamer, Notebook und Lautsprechern sind flexibel einsetzbar. Prüft man als Berater die Betriebszeiten von Beamerlampen auf diesen Wagen, stellt sich oft Ernüchterung ein: Aus verschiedenen Gründen werden diese recht teuren Geräte wesentlich weniger genutzt als fest installierte Systeme z.B. Deckenbeamer mit fest installierten Rechner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte keine räumlich unsinnige Installationen von Präsentationssystemen im Klassenraum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endgerät, welches den Beamer oder die interaktive Tafel steuert, muss entweder so ausgerichtet sein, das die Lehrkraft bei der Bedienung zur Lehrgruppe hinschaut oder es muss eine mobile Präsentation vom Platz des Schülers aus möglich sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte keine technische Überdimensionierung von PC-Arbeitsplätzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im klassischen PC-Raum werden i.d.R. Office- oder Internetanwendungen genutzt. Dafür sind PC-Systeme wie sie in Firmen zum Einsatz kommen schlicht überdimensoniert und verbrauchen darüberhinaus unnötig viel Energie.&lt;br /&gt;
Für die Medienproduktion – z.B. Filmschnitt – sind diese Geräte dann wieder viel zu leistungsschwach. &lt;br /&gt;
Ein PC-Arbeitsplatz muss in sich der Ausstattung an der tatsächlich zu erwartenden Nutzung orientieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte kein Verzicht auf Softwareverteilungslösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes System, welches bei der Installation einer Anwendung voraussetzt, dass sich ein Servicetechniker vor jeden einzelnen PC für die notwendigen Arbeiten setzt, ist nicht mehr zeitgemäß. Software lässt sich heutzutage servergesteuert verteilen. Selbst die Betriebssysteminstallation läuft bei passenden Schulserverlösungen vollautomatisch ab. Der Schutz des jeweiligen Arbeitsplatzes vor Manipulationen durch SuS kann z.B. verlässlich durch entsprechende Profileinstellungen erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des mobilen Lernens mit Tablets hat man diesen Schritt von vornherein übersprungen. Tablets aber auch Cromebooks werden heute grundsätzlich über webbasierte Softwareverteilungslösungen verwaltet (MDM, Mobile Device Management).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte kein fehlendes Fortbildungskonzept für die Lehrkräfte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Idealfall werden die vom Schulträger beschafften Geräte oft und gern benutzt. Nur ein kompetenter, lernbereiter Anwender ist dazu in der Lage und nutzt die Möglichkeiten dieser teuren und meist wartungsaufwändigen Investition.&lt;br /&gt;
Schulen mit einem durchdachten IT-Fortbildungs- und Medienkonzept sind bei der Ausstattung vorrangig zu behandeln.  &lt;br /&gt;
Ein schulübergreifendes Fortbildungskonzept wird durch eine einheitliche Ausstattung erheblich vereinfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bitte kein „Schmoren im eigenen Saft“ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der eigenen Region meist Schulen, die mit neuen Medien und Schulserverlösungen ausgestattet sind. Diese verfügen über konkrete Erfahrungswerte aus methodisch-didaktischen Kontexten. &lt;br /&gt;
Die Besichtigung anderer Schulen und das Gespräch mit den dort unterrichtenden Lehrkräften sind wichtig, um als Schule oder Schulträger eine differenzierte Meinung zu erhalten und diese gegenüber Firmen vertreten bzw. überhaupt verbalisieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Netzwerk: Wer hilft mir und berät mich? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mein Netzwerk vor Ort ====&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50907</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50907"/>
		<updated>2018-04-27T07:22:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
# Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
# Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
* Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
* Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
* WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
* Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
* Beleidigungen&lt;br /&gt;
* veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
* Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
* „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
# „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
# „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
# „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
# „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
# „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
* Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
* (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
* die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
# [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
# [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
# Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
# Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
# Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
# […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
# Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
# Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
# Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
# Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
# Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
# Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
* Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
* Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
* Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
* Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
* Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50906</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
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		<updated>2018-04-27T07:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
# Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
# Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
* Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
* Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
* WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
* Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
* Beleidigungen&lt;br /&gt;
* veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
* Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
* „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
# „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
# „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
# „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
# „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
# „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
* Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
* (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
* die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
- [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
- [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
- Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
- Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
- Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
- […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
# Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
# Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
# Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
# Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
# Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
# Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
* Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
* Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
* Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
* Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
* Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50903</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
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		<updated>2018-04-27T07:13:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
# Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
# Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
* Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
* Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
* WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
* Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
* Beleidigungen&lt;br /&gt;
* veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
* Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
* „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
# „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
# „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
# „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
# „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
# „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
* Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
* (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
* die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
- [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
- [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
- Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
- Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
- Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
- […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
# Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
# Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
# Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
# Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
# Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
# Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
* Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
* Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
* Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
* Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
* Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50902</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
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		<updated>2018-04-27T07:11:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# test&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
- Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
- Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
* Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
* Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
* WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
* Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
* Beleidigungen&lt;br /&gt;
* veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
* Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
* „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
- „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
