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	<title>ZUM-Unterrichten - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=152177</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-04-16T10:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Apostel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 8,1-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris, gestaltet von Carlo Marochetti 1842]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben zur Überprüfung des Wissens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Apostel==&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion|Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interaktive Übung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=152013</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-04-09T06:01:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 8,1-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris, gestaltet von Carlo Marochetti 1842]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben zur Überprüfung des Wissens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Apostel==&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[ategorie:Religion|Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interaktive Übung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-04-09T06:00:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */ neue Überschrft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 8,1-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris, gestaltet von Carlo Marochetti 1842]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben zur Überprüfung des Wissens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Apostel==&lt;br /&gt;
&amp;lt;r eferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[ategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekundarstufe 1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interaktive Übung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Worms_1521&amp;diff=151529</id>
		<title>Worms 1521</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Worms_1521&amp;diff=151529"/>
		<updated>2026-03-26T10:38:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Mögliche Auswirkungen für Kriege und Aufstände */ Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Lutherweg==&lt;br /&gt;
An vielen Stellen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern findet man Hinweise auf den Lutherweg. In einem Gemeinschaftsprojekt von Evangelischen Landeskirchen und Tourismusverbänden wurden Wanderwege ausgezeichnet in der Nähe der Route, die Luther im April und Mai 1521 auf dem Hin- und Rückweg zum Reichstag zu Worms zurücklegte. Die Lutherweg-Gesellschaft gründete sich 2008,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.lutherweg.de/&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 19.11.2020 13:14.&amp;lt;/ref&amp;gt; also zu Beginn der &#039;&#039;&#039;Lutherdekade&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.luther2017.de/&amp;lt;/ref&amp;gt; die mit dem Jubiläumsreformationstag am 31. Oktober 2017 Höhepunkt und Abschluss fand. Aber 1517 wurde nichts abgeschlossen, sondern es begann erst, zum Beispiel wurde der &amp;quot;Lutherweg&amp;quot; erst vier Jahre danach beschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Lernpfad rückt ein Ereignis in den Mittelpunkt, das am 17. und 18. April 1521 in Worms stattfand: Der unbestrittene und mächtigste Herrscher des überkommenen Heiligen Römischen Reiches steht einem Mönch und Professor gegenüber, der überall in Europa von sich reden macht. Am ersten Nachmittag bittet Luther um Bedenkzeit, während er am zweiten Nachmittag entschieden zu seinen Schriften steht und jede Zurücknahme verweigert. Am nächsten Morgen trägt der Kaiser eine persönliche Erklärung vor: Luther ist ein Irrlehrer, den Karl V. mit allen Mitteln verfolgen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was wäre wenn?==&lt;br /&gt;
Der Lernpfad verfolgt eine ungewöhnliche Methodik, die man &#039;&#039;&#039;kontrafaktische Geschichtsschreibung&#039;&#039;&#039; nennt. Christian Demandt hat in seinem 1996 in zweiter Auflage erschienenen Buch &#039;&#039;Ungeschehene Geschichte &#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Buch ist online auf Digitalisat verfügbar: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00048272_00002.html?context=demandt&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;spell=true&amp;amp;fulltext=demandt&amp;amp;mode=simple&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 26. 11. 2020 9:00&amp;lt;/ref&amp;gt; an zahlreichen Beispielen die Fruchtbarkeit der Fragestellung aufgezeigt. Matthias Pohlig hat im DLF Gespräch mit Christiane Florin am 28. Dezember 2017 die Frage erörtert, was geschehen wäre, hätte Luther 1517 seine Thesen für sich behalten &amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.deutschlandfunk.de/kontrafaktische-geschichtsforschung-was-waere-wenn-luther.886.de.html?dram:article_id=406958&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 26. November 2020 9:00&amp;lt;/ref&amp;gt; und an diesem Beispiel die kontrafaktische Geschichtsschreibung begründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lthers_Thesen_zum_Ablasshandel_Folgen_der_Veröffentlichung.jpg|Die Folie fasst einige der Ereignisse der Jahre 1518 und 1519 zusammen, die mit der Veröffentlichung der Thesen Martin Luthers zum Ablasshandel in Verbindung stehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild oben zeigt an einigen Beispielen, wie sich Luthers Thesen in Europa verbreiten und welche Reaktionen sie an verschiedenen Stellen auslösen. Man sieht, dass an vielen Stellen die Geschichte auch anders hätte weitergehen können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Martin Luther fand schnell zahlreiche Unterstützer in seinem Orden und darüber hinaus. Wie hätte er sich verhalten, wenn er mit seinen Thesen weitgehend alleine da gestanden hätte?&lt;br /&gt;
*Die Dominkaner in Sachsen waren die ersten, die Luther in Rom anzeigten. Johannes Eck, der mit Luther in vielen Fragen einig war, verwendet in den Jahren 1518 bis 1520 viel Energie, um Luthers Thesen auf allen Ebenen - Briefwechsel, Disputation, Intervention in Rom - zu bekämpfen. Ganz anders Erasmus von Rotterdam, dem es nicht in den Sinn gekommen wäre, jemanden anzuschwärzen. Wie hätten sich die Dinge entwickelt, wenn Luthers innerkirchliche Gegner nachgiebiger gewesen wären?&lt;br /&gt;
*Was wäre passiert, wenn Luther Kardinal Vio (Cajetan genannt) überzeugt und dieser sich in Rom für ihn eingesetzt hätte?&lt;br /&gt;
*Im Januar 1519 erreicht der päpstliche Gesandte Karl von Miltitz von Luther Zugeständnisse und es kommt zu einer einvernehmlichen Erklärung. Wie wäre die Geschichte weitergegangen, wenn es dabei geblieben wäre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre 1519 und 1520 werden die angedeuteten Optionen obsolet. Martin Luther distanziert sich in der Disputation von Leipzig im Juli 1519 von der Idee des Konzils als der traditionellen Methode innerkirchlicher Konfliktüberwindung. Im August 1520 bezeichnet er den Papst als &amp;quot;Antichristus&amp;quot;. Das ist eine biblische Gestalt, die die Christen vom Glauben an Jesus Christus, den Mensch gewordenen Gottessohn, abbringen und zur Gottlosigkeit verführen wird. (1. Johannesbrief 4,3; 2. Johannesbrief V.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt auf Betreiben von Johannes Eck wird im Frühjahr 1520 der Prozess gegen Martin Luther -  die &#039;&#039;Causa Lutheri&#039;&#039; - wieder aufgenommen. Im Juni erklärt der Papst 41 Aussagen Luthers zu Irrlehren und droht ihm den Bann (Ausschluss aus der Kirche) an, wenn er diese Aussagen nicht widerruft. Da kein Widerruf erfolgt, ist der Kirchenausschluss am 3. Januar 1521 die logische Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Luther vor dem Kaiser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Luther-in-Worms-auf-Rt.jpg|alternativtext=Martin Luther vor Kaiser Karl V.|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1521 gegen 18 Uhr abends wird Luther zum zweiten Mal vor den Kaiser geladen und mit der Frage konfrontiert, ob er die vom Papst verurteilten Aussagen widerrufen wolle. Eine längere Rede wird schließlich unterbrochen und von Luther eine klare und kurze Antwort verlangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin sagt er:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
Weil eure kaiserliche Majestät eine schlichte Antwort begehren, so will ich eine unanstößige und unbissige Antwort geben dieser Maßen: Es sei, dass ich durch Schriftzeugnis oder durch offenbare Ursachen (denn ich glaube weder dem Papst noch den Konzilien alleine, weil es am Tag ist, dass dieselben mehrmals geirrt und wider sich selbst geredet haben) überwunden werde. Ich bin überwunden durch die Schriften, wie angeführt, und gefangen in meinem Gewissen an dem Wort Gottes, derhalben ich nichts mag noch will widerrufen, weil wider das Gewissen handeln beschwerlich, unheilsam und gefährlich ist. Gott hilf mir! Amen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://archive.org/details/deutschereichst07kommgoog/page/n590/mode/2up&amp;lt;/nowiki&amp;gt;  (nachgeschlagen am 17.09.2020 09:20)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen danach fragt der Kaiser in die Runde, was jetzt zu tun sei, und da niemand das Wort ergreift, lässt er eine eigenhändig in französischer Sprache verfasste Erklärung verlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ein Ausschnitt in deutscher Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
Aufgrund natürlichen Rechtes und unseren Erbes werden wir bei der heiligen katholischen Religion bleiben, nach ihrem Vorbild leben und sterben als wahrhaftige Nachahmer des Beispiels unserer Vorgänger um der Gnade Gottes willen. Auch im besonderen Fall bin ich gehalten, das zu pflegen, was ich von meinen Vorläufern gesagt und woran ich mich bis heute gehalten habe. Denn nach den Beschlüssen von Konstanz und anderen ist gewiss, dass ein einzelner Bruder in seiner Meinung irrt, die sich gegen die ganze Christenheit richtet, die tausend und mehr Jahre besteht bis in die Gegenwart, zumal diese Einzelmeinung die christlichen Laien überall in den Irrtum führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb bin ich vollkommen entschieden, alle meine Königreiche und Herrschaften, meine Freunde, meinen Körper, mein Blut und meine Seele einzusetzen. Es wäre eine große Schande für mich und für Euch, die noble und berühmte deutsche Nation, einzigartig berufen zur Verteidigung und zum Schutz des katholischen Glaubens, sollte sich in unserer Zeit die Ketzerei und Schädigung des christlichen Glaubens wegen unserer Nachlässigkeit ausbreiten und wir und unsere Nachfahren für immer entehrt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://archive.org/details/deutschereichst07kommgoog/page/n610/mode/2up&amp;lt;/nowiki&amp;gt; und Folgeseite (nachgeschlagen am 03.09.2020 08:16)&amp;lt;/ref&amp;gt;|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hätte Luther widerrufen können?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{H5p-zum|id=8670|height=600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hätte der Kaiser auf die Reichsacht verzichten können?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{H5p-zum|id=8678|height=600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie Kaiser Karl V sich selbst verstand==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|Gehe bitte folgendermaßen vor:&lt;br /&gt;
# Lass dich unvoreingenommen auf [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tiziano-gloria-1554.jpg das Bild von Tizian &#039;&#039;La Gloria&#039;&#039;] ein.&lt;br /&gt;
# Formuliere erste Ideen, welchen Gesamteindruck das Bild auf dich macht und welche Elemente du spontan erkennst.&lt;br /&gt;
# Klicke unten die einzelnen Markierungen an und arbeite die Informationen zum Bild durch.&lt;br /&gt;
# Formuliere eine Gesamtinterpretation des Bildes und vergleiche sie mit der vorgeschlagenen Interprtation unten.&lt;br /&gt;
|Aufgabe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{H5p-zum|id=8680|600px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Interpretation|&lt;br /&gt;
Das Bild &#039;&#039;La Gloria&#039;&#039; hat Karl V. 1554 von seinem Hofmaler Tizian (1490-1576) herstellen lassen. Es soll ein ehrliches Selbstbild sein, das den Kaiser als frommen Beter und Büßer mit wenig schmeichelhaftem Aussehen zeigt. Auffallend und im Gegensatz zur Tradition sind folgende Merkmale:&lt;br /&gt;
* Der Kaiser und sein Sohn Philipp sind umgeben von Engeln und einer Unzahl namenloser Gesichter. Man sieht Karls verstorbene Frau, Philipps Mutter, aber keine damals aktuellen Heiligen, wie sie auf den Bilder der zeitgenössischen flämischen Meister als Begleiter der Stifter vorkommen.&lt;br /&gt;
* Statt dessen tauchen die wichtigsten Gestalten des Alten Bundes auf: Noah, Mose, Aaron, David und die Propheten bis hin zu Johannes dem Täufer und der Gottesmutter Maria.&lt;br /&gt;
* Kaiser Karl betont gerne das Alter der Familie und der Herrschertraditionen, in denen er steht. In diesem Bild beginnt die Tradition bei Noah und soll enden, wenn Gott alle Macht von den Menschen zurückgegeben worden sein wird.&lt;br /&gt;
* Dann soll sich erweisen, ob der Kaiser auf der richtigen Seite gekämpft hat und von Gott in Gnaden aufgenommen wird.&lt;br /&gt;
|Meinung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Welche Folgen hätte es gehabt, wenn Luther sich 1521 mit dem Kaiser verständigt hätte?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mögliche Auswirkungen für die Kirchenreform===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|&amp;quot;Evangelische&amp;quot; Kirchenreform|&lt;br /&gt;
An vielen Stellen in Europa beginnen in den 1520er Jahren Kirchenreformen, die durch gemeinsame Merkmale bestimmt sind:&lt;br /&gt;
* Aufhebung der Klöster, Orden und der zölibatären Lebensweise&lt;br /&gt;
* Abschaffung kirchlicher Riten, zB. der Beichte, der Fastengebote, des Heiligen- und Reliquienkultes,&lt;br /&gt;
* Konzentration auf den Glauben und auf die Bibel&lt;br /&gt;
* Gottesdienst, Predigt und Unterricht in der Landessprache&lt;br /&gt;
* Ablehnung des Papsttums&lt;br /&gt;
|Definition}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Huldrich Zwingli und die Zürcher Reformation====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwingli_Hans_Asper.jpeg|alternativtext=|zentriert|747x747px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zürich wurde bereits ab 1522 eine systematische Kirchenreform mit den aufgezählten Merkmalen unter Pfarrer &#039;&#039;&#039;Huldrich Zwingli&#039;&#039;&#039; (1490-1531) durchgeführt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Animationsfilm [https://www.youtube.com/watch?v=xi0nezfDhN0 &#039;&#039;Immer diese Zwinglis&#039;&#039; (10 MIN)] erinnert unterhaltsam an wichtige Stationen aus dem Leben des Reformators. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=8844|height=600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Kirchenreform und die Absage an das Papsttum ab 1522 in Zürich unter Huldrich Zwingli nicht stattgefunden hätten, dann wäre auch das Leben des &#039;&#039;&#039;Johannes Calvin&#039;&#039;&#039; (1509-1564) anders verlaufen. Er sah sich berufen, die Reformen Zwinglis fortzuführen und hatte dazu ab 1540 in der Stadt Genf die Gelegenheit. Eine kurze Vorstellung seines Lebens bietet ein [https://www.youtube.com/watch?v=RbwY3YPtmX8 Video (7 MIN)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Johannes Calvin und die Reformation in Genéve====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean_Calvin.jpg|alternativtext=|zentriert|786x786px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als Luther und Zwingli legte Calvin seine theologischen Auffassungen in einem umfassenden Werk dar, der &#039;&#039;Institutio Christianae Religionis&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Institutio erschien 1535 erstmalig im Druck, wurde aber von Calvin mehrfach überarbeitet und erweitert. Sie ist im Internet verfügbar: &amp;lt;nowiki&amp;gt;http://www.calvin-institutio.de/display_page.php?elementId=44&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (nachgeschlagen am 29.10.2020 10:29) &amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentrales Element seiner Theologie ist die Prädestinationslehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Stichwort &#039;&#039;&#039;Prädestinationslehre&#039;&#039;&#039;|&lt;br /&gt;
Gott hat den Menschen bereits vor seiner Geburt entweder zum Heil oder zum Verderben bestimmt. Der Mensch kann an seiner Bestimmung nichts ändern. Allerdings kann die Bestimmung des Menschen an seinem irdischen Schicksal abgeschätzt werden, da Gott denen ein tugendhaftes Leben und irdischen Wohlstand gewährt, die er für die ewige Seligkeit ausgewählt hat.&lt;br /&gt;
|Definition}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mayflower_in_Plymouth_Harbor,_by_William_Halsall.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1620 flohen 102 &amp;quot;Separatisten&amp;quot;, die von Calvin beeinflusst waren, aus England vor der Verfolgung durch die Krone nach Amerika und gründeten dort eine Kolonie und vereinbarten die Grundregeln ihres Zusammenlebens in einem Vertrag, der gut 150 Jahre später zum Vorbild der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika von 1787 wurde. Ohne die Standhaftigkeit Luthers und Zwinglis in ihren Überzeugungen wäre es dazu nicht gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hochschätzung der Selbständigkeit jedes Einzelnen und der lokalen Gemeinde, im Misstrauen gegenüber übergeordneten Autoritäten und einem großflächigen Staatswesen, im Glauben an die Fähigkeit jedes von Gott ausersehenen Menschen, sein Glück zu machen, in der Ablehnung eines lasterhaften Lebenswandels, vor allem sexueller Verfehlungen und des Rauschmittelkonsums, kann bis heute ein Einfluss der Prädestinationslehre und der Kirchenzucht Calvins auf Grundüberzeugungen vieler US-Amerikaner, die sich gerne auch als &#039;&#039;moral majority &#039;&#039; sehen, ausgemacht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Landgraf Philipp I. von Hessen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bevor Johannes Bugenhagen, seit 1523 Pfarrer in Wittenberg, in Luthers Wohnort eine Kirchenordnung etablieren konnte, letztlich erst 1532, preschte Philipp I. von Hessen (1504-1567) vor und ludt alle Pfarrer seines Herrschaftsgebietes 1526 nach Homberg an der Efze zu einer Synode ein. Die Stimmen, die diese Synode für unzuständig hielten, eine Kirchenreform anzustoßen, wurden zum Schweigen gebracht. Daher wurde in Hessen als erstem deutschen Land nach den Anregungen Luthers und dem Vorbild Zwinglis eine evangelische Kirchenordnung mit den oben genannten Merkmalen durchgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenzen zwischen Zwingli und Luther versuchte Philipp dadurch zu überwinden, dass er die beiden 1529 nach Marburg zu einem Religionsgespräch nötigte. Da Luther zu keinen Zugeständnissen bereit war, musste das Marburger Religionsgespräch scheitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die katholische Gegenreform====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Karl V. hatte seit seinem Amtsantritt 1520 hartnäckig auf ein Konzil gedrängt, das die GRAVAMINA NATIONIS GERMANIAE, die Beschwerden der Deutschen gegen den Heiligen Stuhl und die päpstliche Kurie, bearbeiten und beheben sollte. Als das Konzil 1545 endlich zusammentrat, waren die Evangelischen schon nicht mehr bereit, daran teilzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1541 war ein neuer Orden entstanden, die SOCIETAS IESU, die in ihr Ordensgelübde den unbedingten Gehorsam gegenüber dem Papst aufgenommen hatte, und rasch an Einfluss in der Kirche gewann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Papst Paul III. den Konzilsteilnehmern vollkommene Redefreiheit gewährte, ging doch die Stimmung dahin, dass &amp;quot;katholisch&amp;quot; sein nunmehr bedeutete, entschieden anders zu sein als die evangelischen &amp;quot;Ketzer&amp;quot;. Seit langem bestehende theologische Meinungsverschiedenheiten wurden beendet, indem das Konzil sich auf die Gegenseite der evangelischen Positionen festlegte: Man legte die Zahl der Sakramente auf sieben fest, bestimmte den Umfang der Bibel unter Einschluss der von Luther für &amp;quot;apokryph&amp;quot; erklärten Bücher, stärkte die Stellung des Papstes und des Klerus, legte einen einheitlichen lateinischen Messritus für die ganze Welt fest, um nur ein paar Beispiele zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassende Aufgabe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Fasse die einzelnen Stationen der Kirchenreform, von denen dieses Kapitel berichtet, in einer Skizze zusammen, die Beeinflussungen und Abgrenzungen darstellt.&lt;br /&gt;