- „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
- „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
- „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
- „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
* Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
* (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
* die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
- [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
- [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
- Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
- Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
- Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
- […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
- Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
- Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
- Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
- Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
- Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
- Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
* Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
* Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
* Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
* Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
* Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50901</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50901"/>
		<updated>2018-04-27T07:09:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Medienbildungskonzepte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
- Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
- Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
* Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
* Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
* WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
* Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
* Beleidigungen&lt;br /&gt;
* veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
* Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
* […]&lt;br /&gt;
* „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
- „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
- „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
- „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
- „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
- „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
* Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
* (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
* die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
- [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
- [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
- Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
- Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
- Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
- […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
- Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
- Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
- Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
- Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
- Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
- Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
* Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
* Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
* Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
* Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
* Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50900</id>
		<title>Medienbildungskonzept/waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/waskommt&amp;diff=50900"/>
		<updated>2018-04-27T07:05:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „===== Was kommt da auf uns zu? =====  Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum **Platzhalter** vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
  * methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
  * pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
  * curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
  * einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
  * Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
  * Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
  * Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[/kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
  - Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
  - Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
  * Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
  * Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
  * WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
  * Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
  * Beleidigungen&lt;br /&gt;
  * veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
  * Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
  * […]&lt;br /&gt;
  * „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
  - „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
  - „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
  - „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
  - „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
  - „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
  * Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
  * (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
  * die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[/material|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material/medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
  - [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
  - [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
  - Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
  - Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
  - Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
  - […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
  - Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
  - Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
  - Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
  - Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
  * Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
  * Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
  * Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
  * Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
  * Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
  * Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50899</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50899"/>
		<updated>2018-04-27T06:59:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* = Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== So könnte man es machen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/utopie&amp;diff=50898</id>
		<title>Medienbildungskonzept/utopie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/utopie&amp;diff=50898"/>
		<updated>2018-04-27T06:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:&lt;br /&gt;
==== Die Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Damals wurden tatsächlich noch von jeder Schülerin und jedem Schüler Geldbeträge in bar eingesammelt – eine nervenaufreibende und unterrichtszeitvernichtende Maßnahme. Heute läuft das zentral über Abbuchungsaufträge oder alternativ über Micropayment als App auf den Handys der Eltern. Der Klassenlehrer gibt einfach den gerade anstehenden Betrag und den Zweck in eine Maske ein und alle Eltern erhalten per App eine Nachricht. Anschließend bestätigen sie die Abbuchung einfach per Pin oder Fingerabdruck.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auch die gefürchteten „Zettel mit Rücklauf“ gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Diese Informationen gehen schon seit Jahren per App auf das Gerät der Eltern, die den Erhalt bestätigen – alles natürlich mit automatischer Erinnerungsfunktion.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Terminplanung und Kalender? Natürlich sind alle Termine schon vor Schulbeginn in einem zentralen Kalender erfasst und aufeinander abgestimmt. Jeder kann mit seinem Mobilgerät die Termine synchronisieren, die sie oder er benötigt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Damals gab es auch Paradoxien: Es wurden Zettel von der Schulleitung am Rechner erstellt, dann ausgegeben, ausgefüllt und schließlich zurück in den Rechner übertragen – meist schlicht „abgetippt“, z.B. bei der Schulanmeldung: Das ist heute Geschichte. Die Anmeldung und Datenerfassung läuft formal komplett über das Internet. Nach der Anmeldung schließen sich natürlich pädagogische Gespräche in der Schule an.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Verfahren ist in ähnlicher Form für unzählige weitere Vorgänge realisiert: Die Kurswahl in der Oberstufe, die Anwahl von Wahlpflichtkursen, die Bestellung und Abrechnung des Mittagsessens usw..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Partizipationsbereitschaft und Identifikation mit einer Schule sind in einem hohen Maße von Transparenz abhängig. Mit einer zentralen Lernplattform für den Informationsaustausch und die Bereitstellung wichtiger Formulare haben sich die Voraussetzungen für echte demokratische Strukturen an den Schulen in den letzten Jahren stark verbessert. Engagement kann jedoch immer noch nicht verordnet werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aber jede Schule hat durch die Technisierung von Verwaltungsprozessen viel mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Aufgabe. Schließlich geht es um den einzelnen Menschen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bei einigen Schulen unterstützen technische Verfahren mittlerweile sogar die Unterrichtsentwicklung. Einzelnen Fachschaften können gemeinsam online an schulbezogenen Arbeitsplänen arbeiten. In geeigneten Systemen lassen sich sogar Arbeitsmaterialien und didaktische Konzepte zu bestimmten Unterrichtsthemen hinterlegen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Früher haben diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch aus den Fachschaften gerne einmal das schulinterne Curriculum per Copy&amp;amp;Paste aus Kerncurricula gestaltet – und diese Methode Schülerinnen und Schülern bei Referaten vorgeworfen. Heute kann sich jeder zu jeder Zeit mit einbringen – dank Versionierung auch völlig risikolos: Jeder Zustand ist per Klick immer wieder herstellbar.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unnötig zu sagen, dass heute in jedem Klassenraum digital und drahtlos präsentiert werden kann und ein stabiles Internet zur Verfügung steht.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
==== Reflexion der Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch ist nichts davon utopisch. Alles kann schon heute genau so umgesetzt werden. Die Arbeit ist der Mensch, der diese Technologie für sich als Wert und Unterstützungsangebot erkennen und annehmen muss. Das Wort „muss“ mag dabei einengend wirken. Man könnte auf die Idee kommen, meine Utopien würden jedwede Kommunikation nur noch über Technologie abwickeln wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht gemeint. In vielen Schulen, in denen ich tätig bin, nimmt das persönliche Gespräch einen hohen Wert ein. Für mich auch. Aber es ist die Frage, ob ich Zeit dafür verwenden möchte, einem nicht abgegebenen Zettel hinterherzulaufen, oder ob ich Zeit für meinen Unterricht benötige. Oder ob ich meine Zeit dafür einsetzen will, formale Vorgänge nachzusteuern. Mir sind pädagogische Gespräche oder Gespräche über Inhalte sehr wertvoll und nicht über Plattformen abbildbar. Dafür fehlt mir oft die Zeit, weil so viel Formales zu erledigen ist. Da kann Technologie vielleicht auf Dauer helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Technologieeinsatzes stehen pädagogische Ziele. Und wenn ich formuliere, dass z.B. Schülerinnen und Schüler auch selbstbestimmt ortsunabhängig lernen können sollen, sind bestimmte technische Vorgaben bereits gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen formuliere, dass ich als Lehrkraft in jedem Klassenraum präsentieren können möchte, geht es mir nicht um Unterrichtsqualität, sondern um Bequemlichkeit. Dann mache ich meinen Unterricht und wechsle eben nur das Medium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird sich diese Webseite lediglich „auch“ mit Technologie beschäftigen, aber im Wesentlichen mit dem Menschen, der mitgenommen werden muss auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde versuchen, Ihnen zwischendurch auch „einfache Lösungen“ und Beispiele für die konkrete Unterrichtsgestaltung zu zeigen, die aber immer Ergebnis von didaktisch-methodischen Überlegungen sind und es auch in Ihrem Medienbildungskonzept sein sollten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz digitaler Medien ändert im Unterricht allein erstmal wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werde ich sie im Rahmen dieser Webseite auch hin und wieder gezielt überfordern, wenn ich Sie vielleicht mit Themen in Berührung bringe, von denen Sie noch nie etwas gehört haben. Betrachten Sie es dann lediglich als Blitzlicht auf mögliche Denkrichtungen und gestehen Sie sich die Zeit zu, die es braucht, um in der Breite in die digitale Welt hineinzuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seien Sie sich gewiss, dass diejenigen, denen Sie ihr Medienbildungskonzept angedeihen lassen wollen, dann genau so empfinden wie Sie, wenn ich andeute, was mit Big Data heute schon möglich ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/utopie&amp;diff=50897</id>
		<title>Medienbildungskonzept/utopie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept/utopie&amp;diff=50897"/>
		<updated>2018-04-27T06:57:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====  Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:  \\…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\\&lt;br /&gt;
==== Die Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„//Damals wurden tatsächlich noch von jeder Schülerin und jedem Schüler Geldbeträge in bar eingesammelt – eine nervenaufreibende und unterrichtszeitvernichtende Maßnahme. Heute läuft das zentral über Abbuchungsaufträge oder alternativ über Micropayment als App auf den Handys der Eltern. Der Klassenlehrer gibt einfach den gerade anstehenden Betrag und den Zweck in eine Maske ein und alle Eltern erhalten per App eine Nachricht. Anschließend bestätigen sie die Abbuchung einfach per Pin oder Fingerabdruck. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Auch die gefürchteten „Zettel mit Rücklauf“ gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Diese Informationen gehen schon seit Jahren per App auf das Gerät der Eltern, die den Erhalt bestätigen – alles natürlich mit automatischer Erinnerungsfunktion.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Terminplanung und Kalender? Natürlich sind alle Termine schon vor Schulbeginn in einem zentralen Kalender erfasst und aufeinander abgestimmt. Jeder kann mit seinem Mobilgerät die Termine synchronisieren, die sie oder er benötigt.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Damals gab es auch Paradoxien: Es wurden Zettel von der Schulleitung am Rechner erstellt, dann ausgegeben, ausgefüllt und schließlich zurück in den Rechner übertragen – meist schlicht „abgetippt“, z.B. bei der Schulanmeldung: Das ist heute Geschichte. Die Anmeldung und Datenerfassung läuft formal komplett über das Internet. Nach der Anmeldung schließen sich natürlich pädagogische Gespräche in der Schule an. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Das Verfahren ist in ähnlicher Form für unzählige weitere Vorgänge realisiert: Die Kurswahl in der Oberstufe, die Anwahl von Wahlpflichtkursen, die Bestellung und Abrechnung des Mittagsessens usw..//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Partizipationsbereitschaft und Identifikation mit einer Schule sind in einem hohen Maße von Transparenz abhängig. Mit einer zentralen Lernplattform für den Informationsaustausch und die Bereitstellung wichtiger Formulare haben sich die Voraussetzungen für echte demokratische Strukturen an den Schulen in den letzten Jahren stark verbessert. Engagement kann jedoch immer noch nicht verordnet werden.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Aber jede Schule hat durch die Technisierung von Verwaltungsprozessen viel mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Aufgabe. Schließlich geht es um den einzelnen Menschen.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Bei einigen Schulen unterstützen technische Verfahren mittlerweile sogar die Unterrichtsentwicklung. Einzelnen Fachschaften können gemeinsam online an schulbezogenen Arbeitsplänen arbeiten. In geeigneten Systemen lassen sich sogar Arbeitsmaterialien und didaktische Konzepte zu bestimmten Unterrichtsthemen hinterlegen. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Früher haben diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch aus den Fachschaften gerne einmal das schulinterne Curriculum per Copy&amp;amp;Paste aus Kerncurricula gestaltet – und diese Methode Schülerinnen und Schülern bei Referaten vorgeworfen. Heute kann sich jeder zu jeder Zeit mit einbringen – dank Versionierung auch völlig risikolos: Jeder Zustand ist per Klick immer wieder herstellbar. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Unnötig zu sagen, dass heute in jedem Klassenraum digital und drahtlos präsentiert werden kann und ein stabiles Internet zur Verfügung steht.“//&lt;br /&gt;
==== Reflexion der Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch ist nichts davon utopisch. Alles kann schon heute genau so umgesetzt werden. Die Arbeit ist der Mensch, der diese Technologie für sich als Wert und Unterstützungsangebot erkennen und annehmen muss. Das Wort „muss“ mag dabei einengend wirken. Man könnte auf die Idee kommen, meine Utopien würden jedwede Kommunikation nur noch über Technologie abwickeln wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht gemeint. In vielen Schulen, in denen ich tätig bin, nimmt das persönliche Gespräch einen hohen Wert ein. Für mich auch. Aber es ist die Frage, ob ich Zeit dafür verwenden möchte, einem nicht abgegebenen Zettel hinterherzulaufen, oder ob ich Zeit für meinen Unterricht benötige. Oder ob ich meine Zeit dafür einsetzen will, formale Vorgänge nachzusteuern. Mir sind pädagogische Gespräche oder Gespräche über Inhalte sehr wertvoll und nicht über Plattformen abbildbar. Dafür fehlt mir oft die Zeit, weil so viel Formales zu erledigen ist. Da kann Technologie vielleicht auf Dauer helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Technologieeinsatzes stehen pädagogische Ziele. Und wenn ich formuliere, dass z.B. Schülerinnen und Schüler auch selbstbestimmt ortsunabhängig lernen können sollen, sind bestimmte technische Vorgaben bereits gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen formuliere, dass ich als Lehrkraft in jedem Klassenraum präsentieren können möchte, geht es mir nicht um Unterrichtsqualität, sondern um Bequemlichkeit. Dann mache ich meinen Unterricht und wechsle eben nur das Medium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird sich diese Webseite lediglich „auch“ mit Technologie beschäftigen, aber im Wesentlichen mit dem Menschen, der mitgenommen werden muss auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde versuchen, Ihnen zwischendurch auch „einfache Lösungen“ und Beispiele für die konkrete Unterrichtsgestaltung zu zeigen, die aber immer Ergebnis von didaktisch-methodischen Überlegungen sind und es auch in Ihrem Medienbildungskonzept sein sollten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz digitaler Medien ändert im Unterricht allein erstmal wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werde ich sie im Rahmen dieser Webseite auch hin und wieder gezielt überfordern, wenn ich Sie vielleicht mit Themen in Berührung bringe, von denen Sie noch nie etwas gehört haben. Betrachten Sie es dann lediglich als Blitzlicht auf mögliche Denkrichtungen und gestehen Sie sich die Zeit zu, die es braucht, um in der Breite in die digitale Welt hineinzuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seien Sie sich gewiss, dass diejenigen, denen Sie ihr Medienbildungskonzept angedeihen lassen wollen, dann genau so empfinden wie Sie, wenn ich andeute, was mit Big Data heute schon möglich ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50896</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50896"/>
		<updated>2018-04-27T06:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ===&lt;br /&gt;
* [[/utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[/waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[/anfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[/fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[/verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[/phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== So könnte man es machen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[/visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[/bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[/infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[/orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[/informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[/fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[/endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[/evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50848</id>
		<title>Medienbildungskonzept:waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50848"/>
		<updated>2018-04-22T15:27:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum [[buch:kapitel03|Kapitel 3]] vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
* methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
* curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[medienbildungskonzept:grobstruktur|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf KMK-Strategiepapier] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
* einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
* Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
* Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
* Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[medienbildungskonzept:bspkompetenzbereich01|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[material:kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
  - Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
  - Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[material:praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
  * Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
  * Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
  * WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
  * Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
  * Beleidigungen&lt;br /&gt;
  * veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
  * Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
  * […]&lt;br /&gt;
  * „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
  - „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
  - „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
  - „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
  - „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
  - „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round tip 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
  * Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
  * (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
  * die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[material:recherche|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material:medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
  - [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
  - [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
  - Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
  - Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
  - Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
  - […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
  - Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
  - Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
  - Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
  - Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
  * Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
  * Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
  * Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
  * Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
  * Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
  * Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50847</id>
		<title>Medienbildungskonzept:waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50847"/>
		<updated>2018-04-22T15:22:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum [[buch:kapitel03|Kapitel 3]] vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
  * methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
  * pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
  * curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[material:medienbildungskonzept|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round alert 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round important 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
  * einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
  * Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
  * Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
  * Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[material:kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
  - Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
  - Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[material:praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
  * Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
  * Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
  * WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
  * Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
  * Beleidigungen&lt;br /&gt;
  * veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
  * Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
  * […]&lt;br /&gt;
  * „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
  - „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
  - „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
  - „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
  - „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
  - „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round tip 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
  * Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
  * (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
  * die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[material:recherche|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material:medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
  - [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
  - [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
  - Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
  - Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
  - Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
  - […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
  - Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
  - Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
  - Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
  - Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
  * Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
  * Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
  * Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
  * Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
  * Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
  * Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50846</id>
		<title>Medienbildungskonzept:waskommt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:waskommt&amp;diff=50846"/>
		<updated>2018-04-22T15:21:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „===== Was kommt da auf uns zu? =====  Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum buch:kapite…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Was kommt da auf uns zu? =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eher pragmatisch orientiert sind oder sich leicht entmutigen lassen, sollten Sie besser gleich zum [[buch:kapitel03|Kapitel 3]] vorspringen, weil sich auf den folgenden Seiten vor allem ein unglaublicher Anspruch aufbauen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind nicht mehr „neu“, obwohl in vielen Publikation immer noch von „neuen Medien“ die Rede ist. Digitale Medien sind mittlerweile über 20 Jahre „alt“. Vor 20 Jahren mögen sie zwar noch nicht so komfortabel und bunt gewesen sein, doch Messenger wie WhatsApp gab es z.B. „damals“ auch schon – mit ihren Vor- und Nachteilen.  Nur wurden Sie meist von einem sehr engen und technikaffinen Personenkreis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Medien sind in Deutschland aber noch bei Weitem nicht in der Breite in Schulen angekommen, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Demnach besteht aus meiner Sicht hier ein gewisser Nachholbedarf, der in sich in Form eines Anspruchsberges hier auf den nächsten Seiten erhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffssalat entwirrt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Begriffe wie Medienkonzept, Medienentwicklungsplan und Medienbildungskonzept werden zurzeit in verschiedenen Bundesländern noch unterschiedlich mit Bedeutung gefüllt. Durchzusetzen scheinen sich mittlerweile folgende Definitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienkonzept ===&lt;br /&gt;
Ein Medienkonzept umfasst einen meist regionalen Medienentwicklungsplan und die dazugehörigen Medienbildungskonzepte der Schulen. Es ist quasi der Oberbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienentwicklungsplan ===&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan ist ein Konzept zur Ausstattung von Schulen in gemeinsamer Trägerschaft oder in einer Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihr Träger aktiv in die Medienentwicklungsplanung einsteigt, dann müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Haushaltsmittel für die Ausstattung Ihrer Schule mit digitalen Geräten einzuwerben. Diese Haushaltsmittel stehen bereits über einen gewissen Zeitraum hinweg fest zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nicht mehr Angebote für das einholen, was Sie sich wünschen – das macht der Träger für Sie entsprechend Ihren pädagogischen Vorgaben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Träger stellt Ihnen im Rahmen seiner Medienentwicklungsplanung Menschen an die Seite, die sich um Pflege und Wartung der vorhandenen Geräte kümmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulträger wird aber auch im Rahmen von sogenannten Jahresinvestitionsgesprächen mit Ihnen gemeinsam die Anschaffungen des letzten Jahres und die der kommenden durchsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienentwicklungsplan dient also primär dem Schulträger dazu, seinen Ausstattungs-, Verwaltungs- und Supportaufgaben gemäß der jeweils gültigen Vereinbarungen mit dem zuständigen Bundesland gerecht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er garantiert den Schulen verlässliche Unterstützung bei auftretenden Hardware- und Netzwerkproblemen, schränkt u.U. aber die Auswahl von Soft- und Hardware zugunsten einer besseren Wartbarkeit etwas ein, wobei eine sich entwickelnde Medienentwicklungsplanung sich immer auch an die Bedürfnisse der Schulen anpassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienentwicklungsplanung ist immer Aufgabe des Schulträgers in Absprache mit den von ihm betreuten Schulen. Die Voraussetzungen für ein wirksames Medienbildungskonzept sind durch einen vorhandenen Medienentwicklungsplan wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in Ihrem Bereich jedoch die Medienentwicklungsplanung anläuft, sollten Sie bereit sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihn aufmerksam in der Presse verfolgen. Auch die Anwesenheit im Kultur- und Schulausschuss schadet nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medienbildungskonzepte ===&lt;br /&gt;
Medienbildungskonzepte werden an den Schulen entwickelt. Die Schule bestimmt nach Kriterien wie z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * didaktischen Erfordernissen&lt;br /&gt;
  * methodischen Entscheidungen&lt;br /&gt;
  * pädagogischen Anforderungen&lt;br /&gt;