* Schildere die Gefahren, die die Entwicklung Deiner Meinung nach in sich barg.&lt;br /&gt;
* Skizziere eine alternative Geschichte, die damit beginnt, dass sich Kaiser Karl V. und Martin Luther in Worms 1521 einigen.&lt;br /&gt;
|Aufgabe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mögliche Auswirkungen für Kriege und Aufstände===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte Kaiser Karl V. mit seinem Streben, das römische Reich zusammenzuhalten, erfolgreicher sein können, wenn er Martin Luther 1521 nicht verurteilt hätte? Oder hätte die Weigerung, dem Bann des Papstes die Reichsacht folgen zu lassen, eine erfolreiche Politik des Kaisers von vorneherein ausgeschlossen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Battle_of_Pavia_1525.PNG|alternativtext=|zentriert|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Die Schlacht von Pavia zwischen Karl V. und Franz I. von Frankreich 1525&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{H5p-zum|id=8851|height=600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sack_of_Rome_of_1527_by_Johannes_Lingelbach_17th_century.jpg|alternativtext=|zentriert|800px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Die Plünderung Roms 1527&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauernkriege gehören nicht nur deshalb zu den traurigsten Ereignissen der frühneuzeitlichen Geschichte, weil etwa 75.000 Menschen zu Tode kamen. Sie haben auch die Atmosphäre vergiftet, Angst, Misstrauen und Hass hinterlassen, die auch die religiösen Fragen kontaminieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fragt sich nun, was spricht &amp;lt;b&amp;gt;dafür&amp;lt;/b&amp;gt;, was spricht &amp;lt;b&amp;gt;dagegen&amp;lt;/b&amp;gt;, dass es deshalb zu den Baueraufständen kam, weil Luther vor dem Kaiser den Widerruf verweigert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{H5p-zum|id=8852|height=600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichstage zwischen 1526 und 1542 schieben die Regelung der Religionsfragen immer wieder auf. Die gewaltsame militärische Ordnung der Religion im Reich durch den Kaiser scheitert 1546-1547. Auf dem Reichstag in Augsburg 1555 wird eine Regelung beschlossen, die jedem Territorialherrscher in religiösen Fragen freie Hand lässt: CUIUS REGIO EIUS RELIGIO: Wer das Land hat, bestimmt über die Religion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Frieden, der in Deutschland immerhin 63 Jahre hält, ist brüchig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die brachiale Herrschaftsausübung der Spanier in den Niederlanden führt 1568 zur Erhebung der &#039;&#039;Geuzen &#039;&#039;und zur Abspaltung der Niederlande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 bricht in Böhmen ein Krieg aus, der 30 Jahre lang in allen Ländern Deutschlands tobt und etwa sechs Millionen Menschen das Leben kostet. Zu den Gebietsverlusten des deutschen Reiches durch den Friedensschluss in Münster 1648 gehören die Niederlande, die Schweiz, die selbständig wurden, das Elsass, das zu Frankreich kam, während Schweden die hinzugewonnenen Gebiete in der Umgebung der Odermündung nicht dauerhaft behalten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Länder Europas europäische Union hervorgehoben.jpg|thumb|Die Karte zeigt die politische Gliederung Europas und der europäischen Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgabe|&lt;br /&gt;
Schau Dir die Karte rechts an, die politische Gliederung der europäischen Union. (Sie lässt sich durch Klicken vergrößern.)&lt;br /&gt;
* Ergänze die Namen der Länder, die nicht zur EU gehören.&lt;br /&gt;
* Kennzeichne mehrheitlich katholische Länder mit einem Kasten um den Namen&lt;br /&gt;
* Kennzeichne mehrheitlich evangelische Länder mit einer Ellipse. um den Namen,&lt;br /&gt;
* Kennzeichne mehrheitlich orthodoxe Länder mit einer Wolke um den Namen.&lt;br /&gt;
* Welche Grenzen in Europa sind also zugleich Konfessionsgrenzen?&lt;br /&gt;
* Welche Länder werden im vorstehenden Artikel erwähnt, welche Grenzen wurden also am Ende des 30-jährigen Krieg durch den westfälischen Frieden gezogen?&lt;br /&gt;
* Schreibe ein paar Überlegungen nieder, wie Europa heute aussehen könnte, wenn sich alle Parteien beim Reichstag zu Worms 1521 gütlich geeinigt hätten und es nicht zur Reichsacht über Martin Luther gekommen wäre.&lt;br /&gt;
|Aufgabe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:283443-st-article620 Aufgabe.jpg|&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Lösungsvorgschlag zur Aufgabe]] (mit Ausnahme der letzten Teilaufgabe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühe Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernpfad]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150811</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150811"/>
		<updated>2026-03-19T12:41:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris, gestaltet von Carlo Marochetti 1842]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben zur Überprüfung des Wissens ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150810</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:39:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris, gestaltet von Carlo Marochetti 1842]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:34:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Fra Angelico: Noli me tangere (1442)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150808</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:32:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb|Maria Magdalena, von Engeln getragen, Hochaltar in La Madeleine, Paris]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150807</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:30:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150806</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:30:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:|thumb|Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150805</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150805"/>
		<updated>2026-03-19T12:28:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */ Bild&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
[[File:Eglise de la Madeleine Charles Marochetti Ravissement de Sainte Marie-Madeleine 2 27102018.jpg]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:18:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in {{wpde|Vezelay}}, Lazarus in {{wpde|Autun}}.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150803</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150803"/>
		<updated>2026-03-19T12:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in Vezelay, Lazarus in Autun.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde|La_Madeleine_(Paris)|La Madeleine zu Paris}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150802</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150802"/>
		<updated>2026-03-19T12:15:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */ Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in Vezelay, Lazarus in Autun.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche {{wpde| La Madeleine zu Paris|La_Madeleine_(Paris)}}.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150801</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150801"/>
		<updated>2026-03-19T12:13:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */ Kleine Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in Vezelay, Lazarus in Autun.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche La Madeleine zu Paris.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150800</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T12:11:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden, so erzählt es Jakobus, zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise an die französische Küste in der Nähe des Ortes &#039;&#039;Saintes-Maries-de-la-Mer.&#039;&#039; Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von &#039;&#039;Marseille&#039;&#039;, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei &#039;&#039;Tarascon&#039;&#039; in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzählt, dass Maria Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach &#039;&#039;Ephesos&#039;&#039; begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in &#039;&#039;Larnaka auf Zypern&#039;&#039; als erster Bischof verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach &#039;&#039;Konstantinopel&#039;&#039; - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. Auf diese Weise kam es, folgt man der zypriotischen Version, zur Verehrung des Lazarus in Frankreich. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in Vezelay, Lazarus in Autun.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand), nicht zu vergessen die wechselvolle Geschichte der Kirche St. Madeleine zu Paris.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150799</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T11:53:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */ Texteingabe&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua. Die &#039;&#039;Legenda&#039;&#039; war für 300 Jahre eines der beliebtesten Bücher des christlichen Abendlandes und Vorbild der religiösen Kunst dieser Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Legenda Aurea, übersetzt von Richard Benz, Heidelberg (Lambert Schneider) 1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;Legenda Aurea&#039;&#039; wird Maria aus Magdala mit Maria aus Bethanien, der Schwester des Marthas und Lazarus&#039; identifiziert. Die drei Geschwister wurden demnach zusammen mit anderen Christen in einem Boot ohne Antrieb und Steuer auf dem Mittelmeer ausgesetzt und kamen auf wunderbare Weise nach Marseille. Sie wanderten dann auf getrennten Wegen durch den südlichen Teil Frankreichs, um dort die christliche Botschaft zu verbreiten. Lazarus wurde der erste Bischof von Marseille, Maria verbrachte im &#039;&#039;massif de sainte baume&#039;&#039; dreißig Jahre der Buße und Entsagung; von Marta wird erzählt, dass sie bei Tarascon in der Nähe von Avignon einen Drachen gezähmt und dort dreißig Jahre gelebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Legende erzält, dass Magdalena Johannes und Jesu Mutter nach Ephesos begleitet hat und dort lebte; Lazarus wiederum wird auch in Larnaka auf Zypern als erster Bischof daselbst verehrt, seine Reliquien wurden allerdings nach Konstantinopel - heute Istanbul - gebracht und dort durch Kreuzritter 1204 geraubt. So kamen sie nach Marseille. Auch in Burgund werden die Gebeine der Geschwister verehrt: Maria in Vezelay, Lazarus in Autun.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Magdalena.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Lazarus_von_Bethanien.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;quot;Echtheit&amp;quot; der gezeigten Reliquien zu fragen, macht daher wenig Sinn. Wir sehen vielmehr, dass sowohl im Osten als auch im Westen Maria aus Magdala als so wichtig empfunden wurde, dass man an vielen Orten die Verbindung zu ihr suchte (und in den passenden Legenden und Hinterlassenschaften auch fand).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150791</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150791"/>
		<updated>2026-03-19T09:35:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */ Neuanlage Kapitel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Leganda Aurea&#039;&#039; wurde 1263-1273 verfasst von dem Dominikaner Jakobus de Voragine, von 1282-1292 Erzbischof von Genua.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150789</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-19T09:25:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt Magdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht kennt. Dabei geht es nicht vordringlich um die Details eines individuellen Schicksals, sondern um die Möglichkeiten, die einem Menschen, einer Frau in der Gegenwart Jesu Christi offenstehen. Diese Möglichkeiten haben in dem Ehrentitel &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Apostola Apostolorum,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;die Botschafterin der Botschafter Christi,&#039;&#039;&#039; ihren treffenden Ausdruck gefunden.                                                                         &lt;br /&gt;
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=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */ Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hat sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, und ist Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht, ebensowenig in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes.                                                                         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Evangelien keine Nachrichten oder Protokolle in unserem Sinne sind; alleine die Abweichungen zwischen verschiedenen Versionen der Geschichten verbieten es, aus ihnen eine exakte Rekonstruktion der historischen Ereignisse gewinnen zu wollen. Was wir sicher sagen können: Die Evangelisten fanden, dass von einer Frau namens Maria aus der galiläischen Stadt ;agdala erzählt werden muss, weil man sonst einen wesentlichen Zug der Person Jesu Christi nicht versteht.                                                                        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in der Legende */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
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=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird Maria Magdalena ebensowenig erwähnt wie in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes. Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hätte sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, wäre dann auch Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht.                                                                        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird Maria Magdalena ebensowenig erwähnt wie in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes. Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hätte sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, wäre dann auch Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht.                                                                        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150362</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150362"/>
		<updated>2026-03-05T11:22:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird Maria Magdalena ebensowenig erwähnt wie in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes. Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten (Apostelgeschichte 1,14). Dann hätte sie auch die Ausgießung des Heiligen Geistes miterlebt, die wir an Pfingsten feiern, wäre dann auch Gründungsmitlied der christlichen Kirche. Die Annahme liegt vom Kontext her nahe; namentlich erwähnt wird Maria aus Magdala in der Apostelgeschichte nicht.            &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150361</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-03-05T11:18:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird Maria Magdalena ebensowenig erwähnt wie in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes. Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten. (Apostelgeschichte 1,14)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Johannes (20,11-18) hat die Begegnung des Auferstanden mit Magdalena als anrührendes Gespräch gestaltet, in dem Jesus seine Anhängerin daran hindert, ihn festzuhalten. Die lateinische Formel dafür - &#039;&#039;Noli me tangere&#039;&#039; - ist zu einem beliebten Bildtitel geworden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird Maria Magdalena ebensowenig erwähnt wie in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes. Die Annahme liegt nahe, dass sie zu den Frauen gehörte, die sich zwischen Ostern und Pfingsten in einem &#039;&#039;Obergemach versammelten,&#039;&#039; um dort gemeinsam zu beten. (Apostelgeschichte 1,14)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
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=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
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[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|thumb|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). In den Bildern von der Kreuzigung Jesu hat sich die Version des Johannesevangeliums durchgesetzt, nach der bei dem Kreuz neben der Maria aus Magdala und der Maria, der Frau des Klopas, auch Maria, die Mutter Jesu, und &#039;&#039;der Jünger, den Jesus liebte,&#039;&#039; standen. (Johannes 19,25-27).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Angelico, noli me tangere.jpg|thumb|Angelico, noli me tangere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Evangelien stimmen darin überein, dass Maria Magdalena zu den Frauen gehörte, die am Sonntag nach Jesu Hinrichtung sein Grab aufsuchten (Mt 28,1; Mk 16,1; Lk 24,10; Joh 20,1). Sie fanden das Grab leer und wurden darüber belehrt, dass Jesus von den Toten auferstanden war. &lt;br /&gt;
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=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|mini|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkennnn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). &lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|mini|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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	<entry>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150356"/>
		<updated>2026-03-05T10:49:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|&lt;br /&gt;
#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkenntn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
Untersuche die Details:}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=750px|width=400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu (Mt 27,56; Mk 15,40 Joh 19,25). &lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena unter dem Kreuz Dürer Zeichnung 1523.jpg|mini|Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<updated>2026-03-05T10:48:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: ein Werk von Albrecht Dürer (1471-1528) von Digitale Bibliothek 25000 Meisterwerke mit dem Hochlade-Assistenten hochgeladen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=={{int:filedesc}}==&lt;br /&gt;
{{Information&lt;br /&gt;
|description={{de|1=Eine Studie von Albrecht Dürer, die Maria Magdalena unter dem Kreuz zeigt.}}&lt;br /&gt;
|date=1523&lt;br /&gt;
|source=Digitale Bibliothek 25000 Meisterwerke&lt;br /&gt;
|author=Albrecht Dürer (1471-1528)&lt;br /&gt;
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|other versions=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=={{int:license-header}}==&lt;br /&gt;
{{cc-zero}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria Magdalena in den Evangelien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkenntn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in den Evangelien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria, genannt Magdalena, wird neben Johanna und Susanna als eine der Frauen genannt, die zusammen mit vielen namentlich nicht genannten Frauen Jesus bei seinen Wanderungen durch Galiläa begleiten. Johanna wird vorgestellt als die Frau des Chuza, einem Verwaltungsbeamten im Dienst des Königs Herodes. Von Susanna erfahren wir weiter nichts, doch von Maria wird gesagt, dass &#039;&#039;sieben Dämonen von ihr abgelassen hatten&#039;&#039;. (Lukas 81-3). Eine ausführliche Heilungsgeschichte davon gibt es in den Evangelien nicht. Im Anhang des Markusevangeliums wird erwähnt, dass der auferstandene Jesus der Maria, der Magdalenerin erschienen sei, &#039;&#039;der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte&#039;&#039; (Markus 16,9). Demnach wäre diese Maria durch eine Heilungserfahrung zu Jesus gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei der vier Evangelien erwähnen Maria Magdalena ausdrücklich als Augenzeugin der Kreuzigung Jesu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena in der Legende ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria Magdalena im Bild ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
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== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
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== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria aus Magdala */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Eifügen einer Box und einer App&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|&lt;br /&gt;
#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkenntn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 2. Schritt|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45955|height=1000px}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T11:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|&lt;br /&gt;
#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkenntn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Benutzer:Antonius&amp;diff=150040</id>
		<title>Benutzer:Antonius</title>
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		<updated>2026-02-26T11:05:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Antonius Karl Vörckel &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
36 Jahre lang habe ich in Gießen und Laubach als katholischer Religionslehrer im Auftrag des Bistums Mainz gearbeitet. Seit meiner Pensionierung arbeite ich für das Medienhaus der katholischen Kirche Deutschlands in Bonn an einem Online Unterrichtswerk. In ZUM Unterrichten würde ich gerne die Materialien des ZBK (ZUM-Wiki-Buch Katholische Religion) überabeitet neu aufbauen. Es geht mir dabei um interaktive Angebote, mit denen Schülerinnen und Schüler unmittelbar arbeiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.zum.de/ouw_kath/index.htm Begleitmaterial Online Unterrichtswerk katholische Religion]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://verein.zum.de/admidio ZUM Mitgliederverwaltung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://apps.zum.de/accounts/antonius h5p Benutzerseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.zum.de/portal/ ZUM Startseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Apostola apostolorum|Apostola Apostolorum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilder zur Bibel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Katholische Religionslehre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Worms 1521]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Quantenphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150039</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T11:04:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Box eingeführt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria aus Magdala gehört zu den beliebten und häufig dargestellten Heiligen der katholischen Kirche. Das Bild unten ist an einer Säule der Pfarrkirche von Mülheim-Kärlich angebracht. Die Kirche ist dem Heiligen Mauritius und der heiligen Maria Magdalena geweiht, besteht seit mehr als tausend Jahren, wurde aber immer wieder um- und angebaut, zuletzt 1931. Die barocken Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert wurden in den neu gebauten Teilen wieder aufgestellt, darunter die hier dargestellte Maria Magdalena:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Bildbetrachtung 1. Schritt|&lt;br /&gt;
#Schau Dir die Statue aufmerksam an und notiere die Details, die Du erkenntn kannst.&lt;br /&gt;
#Tausche Dich mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin aus und ergänzt Eure Beobachtungen.}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T10:50:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Maria aus Magdala */ Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp).JPG|Maria Magdalena in St. Mauritius Kärlich (um 1730 - Sp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150025</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T09:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Lernpfad angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=Frauen in Bibel Kirche und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150024</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T09:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Anlage Lernpfad&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maria aus Magdala ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Apostola_apostolorum&amp;diff=150023</id>
		<title>Apostola apostolorum</title>
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		<updated>2026-02-26T09:37:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Neuanlage eines Lerpfades&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Überschrift 1 ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=Katholische_Religionslehre/Katholisch&amp;diff=150022</id>
		<title>Katholische Religionslehre/Katholisch</title>
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		<updated>2026-02-26T09:28:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Rechtfertigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das katholische Prinzip lässt sich in drei Prinzipien differenzierter ausdrücken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Monotheismus ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Prinzip des einen wahren Gottes gegen alle falschen Religionen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung der christlichen Religion fällt mit dem Ursprung des Judentums zusammen. Amos, Hosea und Elia treffen im 8. Jahrhundert v. Chr. eine mosaische Unterscheidung; es ist aber nicht so sehr – wie Jan Assman meinte – die Unterscheidung zwischen wahrer und falscher Religion, sondern der beobachteten falschen Religion wird ein wahrer Gott gegenüber gestellt, dem der falsche Gottesdienst ein Gräuel ist, der Gerechtigkeit einklagt und Strafe androht. Die katholische Religion ist von ihrem Ursprung her eine prophetische Protestreligion und ist es – trotz aller Verwicklung der Kirche in Macht und Reichtum – in einer Unterströmung immer geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtfertigung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Prinzip der Rechtfertigung des Menschen durch den einen Gott&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mythos und Epos, Roman und Film lieben den &#039;&#039;Heros in tausend Gestalten&#039;&#039; (Campbell). Christus zu folgen, bedeutet auf Erlösung durch ihn zu hoffen, darin zugleich eine spezifische Vorstellung anzunehmen, wovon der Befreier befreit: Es ist die Befreiung der Person aus der &#039;&#039;Seinsgrundlosigkeit&#039;&#039; (Hans Blumenberg). Von keinem der zur Zeit über achttausend Millionen Menschen ist es egal, ob es ihn gibt oder nicht, denn der eine Gott ist in Jesus für jeden einzelnen von ihnen engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Prinzip der Gemeinschaft als Ort der Gegenwart Gottes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hat keine Schrift hinterlassen, sondern eine Religionsgemeinschaft, die sich durch ein Freundschafts-Netzwerk ausbreitet anstelle des Hinweinwachsens in familiäre Traditionen. Man wird berufen und entscheidet sich dazuzugehören oder man entscheidet sich dagegen. Zugehörigkeit ist auf allen Ebenen Zugehörigkeit zu bestimmten Personen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hauskirche die Zugehörigkeit zu Vater und Mutter, Schwester und Bruder, Oma, Opa, Onkel, Tante, Paten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ortskirche ist es die Zugehörigkeit zum Pfarrer und seinem Seelsorgsteam, zum Religionslehrer, zum Helfer in einer Notlage; alle Mitarbeiter schickt der Bischof und nur das begründet ihren Status als Mitarbeiter der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weltkirche ist es die Zugehörigkeit zum Papst und zur Gemeinschaft der Bischöfe weltweit und durch alle Zeiten vom Tod bis zum Gericht Jesu Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den drei Prinzipien folgen die Themen der katholischen Religionslehre. Sie werden aber nicht – nach Art der Universitätstheologie – in drei Traktaten systemorientiert abgehandelt. Denn der Unterricht folgt zusätzlich dem Prinzip, den Kindern und Jugendlichen in jedem Alter das anzubieten, was sie auffassen können, wofür sie die Lernvoraussetzungen mitbringen, was sich im Blick auf die Themenabfolgen der anderen Schulfächer empfiehlt. Also ist die Religionslehre in Jahrgängen gegliedert, und die systematische Einheit des ganzen ist – für die Älteren zunehmend auch in Unterrichtsthemen – als Hintergrund gegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Joseph Campbell: &#039;&#039;Der Heros in tausend Gestalten&#039;&#039; TB (Insel) Frankfurt 1999 (englisches Original New York 1949)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Religionslehre|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150012</id>
		<title>KI und Religion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150012"/>
		<updated>2026-02-26T08:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: Lernpfad&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lernpfad|Titel=KI und Religion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lernpfad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Fragestellung des Lernpfades|Claudia Paganini hat sicher einen der profiliertesten Beiträge zur Bedeutung der KI in der Religion vorgelegt. Im Unterricht geht es darum, zu einer Reflexion anzuleiten&lt;br /&gt;
* ob Claudia Paganini mit ihrer These von der KI als neuem, als besserem Gott richtig liegt und&lt;br /&gt;
* ob wir uns wünschen können, dass sich die Religion der Zukunft an der KI ausrichtet.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Arbeitsschritte des Lernpfades|# Beschäftigung mit den neun Eigenschaften (eines) Gottes, die Paganini ihrem Konzept zugrundelegt&lt;br /&gt;
# Erörterung der Übertragung dieser Eigenschaften auf die KI&lt;br /&gt;
# Vorläufige Beurteilung des Gesamtkonzeptes &amp;quot;KI als neuer, besserer Gott&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Reflexion der Situation des Menschen an seinem Endgrät&lt;br /&gt;
# Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung im Vergleich&lt;br /&gt;
# Was KI technisch gesehen kann und wo die Grenzen liegen&lt;br /&gt;
# Welche Rolle wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Verbreitung der KI spielen&lt;br /&gt;
# Aktuelle Debatten rund um KI, die für die Einschätzung ihrer religionsgeschichtlichen Bedeutung relevant sind&lt;br /&gt;
#KI als Religion und die menschliche Aufmerksamkeit: abschließende Fragen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Claudia Paganini: &#039;&#039;Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche,&#039;&#039; Freiburg (Herder) 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirk Baecker (*1955): &#039;&#039;Die Gesellschaft der Zukunft lebt in Netzwerken&#039;&#039; in: Deutschlandfunk Nova Hörsaal vom 22. 9. 2019: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/soziologie-die-gesellschaft-der-zukunft-lebt-in-netzwerken&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 13.11.2025 10:01.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KI als Gott? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottes Eigenschaften nach Paganini.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun Eigenschaften Gottes nach Claudia Paganini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Schau dir die neun Eigenschaften (eines) Gottes genau an.&lt;br /&gt;
* Bringe die Eigenschaften in eine Reihenfolge: Welche Eigenschaften sind für &amp;quot;Göttlichkeit&amp;quot; am wichtigsten.&lt;br /&gt;
* Versuche für die ersten drei oder vier Eigenschaften eine Definition.&lt;br /&gt;
* Benenne Deine Quellen: Wo hast Du gelernt, dass Deine Definitionen die göttlichen Eigenschaften richtig beschreiben? }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Claudia Paganinis Beschreibung göttlicher Eigenschaften und die Anwendung auf KI&lt;br /&gt;
! Göttliche Eigenschaft !! Übertragung auf KI&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beginnend mit dem ägyptischen König Echnaton setzt sich in Judentum, Christentum und Islam die Idee der &#039;&#039;&#039;Einzigkeit&#039;&#039;&#039; Gottes durch, die eine Entsprechung im Polytheismus hat, sofern das Pantheon hierarchisch aufgebaut ist. || Der Moment der Einzigkeit (Singularität) der KI wird erreicht sein, wenn es nicht nur eine Pluralität nützlicher Anwendungen gibt, sondern die KI autonom an ihrer eigenen Verbesserung arbeitet und damit dem Menschen als einheitlicher und einzigartiger Innovationsmotor gegenübersteht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Allgegenwart&#039;&#039;&#039; der Götter, des einen Gottes oder abstrakter göttlicher Kräfte lässt sich nicht nur in den Vorstellungen und Riten der Menschen seit frühester Zeit nachweisen, sondern prägt auch ihr Handeln, das sich vor dem stets anwesenden Göttlichen verantworten muss. || Während die Gläubigen bislang nur darauf hoffen und vertrauen konnten, in allen Unwägbarkeiten des Daseins stets einen potenten Begleiter in Form ihrer Götter oder des einen Gottes an ihrer Seite zu haben, ist es mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz gelungen, einen solchen überlegenen Begleiter zweifellos &amp;quot;echt&amp;quot; zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Während im Polytheismus die Götter jeweils auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind und ein begrenztes Expertenwissen besitzen, gilt der Gott der monotheistischen Religionen als &#039;&#039;&#039;allwissend&#039;&#039;&#039;. Er weiß alles über den Lauf der Welt und blickt in das Innerste des Menschen und kennt dessen Zukunft. Das widerspricht der Vorstellung menschlicher Handlungsfreiheit. || Da KI prinzipiell auf alle verfügbaren Daten zugreift, weiß sie alles, was gewusst werden kann. Sie wird als dem Menschen überlegene Superintelligenz mehr und mehr strategische und organisatorische Entscheidungen dominieren. Dadurch könnte es zu einer Situation kommen, in der sich der Mehrwert unserer Freiheit nicht mehr entschließt und wir der allwissenden KI alle Entscheidungen überlassen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Im Polytheismus ist die Macht zwischen den verschiedenen Göttern in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen aufgeteilt; doch tendiert die Entwicklung dahin, einen obersten Gott zu konzipieren, dessen Macht allem anderen überlegen ist. Im Monotheismus ist die &#039;&#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;&#039; in den Händen des einen Gottes konzentriert, dessen Herrschaft über Leben und Tod sich für Christen in den Wundertaten des Gottmenschen erweist. || Die unbegrenzte Herrschaft über Leben und Tod erreicht die KI einerseits durch den umfassend informierten und präzise gesteuerten Einsatz moderner Kriegswaffen. Ein Weiterleben nach dem Tod wird möglich, wenn KI digitale Abbilder der Toten mit den Nachkommen weiter kommunizieren lässt. Dank ihrer überlegenen Intelligenz fühlen sich Menschen mehr und mehr abhängig von der KI, erkennen deren Allmacht also gläubig an.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Götter der Naturreligionen und des Polytheismus sind zwar in Naturerscheinungen und Tieren präsent, zugleich aber dem Zugriff des Menschen entzogen. Diese &#039;&#039;&#039;Transzendenz&#039;&#039;&#039; des Göttlichen erreicht im jüdischen Monotheismus einen Höhepunkt: Gott darf nicht angeschaut, sein Name nicht ausgesprochen werden. Die drei monotheistischen Religionen müssen Lösungen finden, wie man sich einem Wesen anvertrauen soll, demgegenüber man maximale Distanz empfindet. || Menschen können die Vorgehensweisen und Intentionen der KI nicht nachvollziehen. Niemand kann die Masse der Daten sichten, die in ein Ergebnis eingehen. Paganini sieht in der Unabhängigkeit der KI von der genutzten Hardware, der „Hardware-Agnostik“, ein Transzendieren der Materiegebundenheit. Schließlich stehen die Menschen ehrfürchtig den Fähigkeiten der KI gegenüber, wie sie einst Ehrfurcht gegenüber ihren Göttern gezeigt haben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| In der Religionsgeschichte lässt sich die Sehnsucht nach der &#039;&#039;&#039;Nahbarkeit&#039;&#039;&#039; der Götter, nach Orten und Ritualen der Begegnung und nach Personen nachweisen, die zwischen Gott und den Menschen vermitteln können. Im Monotheismus ist Gott den Menschen durch sein Wort nahe, im Christentum als Mensch gewordener Gott. || Die unausgesetzte Greifbarkeit der KI hat ihre eigenen Rituale erzeugt, etwa sich vom KI- Assistenten nach dem Aufstehen auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Dass KI menschliche Sprache benutzen kann, überbrückt die Distanz zu den unbegreiflichen Algorithmen, besonders, wenn der Sprache Empathiefähigkeit einprogrammiert wird. KI ist dank ihrer Realisierung durch künstliche Neuronen ein Abbild menschlicher Intelligenz, und Menschen erleben sich selbst als Abbild der KI.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Verbindung von Gott und &#039;&#039;&#039;Gerechtigkeit&#039;&#039;&#039; zeigt sich, wenn Hammurabi vom Gott Schamasch die auf der berühmten Stele eingemeißelten Gesetze empfängt. Auch der jüdische Gott gibt verbindliche Gesetze, nach denen er die Menschen richtet, verspricht zugleich aber Barmherzigkeit im Umgang mit den Übertretern. In der Alltagserfahrung zeigt sich die Gerechtigkeit des Weltregenten nicht durchgängig, ein Grund zum Glaubenszweifel. || KI wird auf verschiedene Weise zur Einhaltung von Regeln eingesetzt, etwa wenn soziale Netzwerke den Richtlinien widerstreitende Posts automatisch erkennen und löschen. Als Akt der Barmherzigkeit wertet Paganini, wenn KI-generierte Chatbots auf Beleidigungen nicht mit Beleidigungen oder Abbruch, sondern höflich und hilfreich reagieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wenn der Mensch sein Leben nach den göttlichen Geboten gestaltet, eingebunden in die göttliche Ordnung der Welt, entsteht &#039;&#039;&#039;Sinnstiftung.&#039;&#039;&#039; Im Christentum wird Gott als liebender Vater konzipiert. Jesu Weg nachzugehen, der Gottes Liebe in einzigartiger Weise lebt, führt dahin, im eigenen Leben mehr zu sehen als zufälliges Hin- und Hergetriebensein. || Je mehr Entscheidungen – etwa in der Medizin oder der Justiz – von der KI getroffen werden, desto mehr werden sich Satzungen etablieren, was als Sinn des Lebens zu betrachten ist; analog den Weisungen Gottes wird sich ein „Willen der KI“ entwickeln, der dem Menschen in alltäglichen Routinen ständig zur Hand ist und nicht wie bei Gott und den Göttern unter dem Vorbehalt der Unverfügbarkeit Gottes steht. KI ist also nicht nur auch ein Gott, sondern der bessere, präsentere Gott.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Von den Göttern wurde vor allem erwartet, dass sie das Chaos fernhalten und für den Menschen sorgen, damit es ihm an nichts fehlt. Die göttliche &#039;&#039;&#039;Fürsorge&#039;&#039;&#039; ist der Anspruch, an dem die polytheistischen Götter letztlich versagen, weshalb die Juden zu JHWH übergehen, der dem Noah die Aufrechterhaltung der Naturordnung verspricht und Israel in ein Land führt, das von Milch und Honig fließt.  || Die Entwicklung zeigt, dass KI nicht nur genutzt wird, um technische Probleme zu lösen, sondern sich auch um menschliche Probleme kümmert, wenn denn in einiger Zeit durch Menschen geleistete Langzeitpflege und psychosoziale Betreuung für viele unerschwinglich werden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Konzentriere Dich auf die göttlichen Eigenschaften, mit denen Du Dich bereits befasst hast.&lt;br /&gt;