  * curricularen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Arbeit mit und über Medien in ihren schuleigenen Arbeitsplänen bzw. Hauscurricula verankert. &amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine ganz grobe Struktur für ein Medienbildungskonzept finden Sie [[material:medienbildungskonzept|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Medienbildungskonzept erleichtert oft die Argumentation gegenüber dem Träger, aber auch gegenüber Fördervereinen oder Sponsoren, wenn es um z.B. Beschaffung von Geräten oder der Ausstattung mit Netzwerktechnik geht. Es kann ein öffentlichkeitswirksames Instrument zur Darstellung der Schule sein.&lt;br /&gt;
Auf Basis eines Medienbildungskonzeptes ist z.B. die Empfehlung von konkreter Hard- und Software durch entsprechend qualifiziertes Personal überhaupt erst möglich. &lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round alert 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn es auf anders praktiziert wird:&lt;br /&gt;
Ein Lehrkraft ist Experte für didaktisch-methodische Prozess – nicht für Hardware oder Netzwerktechnik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Von der Anwendungskompetenz zur Kollaborationskompetenz =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung besitzt in dem aktuellen [[https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf|KMK-Strategiepapier]] sechs Dimensionen bzw. Kompetenzbereiche. Ich habe zu jedem Kompetenzbereich ein konkretes Unterrichtsbeispiel hinzugefügt – meist aus dem Fach Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei habe ich versucht, mich nicht auf klassische und allgemein übliche Verfahren zu beziehen und die Beispiele möglichst losgelöst von einem konkreten Produkt, Fach oder einer Hardwareplattform zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round important 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das KMK-Strategiepapier ist eine Neuentwicklung. Dieser Bereich muss noch dementsprechend überarbeitet und angepasst werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenzen in diesem Bereich bilden oftmals die Grundlage für alle weiteren. In der Regel ist an jeder Schule schon in irgendeiner Form etwas verankert. Typische Formulierungen in schulinternen Curricula wären z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * einen Text mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms ansprechend und nach typografischen Regeln gestalten&lt;br /&gt;
  * einfache Rechenoperationen und Visualisierung von Daten mit einer Tabellenkalkulation durchführen&lt;br /&gt;
  * Dateien auf einem Rechner mit Ordnern strukturieren&lt;br /&gt;
  * Grundfunktionen eines Betriebssystems kennen und anwenden&lt;br /&gt;
  * Datenschutzkonforme Nutzung von cloudbasierten Angeboten zur Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist geht es in diesem Bereich im Rahmen eines Medienbildungskonzeptes eher darum, diese Kompetenzen in der Breite der Fächer verbindlich zu verankern. Oft muss auch einen Weiterentwicklung durch die Jahrgänge formuliert werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der 5. Klasse vielleicht noch ausreicht, einfache Formatierungsregeln in der Textverarbeitung zu vermitteln (z.B. Einzüge nicht mir Leerzeichen zu gestalten), sollten über die Jahrgänge Dinge wie Verzeichnisse, Fußnoten oder Formatvorlagen dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein ganz einfaches Beispiel aus dem Bereich &amp;quot;Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren&amp;quot; finden Sie [[material:bedienundanwenden|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunizieren und kooperieren ====&lt;br /&gt;
Während die ersten beiden Kompetenzbereiche an vielen Schulen oft schon in irgendeiner Form abgedeckt werden, erscheint in meinen Beratungen der Bereich der Kommunikation und Kooperation oft als besondere Herausforderung.&lt;br /&gt;
Das liegt vor allem daran, dass zur sicheren Umsetzung immens viel Wissen über die Möglichkeiten vorhanden sein muss, die das Netz zur Zusammenarbeit bietet: Wissen über Tools, Wissen über Datenschutz, Wissen über Urheberrecht.&lt;br /&gt;
Auch nutzen viele Lehrkräfte das Internet meist eher konsumorientiert, um z.B. kostenlos an Unterrichtsmaterialien und aktuelle Texte zu kommen. Die wenigsten teilen tatsächlich von ihnen selbst erstellte Inhalte im Netz oder erschaffen reflektiert eine Netzpersönlichkeit von sich selbst. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den nächsten Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion. Was ich nicht selbst tue, kann ich schlecht vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Deutschlehrer, der keine Texte ansprechend zu verfassen weiß und daran vielleicht sogar keine Freude hat, wird sich mit der motivierenden Vermittlung von Schreibprozessen eher schwer tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die professionelle Nutzung sozialer Netzwerke ist bei vielen Lehrkräften oft ein Thema am Rande – in der Regel nutzt man Messenger wie WhatsApp eher zum Austausch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ohne das unglaubliche Potential zu sehen, was in dem Aufbau persönlicher Lernnetzwerke steckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn sich einzelne Lehrkräfte in diesem Bereich auf den Weg gemacht haben, bleiben sie als Gruppe in Deutschland noch recht überschaubar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vermittlung der Vorteile und Möglichkeiten, die dieser Kompetenzbereich für den Unterricht bietet, ist dadurch immens schwierig, da hier oft Lebensweltkonzepte aufeinanderprallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es wichtig, in diesem Bereich behutsam vorzugehen und nicht zu viel auf einmal zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen pragmatischen Ansatz zur schrittweisen Ausgestaltung dieses Kompetenzbereiches findest du [[material:kollaboration-blog|hier]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produzieren und Präsentieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Bereiche lassen sich hervorragend verbinden, da jede medial gestützte Präsentation natürlich auch Produktionsprozesse voraussetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Schülerinnen und Schüler halten kurze Referate und präsentieren Arbeitsergebnisse strukturiert, stichwort- und mediengestützt.“ (Zitat aus einem Schulcurriculum Deutsch, 8. Klasse)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat – eine 1:1 Kopie aus dem Kerncurriculum Deutsch des Landes Niedersachsen zeigt eigentlich das gesamte Dilemma: Das machen nämlich schon Grundschüler – zumindest hier bei uns in Niedersachsen. Ein „Medium“ ist schließlich auch eine Karteikarte oder ein Plakat. Kurze Referate werden in der Grundschule schon an der 3. Klasse gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation wird an Schulen oft synonym mit Powerpoint verwendet. Und wir kennen alle aus Fortbildungen und Veranstaltungen sehr schlecht gemachte Powerpointpräsentationen mit sehr schlecht gemachten Vorträgen. Wenn man den Kompetenzbereich der Präsentation und Produktion wirklich ernstnimmt, sollten m.E. folgende Fragestellungen eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Wie setze ich meine Stimme sinnvoll und ansprechend für die Zuhörenden ein?&lt;br /&gt;
  - Wie unterstütze ich Gesagtes durch geeignete Medien und vermeide im Extremfall dabei, meine Folien oder Plakate lediglich vorzulesen?&lt;br /&gt;
  - Wie mache ich meine Präsentation durch den Einsatz unterschiedlicher Medien für den Zuhörer interessant?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Grundschule sollte also eine Weiterentwicklung des bereits Gelernten im Mittelpunkt stehen und zudem eine Progression durch die Jahrgänge erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätze für eine gelungene Präsentation sind dabei teilweise auf die Erstellung eigener Medienprodukte übertragbar. Was in einer Präsentation der Wechsel von Medienformaten ist (Text, Video, Audio), ist im Film analog z.B. der Wechsel von Kameraperspektiven und -einstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round info 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[material:praesentation|Hier]] gibt es ein konkretes Unterrichtsbeispiel aus diesem Kompetenzbereich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schützen und sicher agieren ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist der jüngste im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz. Und es ist ferner ein Kompetenzbereich, mit dem sich Schulen oft schon in irgendeiner Form auseinandergesetzt haben oder auseinandersetzen mussten, wenn z.B.&lt;br /&gt;
  * Probleme mit der Handynutzung in der Schule auftreten (i.d.R. sind Verbote eine erste Reaktion)&lt;br /&gt;
  * Mobbingfälle auftreten, bei denen Internetplattformen jedweder Art eine Rolle spielen und zurück in eine Lerngruppe hineinwirken&lt;br /&gt;
  * WhatsAppgruppen in Klassen zu Problemen führen (unsinnige Nachrichten, hohe Frequenz von Nachrichten, kaum Möglichkeiten der Abschottung ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen)&lt;br /&gt;
  * Sexting stattfindet oder Bilder mit bloßstellendem Inhalt Verbreitung finden&lt;br /&gt;
Dieses Problem brennt zurzeit an vielen Schulen. Am Beispiel &amp;quot;Handy&amp;quot; soll einmal exemplarisch das Problemfeld aufgezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Vergangenheit bin ich mit der vollen Bandbreite der Hilflosigkeit gegenüber den Eigendynamiken konfrontiert worden, die entstehen, wenn sich jüngere Schülerinnen und Schüler auf WhatsApp bewegen.&lt;br /&gt;
  * Beleidigungen&lt;br /&gt;
  * veränderte Bilder unliebsamer Mitschüler&lt;br /&gt;
  * Enthauptungsvideos&lt;br /&gt;
  * […]&lt;br /&gt;
  * „Ich kann nichts dafür“-Behauptungen (In der Schülervorstellungswelt kann man sich ja schließlich nicht dagegen wehren, in WhatsApp-Gruppen aufgenommen zu werden)&lt;br /&gt;
Diese Dinge scheinen sich nach meinen Beobachtungen vor alle in den jüngeren Klassenstufen der Sekundarstufe I zu häufen. Die reflexartigen Reaktionen auf Vorkommnisse sehen zunächst so aus:&lt;br /&gt;
  - „Handy wegnehmen. Die dürfen WhatsApp erst ab 16 nutzen!“&lt;br /&gt;
  - „Handy verbieten. Die können damit nicht umgehen!“&lt;br /&gt;
  - „Medienpädagogen einladen, der denen das mal sagt!“&lt;br /&gt;
  - „Eltern in die Pflicht nehmen. Die sind unverantwortlich, Kindern ein Smartphone zu kaufen!“&lt;br /&gt;