* Vergleiche die Definitionen Claudia Paganinis mit Deinen eigenen.&lt;br /&gt;
* Erörtere, ob Dich die Übertragung auf die KI, wie Paganini sie vornimmt, überzeugt.&lt;br /&gt;
* Fasse Deine Überlegungen zu jeder einzelnen von Dir bearbeiteten göttlichen Eigenschaft auf einem gesonderten Blatt zusammen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe| &#039;&#039;&#039;für die ganze Lerngruppe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Legt Eure Bearbeitungen der göttlichen Eigenschaften jeweils zusammen und schaut Euch einige Arbeiten Eurer Mitschülerinnen und Mitschüler an.&lt;br /&gt;
* Besprecht im Plenum der Lerngruppe, was Euch aufgefallen ist und ob Euch Paganinis Gesamtkonzept, der KI göttliche Eigenschaften zuzuschreiben, überzeugt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deine Benutzeroberfläche am PC ==&lt;br /&gt;
Um Dir die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für Dich als Benutzer klarzumachen, stell Dir bitte zuerst mal vor, Du hast nur Deinen PC zur Verfügung und sonst nichts, kein Modem, kein WLAN, kein Internet: Flugmodus. Was kannst Du dann mit Deinem Endgerät noch anfangen - und was nicht?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45404|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt versuch Dir bitte vorzustellen, welche Möglichkeiten dazukommen, wenn Dein PC einfach nur ans Internet angeschlossen wird, zunächst ohne dass Dir irgendeine Software hilft, Dich im Internet zurechzufinden.&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45405|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun eine Suchmaschine hinzukommt, was wird dann möglich; welche Abhängigkeiten entstehen dann aber auch?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45406|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Suchmaschine und KI|Warum reden wir über Suchmaschinen, wenn KI das Thema sein soll?&lt;br /&gt;
#Die bekannten Suchmaschinen - vor allem Google - arbeiten schon lange mit KI.&lt;br /&gt;
#KI soll dafür sorgen,&lt;br /&gt;
##dass der Nutzer das Gefühl hat, hilfreiche Informationen zu finden, und deshalb die Suchmaschine weiterhin nutzt.&lt;br /&gt;
##dass der Werbekunde die Aufmerksamkeit des Nutzers findet und gute Geschäfte macht.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Programmiertechniken.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassische Programmiertechniken geben der Maschine eine Kette von Anweisungen oder Programmschritten, die in einer festgelegten Reihenfolge abzuarbeiten sind. Dabei sind Verzweigungen möglich, an denen der Nutzer Einfluss auf das weitere Programm nehmen kann; es sind Schleifen möglich, wodurch das Programm zum Beispiel angewiesen wird, so lange zu rechnen, bis das Ergebnis eine festgelegte Genauigkeit erreicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KI-Anwendungen funktionieren grundlegend anders: Das Programm bekommt keine klassische Eingabe (z.B. Errechne die Wurzel aus 5 auf drei Stellen genau!), sondern eine Anweisung - einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; (z.B. Male ein hübsches Blumenbild!). KI setzt voraus, dass das Programm auf einen riesigen Datenvorrat zurückgreifen kann, zum Beispiel auf Bilddaten mit schönen Blumenbildern. In diesem Datenvorrat erkennt das Programm Muster, die offenbar für die meisten Nutzerinnen und Nutzer ein &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; auszeichnen. Dabei ist das Ergebnis nicht so eindeutig festgelegt, denn das Muster, das dem Prompt &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; entspricht, lässt verschiedene Varianten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem, mit geeigneten Anweisungen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, hat eine eigene Technik, das {{wpde|Prompt Engineering}} hervorgerufen. KI wird technisch durch ein {{wpde|Künstliches neuronales Netz}} realisiert, das die Arbeitsweise der Neuronalen Netzwerke natürlicher Gehirne imitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der KI lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen, die in der Tabelle mit typischen Anwendungsbeispielen konkretisiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Unterschiedliche KI-Anwendungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! &#039;&#039;&#039;Diskriminierende KI kategorisiert Daten&#039;&#039;&#039; !! &#039;&#039;&#039;Generative KI simuliert kreative Leistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Medizinische Diagnostik || Aufsatz schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ermittlung von Nutzerinteressen||Text zusammenfassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voraussage und Verfolgung von Straftaten||Musik komponieren und performen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bewertung sozialen Verhaltens||Bild entwerfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Wettervorhersage||Computerprogramm schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Verkehrsmittel steuern||Künstliche Filmschauspielerin {{wpde|Tilly Norwood}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;kategorisierende KI übertrifft&#039;&#039;&#039; die menschliche Leistungsfähigkeit, weil sie schneller, fehlerfrei und völlig unbeteiligt große Datenmengen nach den gesuchten Mustern - z.B. den Hinweisen auf eine bestimmte Krankheit - durchforstet. &#039;&#039;&#039;Die generative KI&#039;&#039;&#039; ist dem Menschen im Tempo ebenfalls überlegen, bleibt allerdings auf von Menschen erzeugte Vorbilder angewiesen; sie &#039;&#039;&#039;parasitiert auf menschlicher Kreativität&#039;&#039;&#039;. Wenn beispielsweise ChatGPT eine Wissensfrage beantwortet, greift das Programm zumeist auf die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; zurück; auch die angebliche Alternative &#039;&#039;Grokipedia&#039;&#039; von Elon Musk macht das so, abgesehen von manipulativen Eingriffen, die Musks KI-generierte Enzyklopädie weniger „links“ erscheinen lassen sollen. Denn die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; wird von Menschen geschrieben und redigiert, wie ihr Gründer Jimmy Wales (*1966) in einem ZEIT-Interview erläutert.[[KI und Religion#%20ftn1|[1]]] &lt;br /&gt;
----[[KI und Religion#%20ftnref1|[1]]] &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/46/wikipedia-gruender-jimmy-wales-grokipedia-rechtspopulismus&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 04.12.2025 08:30&lt;br /&gt;
{{Box|Hinweis|&lt;br /&gt;
Über Anwendungen von KI in der Schule unterrichtet ein anderes Lernangebot auf ZUM Unterrichten:&lt;br /&gt;
[[KI in der Schule]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Mensch als Maschine (L&#039;homme machine: Julien Offray de La Mettrie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julien Offray de La Mettries (1709-1751) Hauptwerk aus dem Jahre 1748 hat den provozierenden Titel &#039;&#039;l’homme machine&#039;&#039; – die &#039;&#039;Menschmaschine&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Julien Offray De La Mettrie: &#039;&#039;L’ Homme Machine&#039;&#039; 1748 Übersetzung Adolf Ritter 1875; Quelle: [[https://bibliothek.bbaw. de/files-akademiebibliothek-bbaw/quellendigital/lamettrie/metr_homm_fr_1748/LAMETTRIEHOMMEMACHINE.pdf]] nachgeschlagen am 14.03.2023 15:30&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betrachtet den ganzen Menschen als mechanisches Objekt von der Art einer Uhr oder der seinerzeit beliebten mechanischen Spielfiguren des {{wpde|Jaques de Vaucanson}}, die eine Ente oder einen Flötenspieler imitieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachbau des mechanischen Flötenspielers auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=1TxrjpWGRXU nachgeschlagen am 19. 2. 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat aus  Julien Offray de La Mettrie:  &#039;&#039;L&#039;homme machine&#039;&#039;|&#039;&#039;Der Mensch ist im Vergleich zu Affen, den klügsten Tieren, was Huygens Planetenuhr im Vergleich zu einer Uhr des Königs Julianus ist: Wenn man mehr Werkzeuge, mehr Räder mehr Federn zur Bezeichnung der Planetenbewegungen bedurfte als zur Bezeichnung der Wiederholung der Stunden, wenn Vaucanson größere Kunst anwenden musste, seinen Flötenspieler zu machen als für seine Ente, so hätte er noch bei weitem größere Kunst zeigen müssen, um ein sprechendes Gebilde hervorzurufen, was besonders unter den Händen eines modernen Prometheus nicht mehr als unmöglich erachtet werden kann. .. Ich täusche mich nicht, der menschliche Körper ist eine Uhr, aber eine erstaunliche, und mit .. viel Kunst und Geschicklichkeit verfertigt.&#039;&#039; Auskunft über den Menschen kann für La Mettrie ausschließlich &#039;&#039;die einzige hier zulässige Philosophie&#039;&#039; geben: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anatom&#039;&#039;&#039; weiß alles, was es über den Menschen zu wissen gibt. Die hohlen und trivialen Ideen&#039;&#039; der Theologie und Metaphysik gelten ihm &#039;&#039;als gestürzte und erbärmliche Ansichten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Informationen zum Text|&lt;br /&gt;
*La Mettrie vergleicht offenbar eine Uhr, die nur die Stunden anzeigt, mit einer, die darüber hinaus den Stand der Planeten anzeigt. Solche &#039;&#039;astronomischen Uhren&#039;&#039; wurden seit dem 16. Jahrhundert in einigen Kathedralen (Münster, Straßburg, Stendal) aufgestellt. Kurfürst August von Sachsen ließ sich 1563-1568 eine &#039;&#039;Himmelsmaschine&#039;&#039; für seinen Salon anfertigen. {{wpde|Christiaan Huygens}} (1625-1695) gilt zwar als Erfinder der Pendeluhr, aber eine Planetenuhr von ihm ist nicht bekannt, und kein Uhrtyp lässt sich mit einem Kaiser oder König Julian in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
*Die Behauptung, der Flötenspieler Vaucansons sei komplexer als seine künstliche Ente gewesen, die fressen und kacken konnte, entbehrt jeder Grundlage.&lt;br /&gt;
*Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, war zur Zeit La Mettries schon offensichtlich. Seine Kenntnisse der Mechanik, Anatomie und der biologischen Vorgänge allgemein sind also nicht auf der Höhe der Zeit.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Prometheus}} gilt in der antiken Mythologie als Unterstützer der Menschen, der ihnen das Feuer geschenkt hat und dafür die grausame Rache des Zeus erfahren musste. Dass er die Menschen &#039;&#039;geschaffen&#039;&#039; habe,wie La Mettrie voraussetzt, davon erzählt nur der Philosoph {{wpde|Plato}}. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Datei:Der künstliche Mensch.jpg|Der künstliche Mensch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, konnte man im 18. Jahrhundert schon wissen. Seit etwa 1800 wurden elektrische und chemische Prozesse besser verstanden. Daher verlagerte sich die Einschätzung, auf welche Weise der künstliche Mensch geschaffen werden könnte. &lt;br /&gt;
*{{wpde|Mary Shelley}} schilderte 1818 in ihrem Roman {{wpde|Frankenstein}} oder der moderne Prometheus die Herstellung eines Menschen mit Hilfe der Elektrizität.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Johann Wolfgang Goethe}} baute in sein Drama {{wpde|Goethes Faust|Faust II}} die chemische Synthese des homunculus durch den Famulus Wagner ein. 1824 hatte {{wpde|Friedrich Wöhler}} {{wpde|Oxalsäure}} und 1828 {{wpde|Harnstoff}} hergestellt und damit die Annahme widerlegt, dass es zur Synthese der Stoffe, aus denen Lebewesen bestehen, einer besonderen Lebenskraft bedürfe. &lt;br /&gt;
*Durchbrüche dieser Art – zum Beispiel {{wpde|Humangenomprojekt|die Entschlüsselung des menschlichen Genoms}} um die Jahrtausendwende, bei der KI bekanntlich bereits eingesetzt wurde – weckten regelmäßig die Erwartung, demnächst das Geheimnis des Lebens lüften und alle Krankheiten besiegen zu können.&lt;br /&gt;
*Die Entwicklung der KI weckt nun erneut die Erwartung, demnächst eine Maschine erzeugen zu können, die zumindest alle kognitiven Leistungen des Menschen ausführen kann und ihn in seiner kognitiven Leistungsfähigeit sogar übertrifft.&lt;br /&gt;
*Dass KI alles kann, was der Mensch kann, zugleich aber anders ist und den Menschen auf nahezu allen Feldern übertrifft, hat Claudia Paganini zu der Idee inspiriert KI als neuen, besseren Gott und Verehrungsobjekt einer kommenden Religion zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgaben|&lt;br /&gt;
# Schildere kurz, was Du über die Vision von der künstlichen Erzeugung eines Menschen weißt. Beziehe neben den hier gebotenen Informationen die Geschichten ein, die Du gelesen hast oder aus den Medien kennst.&lt;br /&gt;
# Beschreibe die Emotionen, die mit der künstlichen Erschaffung des Menschen verbunden sind.&lt;br /&gt;
# Schau Dir den Artikel über {{wpde|humanoider Roboter|humanoide Roboter}} und dort verlinkte Bilder und Videos an.&lt;br /&gt;
# Wie beurteilst Du das Versprechen, dass der Mensch demnächst etwas ihm gleiches herstellen wird. Erscheint Dir das realistisch; erscheint es Dir erstrebenswert?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche und persönliche Bedeutung der KI ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Gott zu haben, muss man kein Geld investieren. KI zu betreiben ist hingegen sehr teuer. Denn KI durchmustert das Internet auf der Suche nach den Daten, die es zur Erfüllung der jeweiligen Aufgaben braucht. Das Internet verwaltete 2024 etwa ein Datenvolumen von 175 Zettabyte mit stark steigender Dendenz;&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.statista.com/statistik/daten/studie/267974/umfrage/prognose-zum-weltweit-generierten-datenvolumen/&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Zetabyte: Das entspicht einer Trilliarde Zeichen, also eine Milliarde Billionen oder eine 1, die 21 mal mit 10 mulitipliziert wird. Mit solchen Datenmengen werden nur Hochleistungsrechenzentren fertig, deren Anschaffung und Erhaltung großen Aufwand erfordert. Außerdem muss die Stromrechnung beglichen werden, die bei einem großen Rechenzentrum (das Foto unten zeigt das Leibniz-Rechenzentrum in Garching) schon mal dem Bedarf einer ganzen Stadt gleichkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibniz Rechenzentrum 2.jpg|Leibniz Rechenzentrum in Garching]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du einer KI durch einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; einen Auftrag erteilst - &#039;&#039;Mal mir ein schönes Blumenbild!&#039;&#039;  -, dann bekommt die Maschine zugleich viele andere &amp;quot;Prompts&amp;quot;, von denen Du nichts siehst. Die Grafik vermittelt einen Eindruck davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prompts.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Reflexion|*Reflektiere darüber, was bei der Nutzung einer KI durch PC oder Handy alles passiert und wie wenig man davon selbst in der Hand hat. Hast Du Dir je klar gemacht, in welchem Maß Du freiwillig Kontrolle abgibst?&lt;br /&gt;
*Denke nach: Wie könnte sich ein KI-Anbieter wie OpenAI, der Milliarden in die erforderliche Rechleistung investiert, das Geld zurückholen und welche Rolle spielst Du dabei?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige viel diskutierte gesellschaftliche und persönliche Probleme, die durch die Verbreitung der KI erzeugt oder verstärkt werden, möchte ich im folgenden beschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Information|&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Probleme der KI&lt;br /&gt;
*Im Internet herrscht extreme Ungleichheit, zeigt Martin Andree in einem Vortrag:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:7b5801b156e762f1/&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei große Internetkonzerne kassieren 70 bis 80 % der Werbeeinnahmen weltweit. Alle anderen Medien - Zeitungen, Fernsehen, Radio, andere Webseiten - teilen sich also höchstens ein Drittel des Werbeaufkommens. Die Finanzkraft dieser Internetmonopolisten hat sich mit der aktuellen US-Regierung verbündet und versucht mit unfairen Mitteln, weltweit die Regeln zu bestimmen. Newcomer, die die Monopole gefährden könnten, werden aufgekauft oder vom Markt verdrängt.&lt;br /&gt;
*Wer im Internet sichtbar sein will, kommt nicht darum herum, Konzernen wie Alphabet und Amazon als kostenloser Mitarbeiter die Daten zur Verfügung zu stellen, aus denen sie unter Anwendung von KI die Angebote erzeugen, die die Tech-Monopolisten anschließend vermarkten. Luca di Blasi stellt die Frage: &#039;&#039;Warum dienen wir der KI?&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2026/07/menschlische-kuenstliche-intelligenz-recaptcha-extraktivismus-digitale-oekonomie nachgeschlagen am 19. 2. 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Grundlagen der KI wie die neuronalen Netze wurden in der Mitte des XX. Jahrhunderts entwickelt. Anwendungen wie Suchmaschinen oder Navigationssysteme arbeiten seit längerem mit diesen Techniken; doch davon bemerkt der Nutzer normalerweise nichts. Die Nützlichkeit der KI wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen, seid Hochleistungsrechner aus der gewaltigen Datenmenge, die im Internet kursiert, Simulationen kreativer Leistungen generieren können. OpenAI hat im November 2022 den Chatbot ChatGPT veröffentlicht und damit erstmals einer breiten Öffentlichkeit ermöglicht, in einer leicht zu bedienenden Benutzerumgebung mit KI zu hantieren. Schon nach drei Monaten wurde das Tool von mehr als 100 Millionen Menschen benutzt. Doch das Interesse an Bezahlversionen der GPT-Anwendungen blieb hinter den Erwartungen zurück, und der Verlust von OpenAI betrug im vierten Quartal 2025 etwa 13 Milliarden Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heise.de/news/Altmans-Reaktion-auf-OpenAIs-Milliardenverlust-Es-reicht-10967280.html nachgeschlagen am 19.02.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Information|Probleme des einzelnen Menschen bei der Nutzung von KI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass wir Menschen die Fähigkeiten, die wir an Maschinen auslagern, selbst verlieren. Zum Beispiel haben Menschen, die stets Navigationssysteme verwenden, zunehmend Schwierigkeiten, sich im Raum zu orientieren. Wer sich von KI das aktuelle Geschehen gemäß seinen Bedürfnissen und Interessen zusammenfassen lässt, kann mit tiefgründigen Analysen nichts mehr anfangen und verliert den Sinn für die Zusammenhänge.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/45/katharina-zweig-kuenstliche-intelligenz-informatik-gxe nachgeschlagen am 19.2.26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wenn Nutzerinnen und Nutzer sich an KI-Apps wenden, um Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu finden, erwarten sie neutrale und fundierte Unterstützung. Naive Nutzer prüfen nicht, welchen wirtschaftlichen Interessen der Betreiber der KI verpflichtet ist. Eva Wolfangel hat an einem besonders dreisten Beispiel gezeigt, wie die Menschen manipuliert werden, z.B. durch die Berufung auf wissenschaftliche Studien, die es gar nicht gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/2023-04/chatbot-psychologie-therapie-pharmaindustrie-manipulation nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Christian Stöcker hat die Nutzbarkeit der KI für Propagandazwecke und Verbreitung von Desinformation beschrieben und in eine historische Perspektive gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Stöcker: &#039;&#039;Von Gilgamesch zum Algorithmus. Kleine Technikgeschichte zur Propaganda,&#039;&#039; Aus Politk und Zeitschichte 39/2025, S. 14-21 Link: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/propaganda-und-desinformation-2025/ nachgeschlagen am 19.2.2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Emotionalisierende verzerrende Propaganda und Reklame machen es den Menschen schwer, nach den eigenen Interessen zu wählen oder einzukaufen.&lt;br /&gt;
*Wir neigen zu {{wpde|kognitiven Verzerrungen|Liste_kognitiver_Verzerrungen}}; zum Beispiel schenken wir Nachrichten mehr Aufmerksamkeit, die unsere vorgefassten Meinungen bestätigen oder die in einen Rahmen passen, der uns vertraut ist. Da Internetfirmen es darauf anlegen, unsere Aufmerksamkeit zu fesseln, bestärken sie diese Neigung. KI-Chatbots können sehr gut Einfühlung simulieren; sie reagieren niemals abweisend und werden dadurch für empfängliche Menschen zu einem wertvolleren Gesprächspartner als die Mitmenschen. Da Kinder und Heranwachsende die Suchtgefahren, die von Chatbots ausgehen, nicht einschätzen können, werden Altersbeschränkungen diskutiert, wenn sie nicht bereits eingeführt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tagesschau.de/ausland/europa/social-media-verbote-beschraenkungen-100.html nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#In den beiden Informationsboxen werden eine Reihe von Problemen benannt, die durch die breite Einführung von KI verstärkt oder gar neu erzeugt werden.&lt;br /&gt;
#Befasse Dich mit den Problemen, die Dich interessieren.&lt;br /&gt;
#Schlag die verlinkten Quellen nach und ergänze die gefundenen Informationen durch eigene Recherchen. Dabei werden neben der wikipedia einige Seiten besonders empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bpb.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;https:www.klicksafe.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wird KI zum Objekt einer neuen Religion? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte wird von Menschen gemacht, zum Beispiel von Dir. KI ist für Dich nicht &#039;&#039;allgegenwärtig&#039;&#039;, wie Claudia Paganini argumentiert, wenn Du Dein Handy und Deinen Computer ausschaltest. Ob Du der &#039;&#039;überlegenen Superintelligenz&#039;&#039; (Paganini) Deine strategischen Entscheidungen überlässt, ist Deine Entscheidung. Mark Andree erwähnt im bereits zitierten Podcast (siehe Anmerkung 4) ein Märchen, dessen Quelle ich nicht gefunden habe und das ich deshalb in meiner Version nacherzähle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Märchen|Ein junger Prinz ging im Frühling durch den Garten des väterlichen Schlosses. Das sah er einen Stieglitz. Den beschien die Maiensonne und er leuchtete in seinem farbigen Federkleid. Der Stieglitz ließ auch ein kurzes Lied erklingen, das dem Prinzen wohl gefiel. Da dachte er bei sich: Es wär doch gut, den Vogel in einen goldenen Käfig zu tun, dann kann ich jeden Tag sein Lied hören und seine Farben bewundern. Er rief also einen Jäger seines Vaters herbei ihm den Stieglich zu fangen, und er ließ vom Schreiner einen Käfig fertigen und ließ goldene Stäbchen anbringen. Dem Koch befahl er, passende Nahrung zu beschaffen, damit wollte er den Vogel füttern. Dann setzte er den Stieglitz in den Käfig und betrachtete ihn. Doch der Stieglitz krallte sich an die Stäbchen auf der Seite, die dem Fenster am nächsten lag und hackte mit seinem Schnabel unentwegt auf die Stäbchen ein. Er fraß nicht und das Singen hatte er verlernt. Der Prinz sagte sich: Er muss sich erst an den Käfig gewöhnen. Doch am nächsten Tag benahm sich der Stieglitz ebenso, allerdings war er schwächer geworden. Auch am dritten Tag blieb der Stieglitz stumm, aber gegen die Gitterstäbe hackte er nicht mehr.&lt;br /&gt;
Da sah der Prinz ein, dass ein Vogel nicht für den Käfig taugt. Er öffnete den Käfig und machte das Fenster weit auf und wollte dem Stieglitz die Freiheit schenken. Doch der blieb auf seiner Stange sitzen und kümmerte dahin, bis er auf den Boden des Käfigs fiel und tot dalag. Der Prinz schalt den Stieglitz einen dummen Vogel. Doch sag mir: Wer ist der Dumme?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
Vergleiche die Situation des KI-Nutzers mit dem Märchen vom Stieglitz. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.&lt;br /&gt;
Lies Dir noch einmal durch, was Claudia Paganini zum Thema Sinnstiftung sagt und nimm dazu aufgrund des inzwischen Erlernten Stellung.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Internetwährung ist die Aufmerksamkeit. Jesus erzählt im Lukasevangelium (18,2-5) ein kurzes Gleichnis, in dem es darum geht, wie der Mensch Gottes Aufmerksamkeit findet. Ich habe die kurze Geschichte zu einem Comic verarbeitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Richter und Witwe.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#Fragen zur Geschichte&lt;br /&gt;
##Wie charakterisiert Jesus den Richter?&lt;br /&gt;
##Was bedeutet das für die Erfolgsaussichten der Klägerin?&lt;br /&gt;
##Wie geht die Frau vor?&lt;br /&gt;
##Warum ändert der Richter seine Haltung?&lt;br /&gt;
#Jesus vergleicht das Vorgehen der armen Frau mit dem Verhalten eines Menschen, der zu Gott betet: Was, denkst Du, passt da zusammen?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte der Zukunft wird nicht von KI oder Tech-Konzernen oder anderen Groß-Infuencern gestaltet, sondern von den Menschen, also unter anderem von Dir. Zu den kostbarsten begrenzten Gütern des Menschen gehört die &#039;&#039;&#039;Aufmerksamkeit.&#039;&#039;&#039; Der Philosoph, Mathematiker und Journalist Tobias Hürter (*1972) schreibt:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/zeit-wissen/2025/05/psychologie-aufmerksamkeit-soziale-medien-technologie-ludwig-guttmann nachgeschlagen am 04.12.2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Zitat|&lt;br /&gt;
Es mangelt uns nicht an der Fähigkeit, aufmerksam zu sein. Wir verschwenden unsere Aufmerksamkeit. Wir lassen sie uns stehlen. Wir lassen sie verkümmern. Es ist höchste Zeit, dass wir die Souveränität über unsere Aufmerksamkeit wiedergewinnen, um sie anderen wieder schenken zu können.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufmerksamkeit schenken.jpg|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folie zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, Aufmerksamkeit zu verschenken. Lege eine Tabelle mit wenigstens fünf Zeilen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wohin geht meine Aufmerksamkeit?&lt;br /&gt;
! Gegenstand meiner Aufmerksamkeit !! das bedeutet mir !! mache ich zu oft !! mache ich zu selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Abschließende Frage|&lt;br /&gt;
Was denkst Du: &lt;br /&gt;
*Wird KI der neue und bessere Gott?&lt;br /&gt;
*Wird die Religion der Zukunft eine KI-Religion sein?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150011</id>
		<title>KI und Religion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150011"/>
		<updated>2026-02-26T08:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Der Lernpfad */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Der Lernpfad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Fragestellung des Lernpfades|Claudia Paganini hat sicher einen der profiliertesten Beiträge zur Bedeutung der KI in der Religion vorgelegt. Im Unterricht geht es darum, zu einer Reflexion anzuleiten&lt;br /&gt;
* ob Claudia Paganini mit ihrer These von der KI als neuem, als besserem Gott richtig liegt und&lt;br /&gt;
* ob wir uns wünschen können, dass sich die Religion der Zukunft an der KI ausrichtet.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Arbeitsschritte des Lernpfades|# Beschäftigung mit den neun Eigenschaften (eines) Gottes, die Paganini ihrem Konzept zugrundelegt&lt;br /&gt;
# Erörterung der Übertragung dieser Eigenschaften auf die KI&lt;br /&gt;
# Vorläufige Beurteilung des Gesamtkonzeptes &amp;quot;KI als neuer, besserer Gott&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Reflexion der Situation des Menschen an seinem Endgrät&lt;br /&gt;
# Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung im Vergleich&lt;br /&gt;
# Was KI technisch gesehen kann und wo die Grenzen liegen&lt;br /&gt;
# Welche Rolle wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Verbreitung der KI spielen&lt;br /&gt;
# Aktuelle Debatten rund um KI, die für die Einschätzung ihrer religionsgeschichtlichen Bedeutung relevant sind&lt;br /&gt;
#KI als Religion und die menschliche Aufmerksamkeit: abschließende Fragen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Claudia Paganini: &#039;&#039;Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche,&#039;&#039; Freiburg (Herder) 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirk Baecker (*1955): &#039;&#039;Die Gesellschaft der Zukunft lebt in Netzwerken&#039;&#039; in: Deutschlandfunk Nova Hörsaal vom 22. 9. 2019: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/soziologie-die-gesellschaft-der-zukunft-lebt-in-netzwerken&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 13.11.2025 10:01.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KI als Gott? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottes Eigenschaften nach Paganini.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun Eigenschaften Gottes nach Claudia Paganini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Schau dir die neun Eigenschaften (eines) Gottes genau an.&lt;br /&gt;
* Bringe die Eigenschaften in eine Reihenfolge: Welche Eigenschaften sind für &amp;quot;Göttlichkeit&amp;quot; am wichtigsten.&lt;br /&gt;
* Versuche für die ersten drei oder vier Eigenschaften eine Definition.&lt;br /&gt;
* Benenne Deine Quellen: Wo hast Du gelernt, dass Deine Definitionen die göttlichen Eigenschaften richtig beschreiben? }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Claudia Paganinis Beschreibung göttlicher Eigenschaften und die Anwendung auf KI&lt;br /&gt;
! Göttliche Eigenschaft !! Übertragung auf KI&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beginnend mit dem ägyptischen König Echnaton setzt sich in Judentum, Christentum und Islam die Idee der &#039;&#039;&#039;Einzigkeit&#039;&#039;&#039; Gottes durch, die eine Entsprechung im Polytheismus hat, sofern das Pantheon hierarchisch aufgebaut ist. || Der Moment der Einzigkeit (Singularität) der KI wird erreicht sein, wenn es nicht nur eine Pluralität nützlicher Anwendungen gibt, sondern die KI autonom an ihrer eigenen Verbesserung arbeitet und damit dem Menschen als einheitlicher und einzigartiger Innovationsmotor gegenübersteht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Allgegenwart&#039;&#039;&#039; der Götter, des einen Gottes oder abstrakter göttlicher Kräfte lässt sich nicht nur in den Vorstellungen und Riten der Menschen seit frühester Zeit nachweisen, sondern prägt auch ihr Handeln, das sich vor dem stets anwesenden Göttlichen verantworten muss. || Während die Gläubigen bislang nur darauf hoffen und vertrauen konnten, in allen Unwägbarkeiten des Daseins stets einen potenten Begleiter in Form ihrer Götter oder des einen Gottes an ihrer Seite zu haben, ist es mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz gelungen, einen solchen überlegenen Begleiter zweifellos &amp;quot;echt&amp;quot; zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Während im Polytheismus die Götter jeweils auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind und ein begrenztes Expertenwissen besitzen, gilt der Gott der monotheistischen Religionen als &#039;&#039;&#039;allwissend&#039;&#039;&#039;. Er weiß alles über den Lauf der Welt und blickt in das Innerste des Menschen und kennt dessen Zukunft. Das widerspricht der Vorstellung menschlicher Handlungsfreiheit. || Da KI prinzipiell auf alle verfügbaren Daten zugreift, weiß sie alles, was gewusst werden kann. Sie wird als dem Menschen überlegene Superintelligenz mehr und mehr strategische und organisatorische Entscheidungen dominieren. Dadurch könnte es zu einer Situation kommen, in der sich der Mehrwert unserer Freiheit nicht mehr entschließt und wir der allwissenden KI alle Entscheidungen überlassen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Im Polytheismus ist die Macht zwischen den verschiedenen Göttern in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen aufgeteilt; doch tendiert die Entwicklung dahin, einen obersten Gott zu konzipieren, dessen Macht allem anderen überlegen ist. Im Monotheismus ist die &#039;&#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;&#039; in den Händen des einen Gottes konzentriert, dessen Herrschaft über Leben und Tod sich für Christen in den Wundertaten des Gottmenschen erweist. || Die unbegrenzte Herrschaft über Leben und Tod erreicht die KI einerseits durch den umfassend informierten und präzise gesteuerten Einsatz moderner Kriegswaffen. Ein Weiterleben nach dem Tod wird möglich, wenn KI digitale Abbilder der Toten mit den Nachkommen weiter kommunizieren lässt. Dank ihrer überlegenen Intelligenz fühlen sich Menschen mehr und mehr abhängig von der KI, erkennen deren Allmacht also gläubig an.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Götter der Naturreligionen und des Polytheismus sind zwar in Naturerscheinungen und Tieren präsent, zugleich aber dem Zugriff des Menschen entzogen. Diese &#039;&#039;&#039;Transzendenz&#039;&#039;&#039; des Göttlichen erreicht im jüdischen Monotheismus einen Höhepunkt: Gott darf nicht angeschaut, sein Name nicht ausgesprochen werden. Die drei monotheistischen Religionen müssen Lösungen finden, wie man sich einem Wesen anvertrauen soll, demgegenüber man maximale Distanz empfindet. || Menschen können die Vorgehensweisen und Intentionen der KI nicht nachvollziehen. Niemand kann die Masse der Daten sichten, die in ein Ergebnis eingehen. Paganini sieht in der Unabhängigkeit der KI von der genutzten Hardware, der „Hardware-Agnostik“, ein Transzendieren der Materiegebundenheit. Schließlich stehen die Menschen ehrfürchtig den Fähigkeiten der KI gegenüber, wie sie einst Ehrfurcht gegenüber ihren Göttern gezeigt haben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| In der Religionsgeschichte lässt sich die Sehnsucht nach der &#039;&#039;&#039;Nahbarkeit&#039;&#039;&#039; der Götter, nach Orten und Ritualen der Begegnung und nach Personen nachweisen, die zwischen Gott und den Menschen vermitteln können. Im Monotheismus ist Gott den Menschen durch sein Wort nahe, im Christentum als Mensch gewordener Gott. || Die unausgesetzte Greifbarkeit der KI hat ihre eigenen Rituale erzeugt, etwa sich vom KI- Assistenten nach dem Aufstehen auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Dass KI menschliche Sprache benutzen kann, überbrückt die Distanz zu den unbegreiflichen Algorithmen, besonders, wenn der Sprache Empathiefähigkeit einprogrammiert wird. KI ist dank ihrer Realisierung durch künstliche Neuronen ein Abbild menschlicher Intelligenz, und Menschen erleben sich selbst als Abbild der KI.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Verbindung von Gott und &#039;&#039;&#039;Gerechtigkeit&#039;&#039;&#039; zeigt sich, wenn Hammurabi vom Gott Schamasch die auf der berühmten Stele eingemeißelten Gesetze empfängt. Auch der jüdische Gott gibt verbindliche Gesetze, nach denen er die Menschen richtet, verspricht zugleich aber Barmherzigkeit im Umgang mit den Übertretern. In der Alltagserfahrung zeigt sich die Gerechtigkeit des Weltregenten nicht durchgängig, ein Grund zum Glaubenszweifel. || KI wird auf verschiedene Weise zur Einhaltung von Regeln eingesetzt, etwa wenn soziale Netzwerke den Richtlinien widerstreitende Posts automatisch erkennen und löschen. Als Akt der Barmherzigkeit wertet Paganini, wenn KI-generierte Chatbots auf Beleidigungen nicht mit Beleidigungen oder Abbruch, sondern höflich und hilfreich reagieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wenn der Mensch sein Leben nach den göttlichen Geboten gestaltet, eingebunden in die göttliche Ordnung der Welt, entsteht &#039;&#039;&#039;Sinnstiftung.&#039;&#039;&#039; Im Christentum wird Gott als liebender Vater konzipiert. Jesu Weg nachzugehen, der Gottes Liebe in einzigartiger Weise lebt, führt dahin, im eigenen Leben mehr zu sehen als zufälliges Hin- und Hergetriebensein. || Je mehr Entscheidungen – etwa in der Medizin oder der Justiz – von der KI getroffen werden, desto mehr werden sich Satzungen etablieren, was als Sinn des Lebens zu betrachten ist; analog den Weisungen Gottes wird sich ein „Willen der KI“ entwickeln, der dem Menschen in alltäglichen Routinen ständig zur Hand ist und nicht wie bei Gott und den Göttern unter dem Vorbehalt der Unverfügbarkeit Gottes steht. KI ist also nicht nur auch ein Gott, sondern der bessere, präsentere Gott.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Von den Göttern wurde vor allem erwartet, dass sie das Chaos fernhalten und für den Menschen sorgen, damit es ihm an nichts fehlt. Die göttliche &#039;&#039;&#039;Fürsorge&#039;&#039;&#039; ist der Anspruch, an dem die polytheistischen Götter letztlich versagen, weshalb die Juden zu JHWH übergehen, der dem Noah die Aufrechterhaltung der Naturordnung verspricht und Israel in ein Land führt, das von Milch und Honig fließt.  || Die Entwicklung zeigt, dass KI nicht nur genutzt wird, um technische Probleme zu lösen, sondern sich auch um menschliche Probleme kümmert, wenn denn in einiger Zeit durch Menschen geleistete Langzeitpflege und psychosoziale Betreuung für viele unerschwinglich werden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Konzentriere Dich auf die göttlichen Eigenschaften, mit denen Du Dich bereits befasst hast.&lt;br /&gt;
* Vergleiche die Definitionen Claudia Paganinis mit Deinen eigenen.&lt;br /&gt;
* Erörtere, ob Dich die Übertragung auf die KI, wie Paganini sie vornimmt, überzeugt.&lt;br /&gt;
* Fasse Deine Überlegungen zu jeder einzelnen von Dir bearbeiteten göttlichen Eigenschaft auf einem gesonderten Blatt zusammen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe| &#039;&#039;&#039;für die ganze Lerngruppe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Legt Eure Bearbeitungen der göttlichen Eigenschaften jeweils zusammen und schaut Euch einige Arbeiten Eurer Mitschülerinnen und Mitschüler an.&lt;br /&gt;
* Besprecht im Plenum der Lerngruppe, was Euch aufgefallen ist und ob Euch Paganinis Gesamtkonzept, der KI göttliche Eigenschaften zuzuschreiben, überzeugt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deine Benutzeroberfläche am PC ==&lt;br /&gt;
Um Dir die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für Dich als Benutzer klarzumachen, stell Dir bitte zuerst mal vor, Du hast nur Deinen PC zur Verfügung und sonst nichts, kein Modem, kein WLAN, kein Internet: Flugmodus. Was kannst Du dann mit Deinem Endgerät noch anfangen - und was nicht?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45404|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt versuch Dir bitte vorzustellen, welche Möglichkeiten dazukommen, wenn Dein PC einfach nur ans Internet angeschlossen wird, zunächst ohne dass Dir irgendeine Software hilft, Dich im Internet zurechzufinden.&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45405|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun eine Suchmaschine hinzukommt, was wird dann möglich; welche Abhängigkeiten entstehen dann aber auch?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45406|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Suchmaschine und KI|Warum reden wir über Suchmaschinen, wenn KI das Thema sein soll?&lt;br /&gt;
#Die bekannten Suchmaschinen - vor allem Google - arbeiten schon lange mit KI.&lt;br /&gt;
#KI soll dafür sorgen,&lt;br /&gt;
##dass der Nutzer das Gefühl hat, hilfreiche Informationen zu finden, und deshalb die Suchmaschine weiterhin nutzt.&lt;br /&gt;