  - „Nun sag‘ mal Maik, was soll ich denn jetzt machen? Du bist doch Medienfuzzi. Alles Scheiße mit diesem Digitalzeugs!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln wir das mal alles in der Kürze ab, die es sachlogisch verdient:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, nicht altersgerechte Filme in deiner Freizeit zu schauen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Das Handy gehört uns nicht und umfasst den Privatbereich der SuS. Das ist so auf der Ebene wie: „Ich verbiete dir, dich in deiner Freizeit mit Hannes und Tim zu treffen. Die haben einen schlechten Einfluss auf dich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netter Versuch. Und bequem. Dann macht der das halt (wenn er dann mal Zeit hat). Ich nenne sowas medienpädagogisches Feigenblatt: „Wir haben was getan – wir haben jemanden eingeladen! Wenn dann keiner kommt, tja, können wir auch nichts dafür!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig richtig. Wenig bis so gar nicht realistisch. Eltern halten das mit dem Handy oft so: Wir kaufen dir eines. Wir kennen uns damit eh nicht aus. Das Erstaunen ist dann riesig, wenn dann mit dem Gerät Dinge geschehen, die unschön sind. Dann ist das Internet schuld. Oder wahlweise die Schule, die ja nichts dagegen macht. Mein Bild: Sie schicken ein vierjähriges Kind mit dem Rad bei Dunkelheit quer durch die Stadt und sind dann völlig überrascht, wenn es umgenietet wird. Dieser Scheißverkehr ist dann schuld!“ (sonst müsste man sich ja selbst seiner Verantwortung stellen …)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation ist sehr komplex. Das System der Beteiligten und der Ursachen auch. Wer hier ein einfache Antwort erwartet, verkennt die Komplexität völlig. Bestenfalls verlagert er das Problem schlicht vordergründig aus dem Wahrnehmungsbereich von Schule. Leider wird das immer wieder in die Schule zurückschwappen. mit dem Unterschied, dass man dann noch sehr viel weniger über die Vorgänge in der „Parallelwelt“ weiß,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Verbote nicht greifen, komme ich um Verhandlungen und pädagogische Vereinbarungen nicht herum. Es gibt an Schulen Gremien, die die einzelnen Gruppen vertreten. Es gibt eine Schüler- und eine Elternvertretung. Wenn ich zieloffen hier zu Vereinbarungen komme, die den Handygebrauch innerhalb der Schule regeln, habe ich eine größere Chance, dass diese Vereinbarungen eingehalten und durch demokratisch verhandelte Sanktionen notfalls auch durchgesetzt werden. Zusätzlich ist das u.U. eine Chance, Demokratie praktisch zu leben und es ist eine Chance, insbesondere Eltern und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Gremien müssen ja ihrem „Wahlvolk“ Entscheidungen vermitteln. Und insbesondere Eltern können ja schon mehr als Kaffee und Kuchen bei Veranstaltungen zu spenden. Diese Idee scheitert oft an dem dafür notwendigen Paradigmenwechsel: Schule ist ja von ihrem Wesen her hierarchisch organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo in der Gesellschaft bekommen Schülerinnen un Schüler vorgelebt, wie man z.B. soziale Medien sinnvoll und reflektiert nutzt? Wo in Schule bekommen SuS gezeigt, welche Potentiale für das eigene Lernen in Socialmedia steckt? Wenn ich Schulen Portallösungen mit zarten Socialmediafunktionen empfehle, kommt sehr oft: „Aber diesen Chat, den müssen wir dringend abschalten, da passiert nur Mist, wer soll das kontrollieren!“ Wenn da „Mist“ passiert, ist das m.E. ein Geschenk, weil es in einem geschützten Raum entsteht und pädagogisch aufgearbeitet werden kann. Wir brauchen mehr solchen „Mist“, der auf Systemen von Schulen geschieht, weil wir ihm dort ohne irgendwelchen Anzeigen und richterlichen Anordnungen begegnen können – die Daten haben wir ja selbst und idealerweise auch klare Regelungen, wann diese von wem wie eingesetzt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass in diesem Kompetenzbereich sehr deutlich werden kann, dass Medienbildung, bzw. Bildung in Zeiten der Digitalisierung nicht zwangsläufg bedeuten muss, alles nur noch mit digitalen Geräten zu machen. Dass z.B. eine Entschuldigung über WhatsApp eine andere Wertigkeit besitzt als eine persönliche, kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Deutschunterricht unter der Rubrik &amp;quot;Kommunikation&amp;quot; thematisiert werden. &lt;br /&gt;
==== Problemlösen und Handeln ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Lehrkräfte wissen wahrscheinlich nicht, wie man einen Wikipediaartikel richtig liest, geschweige denn, wie man strukturiert eine Suchmaschine bedient und ihre Möglichkeiten nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round tip 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgabe zur Entspannung:&lt;br /&gt;
Suchen Sie mit Google doch einmal nach dem Ausdruck „x^3+1/x“ (ein beliebiger andere Term funktioniert ebenso)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist – wie böse Zungen behaupten – vorwiegend freitags in der 6. Stunde der Computerraum für „Recherche“ belegt – werden in diesem Rahmen z.B. folgende Kompetenzen vermittelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  * Lesen und Beurteilen eines Wikipediaartikels&lt;br /&gt;
  * Formal korrektes Zitieren von Onlinequellen&lt;br /&gt;
  * (Weiter-)Verwendung von Bild- und Tonmaterial gemäß den geltenden Urheberrechtsbestimmungen&lt;br /&gt;
  * die Bedeutung der Creative Commons Lizenzen (vor allem CC0)&lt;br /&gt;
  * [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich Recherche ist keineswegs trivial, sondern setzt sehr viel Wissen rund um rechtliche Themen ebenso voraus wie ein Bewusstsein um die heutzutage generell leichte Manipulierbarkeit von Informationen – auch im Bereich der „klassischen“ Medien (Print oder Rundfunk). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Lesen eines Wikipediartikels findest du [[material:recherche|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Analysieren und Reflektieren ====&lt;br /&gt;
Dieser Kompetenzbereich ist ein schönes Beispiel dafür, dass Medienbildung - genau wie übrigens die Informatik - ganz ohne Technik und Netze funktionieren kann, wie [[material:medienethik|dieses Beispiel]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich einmal ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  - Target, der zweitgrößte Discounteinzelhändler nach Walmart in den USA, nutzt die Auswertung Einkaufsverhalten von jungen Frauen zur [[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-04/big-data-schwangerschaft-verheimlichen|Bestimmung des Schwangerschaftsmonats]] und in der Folge für zielgerichtete Werbung.&lt;br /&gt;
  - [[https://schulesocialmedia.com/2016/09/26/wie-haustiere-lehrkraefte-auf-snapchat/|Schülerinnen und Schüler fertigen heimlich Bild- und Tonaufnahmen]] von Lehrkräften im Unterricht, verarbeiten sie weiter und veröffentlichen das Ergebnis z.B. auf Socialmedia.&lt;br /&gt;
  - [[http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-06/staudaten-handy|Google und andere Dienste gewinnen Verkehrsdaten]] aus Bewegungsprofilen von Smartphones.&lt;br /&gt;
  - Wahlen finden mittlerweile in der Welt [[http://www.golem.de/news/us-praesidentschaftswahl-unsichere-wahlcomputer-bleiben-ein-problem-1611-124289.html|teilweise EDV-gestützt]] statt.&lt;br /&gt;
  - Demokratische Abstimmungen können u.U. durch gezielten Einsatz von Socialmediabots manipuliert werden - zumindest ist das ein [[http://www.internetworld.de/technik/bots/twitter-bots-brexit-waehler-betrogen-1111324.html|denkbares technisches Szenario]].&lt;br /&gt;
  - Interessant sind auch immer wieder die herrlich dystopischen Essays von [[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evgeny-morozov-im-gespraech-es-ist-laecherlich-das-internet-erklaeren-zu-wollen-12614255.html|Evgeny Morozov]].&lt;br /&gt;
  - […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehören in diesen Bereich auch noch weitere Fragestellungen wie z.B. Geschäftsphilosophie der [[http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-sharing-economy-wie-bei-uber-ist-plattform-kapitalismus-a-989584.html|Sharing Economy]] z.B. AirBNB (Wohnungsvermittlungsdienst) oder Uber (taxiähnlicher Fahrtenvernittler). Die Themen sind eigentlich in ihrer Breite kaum zu fassen, jedoch hochspannend, da im digitalen Raum zurzeit Werte und Grenzen komplett in einem zusätzlich globalisierten Kontext völlig neu ausgehandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als Querschnittsaufgabe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Da wird jetzt etwas von außen einfach über alle Fächer gestülpt, was nicht an ein Fachcurriculum angebunden ist und damit in einer Fachschaft durchsetzbar wäre.“ (stellvertretender Schulleiter eines Gymnasiums)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dieses Zitat in der Beratung einer Schule zu hören bekam, habe ich mich erst furchtbar geärgert, weil ich primär die Ablehnung eines Medienbildungskonzeptes wahrgenommen habe. Dabei hat dieser stellvertretende Schulleiter eigentlich alles verstanden:&lt;br /&gt;
  - Medienbildung ist genau wie Sprachförderung Aufgabe aller Fächer.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung muss in den Hauscurricula jedes einzelnen Faches verankert sein.&lt;br /&gt;
  - Medienbildung erfordert genau wie Sprachförderung eine enge Abstimmung zwischen den Fächern.&lt;br /&gt;
  - Allein in einer Fachschaft ist erfolgreiche Medienbildung nicht zu implementieren.&lt;br /&gt;
  - Fachschaftsübergreifende als oftmals strukturverändernde Arbeit ist eine immense Aufgabe (aus meiner &lt;br /&gt;
  - Erfahrung: Gerade an Gymnasien mit ihrem ausgeprägten Fachlehrerprinzip!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verankerung in den Fächern kommen auch noch weitere Aspekte hinzu:&lt;br /&gt;
  * Organisation der Kommunikation an einer Schule (das betrifft natürlich auch das Verwaltungsnetzwerk)&lt;br /&gt;
  * Fortbildungskonzept für Lehrkräfte passend zur vorhandenen Hardware und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
  * Organisation der Zusammenarbeit mit dem Träger (Schulamt, technischer Support)&lt;br /&gt;
  * Organisation der Nutzerverwaltung im Schulnetzwerks&lt;br /&gt;
  * Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Aufgabenverteilung innerhalb des Schulleitungsteams haben &lt;br /&gt;