##dass der Werbekunde die Aufmerksamkeit des Nutzers findet und gute Geschäfte macht.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Programmiertechniken.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassische Programmiertechniken geben der Maschine eine Kette von Anweisungen oder Programmschritten, die in einer festgelegten Reihenfolge abzuarbeiten sind. Dabei sind Verzweigungen möglich, an denen der Nutzer Einfluss auf das weitere Programm nehmen kann; es sind Schleifen möglich, wodurch das Programm zum Beispiel angewiesen wird, so lange zu rechnen, bis das Ergebnis eine festgelegte Genauigkeit erreicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KI-Anwendungen funktionieren grundlegend anders: Das Programm bekommt keine klassische Eingabe (z.B. Errechne die Wurzel aus 5 auf drei Stellen genau!), sondern eine Anweisung - einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; (z.B. Male ein hübsches Blumenbild!). KI setzt voraus, dass das Programm auf einen riesigen Datenvorrat zurückgreifen kann, zum Beispiel auf Bilddaten mit schönen Blumenbildern. In diesem Datenvorrat erkennt das Programm Muster, die offenbar für die meisten Nutzerinnen und Nutzer ein &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; auszeichnen. Dabei ist das Ergebnis nicht so eindeutig festgelegt, denn das Muster, das dem Prompt &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; entspricht, lässt verschiedene Varianten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem, mit geeigneten Anweisungen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, hat eine eigene Technik, das {{wpde|Prompt Engineering}} hervorgerufen. KI wird technisch durch ein {{wpde|Künstliches neuronales Netz}} realisiert, das die Arbeitsweise der Neuronalen Netzwerke natürlicher Gehirne imitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der KI lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen, die in der Tabelle mit typischen Anwendungsbeispielen konkretisiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Unterschiedliche KI-Anwendungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! &#039;&#039;&#039;Diskriminierende KI kategorisiert Daten&#039;&#039;&#039; !! &#039;&#039;&#039;Generative KI simuliert kreative Leistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Medizinische Diagnostik || Aufsatz schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ermittlung von Nutzerinteressen||Text zusammenfassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voraussage und Verfolgung von Straftaten||Musik komponieren und performen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bewertung sozialen Verhaltens||Bild entwerfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Wettervorhersage||Computerprogramm schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Verkehrsmittel steuern||Künstliche Filmschauspielerin {{wpde|Tilly Norwood}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;kategorisierende KI übertrifft&#039;&#039;&#039; die menschliche Leistungsfähigkeit, weil sie schneller, fehlerfrei und völlig unbeteiligt große Datenmengen nach den gesuchten Mustern - z.B. den Hinweisen auf eine bestimmte Krankheit - durchforstet. &#039;&#039;&#039;Die generative KI&#039;&#039;&#039; ist dem Menschen im Tempo ebenfalls überlegen, bleibt allerdings auf von Menschen erzeugte Vorbilder angewiesen; sie &#039;&#039;&#039;parasitiert auf menschlicher Kreativität&#039;&#039;&#039;. Wenn beispielsweise ChatGPT eine Wissensfrage beantwortet, greift das Programm zumeist auf die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; zurück; auch die angebliche Alternative &#039;&#039;Grokipedia&#039;&#039; von Elon Musk macht das so, abgesehen von manipulativen Eingriffen, die Musks KI-generierte Enzyklopädie weniger „links“ erscheinen lassen sollen. Denn die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; wird von Menschen geschrieben und redigiert, wie ihr Gründer Jimmy Wales (*1966) in einem ZEIT-Interview erläutert.[[KI und Religion#%20ftn1|[1]]] &lt;br /&gt;
----[[KI und Religion#%20ftnref1|[1]]] &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/46/wikipedia-gruender-jimmy-wales-grokipedia-rechtspopulismus&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 04.12.2025 08:30&lt;br /&gt;
{{Box|Hinweis|&lt;br /&gt;
Über Anwendungen von KI in der Schule unterrichtet ein anderes Lernangebot auf ZUM Unterrichten:&lt;br /&gt;
[[KI in der Schule]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Mensch als Maschine (L&#039;homme machine: Julien Offray de La Mettrie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julien Offray de La Mettries (1709-1751) Hauptwerk aus dem Jahre 1748 hat den provozierenden Titel &#039;&#039;l’homme machine&#039;&#039; – die &#039;&#039;Menschmaschine&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Julien Offray De La Mettrie: &#039;&#039;L’ Homme Machine&#039;&#039; 1748 Übersetzung Adolf Ritter 1875; Quelle: [[https://bibliothek.bbaw. de/files-akademiebibliothek-bbaw/quellendigital/lamettrie/metr_homm_fr_1748/LAMETTRIEHOMMEMACHINE.pdf]] nachgeschlagen am 14.03.2023 15:30&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betrachtet den ganzen Menschen als mechanisches Objekt von der Art einer Uhr oder der seinerzeit beliebten mechanischen Spielfiguren des {{wpde|Jaques de Vaucanson}}, die eine Ente oder einen Flötenspieler imitieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachbau des mechanischen Flötenspielers auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=1TxrjpWGRXU nachgeschlagen am 19. 2. 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat aus  Julien Offray de La Mettrie:  &#039;&#039;L&#039;homme machine&#039;&#039;|&#039;&#039;Der Mensch ist im Vergleich zu Affen, den klügsten Tieren, was Huygens Planetenuhr im Vergleich zu einer Uhr des Königs Julianus ist: Wenn man mehr Werkzeuge, mehr Räder mehr Federn zur Bezeichnung der Planetenbewegungen bedurfte als zur Bezeichnung der Wiederholung der Stunden, wenn Vaucanson größere Kunst anwenden musste, seinen Flötenspieler zu machen als für seine Ente, so hätte er noch bei weitem größere Kunst zeigen müssen, um ein sprechendes Gebilde hervorzurufen, was besonders unter den Händen eines modernen Prometheus nicht mehr als unmöglich erachtet werden kann. .. Ich täusche mich nicht, der menschliche Körper ist eine Uhr, aber eine erstaunliche, und mit .. viel Kunst und Geschicklichkeit verfertigt.&#039;&#039; Auskunft über den Menschen kann für La Mettrie ausschließlich &#039;&#039;die einzige hier zulässige Philosophie&#039;&#039; geben: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anatom&#039;&#039;&#039; weiß alles, was es über den Menschen zu wissen gibt. Die hohlen und trivialen Ideen&#039;&#039; der Theologie und Metaphysik gelten ihm &#039;&#039;als gestürzte und erbärmliche Ansichten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Informationen zum Text|&lt;br /&gt;
*La Mettrie vergleicht offenbar eine Uhr, die nur die Stunden anzeigt, mit einer, die darüber hinaus den Stand der Planeten anzeigt. Solche &#039;&#039;astronomischen Uhren&#039;&#039; wurden seit dem 16. Jahrhundert in einigen Kathedralen (Münster, Straßburg, Stendal) aufgestellt. Kurfürst August von Sachsen ließ sich 1563-1568 eine &#039;&#039;Himmelsmaschine&#039;&#039; für seinen Salon anfertigen. {{wpde|Christiaan Huygens}} (1625-1695) gilt zwar als Erfinder der Pendeluhr, aber eine Planetenuhr von ihm ist nicht bekannt, und kein Uhrtyp lässt sich mit einem Kaiser oder König Julian in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
*Die Behauptung, der Flötenspieler Vaucansons sei komplexer als seine künstliche Ente gewesen, die fressen und kacken konnte, entbehrt jeder Grundlage.&lt;br /&gt;
*Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, war zur Zeit La Mettries schon offensichtlich. Seine Kenntnisse der Mechanik, Anatomie und der biologischen Vorgänge allgemein sind also nicht auf der Höhe der Zeit.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Prometheus}} gilt in der antiken Mythologie als Unterstützer der Menschen, der ihnen das Feuer geschenkt hat und dafür die grausame Rache des Zeus erfahren musste. Dass er die Menschen &#039;&#039;geschaffen&#039;&#039; habe,wie La Mettrie voraussetzt, davon erzählt nur der Philosoph {{wpde|Plato}}. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Datei:Der künstliche Mensch.jpg|Der künstliche Mensch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, konnte man im 18. Jahrhundert schon wissen. Seit etwa 1800 wurden elektrische und chemische Prozesse besser verstanden. Daher verlagerte sich die Einschätzung, auf welche Weise der künstliche Mensch geschaffen werden könnte. &lt;br /&gt;
*{{wpde|Mary Shelley}} schilderte 1818 in ihrem Roman {{wpde|Frankenstein}} oder der moderne Prometheus die Herstellung eines Menschen mit Hilfe der Elektrizität.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Johann Wolfgang Goethe}} baute in sein Drama {{wpde|Goethes Faust|Faust II}} die chemische Synthese des homunculus durch den Famulus Wagner ein. 1824 hatte {{wpde|Friedrich Wöhler}} {{wpde|Oxalsäure}} und 1828 {{wpde|Harnstoff}} hergestellt und damit die Annahme widerlegt, dass es zur Synthese der Stoffe, aus denen Lebewesen bestehen, einer besonderen Lebenskraft bedürfe. &lt;br /&gt;
*Durchbrüche dieser Art – zum Beispiel {{wpde|Humangenomprojekt|die Entschlüsselung des menschlichen Genoms}} um die Jahrtausendwende, bei der KI bekanntlich bereits eingesetzt wurde – weckten regelmäßig die Erwartung, demnächst das Geheimnis des Lebens lüften und alle Krankheiten besiegen zu können.&lt;br /&gt;
*Die Entwicklung der KI weckt nun erneut die Erwartung, demnächst eine Maschine erzeugen zu können, die zumindest alle kognitiven Leistungen des Menschen ausführen kann und ihn in seiner kognitiven Leistungsfähigeit sogar übertrifft.&lt;br /&gt;
*Dass KI alles kann, was der Mensch kann, zugleich aber anders ist und den Menschen auf nahezu allen Feldern übertrifft, hat Claudia Paganini zu der Idee inspiriert KI als neuen, besseren Gott und Verehrungsobjekt einer kommenden Religion zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgaben|&lt;br /&gt;
# Schildere kurz, was Du über die Vision von der künstlichen Erzeugung eines Menschen weißt. Beziehe neben den hier gebotenen Informationen die Geschichten ein, die Du gelesen hast oder aus den Medien kennst.&lt;br /&gt;
# Beschreibe die Emotionen, die mit der künstlichen Erschaffung des Menschen verbunden sind.&lt;br /&gt;
# Schau Dir den Artikel über {{wpde|humanoider Roboter|humanoide Roboter}} und dort verlinkte Bilder und Videos an.&lt;br /&gt;
# Wie beurteilst Du das Versprechen, dass der Mensch demnächst etwas ihm gleiches herstellen wird. Erscheint Dir das realistisch; erscheint es Dir erstrebenswert?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche und persönliche Bedeutung der KI ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Gott zu haben, muss man kein Geld investieren. KI zu betreiben ist hingegen sehr teuer. Denn KI durchmustert das Internet auf der Suche nach den Daten, die es zur Erfüllung der jeweiligen Aufgaben braucht. Das Internet verwaltete 2024 etwa ein Datenvolumen von 175 Zettabyte mit stark steigender Dendenz;&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.statista.com/statistik/daten/studie/267974/umfrage/prognose-zum-weltweit-generierten-datenvolumen/&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Zetabyte: Das entspicht einer Trilliarde Zeichen, also eine Milliarde Billionen oder eine 1, die 21 mal mit 10 mulitipliziert wird. Mit solchen Datenmengen werden nur Hochleistungsrechenzentren fertig, deren Anschaffung und Erhaltung großen Aufwand erfordert. Außerdem muss die Stromrechnung beglichen werden, die bei einem großen Rechenzentrum (das Foto unten zeigt das Leibniz-Rechenzentrum in Garching) schon mal dem Bedarf einer ganzen Stadt gleichkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibniz Rechenzentrum 2.jpg|Leibniz Rechenzentrum in Garching]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du einer KI durch einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; einen Auftrag erteilst - &#039;&#039;Mal mir ein schönes Blumenbild!&#039;&#039;  -, dann bekommt die Maschine zugleich viele andere &amp;quot;Prompts&amp;quot;, von denen Du nichts siehst. Die Grafik vermittelt einen Eindruck davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prompts.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Reflexion|*Reflektiere darüber, was bei der Nutzung einer KI durch PC oder Handy alles passiert und wie wenig man davon selbst in der Hand hat. Hast Du Dir je klar gemacht, in welchem Maß Du freiwillig Kontrolle abgibst?&lt;br /&gt;
*Denke nach: Wie könnte sich ein KI-Anbieter wie OpenAI, der Milliarden in die erforderliche Rechleistung investiert, das Geld zurückholen und welche Rolle spielst Du dabei?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige viel diskutierte gesellschaftliche und persönliche Probleme, die durch die Verbreitung der KI erzeugt oder verstärkt werden, möchte ich im folgenden beschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Information|&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Probleme der KI&lt;br /&gt;
*Im Internet herrscht extreme Ungleichheit, zeigt Martin Andree in einem Vortrag:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:7b5801b156e762f1/&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei große Internetkonzerne kassieren 70 bis 80 % der Werbeeinnahmen weltweit. Alle anderen Medien - Zeitungen, Fernsehen, Radio, andere Webseiten - teilen sich also höchstens ein Drittel des Werbeaufkommens. Die Finanzkraft dieser Internetmonopolisten hat sich mit der aktuellen US-Regierung verbündet und versucht mit unfairen Mitteln, weltweit die Regeln zu bestimmen. Newcomer, die die Monopole gefährden könnten, werden aufgekauft oder vom Markt verdrängt.&lt;br /&gt;
*Wer im Internet sichtbar sein will, kommt nicht darum herum, Konzernen wie Alphabet und Amazon als kostenloser Mitarbeiter die Daten zur Verfügung zu stellen, aus denen sie unter Anwendung von KI die Angebote erzeugen, die die Tech-Monopolisten anschließend vermarkten. Luca di Blasi stellt die Frage: &#039;&#039;Warum dienen wir der KI?&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2026/07/menschlische-kuenstliche-intelligenz-recaptcha-extraktivismus-digitale-oekonomie nachgeschlagen am 19. 2. 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Grundlagen der KI wie die neuronalen Netze wurden in der Mitte des XX. Jahrhunderts entwickelt. Anwendungen wie Suchmaschinen oder Navigationssysteme arbeiten seit längerem mit diesen Techniken; doch davon bemerkt der Nutzer normalerweise nichts. Die Nützlichkeit der KI wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen, seid Hochleistungsrechner aus der gewaltigen Datenmenge, die im Internet kursiert, Simulationen kreativer Leistungen generieren können. OpenAI hat im November 2022 den Chatbot ChatGPT veröffentlicht und damit erstmals einer breiten Öffentlichkeit ermöglicht, in einer leicht zu bedienenden Benutzerumgebung mit KI zu hantieren. Schon nach drei Monaten wurde das Tool von mehr als 100 Millionen Menschen benutzt. Doch das Interesse an Bezahlversionen der GPT-Anwendungen blieb hinter den Erwartungen zurück, und der Verlust von OpenAI betrug im vierten Quartal 2025 etwa 13 Milliarden Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heise.de/news/Altmans-Reaktion-auf-OpenAIs-Milliardenverlust-Es-reicht-10967280.html nachgeschlagen am 19.02.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Information|Probleme des einzelnen Menschen bei der Nutzung von KI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass wir Menschen die Fähigkeiten, die wir an Maschinen auslagern, selbst verlieren. Zum Beispiel haben Menschen, die stets Navigationssysteme verwenden, zunehmend Schwierigkeiten, sich im Raum zu orientieren. Wer sich von KI das aktuelle Geschehen gemäß seinen Bedürfnissen und Interessen zusammenfassen lässt, kann mit tiefgründigen Analysen nichts mehr anfangen und verliert den Sinn für die Zusammenhänge.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/45/katharina-zweig-kuenstliche-intelligenz-informatik-gxe nachgeschlagen am 19.2.26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wenn Nutzerinnen und Nutzer sich an KI-Apps wenden, um Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu finden, erwarten sie neutrale und fundierte Unterstützung. Naive Nutzer prüfen nicht, welchen wirtschaftlichen Interessen der Betreiber der KI verpflichtet ist. Eva Wolfangel hat an einem besonders dreisten Beispiel gezeigt, wie die Menschen manipuliert werden, z.B. durch die Berufung auf wissenschaftliche Studien, die es gar nicht gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/2023-04/chatbot-psychologie-therapie-pharmaindustrie-manipulation nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Christian Stöcker hat die Nutzbarkeit der KI für Propagandazwecke und Verbreitung von Desinformation beschrieben und in eine historische Perspektive gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Stöcker: &#039;&#039;Von Gilgamesch zum Algorithmus. Kleine Technikgeschichte zur Propaganda,&#039;&#039; Aus Politk und Zeitschichte 39/2025, S. 14-21 Link: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/propaganda-und-desinformation-2025/ nachgeschlagen am 19.2.2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Emotionalisierende verzerrende Propaganda und Reklame machen es den Menschen schwer, nach den eigenen Interessen zu wählen oder einzukaufen.&lt;br /&gt;
*Wir neigen zu {{wpde|kognitiven Verzerrungen|Liste_kognitiver_Verzerrungen}}; zum Beispiel schenken wir Nachrichten mehr Aufmerksamkeit, die unsere vorgefassten Meinungen bestätigen oder die in einen Rahmen passen, der uns vertraut ist. Da Internetfirmen es darauf anlegen, unsere Aufmerksamkeit zu fesseln, bestärken sie diese Neigung. KI-Chatbots können sehr gut Einfühlung simulieren; sie reagieren niemals abweisend und werden dadurch für empfängliche Menschen zu einem wertvolleren Gesprächspartner als die Mitmenschen. Da Kinder und Heranwachsende die Suchtgefahren, die von Chatbots ausgehen, nicht einschätzen können, werden Altersbeschränkungen diskutiert, wenn sie nicht bereits eingeführt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tagesschau.de/ausland/europa/social-media-verbote-beschraenkungen-100.html nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#In den beiden Informationsboxen werden eine Reihe von Problemen benannt, die durch die breite Einführung von KI verstärkt oder gar neu erzeugt werden.&lt;br /&gt;
#Befasse Dich mit den Problemen, die Dich interessieren.&lt;br /&gt;
#Schlag die verlinkten Quellen nach und ergänze die gefundenen Informationen durch eigene Recherchen. Dabei werden neben der wikipedia einige Seiten besonders empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bpb.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;https:www.klicksafe.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wird KI zum Objekt einer neuen Religion? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte wird von Menschen gemacht, zum Beispiel von Dir. KI ist für Dich nicht &#039;&#039;allgegenwärtig&#039;&#039;, wie Claudia Paganini argumentiert, wenn Du Dein Handy und Deinen Computer ausschaltest. Ob Du der &#039;&#039;überlegenen Superintelligenz&#039;&#039; (Paganini) Deine strategischen Entscheidungen überlässt, ist Deine Entscheidung. Mark Andree erwähnt im bereits zitierten Podcast (siehe Anmerkung 4) ein Märchen, dessen Quelle ich nicht gefunden habe und das ich deshalb in meiner Version nacherzähle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Märchen|Ein junger Prinz ging im Frühling durch den Garten des väterlichen Schlosses. Das sah er einen Stieglitz. Den beschien die Maiensonne und er leuchtete in seinem farbigen Federkleid. Der Stieglitz ließ auch ein kurzes Lied erklingen, das dem Prinzen wohl gefiel. Da dachte er bei sich: Es wär doch gut, den Vogel in einen goldenen Käfig zu tun, dann kann ich jeden Tag sein Lied hören und seine Farben bewundern. Er rief also einen Jäger seines Vaters herbei ihm den Stieglich zu fangen, und er ließ vom Schreiner einen Käfig fertigen und ließ goldene Stäbchen anbringen. Dem Koch befahl er, passende Nahrung zu beschaffen, damit wollte er den Vogel füttern. Dann setzte er den Stieglitz in den Käfig und betrachtete ihn. Doch der Stieglitz krallte sich an die Stäbchen auf der Seite, die dem Fenster am nächsten lag und hackte mit seinem Schnabel unentwegt auf die Stäbchen ein. Er fraß nicht und das Singen hatte er verlernt. Der Prinz sagte sich: Er muss sich erst an den Käfig gewöhnen. Doch am nächsten Tag benahm sich der Stieglitz ebenso, allerdings war er schwächer geworden. Auch am dritten Tag blieb der Stieglitz stumm, aber gegen die Gitterstäbe hackte er nicht mehr.&lt;br /&gt;
Da sah der Prinz ein, dass ein Vogel nicht für den Käfig taugt. Er öffnete den Käfig und machte das Fenster weit auf und wollte dem Stieglitz die Freiheit schenken. Doch der blieb auf seiner Stange sitzen und kümmerte dahin, bis er auf den Boden des Käfigs fiel und tot dalag. Der Prinz schalt den Stieglitz einen dummen Vogel. Doch sag mir: Wer ist der Dumme?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
Vergleiche die Situation des KI-Nutzers mit dem Märchen vom Stieglitz. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.&lt;br /&gt;
Lies Dir noch einmal durch, was Claudia Paganini zum Thema Sinnstiftung sagt und nimm dazu aufgrund des inzwischen Erlernten Stellung.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Internetwährung ist die Aufmerksamkeit. Jesus erzählt im Lukasevangelium (18,2-5) ein kurzes Gleichnis, in dem es darum geht, wie der Mensch Gottes Aufmerksamkeit findet. Ich habe die kurze Geschichte zu einem Comic verarbeitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Richter und Witwe.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#Fragen zur Geschichte&lt;br /&gt;
##Wie charakterisiert Jesus den Richter?&lt;br /&gt;
##Was bedeutet das für die Erfolgsaussichten der Klägerin?&lt;br /&gt;
##Wie geht die Frau vor?&lt;br /&gt;
##Warum ändert der Richter seine Haltung?&lt;br /&gt;
#Jesus vergleicht das Vorgehen der armen Frau mit dem Verhalten eines Menschen, der zu Gott betet: Was, denkst Du, passt da zusammen?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte der Zukunft wird nicht von KI oder Tech-Konzernen oder anderen Groß-Infuencern gestaltet, sondern von den Menschen, also unter anderem von Dir. Zu den kostbarsten begrenzten Gütern des Menschen gehört die &#039;&#039;&#039;Aufmerksamkeit.&#039;&#039;&#039; Der Philosoph, Mathematiker und Journalist Tobias Hürter (*1972) schreibt:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/zeit-wissen/2025/05/psychologie-aufmerksamkeit-soziale-medien-technologie-ludwig-guttmann nachgeschlagen am 04.12.2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Zitat|&lt;br /&gt;
Es mangelt uns nicht an der Fähigkeit, aufmerksam zu sein. Wir verschwenden unsere Aufmerksamkeit. Wir lassen sie uns stehlen. Wir lassen sie verkümmern. Es ist höchste Zeit, dass wir die Souveränität über unsere Aufmerksamkeit wiedergewinnen, um sie anderen wieder schenken zu können.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufmerksamkeit schenken.jpg|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folie zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, Aufmerksamkeit zu verschenken. Lege eine Tabelle mit wenigstens fünf Zeilen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wohin geht meine Aufmerksamkeit?&lt;br /&gt;
! Gegenstand meiner Aufmerksamkeit !! das bedeutet mir !! mache ich zu oft !! mache ich zu selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Abschließende Frage|&lt;br /&gt;
Was denkst Du: &lt;br /&gt;
*Wird KI der neue und bessere Gott?&lt;br /&gt;
*Wird die Religion der Zukunft eine KI-Religion sein?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150010</id>
		<title>KI und Religion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://zumunterrichten.idea-sketch.com/index.php?title=KI_und_Religion&amp;diff=150010"/>
		<updated>2026-02-26T08:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Antonius: /* Wird KI zum Objekt einer neuen Religion? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Der Lernpfad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Fragestellung des Lernpfades|Claudia Paganini hat sicher einen der profiliertesten Beiträge zur Bedeutung der KI in der Religion vorgelegt. Im Unterricht geht es darum, zu einer Reflexion anzuleiten&lt;br /&gt;
* ob Claudia Paganini mit ihrer These von der KI als neuem, als besserem Gott richtig liegt und&lt;br /&gt;
* ob wir uns wünschen können, dass sich die Religion der Zukunft an der KI ausrichtet.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Arbeitsschritte des Lernpfades|# Beschäftigung mit den neun Eigenschaften (eines) Gottes, die Paganini ihrem Konzept zugrundelegt&lt;br /&gt;
# Erörterung der Übertragung dieser Eigenschaften auf die KI&lt;br /&gt;
# Vorläufige Beurteilung des Gesamtkonzeptes &amp;quot;KI als neuer, besserer Gott&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Reflexion der Situation des Menschen an seinem Endgrät&lt;br /&gt;
# Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung im Vergleich&lt;br /&gt;
# Was KI technisch gesehen kann und wo die Grenzen liegen&lt;br /&gt;
# Welche Rolle wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Verbreitung der KI spielen&lt;br /&gt;
# Aktuelle Debatten rund um KI, die für die Einschätzung ihrer religionsgeschichtlichen Bedeutung relevant sind&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Claudia Paganini: &#039;&#039;Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche,&#039;&#039; Freiburg (Herder) 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirk Baecker (*1955): &#039;&#039;Die Gesellschaft der Zukunft lebt in Netzwerken&#039;&#039; in: Deutschlandfunk Nova Hörsaal vom 22. 9. 2019: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/soziologie-die-gesellschaft-der-zukunft-lebt-in-netzwerken&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 13.11.2025 10:01.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KI als Gott? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gottes Eigenschaften nach Paganini.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun Eigenschaften Gottes nach Claudia Paganini&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Schau dir die neun Eigenschaften (eines) Gottes genau an.&lt;br /&gt;
* Bringe die Eigenschaften in eine Reihenfolge: Welche Eigenschaften sind für &amp;quot;Göttlichkeit&amp;quot; am wichtigsten.&lt;br /&gt;
* Versuche für die ersten drei oder vier Eigenschaften eine Definition.&lt;br /&gt;
* Benenne Deine Quellen: Wo hast Du gelernt, dass Deine Definitionen die göttlichen Eigenschaften richtig beschreiben? }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Claudia Paganinis Beschreibung göttlicher Eigenschaften und die Anwendung auf KI&lt;br /&gt;
! Göttliche Eigenschaft !! Übertragung auf KI&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beginnend mit dem ägyptischen König Echnaton setzt sich in Judentum, Christentum und Islam die Idee der &#039;&#039;&#039;Einzigkeit&#039;&#039;&#039; Gottes durch, die eine Entsprechung im Polytheismus hat, sofern das Pantheon hierarchisch aufgebaut ist. || Der Moment der Einzigkeit (Singularität) der KI wird erreicht sein, wenn es nicht nur eine Pluralität nützlicher Anwendungen gibt, sondern die KI autonom an ihrer eigenen Verbesserung arbeitet und damit dem Menschen als einheitlicher und einzigartiger Innovationsmotor gegenübersteht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Vorstellung von der &#039;&#039;&#039;Allgegenwart&#039;&#039;&#039; der Götter, des einen Gottes oder abstrakter göttlicher Kräfte lässt sich nicht nur in den Vorstellungen und Riten der Menschen seit frühester Zeit nachweisen, sondern prägt auch ihr Handeln, das sich vor dem stets anwesenden Göttlichen verantworten muss. || Während die Gläubigen bislang nur darauf hoffen und vertrauen konnten, in allen Unwägbarkeiten des Daseins stets einen potenten Begleiter in Form ihrer Götter oder des einen Gottes an ihrer Seite zu haben, ist es mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz gelungen, einen solchen überlegenen Begleiter zweifellos &amp;quot;echt&amp;quot; zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Während im Polytheismus die Götter jeweils auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind und ein begrenztes Expertenwissen besitzen, gilt der Gott der monotheistischen Religionen als &#039;&#039;&#039;allwissend&#039;&#039;&#039;. Er weiß alles über den Lauf der Welt und blickt in das Innerste des Menschen und kennt dessen Zukunft. Das widerspricht der Vorstellung menschlicher Handlungsfreiheit. || Da KI prinzipiell auf alle verfügbaren Daten zugreift, weiß sie alles, was gewusst werden kann. Sie wird als dem Menschen überlegene Superintelligenz mehr und mehr strategische und organisatorische Entscheidungen dominieren. Dadurch könnte es zu einer Situation kommen, in der sich der Mehrwert unserer Freiheit nicht mehr entschließt und wir der allwissenden KI alle Entscheidungen überlassen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Im Polytheismus ist die Macht zwischen den verschiedenen Göttern in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen aufgeteilt; doch tendiert die Entwicklung dahin, einen obersten Gott zu konzipieren, dessen Macht allem anderen überlegen ist. Im Monotheismus ist die &#039;&#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;&#039; in den Händen des einen Gottes konzentriert, dessen Herrschaft über Leben und Tod sich für Christen in den Wundertaten des Gottmenschen erweist. || Die unbegrenzte Herrschaft über Leben und Tod erreicht die KI einerseits durch den umfassend informierten und präzise gesteuerten Einsatz moderner Kriegswaffen. Ein Weiterleben nach dem Tod wird möglich, wenn KI digitale Abbilder der Toten mit den Nachkommen weiter kommunizieren lässt. Dank ihrer überlegenen Intelligenz fühlen sich Menschen mehr und mehr abhängig von der KI, erkennen deren Allmacht also gläubig an.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Götter der Naturreligionen und des Polytheismus sind zwar in Naturerscheinungen und Tieren präsent, zugleich aber dem Zugriff des Menschen entzogen. Diese &#039;&#039;&#039;Transzendenz&#039;&#039;&#039; des Göttlichen erreicht im jüdischen Monotheismus einen Höhepunkt: Gott darf nicht angeschaut, sein Name nicht ausgesprochen werden. Die drei monotheistischen Religionen müssen Lösungen finden, wie man sich einem Wesen anvertrauen soll, demgegenüber man maximale Distanz empfindet. || Menschen können die Vorgehensweisen und Intentionen der KI nicht nachvollziehen. Niemand kann die Masse der Daten sichten, die in ein Ergebnis eingehen. Paganini sieht in der Unabhängigkeit der KI von der genutzten Hardware, der „Hardware-Agnostik“, ein Transzendieren der Materiegebundenheit. Schließlich stehen die Menschen ehrfürchtig den Fähigkeiten der KI gegenüber, wie sie einst Ehrfurcht gegenüber ihren Göttern gezeigt haben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| In der Religionsgeschichte lässt sich die Sehnsucht nach der &#039;&#039;&#039;Nahbarkeit&#039;&#039;&#039; der Götter, nach Orten und Ritualen der Begegnung und nach Personen nachweisen, die zwischen Gott und den Menschen vermitteln können. Im Monotheismus ist Gott den Menschen durch sein Wort nahe, im Christentum als Mensch gewordener Gott. || Die unausgesetzte Greifbarkeit der KI hat ihre eigenen Rituale erzeugt, etwa sich vom KI- Assistenten nach dem Aufstehen auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Dass KI menschliche Sprache benutzen kann, überbrückt die Distanz zu den unbegreiflichen Algorithmen, besonders, wenn der Sprache Empathiefähigkeit einprogrammiert wird. KI ist dank ihrer Realisierung durch künstliche Neuronen ein Abbild menschlicher Intelligenz, und Menschen erleben sich selbst als Abbild der KI.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Die Verbindung von Gott und &#039;&#039;&#039;Gerechtigkeit&#039;&#039;&#039; zeigt sich, wenn Hammurabi vom Gott Schamasch die auf der berühmten Stele eingemeißelten Gesetze empfängt. Auch der jüdische Gott gibt verbindliche Gesetze, nach denen er die Menschen richtet, verspricht zugleich aber Barmherzigkeit im Umgang mit den Übertretern. In der Alltagserfahrung zeigt sich die Gerechtigkeit des Weltregenten nicht durchgängig, ein Grund zum Glaubenszweifel. || KI wird auf verschiedene Weise zur Einhaltung von Regeln eingesetzt, etwa wenn soziale Netzwerke den Richtlinien widerstreitende Posts automatisch erkennen und löschen. Als Akt der Barmherzigkeit wertet Paganini, wenn KI-generierte Chatbots auf Beleidigungen nicht mit Beleidigungen oder Abbruch, sondern höflich und hilfreich reagieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wenn der Mensch sein Leben nach den göttlichen Geboten gestaltet, eingebunden in die göttliche Ordnung der Welt, entsteht &#039;&#039;&#039;Sinnstiftung.&#039;&#039;&#039; Im Christentum wird Gott als liebender Vater konzipiert. Jesu Weg nachzugehen, der Gottes Liebe in einzigartiger Weise lebt, führt dahin, im eigenen Leben mehr zu sehen als zufälliges Hin- und Hergetriebensein. || Je mehr Entscheidungen – etwa in der Medizin oder der Justiz – von der KI getroffen werden, desto mehr werden sich Satzungen etablieren, was als Sinn des Lebens zu betrachten ist; analog den Weisungen Gottes wird sich ein „Willen der KI“ entwickeln, der dem Menschen in alltäglichen Routinen ständig zur Hand ist und nicht wie bei Gott und den Göttern unter dem Vorbehalt der Unverfügbarkeit Gottes steht. KI ist also nicht nur auch ein Gott, sondern der bessere, präsentere Gott.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Von den Göttern wurde vor allem erwartet, dass sie das Chaos fernhalten und für den Menschen sorgen, damit es ihm an nichts fehlt. Die göttliche &#039;&#039;&#039;Fürsorge&#039;&#039;&#039; ist der Anspruch, an dem die polytheistischen Götter letztlich versagen, weshalb die Juden zu JHWH übergehen, der dem Noah die Aufrechterhaltung der Naturordnung verspricht und Israel in ein Land führt, das von Milch und Honig fließt.  || Die Entwicklung zeigt, dass KI nicht nur genutzt wird, um technische Probleme zu lösen, sondern sich auch um menschliche Probleme kümmert, wenn denn in einiger Zeit durch Menschen geleistete Langzeitpflege und psychosoziale Betreuung für viele unerschwinglich werden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
* Konzentriere Dich auf die göttlichen Eigenschaften, mit denen Du Dich bereits befasst hast.&lt;br /&gt;
* Vergleiche die Definitionen Claudia Paganinis mit Deinen eigenen.&lt;br /&gt;
* Erörtere, ob Dich die Übertragung auf die KI, wie Paganini sie vornimmt, überzeugt.&lt;br /&gt;
* Fasse Deine Überlegungen zu jeder einzelnen von Dir bearbeiteten göttlichen Eigenschaft auf einem gesonderten Blatt zusammen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe| &#039;&#039;&#039;für die ganze Lerngruppe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Legt Eure Bearbeitungen der göttlichen Eigenschaften jeweils zusammen und schaut Euch einige Arbeiten Eurer Mitschülerinnen und Mitschüler an.&lt;br /&gt;
* Besprecht im Plenum der Lerngruppe, was Euch aufgefallen ist und ob Euch Paganinis Gesamtkonzept, der KI göttliche Eigenschaften zuzuschreiben, überzeugt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deine Benutzeroberfläche am PC ==&lt;br /&gt;
Um Dir die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz für Dich als Benutzer klarzumachen, stell Dir bitte zuerst mal vor, Du hast nur Deinen PC zur Verfügung und sonst nichts, kein Modem, kein WLAN, kein Internet: Flugmodus. Was kannst Du dann mit Deinem Endgerät noch anfangen - und was nicht?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45404|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Schritt versuch Dir bitte vorzustellen, welche Möglichkeiten dazukommen, wenn Dein PC einfach nur ans Internet angeschlossen wird, zunächst ohne dass Dir irgendeine Software hilft, Dich im Internet zurechzufinden.&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45405|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun eine Suchmaschine hinzukommt, was wird dann möglich; welche Abhängigkeiten entstehen dann aber auch?&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=45406|height=1000px}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Suchmaschine und KI|Warum reden wir über Suchmaschinen, wenn KI das Thema sein soll?&lt;br /&gt;
#Die bekannten Suchmaschinen - vor allem Google - arbeiten schon lange mit KI.&lt;br /&gt;
#KI soll dafür sorgen,&lt;br /&gt;
##dass der Nutzer das Gefühl hat, hilfreiche Informationen zu finden, und deshalb die Suchmaschine weiterhin nutzt.&lt;br /&gt;
##dass der Werbekunde die Aufmerksamkeit des Nutzers findet und gute Geschäfte macht.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische und &amp;quot;künstlich intelligente&amp;quot; Programmierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Programmiertechniken.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassische Programmiertechniken geben der Maschine eine Kette von Anweisungen oder Programmschritten, die in einer festgelegten Reihenfolge abzuarbeiten sind. Dabei sind Verzweigungen möglich, an denen der Nutzer Einfluss auf das weitere Programm nehmen kann; es sind Schleifen möglich, wodurch das Programm zum Beispiel angewiesen wird, so lange zu rechnen, bis das Ergebnis eine festgelegte Genauigkeit erreicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KI-Anwendungen funktionieren grundlegend anders: Das Programm bekommt keine klassische Eingabe (z.B. Errechne die Wurzel aus 5 auf drei Stellen genau!), sondern eine Anweisung - einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; (z.B. Male ein hübsches Blumenbild!). KI setzt voraus, dass das Programm auf einen riesigen Datenvorrat zurückgreifen kann, zum Beispiel auf Bilddaten mit schönen Blumenbildern. In diesem Datenvorrat erkennt das Programm Muster, die offenbar für die meisten Nutzerinnen und Nutzer ein &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; auszeichnen. Dabei ist das Ergebnis nicht so eindeutig festgelegt, denn das Muster, das dem Prompt &amp;quot;schönes Blumenbild&amp;quot; entspricht, lässt verschiedene Varianten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem, mit geeigneten Anweisungen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, hat eine eigene Technik, das {{wpde|Prompt Engineering}} hervorgerufen. KI wird technisch durch ein {{wpde|Künstliches neuronales Netz}} realisiert, das die Arbeitsweise der Neuronalen Netzwerke natürlicher Gehirne imitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der KI lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen, die in der Tabelle mit typischen Anwendungsbeispielen konkretisiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Unterschiedliche KI-Anwendungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
! &#039;&#039;&#039;Diskriminierende KI kategorisiert Daten&#039;&#039;&#039; !! &#039;&#039;&#039;Generative KI simuliert kreative Leistungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Medizinische Diagnostik || Aufsatz schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ermittlung von Nutzerinteressen||Text zusammenfassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voraussage und Verfolgung von Straftaten||Musik komponieren und performen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bewertung sozialen Verhaltens||Bild entwerfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Wettervorhersage||Computerprogramm schreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Verkehrsmittel steuern||Künstliche Filmschauspielerin {{wpde|Tilly Norwood}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;kategorisierende KI übertrifft&#039;&#039;&#039; die menschliche Leistungsfähigkeit, weil sie schneller, fehlerfrei und völlig unbeteiligt große Datenmengen nach den gesuchten Mustern - z.B. den Hinweisen auf eine bestimmte Krankheit - durchforstet. &#039;&#039;&#039;Die generative KI&#039;&#039;&#039; ist dem Menschen im Tempo ebenfalls überlegen, bleibt allerdings auf von Menschen erzeugte Vorbilder angewiesen; sie &#039;&#039;&#039;parasitiert auf menschlicher Kreativität&#039;&#039;&#039;. Wenn beispielsweise ChatGPT eine Wissensfrage beantwortet, greift das Programm zumeist auf die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; zurück; auch die angebliche Alternative &#039;&#039;Grokipedia&#039;&#039; von Elon Musk macht das so, abgesehen von manipulativen Eingriffen, die Musks KI-generierte Enzyklopädie weniger „links“ erscheinen lassen sollen. Denn die &#039;&#039;Wikipedia&#039;&#039; wird von Menschen geschrieben und redigiert, wie ihr Gründer Jimmy Wales (*1966) in einem ZEIT-Interview erläutert.[[KI und Religion#%20ftn1|[1]]] &lt;br /&gt;
----[[KI und Religion#%20ftnref1|[1]]] &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/46/wikipedia-gruender-jimmy-wales-grokipedia-rechtspopulismus&amp;lt;/nowiki&amp;gt; nachgeschlagen am 04.12.2025 08:30&lt;br /&gt;