  * Bei großen Schulen ist die Schaffung entsprechender Stellen in diesem Bereich zu überdenken oder alternativ die Bereitstellung von Entlastungsstunden, was alles in bestehende Strukturen eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das Medienbildungskonzept als „unleitzbare“ Anforderung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulen werden überhäuft mit der Anforderung sehr viele Konzepte zu erstellen. Hygeniepläne, Förderpläne, Arbeits- und Datenschutz, Prävention, Alarmpläne usw.. Diese Arbeit ist mit den bestehenden Ressourcen oft nicht sinnvoll zu erledigen, weswegen sich meist zwei Grundstrukturen ausprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wir schauen, was andere Schulen so haben und passen das an! Dann stellen wir den Ordner ins Regal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir machen was Eigenes, schreiben das auf und stellen den Ordner ins Regal. Dann nehmen wir uns das nächste vor.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis findet sich meist auf Homepages z.B. in Form von völlig veralteten Medienbildungskonzepten aus dem Jahre 2003. Das ist im Kontext der Anforderungen, die an Schule heutzutage gestellt werden, auch völlig nachvollziehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leitzordner ist immer ein virtueller Haken im Geiste einer Schulleitung. Die Konzeptdichte explodiert vor allem in zeitlicher Nähe zur Schulinspektion – frei nach dem guten, alten  Motto: „First fake it, then make it“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diese Struktur auf ein Medienbildungskonzept überträgt, kommt etwas „Leitzbares“ heraus, was mit ein wenig Pech genauso intensiv an der Schule gelebt wird wie ein Hygieneplan. Zusätzlich ist die technische Entwicklung immer noch in vollem Gang, sodass ein solcher Leitzordner sehr schnell wieder veraltet sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienbildung ist als solche immer noch sehr starkem Wandel unterworfen. Zusätzlich ist extrem schwer bestimmbar, wie künftige Entwicklungen aussehen werden. Das gilt sowohl für die Entwicklung im Hardwarebereich als auch bezogen auf gesellschaftliche Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist die Entwicklung eines Medienbildungskonzeptes von starken Unsicherheiten geprägt: Es gibt kaum „gesetzliche Vorgaben“ oder klar in Curricula geregelte Vorgehensweisen. Die einzelne Schule ist damit alleingelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ungewohnte, neuartige Strukturen, die oft Abwehr- und Selbstschutzmechanismen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;WRAP center round box 60%&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Müssen wir das andauernd neu schreiben?“&lt;br /&gt;
„Kann man das denn überhaupt für einen Zeitraum x festlegen?“&lt;br /&gt;
„Dann sitzen wir das einfach aus, bis jemand etwas entwickelt hat!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/WRAP&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma lässt sich teilweise lösen, indem man das Medienbildungskonzept als „lernenden Text“ organisiert – das Konzept der Wikipedia, die damit auch sehr traditionelle gedruckte Enzyklopädien ersetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann z.B. in einem kollaborativen Dokument (Office 365, Etherpad, GoogleDocs, Ownclouddokument) geschehen oder aber auch in einem Wiki und der schuleigenen Lernplattform – wenn vorhanden. Dank Versionierung (man kann immer wieder zu jedem Bearbeitungsstand zurückkehren) ist auch das Risiko einer solchen Lösung überschaubar gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist, dass dieser Text von möglichst vielen Beteiligten immer wieder verändert, neu strukturiert und überarbeitet werden kann – zeit- und ortsunabhängiger Zugriff ist zusätzlich vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Papier oder Dateien sind aus meiner Sicht hier keine geeigneten Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Organisationsform ist kein Garant für mehr Partizipation. Aber sie macht ein Angebot. Eventuell kann sie auch als trojanisches Pferd dienen, auch andere Konzeptentwicklungsprozesse so zu organisieren oder sogar kollaborative Dokumente im Unterricht selbst einzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:utopie&amp;diff=50845</id>
		<title>Medienbildungskonzept:utopie</title>
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		<updated>2018-04-22T15:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:&lt;br /&gt;
==== Die Utopie ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Damals wurden tatsächlich noch von jeder Schülerin und jedem Schüler Geldbeträge in bar eingesammelt – eine nervenaufreibende und unterrichtszeitvernichtende Maßnahme. Heute läuft das zentral über Abbuchungsaufträge oder alternativ über Micropayment als App auf den Handys der Eltern. Der Klassenlehrer gibt einfach den gerade anstehenden Betrag und den Zweck in eine Maske ein und alle Eltern erhalten per App eine Nachricht. Anschließend bestätigen sie die Abbuchung einfach per Pin oder Fingerabdruck.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Auch die gefürchteten „Zettel mit Rücklauf“ gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Diese Informationen gehen schon seit Jahren per App auf das Gerät der Eltern, die den Erhalt bestätigen – alles natürlich mit automatischer Erinnerungsfunktion.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Terminplanung und Kalender? Natürlich sind alle Termine schon vor Schulbeginn in einem zentralen Kalender erfasst und aufeinander abgestimmt. Jeder kann mit seinem Mobilgerät die Termine synchronisieren, die sie oder er benötigt.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Damals gab es auch Paradoxien: Es wurden Zettel von der Schulleitung am Rechner erstellt, dann ausgegeben, ausgefüllt und schließlich zurück in den Rechner übertragen – meist schlicht „abgetippt“, z.B. bei der Schulanmeldung: Das ist heute Geschichte. Die Anmeldung und Datenerfassung läuft formal komplett über das Internet. Nach der Anmeldung schließen sich natürlich pädagogische Gespräche in der Schule an.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Das Verfahren ist in ähnlicher Form für unzählige weitere Vorgänge realisiert: Die Kurswahl in der Oberstufe, die Anwahl von Wahlpflichtkursen, die Bestellung und Abrechnung des Mittagsessens usw..&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Partizipationsbereitschaft und Identifikation mit einer Schule sind in einem hohen Maße von Transparenz abhängig. Mit einer zentralen Lernplattform für den Informationsaustausch und die Bereitstellung wichtiger Formulare haben sich die Voraussetzungen für echte demokratische Strukturen an den Schulen in den letzten Jahren stark verbessert. Engagement kann jedoch immer noch nicht verordnet werden.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Aber jede Schule hat durch die Technisierung von Verwaltungsprozessen viel mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Aufgabe. Schließlich geht es um den einzelnen Menschen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Bei einigen Schulen unterstützen technische Verfahren mittlerweile sogar die Unterrichtsentwicklung. Einzelnen Fachschaften können gemeinsam online an schulbezogenen Arbeitsplänen arbeiten. In geeigneten Systemen lassen sich sogar Arbeitsmaterialien und didaktische Konzepte zu bestimmten Unterrichtsthemen hinterlegen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Früher haben diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch aus den Fachschaften gerne einmal das schulinterne Curriculum per Copy&amp;amp;Paste aus Kerncurricula gestaltet – und diese Methode Schülerinnen und Schülern bei Referaten vorgeworfen. Heute kann sich jeder zu jeder Zeit mit einbringen – dank Versionierung auch völlig risikolos: Jeder Zustand ist per Klick immer wieder herstellbar.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Unnötig zu sagen, dass heute in jedem Klassenraum digital und drahtlos präsentiert werden kann und ein stabiles Internet zur Verfügung steht.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reflexion der Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch ist nichts davon utopisch. Alles kann schon heute genau so umgesetzt werden. Die Arbeit ist der Mensch, der diese Technologie für sich als Wert und Unterstützungsangebot erkennen und annehmen muss. Das Wort „muss“ mag dabei einengend wirken. Man könnte auf die Idee kommen, meine Utopien würden jedwede Kommunikation nur noch über Technologie abwickeln wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht gemeint. In vielen Schulen, in denen ich tätig bin, nimmt das persönliche Gespräch einen hohen Wert ein. Für mich auch. Aber es ist die Frage, ob ich Zeit dafür verwenden möchte, einem nicht abgegebenen Zettel hinterherzulaufen, oder ob ich Zeit für meinen Unterricht benötige. Oder ob ich meine Zeit dafür einsetzen will, formale Vorgänge nachzusteuern. Mir sind pädagogische Gespräche oder Gespräche über Inhalte sehr wertvoll und nicht über Plattformen abbildbar. Dafür fehlt mir oft die Zeit, weil so viel Formales zu erledigen ist. Da kann Technologie vielleicht auf Dauer helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Technologieeinsatzes stehen pädagogische Ziele. Und wenn ich formuliere, dass z.B. Schülerinnen und Schüler auch selbstbestimmt ortsunabhängig lernen können sollen, sind bestimmte technische Vorgaben bereits gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen formuliere, dass ich als Lehrkraft in jedem Klassenraum präsentieren können möchte, geht es mir nicht um Unterrichtsqualität, sondern um Bequemlichkeit. Dann mache ich meinen Unterricht und wechsle eben nur das Medium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird sich diese Webseite lediglich „auch“ mit Technologie beschäftigen, aber im Wesentlichen mit dem Menschen, der mitgenommen werden muss auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde versuchen, Ihnen zwischendurch auch „einfache Lösungen“ und Beispiele für die konkrete Unterrichtsgestaltung zu zeigen, die aber immer Ergebnis von didaktisch-methodischen Überlegungen sind und es auch in Ihrem Medienbildungskonzept sein sollten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz digitaler Medien ändert im Unterricht allein erstmal wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werde ich sie im Rahmen dieser Webseite auch hin und wieder gezielt überfordern, wenn ich Sie vielleicht mit Themen in Berührung bringe, von denen Sie noch nie etwas gehört haben. Betrachten Sie es dann lediglich als Blitzlicht auf mögliche Denkrichtungen und gestehen Sie sich die Zeit zu, die es braucht, um in der Breite in die digitale Welt hineinzuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seien Sie sich gewiss, dass diejenigen, denen Sie ihr Medienbildungskonzept angedeihen lassen wollen, dann genau so empfinden wie Sie, wenn ich andeute, was mit Big Data heute schon möglich ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept:utopie&amp;diff=50844</id>
		<title>Medienbildungskonzept:utopie</title>
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		<updated>2018-04-22T15:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====  Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:  \\…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===== Es könnte alles so leicht sein – eine Utopie =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stelle mir gerade vor, wie ich im Jahr 2030 etwas über die Schule im Jahr 2016 erzähle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
\\&lt;br /&gt;