{{Box|Hinweis|&lt;br /&gt;
Über Anwendungen von KI in der Schule unterrichtet ein anderes Lernangebot auf ZUM Unterrichten:&lt;br /&gt;
[[KI in der Schule]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Mensch als Maschine (L&#039;homme machine: Julien Offray de La Mettrie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julien Offray de La Mettries (1709-1751) Hauptwerk aus dem Jahre 1748 hat den provozierenden Titel &#039;&#039;l’homme machine&#039;&#039; – die &#039;&#039;Menschmaschine&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Julien Offray De La Mettrie: &#039;&#039;L’ Homme Machine&#039;&#039; 1748 Übersetzung Adolf Ritter 1875; Quelle: [[https://bibliothek.bbaw. de/files-akademiebibliothek-bbaw/quellendigital/lamettrie/metr_homm_fr_1748/LAMETTRIEHOMMEMACHINE.pdf]] nachgeschlagen am 14.03.2023 15:30&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betrachtet den ganzen Menschen als mechanisches Objekt von der Art einer Uhr oder der seinerzeit beliebten mechanischen Spielfiguren des {{wpde|Jaques de Vaucanson}}, die eine Ente oder einen Flötenspieler imitieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachbau des mechanischen Flötenspielers auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=1TxrjpWGRXU nachgeschlagen am 19. 2. 2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat aus  Julien Offray de La Mettrie:  &#039;&#039;L&#039;homme machine&#039;&#039;|&#039;&#039;Der Mensch ist im Vergleich zu Affen, den klügsten Tieren, was Huygens Planetenuhr im Vergleich zu einer Uhr des Königs Julianus ist: Wenn man mehr Werkzeuge, mehr Räder mehr Federn zur Bezeichnung der Planetenbewegungen bedurfte als zur Bezeichnung der Wiederholung der Stunden, wenn Vaucanson größere Kunst anwenden musste, seinen Flötenspieler zu machen als für seine Ente, so hätte er noch bei weitem größere Kunst zeigen müssen, um ein sprechendes Gebilde hervorzurufen, was besonders unter den Händen eines modernen Prometheus nicht mehr als unmöglich erachtet werden kann. .. Ich täusche mich nicht, der menschliche Körper ist eine Uhr, aber eine erstaunliche, und mit .. viel Kunst und Geschicklichkeit verfertigt.&#039;&#039; Auskunft über den Menschen kann für La Mettrie ausschließlich &#039;&#039;die einzige hier zulässige Philosophie&#039;&#039; geben: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anatom&#039;&#039;&#039; weiß alles, was es über den Menschen zu wissen gibt. Die hohlen und trivialen Ideen&#039;&#039; der Theologie und Metaphysik gelten ihm &#039;&#039;als gestürzte und erbärmliche Ansichten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Informationen zum Text|&lt;br /&gt;
*La Mettrie vergleicht offenbar eine Uhr, die nur die Stunden anzeigt, mit einer, die darüber hinaus den Stand der Planeten anzeigt. Solche &#039;&#039;astronomischen Uhren&#039;&#039; wurden seit dem 16. Jahrhundert in einigen Kathedralen (Münster, Straßburg, Stendal) aufgestellt. Kurfürst August von Sachsen ließ sich 1563-1568 eine &#039;&#039;Himmelsmaschine&#039;&#039; für seinen Salon anfertigen. {{wpde|Christiaan Huygens}} (1625-1695) gilt zwar als Erfinder der Pendeluhr, aber eine Planetenuhr von ihm ist nicht bekannt, und kein Uhrtyp lässt sich mit einem Kaiser oder König Julian in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
*Die Behauptung, der Flötenspieler Vaucansons sei komplexer als seine künstliche Ente gewesen, die fressen und kacken konnte, entbehrt jeder Grundlage.&lt;br /&gt;
*Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, war zur Zeit La Mettries schon offensichtlich. Seine Kenntnisse der Mechanik, Anatomie und der biologischen Vorgänge allgemein sind also nicht auf der Höhe der Zeit.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Prometheus}} gilt in der antiken Mythologie als Unterstützer der Menschen, der ihnen das Feuer geschenkt hat und dafür die grausame Rache des Zeus erfahren musste. Dass er die Menschen &#039;&#039;geschaffen&#039;&#039; habe,wie La Mettrie voraussetzt, davon erzählt nur der Philosoph {{wpde|Plato}}. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Datei:Der künstliche Mensch.jpg|Der künstliche Mensch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Uhrwerke keine geeigneten Vorbilder der Vorgänge in Lebewesen sein können, konnte man im 18. Jahrhundert schon wissen. Seit etwa 1800 wurden elektrische und chemische Prozesse besser verstanden. Daher verlagerte sich die Einschätzung, auf welche Weise der künstliche Mensch geschaffen werden könnte. &lt;br /&gt;
*{{wpde|Mary Shelley}} schilderte 1818 in ihrem Roman {{wpde|Frankenstein}} oder der moderne Prometheus die Herstellung eines Menschen mit Hilfe der Elektrizität.&lt;br /&gt;
*{{wpde|Johann Wolfgang Goethe}} baute in sein Drama {{wpde|Goethes Faust|Faust II}} die chemische Synthese des homunculus durch den Famulus Wagner ein. 1824 hatte {{wpde|Friedrich Wöhler}} {{wpde|Oxalsäure}} und 1828 {{wpde|Harnstoff}} hergestellt und damit die Annahme widerlegt, dass es zur Synthese der Stoffe, aus denen Lebewesen bestehen, einer besonderen Lebenskraft bedürfe. &lt;br /&gt;
*Durchbrüche dieser Art – zum Beispiel {{wpde|Humangenomprojekt|die Entschlüsselung des menschlichen Genoms}} um die Jahrtausendwende, bei der KI bekanntlich bereits eingesetzt wurde – weckten regelmäßig die Erwartung, demnächst das Geheimnis des Lebens lüften und alle Krankheiten besiegen zu können.&lt;br /&gt;
*Die Entwicklung der KI weckt nun erneut die Erwartung, demnächst eine Maschine erzeugen zu können, die zumindest alle kognitiven Leistungen des Menschen ausführen kann und ihn in seiner kognitiven Leistungsfähigeit sogar übertrifft.&lt;br /&gt;
*Dass KI alles kann, was der Mensch kann, zugleich aber anders ist und den Menschen auf nahezu allen Feldern übertrifft, hat Claudia Paganini zu der Idee inspiriert KI als neuen, besseren Gott und Verehrungsobjekt einer kommenden Religion zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Aufgaben|&lt;br /&gt;
# Schildere kurz, was Du über die Vision von der künstlichen Erzeugung eines Menschen weißt. Beziehe neben den hier gebotenen Informationen die Geschichten ein, die Du gelesen hast oder aus den Medien kennst.&lt;br /&gt;
# Beschreibe die Emotionen, die mit der künstlichen Erschaffung des Menschen verbunden sind.&lt;br /&gt;
# Schau Dir den Artikel über {{wpde|humanoider Roboter|humanoide Roboter}} und dort verlinkte Bilder und Videos an.&lt;br /&gt;
# Wie beurteilst Du das Versprechen, dass der Mensch demnächst etwas ihm gleiches herstellen wird. Erscheint Dir das realistisch; erscheint es Dir erstrebenswert?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche und persönliche Bedeutung der KI ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen Gott zu haben, muss man kein Geld investieren. KI zu betreiben ist hingegen sehr teuer. Denn KI durchmustert das Internet auf der Suche nach den Daten, die es zur Erfüllung der jeweiligen Aufgaben braucht. Das Internet verwaltete 2024 etwa ein Datenvolumen von 175 Zettabyte mit stark steigender Dendenz;&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.statista.com/statistik/daten/studie/267974/umfrage/prognose-zum-weltweit-generierten-datenvolumen/&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Zetabyte: Das entspicht einer Trilliarde Zeichen, also eine Milliarde Billionen oder eine 1, die 21 mal mit 10 mulitipliziert wird. Mit solchen Datenmengen werden nur Hochleistungsrechenzentren fertig, deren Anschaffung und Erhaltung großen Aufwand erfordert. Außerdem muss die Stromrechnung beglichen werden, die bei einem großen Rechenzentrum (das Foto unten zeigt das Leibniz-Rechenzentrum in Garching) schon mal dem Bedarf einer ganzen Stadt gleichkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibniz Rechenzentrum 2.jpg|Leibniz Rechenzentrum in Garching]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du einer KI durch einen &amp;quot;Prompt&amp;quot; einen Auftrag erteilst - &#039;&#039;Mal mir ein schönes Blumenbild!&#039;&#039;  -, dann bekommt die Maschine zugleich viele andere &amp;quot;Prompts&amp;quot;, von denen Du nichts siehst. Die Grafik vermittelt einen Eindruck davon:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prompts.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Reflexion|*Reflektiere darüber, was bei der Nutzung einer KI durch PC oder Handy alles passiert und wie wenig man davon selbst in der Hand hat. Hast Du Dir je klar gemacht, in welchem Maß Du freiwillig Kontrolle abgibst?&lt;br /&gt;
*Denke nach: Wie könnte sich ein KI-Anbieter wie OpenAI, der Milliarden in die erforderliche Rechleistung investiert, das Geld zurückholen und welche Rolle spielst Du dabei?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige viel diskutierte gesellschaftliche und persönliche Probleme, die durch die Verbreitung der KI erzeugt oder verstärkt werden, möchte ich im folgenden beschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Information|&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Probleme der KI&lt;br /&gt;
*Im Internet herrscht extreme Ungleichheit, zeigt Martin Andree in einem Vortrag:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:7b5801b156e762f1/&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei große Internetkonzerne kassieren 70 bis 80 % der Werbeeinnahmen weltweit. Alle anderen Medien - Zeitungen, Fernsehen, Radio, andere Webseiten - teilen sich also höchstens ein Drittel des Werbeaufkommens. Die Finanzkraft dieser Internetmonopolisten hat sich mit der aktuellen US-Regierung verbündet und versucht mit unfairen Mitteln, weltweit die Regeln zu bestimmen. Newcomer, die die Monopole gefährden könnten, werden aufgekauft oder vom Markt verdrängt.&lt;br /&gt;
*Wer im Internet sichtbar sein will, kommt nicht darum herum, Konzernen wie Alphabet und Amazon als kostenloser Mitarbeiter die Daten zur Verfügung zu stellen, aus denen sie unter Anwendung von KI die Angebote erzeugen, die die Tech-Monopolisten anschließend vermarkten. Luca di Blasi stellt die Frage: &#039;&#039;Warum dienen wir der KI?&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2026/07/menschlische-kuenstliche-intelligenz-recaptcha-extraktivismus-digitale-oekonomie nachgeschlagen am 19. 2. 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Grundlagen der KI wie die neuronalen Netze wurden in der Mitte des XX. Jahrhunderts entwickelt. Anwendungen wie Suchmaschinen oder Navigationssysteme arbeiten seit längerem mit diesen Techniken; doch davon bemerkt der Nutzer normalerweise nichts. Die Nützlichkeit der KI wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen, seid Hochleistungsrechner aus der gewaltigen Datenmenge, die im Internet kursiert, Simulationen kreativer Leistungen generieren können. OpenAI hat im November 2022 den Chatbot ChatGPT veröffentlicht und damit erstmals einer breiten Öffentlichkeit ermöglicht, in einer leicht zu bedienenden Benutzerumgebung mit KI zu hantieren. Schon nach drei Monaten wurde das Tool von mehr als 100 Millionen Menschen benutzt. Doch das Interesse an Bezahlversionen der GPT-Anwendungen blieb hinter den Erwartungen zurück, und der Verlust von OpenAI betrug im vierten Quartal 2025 etwa 13 Milliarden Dollar.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.heise.de/news/Altmans-Reaktion-auf-OpenAIs-Milliardenverlust-Es-reicht-10967280.html nachgeschlagen am 19.02.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Information|Probleme des einzelnen Menschen bei der Nutzung von KI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass wir Menschen die Fähigkeiten, die wir an Maschinen auslagern, selbst verlieren. Zum Beispiel haben Menschen, die stets Navigationssysteme verwenden, zunehmend Schwierigkeiten, sich im Raum zu orientieren. Wer sich von KI das aktuelle Geschehen gemäß seinen Bedürfnissen und Interessen zusammenfassen lässt, kann mit tiefgründigen Analysen nichts mehr anfangen und verliert den Sinn für die Zusammenhänge.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/2025/45/katharina-zweig-kuenstliche-intelligenz-informatik-gxe nachgeschlagen am 19.2.26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Wenn Nutzerinnen und Nutzer sich an KI-Apps wenden, um Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu finden, erwarten sie neutrale und fundierte Unterstützung. Naive Nutzer prüfen nicht, welchen wirtschaftlichen Interessen der Betreiber der KI verpflichtet ist. Eva Wolfangel hat an einem besonders dreisten Beispiel gezeigt, wie die Menschen manipuliert werden, z.B. durch die Berufung auf wissenschaftliche Studien, die es gar nicht gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/2023-04/chatbot-psychologie-therapie-pharmaindustrie-manipulation nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Christian Stöcker hat die Nutzbarkeit der KI für Propagandazwecke und Verbreitung von Desinformation beschrieben und in eine historische Perspektive gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Stöcker: &#039;&#039;Von Gilgamesch zum Algorithmus. Kleine Technikgeschichte zur Propaganda,&#039;&#039; Aus Politk und Zeitschichte 39/2025, S. 14-21 Link: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/propaganda-und-desinformation-2025/ nachgeschlagen am 19.2.2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Emotionalisierende verzerrende Propaganda und Reklame machen es den Menschen schwer, nach den eigenen Interessen zu wählen oder einzukaufen.&lt;br /&gt;
*Wir neigen zu {{wpde|kognitiven Verzerrungen|Liste_kognitiver_Verzerrungen}}; zum Beispiel schenken wir Nachrichten mehr Aufmerksamkeit, die unsere vorgefassten Meinungen bestätigen oder die in einen Rahmen passen, der uns vertraut ist. Da Internetfirmen es darauf anlegen, unsere Aufmerksamkeit zu fesseln, bestärken sie diese Neigung. KI-Chatbots können sehr gut Einfühlung simulieren; sie reagieren niemals abweisend und werden dadurch für empfängliche Menschen zu einem wertvolleren Gesprächspartner als die Mitmenschen. Da Kinder und Heranwachsende die Suchtgefahren, die von Chatbots ausgehen, nicht einschätzen können, werden Altersbeschränkungen diskutiert, wenn sie nicht bereits eingeführt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tagesschau.de/ausland/europa/social-media-verbote-beschraenkungen-100.html nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#In den beiden Informationsboxen werden eine Reihe von Problemen benannt, die durch die breite Einführung von KI verstärkt oder gar neu erzeugt werden.&lt;br /&gt;
#Befasse Dich mit den Problemen, die Dich interessieren.&lt;br /&gt;
#Schlag die verlinkten Quellen nach und ergänze die gefundenen Informationen durch eigene Recherchen. Dabei werden neben der wikipedia einige Seiten besonders empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bpb.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;https:www.klicksafe.de nachgeschlagen am 19.2.2026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wird KI zum Objekt einer neuen Religion? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte wird von Menschen gemacht, zum Beispiel von Dir. KI ist für Dich nicht &#039;&#039;allgegenwärtig&#039;&#039;, wie Claudia Paganini argumentiert, wenn Du Dein Handy und Deinen Computer ausschaltest. Ob Du der &#039;&#039;überlegenen Superintelligenz&#039;&#039; (Paganini) Deine strategischen Entscheidungen überlässt, ist Deine Entscheidung. Mark Andree erwähnt im bereits zitierten Podcast (siehe Anmerkung 4) ein Märchen, dessen Quelle ich nicht gefunden habe und das ich deshalb in meiner Version nacherzähle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Märchen|Ein junger Prinz ging im Frühling durch den Garten des väterlichen Schlosses. Das sah er einen Stieglitz. Den beschien die Maiensonne und er leuchtete in seinem farbigen Federkleid. Der Stieglitz ließ auch ein kurzes Lied erklingen, das dem Prinzen wohl gefiel. Da dachte er bei sich: Es wär doch gut, den Vogel in einen goldenen Käfig zu tun, dann kann ich jeden Tag sein Lied hören und seine Farben bewundern. Er rief also einen Jäger seines Vaters herbei ihm den Stieglich zu fangen, und er ließ vom Schreiner einen Käfig fertigen und ließ goldene Stäbchen anbringen. Dem Koch befahl er, passende Nahrung zu beschaffen, damit wollte er den Vogel füttern. Dann setzte er den Stieglitz in den Käfig und betrachtete ihn. Doch der Stieglitz krallte sich an die Stäbchen auf der Seite, die dem Fenster am nächsten lag und hackte mit seinem Schnabel unentwegt auf die Stäbchen ein. Er fraß nicht und das Singen hatte er verlernt. Der Prinz sagte sich: Er muss sich erst an den Käfig gewöhnen. Doch am nächsten Tag benahm sich der Stieglitz ebenso, allerdings war er schwächer geworden. Auch am dritten Tag blieb der Stieglitz stumm, aber gegen die Gitterstäbe hackte er nicht mehr.&lt;br /&gt;
Da sah der Prinz ein, dass ein Vogel nicht für den Käfig taugt. Er öffnete den Käfig und machte das Fenster weit auf und wollte dem Stieglitz die Freiheit schenken. Doch der blieb auf seiner Stange sitzen und kümmerte dahin, bis er auf den Boden des Käfigs fiel und tot dalag. Der Prinz schalt den Stieglitz einen dummen Vogel. Doch sag mir: Wer ist der Dumme?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
Vergleiche die Situation des KI-Nutzers mit dem Märchen vom Stieglitz. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.&lt;br /&gt;
Lies Dir noch einmal durch, was Claudia Paganini zum Thema Sinnstiftung sagt und nimm dazu aufgrund des inzwischen Erlernten Stellung.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Internetwährung ist die Aufmerksamkeit. Jesus erzählt im Lukasevangelium (18,2-5) ein kurzes Gleichnis, in dem es darum geht, wie der Mensch Gottes Aufmerksamkeit findet. Ich habe die kurze Geschichte zu einem Comic verarbeitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Richter und Witwe.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Aufgabe|&lt;br /&gt;
#Fragen zur Geschichte&lt;br /&gt;
##Wie charakterisiert Jesus den Richter?&lt;br /&gt;
##Was bedeutet das für die Erfolgsaussichten der Klägerin?&lt;br /&gt;
##Wie geht die Frau vor?&lt;br /&gt;
##Warum ändert der Richter seine Haltung?&lt;br /&gt;
#Jesus vergleicht das Vorgehen der armen Frau mit dem Verhalten eines Menschen, der zu Gott betet: Was, denkst Du, passt da zusammen?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Religionsgeschichte der Zukunft wird nicht von KI oder Tech-Konzernen oder anderen Groß-Infuencern gestaltet, sondern von den Menschen, also unter anderem von Dir. Zu den kostbarsten begrenzten Gütern des Menschen gehört die &#039;&#039;&#039;Aufmerksamkeit.&#039;&#039;&#039; Der Philosoph, Mathematiker und Journalist Tobias Hürter (*1972) schreibt:&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.zeit.de/zeit-wissen/2025/05/psychologie-aufmerksamkeit-soziale-medien-technologie-ludwig-guttmann nachgeschlagen am 04.12.2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Zitat|&lt;br /&gt;
Es mangelt uns nicht an der Fähigkeit, aufmerksam zu sein. Wir verschwenden unsere Aufmerksamkeit. Wir lassen sie uns stehlen. Wir lassen sie verkümmern. Es ist höchste Zeit, dass wir die Souveränität über unsere Aufmerksamkeit wiedergewinnen, um sie anderen wieder schenken zu können.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufmerksamkeit schenken.jpg|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folie zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, Aufmerksamkeit zu verschenken. Lege eine Tabelle mit wenigstens fünf Zeilen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Wohin geht meine Aufmerksamkeit?&lt;br /&gt;
! Gegenstand meiner Aufmerksamkeit !! das bedeutet mir !! mache ich zu oft !! mache ich zu selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen || bitte eintragen &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{box|Abschließende Frage|&lt;br /&gt;
Was denkst Du: &lt;br /&gt;
*Wird KI der neue und bessere Gott?&lt;br /&gt;
*Wird die Religion der Zukunft eine KI-Religion sein?&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Antonius</name></author>
	</entry>
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