==== Die Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„//Damals wurden tatsächlich noch von jeder Schülerin und jedem Schüler Geldbeträge in bar eingesammelt – eine nervenaufreibende und unterrichtszeitvernichtende Maßnahme. Heute läuft das zentral über Abbuchungsaufträge oder alternativ über Micropayment als App auf den Handys der Eltern. Der Klassenlehrer gibt einfach den gerade anstehenden Betrag und den Zweck in eine Maske ein und alle Eltern erhalten per App eine Nachricht. Anschließend bestätigen sie die Abbuchung einfach per Pin oder Fingerabdruck. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Auch die gefürchteten „Zettel mit Rücklauf“ gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Diese Informationen gehen schon seit Jahren per App auf das Gerät der Eltern, die den Erhalt bestätigen – alles natürlich mit automatischer Erinnerungsfunktion.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Terminplanung und Kalender? Natürlich sind alle Termine schon vor Schulbeginn in einem zentralen Kalender erfasst und aufeinander abgestimmt. Jeder kann mit seinem Mobilgerät die Termine synchronisieren, die sie oder er benötigt.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Damals gab es auch Paradoxien: Es wurden Zettel von der Schulleitung am Rechner erstellt, dann ausgegeben, ausgefüllt und schließlich zurück in den Rechner übertragen – meist schlicht „abgetippt“, z.B. bei der Schulanmeldung: Das ist heute Geschichte. Die Anmeldung und Datenerfassung läuft formal komplett über das Internet. Nach der Anmeldung schließen sich natürlich pädagogische Gespräche in der Schule an. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Das Verfahren ist in ähnlicher Form für unzählige weitere Vorgänge realisiert: Die Kurswahl in der Oberstufe, die Anwahl von Wahlpflichtkursen, die Bestellung und Abrechnung des Mittagsessens usw..//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Partizipationsbereitschaft und Identifikation mit einer Schule sind in einem hohen Maße von Transparenz abhängig. Mit einer zentralen Lernplattform für den Informationsaustausch und die Bereitstellung wichtiger Formulare haben sich die Voraussetzungen für echte demokratische Strukturen an den Schulen in den letzten Jahren stark verbessert. Engagement kann jedoch immer noch nicht verordnet werden.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Aber jede Schule hat durch die Technisierung von Verwaltungsprozessen viel mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Aufgabe. Schließlich geht es um den einzelnen Menschen.//&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Bei einigen Schulen unterstützen technische Verfahren mittlerweile sogar die Unterrichtsentwicklung. Einzelnen Fachschaften können gemeinsam online an schulbezogenen Arbeitsplänen arbeiten. In geeigneten Systemen lassen sich sogar Arbeitsmaterialien und didaktische Konzepte zu bestimmten Unterrichtsthemen hinterlegen. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Früher haben diejenigen mit dem geringsten Sitzfleisch aus den Fachschaften gerne einmal das schulinterne Curriculum per Copy&amp;amp;Paste aus Kerncurricula gestaltet – und diese Methode Schülerinnen und Schülern bei Referaten vorgeworfen. Heute kann sich jeder zu jeder Zeit mit einbringen – dank Versionierung auch völlig risikolos: Jeder Zustand ist per Klick immer wieder herstellbar. //&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
//Unnötig zu sagen, dass heute in jedem Klassenraum digital und drahtlos präsentiert werden kann und ein stabiles Internet zur Verfügung steht.“//&lt;br /&gt;
==== Reflexion der Utopie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch ist nichts davon utopisch. Alles kann schon heute genau so umgesetzt werden. Die Arbeit ist der Mensch, der diese Technologie für sich als Wert und Unterstützungsangebot erkennen und annehmen muss. Das Wort „muss“ mag dabei einengend wirken. Man könnte auf die Idee kommen, meine Utopien würden jedwede Kommunikation nur noch über Technologie abwickeln wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht gemeint. In vielen Schulen, in denen ich tätig bin, nimmt das persönliche Gespräch einen hohen Wert ein. Für mich auch. Aber es ist die Frage, ob ich Zeit dafür verwenden möchte, einem nicht abgegebenen Zettel hinterherzulaufen, oder ob ich Zeit für meinen Unterricht benötige. Oder ob ich meine Zeit dafür einsetzen will, formale Vorgänge nachzusteuern. Mir sind pädagogische Gespräche oder Gespräche über Inhalte sehr wertvoll und nicht über Plattformen abbildbar. Dafür fehlt mir oft die Zeit, weil so viel Formales zu erledigen ist. Da kann Technologie vielleicht auf Dauer helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Technologieeinsatzes stehen pädagogische Ziele. Und wenn ich formuliere, dass z.B. Schülerinnen und Schüler auch selbstbestimmt ortsunabhängig lernen können sollen, sind bestimmte technische Vorgaben bereits gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hingegen formuliere, dass ich als Lehrkraft in jedem Klassenraum präsentieren können möchte, geht es mir nicht um Unterrichtsqualität, sondern um Bequemlichkeit. Dann mache ich meinen Unterricht und wechsle eben nur das Medium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird sich diese Webseite lediglich „auch“ mit Technologie beschäftigen, aber im Wesentlichen mit dem Menschen, der mitgenommen werden muss auf diesem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde versuchen, Ihnen zwischendurch auch „einfache Lösungen“ und Beispiele für die konkrete Unterrichtsgestaltung zu zeigen, die aber immer Ergebnis von didaktisch-methodischen Überlegungen sind und es auch in Ihrem Medienbildungskonzept sein sollten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz digitaler Medien ändert im Unterricht allein erstmal wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werde ich sie im Rahmen dieser Webseite auch hin und wieder gezielt überfordern, wenn ich Sie vielleicht mit Themen in Berührung bringe, von denen Sie noch nie etwas gehört haben. Betrachten Sie es dann lediglich als Blitzlicht auf mögliche Denkrichtungen und gestehen Sie sich die Zeit zu, die es braucht, um in der Breite in die digitale Welt hineinzuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seien Sie sich gewiss, dass diejenigen, denen Sie ihr Medienbildungskonzept angedeihen lassen wollen, dann genau so empfinden wie Sie, wenn ich andeute, was mit Big Data heute schon möglich ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50843</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-04-22T15:13:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:wieanfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[medienbildungskonzept:phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== So könnte man es machen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
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		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-04-22T15:12:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* So könnte man es machen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:wieanfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[medienbildungskonzept:phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== So könnte man es machen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
* [[medienbildungskonzept:evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
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		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-04-22T15:12:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Praxis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:wieanfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[medienbildungskonzept:phasen|Phasen der Medienbildungskonzeptentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== So könnte man es machen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:visionsphase|Visionen entwickeln]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:bestandsaufnahme|Bestandsaufnahme und Dokumentation]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:infrastruktur|Infrastruktur als Kernproblem angehen]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:orientierungsphase|Dem System Orientierung bieten]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:informationsmanagement|Kommunikation und Zusammenarbeit an der Schule organisieren]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:fachschaftsarbeit|Arbeit in den Fachschaften]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:endgeraete|Bedarf an Endgeräten und Software]]&lt;br /&gt;
- [[medienbildungskonzept:evaluation|Evaluation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
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		<title>Medienbildungskonzept</title>
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		<updated>2018-04-22T15:09:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:waskommt|Was kommt da auf uns zu?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:wieanfangen|So viel? Wie fange ich bloß an?]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:fallstricke|Fallstricke und Umgang mit Verweigerung]]&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:verfuehrer|Technik - Verführer und notwendige Voraussetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
* [[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: /* Theorie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
[[:medienbildungskonzept:utopie|Es könnte alles so leicht sein - eine Utopie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepte werden in anderen Bundesländern als Niedersachsen gelegentlich als auch Medienkonzept bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von Medienbildungskonzepten&amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepten&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==== Einleitung ====&lt;br /&gt;
Im Zuge des nun vielleicht doch bald kommenden Digitalpaktes hat man in der Politik erkannt, dass Technikeinsatz alleine wahrscheinlich keinen großen Gewinn für den Unterricht bringt. Deswegen ist geplant, digitale Ausstattung von Schulen an das Vorhandensein von &amp;lt;ref&amp;gt;Medienbildungskonzepten&amp;lt;/ref&amp;gt; zu koppeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theorie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
	</entry>
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		<id>https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50634</id>
		<title>Medienbildungskonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Medienbildungskonzept&amp;diff=50634"/>
		<updated>2018-04-08T15:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mccab99: Die Seite wurde neu angelegt: „Test“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Test&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mccab99</name></author>
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